DE237609C - - Google Patents

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DE237609C
DE237609C DENDAT237609D DE237609DA DE237609C DE 237609 C DE237609 C DE 237609C DE NDAT237609 D DENDAT237609 D DE NDAT237609D DE 237609D A DE237609D A DE 237609DA DE 237609 C DE237609 C DE 237609C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/12Separation of ammonia from gases and vapours

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

KAISERLICHES Λ
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 237609 KLASSE 12/*:. GRUPPE
■ ..:■■ WILH. MÜLLER in ESSEN, Ruhr,
Die Erfindung bildet ein Apparat zur kontinuierlichen Gewinnung von Ammoniumsulfat aus Dcstillatiousgascn von Kohle und bestellt im wesentlichen darin, daß die dem.Gasaustritt· gegenüberliegende Seitenwand konkav ausgebildet und unter dem'Gasaustrit.tsrohr eine getrennte Schaumkammer vorgesehen ist, welche • am Boden Laugensiebe besitzt und deren Innen-. wand durch die konkave Seitenwand des Behälters gebildet wird. In der mittleren Zone des Sättigungskastens sind quer durchgehende, schräg gelagerte durchlochte Prall- oder Stauplatten angeordnet. Hiernach werden die vom Teer befreiten warmen Gase derart durch ein zweckmäßig bis knapp an die Decke, des Sättigungsapparates reichendes Säurebad geleitet, so daß die Gase in einer dünnen breiten Schicht in steter Berührung mit der Badoberfläche
■ bleiben und in Verbindung hiermit.noch durch Leisten bekannter Art zur wiederholten, kurz aufeinanderfolgenden Tauchiing gezwungen wer-
■ den, bevor sie den Sättigungsapparat verlassen, zu dem Zweck, in Verbindung mit der konkaven Seitenwand des Behälters Wärmeverluste der Gase zu verhindern, eine vollkommene
■ Absorption des Ammoniaks und intensiven Laugenumlauf zu erzielen.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des nach der Erfindung hergestellten Sätti-. 30 gungsapparates veranschaulicht, und zwar zeigen : ■■■·■
Fig. ι einen senkrechten Längsschnitt durch den Apparat, , . Λ .
; . Fig· 2 einen Querschnitt und : · . ■ /.■■■'.
Fig. 3 einen Grundriß.
. Entgegen den bekannten Sättigungskästen j mit glockenförmigen Aufsätzen o. dgl., welche ι dem Gase oberhalb des Säurebades einen großen Sammelraum gewähren, wird der Sättij gungsapparat A nach vorliegender Erfindung {,mit einer geraden Decke'JS versehen. An dem einen Ende ist ein Gaseingangs-, an dem anderen Ende ein Gasausgangsrohr C bzw. D vorgesehen. Die zwischen Ein- und Ausgangsrohr befindliche . gerade Decke B kann noch mit schrägen, gezackten Tauchleisten E versehen werden. An der Wandseite unter dem Gasausgangsrohr ist eine mit konkaver Innenwand versehene Schaumkammer S angeordnet, die ■ etwaige Unreinigkeiten auf der Oberfläche des Bades auffangen und durch Rohr (g> ableiten soll.. Eine weitere Neuerung besteht darin, : daß in der mittleren Zone des Sättigungsapparates noch quer durchgehende, schräg gelagerte durchlochte Stauplatten H angeordnet sind, um die im Kreislauf des Bades mitgerissenen Salze zurückzuhalten. . ■ Die Füllung des Sättigungsapparates mit verdünnter Schwefelsäure oder saurer Lauge erfolgt zweckmäßig bis knapp an die Decke des Apparates, welche Höhe mittels regelbaren Zuflusses frischer Säure durch das Rohr / konstant erhalten wird. Die Zusatzschwefelsäure kann auch durch das Rohr / mit Düse /' schon im Gaseingangsrohr C in den Gasstrom einge-. spritzt werden. Alle Innenflächen des Sät tigungsapparates, welche mit der Säure in Berührung treten, erhalten einen Schutzmantel aus dünnem Bleiblech.
Die Betriebsweise des Apparates ist folgende: Das mit Ammoniakdämpfen beladene heiße Gas tritt durch das erweiterte Rohr C in den
Sättigungsapparat und. wird ■ durch' die mit Verteilungshauben versehene Wand. Λ" zur Tauchung in das Säurebad gezwungen. Bei dieser ersten Tauchung verteilt sich das Gas in einer dünnen breiten Schicht in das Bad und sprudelt unter die .wagerechte Decke des Apparates. ' Auf seinem weiteren Wege zum Ausgangsrohr D kann das Gas noch durch an ■ der Decke, befindliche, schräg nach vorn in das
