DE236378C - - Google Patents

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DE236378C
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Germany
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milk
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hot
protein
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C1/00Concentration, evaporation or drying
    • A23C1/04Concentration, evaporation or drying by spraying into a gas stream

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
— JKS 236378 -KLASSE 53 e. GRUPPE
Fa. TRUFOOD LIMITED in LONDON.
Verfahren zur Herstellung von Milchpulver. Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. August 1906 ab.
Die Herstellung von Milchpulver, welches mit Wasser gemischt eine Flüssigkeit ergibt, die die gleichen physikalischen und chemischen Eigenschaften wie frische Milch besitzt, ist in der Praxis eine sehr schwer zu lösende Aufgabe. Die Hauptschwierigkeit bei der Lösung dieser Aufgabe ist der Umstand, daß die Milch beim Erhitzen auf erhöhte Temperaturen ihre Eigenschaften verändert, was sich bei den meisten
.o bekannten Verfahren zur Herstellung von Milchpulver in äußerst unangenehmer Weise bemerkbar macht.
Wenn nämlich bei dem Eindampfen von Milch die Temperatur einen gewissen Grad über-
L5 steigt, so tritt ein Gerinnen des Eiweißes und eine Karamelisierung des Milchzuckers ein. Zwar ist es bekannt, daß die unlöslich gewordenen Eiweißstoffe durch Zusatz von Natriumphosphat wieder in den löslichen Zustand
jo übergeführt werden können, doch bietet dieser Ausweg zur Beseitigung der unlöslichen Eiweißstoffe keine Aussicht auf einen wirklichen Erfolg, weil das Milchpulver durch den Zusatz von Natriumphosphat einen nicht wieder zu beseitigenden seifigen Geschmack erhält.
Man hat nun bereits empfohlen, die Milch dadurch in ein trockenes Produkt überzuführen, daß man sie in fein zerstäubtem Zustande der Einwirkung eines heißen trockenen Luftstromes ο aussetzt. Dieses Verfahren verhindert jedoch nicht das Gerinnen des Milcheiweißes mit seinen schädlichen Folgen, weil das Vorhandensein großer Mengen Feuchtigkeit ein längeres Verweilen und Erhitzen der zerstäubten Milch in , der Trockenkammer notwendig macht, um eine vollständige Verdampfung und Beseitigung der 40
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Feuchtigkeit herbeizuführen. Jede dauernde Einwirkung von Hitze auf Milch ist jedoch schädlich, weil sie mit Sicherheit ein Gerinnen des Eiweißes bewirkt.
Man hat ferner auch schon versucht, die Milch zuerst im Vakuum einzudampfen und die konzentrierte Masse in dünner Schicht zu trocknen,, indem man sie über heiße Zylinder .fließen ließ. Hierbei wird jedoch der Teil der konzentrierten Milch, welcher mit der Oberfläche der heißen Zylinder in unmittelbare Berührung kommt, zu hoch erhitzt, wodurch, wie bereits mehrfach bemerkt, ein Gerinnen des Eiweißes unvermeidlich ist. .
Im Gegensatz zu diesen bekannten Verfahren wird nun gemäß vorliegender Erfindung die Milch zunächst durch Verdampfung im Vakuum bei niedrigen Temperaturen (unter 60 ° C.) so weit konzentriert, daß ein Teil bzw. der größte Teil der Feuchtigkeit verdampft, worauf die so erhaltene Masse in einer Trockenkammer im ■ zerstäubten Zustande der Einwirkung eines heißen trockenen Luftstromes ausgesetzt wird.
Die in dem feinen Milchsprühregen enthaltene Feuchtigkeit wird hierbei verdampft, während die festen Bestandteile in Gestalt eines feinen trockenen Pulvers niederfallen. Da verhältnismäßig wenig Feuchtigkeit in der konzentrierten Milch vorhanden ist, so erfolgt die Verdampfung in der Trockenkammer so schnell, daß die einzelnen Teilchen der Milch nur ganz kurze ^ Zeit mit der heißen Trockenluft in Berührung sind. Diese schnelle Verdampfung der Feuchtigkeit hat aber auch eine bedeutende Temperaturerniedrigung zur Folge, so daß weder ein Gerinnen des Eiweißes noch eine Karamelisierung
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des Milchzuckers eintreten kann. In dem kurzen Zeitraum, in welchem die Milchteilchen mit der heißen Luft in der Trockenkammer in Berührung kommen, wird jede unmäßige Erhöhung der Temperatur und die schädliche Wirkung einer solchen Erhöhung auf die Milch-■ ,teilchen vermieden. Andererseits kann man aber gerade infolge der durch die schnelle Verdampfung herbeigeführten Temperaturerniedrigung
ίο und der kurzen Einwirkung des heißen Luftstromes auf die Milchteilchen in der Trockenkammer viel höhere Temperaturen (von etwa 150 bis 2000C.) anwenden, als dies sonst möglich wäre, wodurch die Geschwindigkeit der Verdampfung in beträchtlichem Maße erhöht wird und die Fabrikationskosten entsprechend erniedrigt werden. Das bei anderen Verfahren unausbleibliche Gerinnen des Eiweißes wird sicher verhindert, und man erhält ein Milchpulver, welches in heißem Wasser sich vollständig löst und eine Flüssigkeit ergibt, die von der natürlichen Milch nicht zu Unterscheiden ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Milchpulver, bei dem der Milch zunächst durch Eindampfung im Vakuum ein Teil der Feuchtigkeit entzogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die so konzentrierte Milch in einer Trockenkammer in bekannter Weise in zerstäubtem Zustande der Einwirkung eines über 130 ° C. heißen trockenen Luftstromes ausgesetzt wird.
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DE (1) DE236378C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT405594B (de) * 1993-04-13 1999-09-27 Laschober Gerhard Vorrichtung zur verarbeitung von frisch ermolkener milch zu trockenmilch
AT411642B (de) * 1996-02-20 2004-04-26 Gerhard Laschober Vorrichtung zur herstellung von trockenmilch

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT405594B (de) * 1993-04-13 1999-09-27 Laschober Gerhard Vorrichtung zur verarbeitung von frisch ermolkener milch zu trockenmilch
AT411642B (de) * 1996-02-20 2004-04-26 Gerhard Laschober Vorrichtung zur herstellung von trockenmilch

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