DE236374C - - Google Patents

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DE236374C
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switch
piston
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L15/00Methods, circuits, or devices for controlling the traction-motor speed of electrically-propelled vehicles
    • B60L15/32Control or regulation of multiple-unit electrically-propelled vehicles
    • B60L15/34Control or regulation of multiple-unit electrically-propelled vehicles with human control of a setting device

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Systems And Boosters (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 236374'-KLASSE 20/. GRUPPE
Gegenkraft.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. März 1910 ab.
Zum Steuern von elektrischen Fahrzeugen wird vielfach Druckluft verwendet; wenn beispielsweise die Regelung mittels Drehtransformators (Induktionsreglers) oder,mittels Bürsten-Verschiebung oder ähnlicher Mittel erfolgt, kann der Antrieb dieser Apparate in an sich bekannter Weise mittels zweier Druckluftzylinder erfolgen, von denen der eine dauernd unter Druck steht und eine Ausschaltbewegung
ίο hervorruft, während ein zweiter Zylinder, der einen größeren Kolbendurchmesser haben muß, zum Einschalten dient.
Die Erfindung besteht nun in einer Verbesserung dieser Steuerung, durch welche die an sich bekannte Wirkung in einfachster Weise erreicht wird, daß bei Stillstand des von der Hand des Führers zu bedienenden Steuerorgans ein allmähliches Ausschalten und gegebenenfalls hieran anschließend eine Bremsung des Fahrzeuges hervorgerufen wird.
Das allmähliche Ausschalten der Regelung oder Steuerung erfolgt durch eine feine Ausblaseöffnung, die für derartige Zwecke zwar an sich bekannt ist, gemäß der Erfindung aber sich auf der Druckseite des Einschaltzylinders oder in der Druckleitung zum Einschaltzylinder befindet. Die Druckluft für den Einschaltzylinder' liefert der Hauptluft behälter, aber ebenfalls gemäß der Erfindung nicht unmittelbar, sondern es ist ein besonderer Hilfsluftbehälter angeordnet, welcher durchs das als Zweiweghahn ausgebildete Steuerorgan wechselweise zum Auffüllen mit dem Hauptluftbehälter und Zur Steuerung des Einschaltkolbens mit der Druckleitung des Einschaltzylinders in Verbindung gebracht werden kann. Der Zweiweghahn ist außerdem noch mit einer Austrittsöffnung ins Freie versehen, um die Druckleitung des Einschaltzylinders zum Zweck der schnellen Rückwärtsbewegung der Steuerung mit der Atmosphäre in Verbindung zu setzen.
Mittels der gesamten beschriebenen Anordnung an einer Druckluftsteuerung ' für elektrische Fahrzeuge, bestehend in der Ausblaseöffnung auf der Druckseite des Einschältzylinders, in einem Hilfsluftbehälter' zum Speisen des Einschaltzylinders und in einem Zweiweghahn zur folgerichtigen Verbindung der einzelnen Teile untereinander, kann man mit einem einzigen, von Hand bedienten Organ das Fahrzeug steuern und gleichzeitig in an sich bekannter Weise die Stromabschaltung und gegebenenfalls auch Bremsung des Fahrzeuges erzielen, wenn der Führer die Steuerung nicht in richtiger Weise bedient oder unaufmerksam wird oder auch durch plötzliche Erkrankung an der Bedienung der Steuerung verhindert ist.
Es wird nun die Steuerung und ihre Wirkungsweise an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Die Steuerung erfolgt mit Hilfe des als Zweiweghahn ausgebildeten Führerhahnes c; an diesen sind angeschlossen der Hauptluftbehälter, der Hilfsluftbehälter, das zu dem Einschaltzylinder b führende Druckrohr und eine Austrittsöffnung ins Freie. In der Nullstellung des Führerhahnes (Fig. 2) ist durch einen an dem Hahn angebrachten Kanal der Haupt-
behälter mit dem Hilfsbehälter verbunden; letzterer wird also aus dem Hauptbehälter mit Druckluft aufgefüllt.'
Will der Führer nun einschalten, so hat er den Führerhahn c in die Einschaltstellung zu bringen (Fig. i). Es strömt dann Druckluft aus dem Hilfsbehälter in den Einschaltzylinder b; der Einschaltkolben wird vorgeschoben, die Luft dehnt sich aus, ihr Druck vermindert
ίο sich also, und schließlich halten die beiden Kräfte an den Ein- und Ausschaltkolben einander das Gleichgewicht.
Will der Führer nun weiter einschalten, so muß er den Führerhahn zunächst in die NuIlstellung (Fig. 2) zurückbewegen und so den Hilfsbehälter wieder auffüllen, dann wieder in die Einschaltstellung (Fig. 1) gehen, so daß neue Druckluft in den Einschaltzylinder b fließt.