ίο Säurebad eintauchende Leisten E zur mehrmaligen, kurz aufeinanderfolgenden Tauchung gezwungen werden. Ob mit oder ohne Tauchleisten durch die Zwangsführung der Gase in dem engen Spielraum zwischen der Badoberfläche und wagerechteri Decke wird der oberen Zone des Bades eine stete' Vorwärtsbewegung erteilt, wodurch alle sich etwa auf der Badoberfläche sammelnden Unreinigkeiten, Teerschaum usw. nach einer Seite in die Schaumao kammer S gedrängt, und durch das Rohr ■ θ nach außen abgeleitet .werden, so daß das Bad dauernd' von jeglichen Unreinigkeiten freigehalten wird und die frisch eingeführten Gase immer mit einem frischen, reinen' Bad in Tauchung gelangen. Die konkave Wandseite F-des Badbehälters vor der Schaumkammer S bewirkt sodann eine leichte Umkehr der Strö-
. mung, so daß das Säurebad im ständigen Kreis- ' lauf einer intensiven Aufmischung unterworfen wird, wodurch der Ausnutzungsgrad der Säure ein maximaler bzw. der Säureverbrauch vermindert wird. · ' ' «.
Dadurch, daß die in stetem Umlauf befindliche Badoberfläche knapp an die. Decke des Sättigungsapparates stößt und dies"e durch das Aufkochen benetzt, wird-die Bildung. von· in den bekannten Apparaten an den Innenwänden und der Decke entstehenden, äußerst lästigen
■ und betriebsstörenden Salzablagerungen völlig verhindert, weil das im Umlauf befindliche Bad die Decke und Innenwände dauernd bespült. Durch den gänzlichen Wegfall des bisher üblichen, oberhalb dem Bad von' der Bleiglocke oder eiern . Kasten gebildeten Gasraumes .wird ein Wärmeverlust verhindert und mittels Isolierung der Wände und Decke mit Wärme- :' schutzmasse ein höherer Wirkungsgrad des Apparates erzielt. :
Die weiter in der mittleren Zone des Sättigungsapparates angeordneten schrägen Prall- oder Stauplatten H bewirken ein Zurückhalten bzw. Niederschlagen des im Kreislauf des Bades mitgerissenen festen Ammoniaksalzes.
Das ausfallende Ammoniaksalz wird aus dem in einen seitlichen Schacht mündenden unteren Sammelraum M des Apparates in bekannter Weise durch einen Dampfstrahlheber N auf eine Abtropfbühne gehoben, von wo es in die Salzzentrifuge und dann'zum Salzlager gelangt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: ;
1. Sättigungsapparat zur Gewinnung von Ammoniumsulfat aus Destillationsgasen von Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Gasaustritt gegenüberliegende Seitenwand konkav alisgebildet ist, so daß der durchgeleitete Gasstrom der den Behälter füllenden. Lauge eine intensive Umlaufbewegung erteilt.
2. Ausführungsform des Sättigungsapparates nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem Gasaustrittsrohr eine getrennte Schaumkammer (S) vorgesehen, ist, welche am Boden Laugensiebe (L) besitzt und deren Innenwand durch die konkave Seitenwand des Badbehälters gebildet wird.
3. Ausführungsform des Sättigungsapparates nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch in der mittleren Zone des Sättigungskastens angeordnete quer elurchgehende, schräg gelagerte durchlochte Prall- oder Stauplatten. ·■.■'.' . ■ .. .■/ '■.'-.'■:
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
BERLIN. GEDIiUCKT IN DUI! RKICHSDKUUKKIIKI.
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DE (1) DE237609C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2508297A (en) * 1946-09-09 1950-05-16 Joseph P Ruth Exhaust-gas conditioning means
DE926367C (de) * 1952-12-20 1955-04-14 Rheinelbe Bergbau Ag Saettiger zur Gewinnung von Ammonsalzen, vorzugsweise fuer Ammonsulfat

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2508297A (en) * 1946-09-09 1950-05-16 Joseph P Ruth Exhaust-gas conditioning means
DE926367C (de) * 1952-12-20 1955-04-14 Rheinelbe Bergbau Ag Saettiger zur Gewinnung von Ammonsalzen, vorzugsweise fuer Ammonsulfat

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