Will der Führer dagegen ausschalten, dann hat er den Führerhahn in die Ausschaltstellung (Fig. 3) zu bewegen, in der. die Druckluft aus dem Einschaltzylinder b ins Freie strömt, so daß der Ausschaltkolben λ die Reguliervorrichtung zurückschiebt. Haupt- und Hilfsbehälter sind hierbei gegeneinander abgesperrt. Läßt nun der Führer den Führerhahn in der Einschalt- oder in der Nullstellung stehen, so . strömt die in dem Einschaltzylinder b befindliehe Luft durch die feine Ausblaseöffnung d allmählich aus, so daß der Ausschaltkolben a die Reguliervorrichtung zurückdreht. Der Führer muß also ständig in bestimmten Zeitabschnitten neue Druckluft in den Einschaltzylinder b hineinschicken; unterläßt er dies aus irgendeinem Grunde, so tritt auf jeden Fall ein Ausschalten der Reguliervorrichtung ein; Eine dauernde Verbindung zwischen dem Hauptluftbehälter und dem Einschaltkolben ist infolge der eigenartigen Verbindung des Zweiweghahnes mit den anderen Teilen der Steuerung nicht möglich, so daß man auch nicht dauernd Druckluft in den Einschaltzylinder b einströmen lassen und damit die Wirkungsweise aufheben kann.
Um in denjenigen Fällen, in denen das Ausschalten des Betriebsstromes stattfindet, auch ein Bremsen des Fahrzeuges zu bewirken, kann, wie in Fig. 1 angedeutet, in der Seitenwand des Ausschaltzylinders α ein Rohranschluß vorgesehen sein, der bei der äußersten Stellung des Kolbens frei wird, so daß Druckluft in diesen Rohranschluß eintritt und irgendein Bremsventil in Tätigkeit setzen kann.
-55 Um zu vermeiden, daß bei jeder Arbeitsperiode erst ein Zurückgehen der Reguliervorrichtung eintritt, bevor der Führer aufmerksam wird, kann man auch an das zum Einschaltkolben führende Rohr ein Manometer anlegen und denjenigen Druck, bei dem der Einschaltkolben dem Ausschaltkolben gerade das Gleichgewicht hält, durch einen roten Strich in der Skala des Manometers anzeigen. Der Führer hat dann das Manometer zu beobachten, und sobald der Druck annähernd auf den durch den roten Strich markierten Wert sinkt, von neuem Druckluft einzulassen.
Statt des Ausschaltkolbens kann natürlich auch eine Feder, ein Gewicht oder irgendeine ähnliche Vorrichtung benutzt werden. Ferner lassen sich die Bremse sowie sonstige Apparate durch Anschläge oder Hilfskontakte an der Reguliervorrichtung in Tätigkeit setzen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Druckluftsteuerung für elektrisch angetriebene Fahrzeuge mit einem von Druckluft gesteuerten Einschaltkolben und einer auf die Kolbenstange ständig einwirkenden Gegenkraft, dadurch gekennzeichnet, daß auf der. Druckseite des Einschaltzylinders (b) eine an sich bekannte Ausblaseöffnung (d) angeordnet ist, und daß dem Einschaltzylinder (b) das Druckmittel über ein von Hand bedientes Steuerorgan (c) aus einem Hilfsluftbehälter zugeführt wird, welcher durch das gleiche Steuerorgan (c) aus einem Hauptluftbehälter aufgefüllt wird, zum Zweck, ohne jede weitere Hilfsvorrichtung, lediglich durch fortgesetzte Hin- und Herbewegung des Steuerorgans (c), die Vorwärtsbewegung des Einschaltkolbens und hierdurch das Einschalten der Regulierung zu bewirken, dagegen bßi ruhendem Steuerorgan (c) oder durch dessen Rückführung in die Nullage den selbsttätigen Rückgang des Einschaltkolbens und hierdurch die Ausschaltung der .Regulierung zu erzielen.
2. Druckluftsteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das von Hand bediente Steuerorgan (c) mit einer besonderen Auslaßöffnung versehen ist, um zur schnelleren Ausschaltung der Regulierung das im Einschaltzylinder (b) und in dessen Druckleitung befindliche' Druckmittel durch eine größere Austrittsöffnung unmittelbar ins Freie gelangen zu lassen.
3. Druckluftsteuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Seitenwand des Ausschaltzylinders (a) ein Rohranschluß vorgesehen ist, welcher mit der Bremse oder mit Ventilen zur Einschaltung der Bremse in Verbindung steht, so daß bei der äußersten Stellung des Ausschaltkolbens die Bremse angezogen wird..
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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