DE236100C - - Google Patents
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- DE236100C DE236100C DENDAT236100D DE236100DA DE236100C DE 236100 C DE236100 C DE 236100C DE NDAT236100 D DENDAT236100 D DE NDAT236100D DE 236100D A DE236100D A DE 236100DA DE 236100 C DE236100 C DE 236100C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C17/00—Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls
- B02C17/18—Details
- B02C17/24—Driving mechanisms
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 236100 —. KLASSE 50 c. GRUPPE
JOSEF LUDWIG in CHARLOTTENBURG.
Schwerpunkt.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Juli 1910 ab.
Es ist bekannt, rotierende Trommeln wie Rohr-, Trommelmühlen, Mischtrommeln usw.
statt durch zwei zentrisch angeordnete Zapfen auf drehbaren Stützrollen zu lagern. Es ist
ferner bekannt, diese Stützrollen zur Kraftübertragung zu benutzen, indem eine oder
mehrere derselben von einer Transmission angetrieben werden und die Bewegung vermittels
Reibung auf die Trommel übertragen. Die
ίο Außer- und Inbetriebsetzung derartig gelagerter,
und angetriebener Trommeln erfolgt jedoch in allen Fällen dadurch, daß der Antriebsriemen
für das Vorgelege oder die Transmission abwechselnd auf die Los- bzw. Festscheibe geschoben
wird.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine derartig gelagerte und angetriebene Trommel,
welche sich dadurch kennzeichnet, daß dieselbe zum Zwecke der Außer- bzw. Inbetrieb-Setzung
mit Benutzung geeigneter Mittel von Hand oder durch besondere Maschinenkraft von
den Antriebsrollen abgehoben bzw. auf dieselben niedergesenkt wird. Die Ein- und Ausrückung
der Trommel geschieht also ohne jede Riemenverschiebung, wodurch der Riemen äußerst geschont und der Riemenverschleiß
auf ein Minimum reduziert wird. Es ist ferner möglich, beliebig viele zweckmäßig nebeneinander
aufgestellte Trommeln vermittels nur eines Riemens anzutreiben, wobei die Außer-
und Inbetriebsetzung der einzelnen Trommeln unabhängig voneinander ohne Verschiebung
- des Riemens und ohne Verwendung besonderer Zwischenmechanismen, wie Zahnräder, lösbare
Kupplungen usw., erfolgen kann. Durch direktes Kuppeln der gemeinsamen Antriebswelle
mit der Welle der Dampfmaschine oder irgendeiner anderen Kraftmaschine läßt sich
auch dieser Riementrieb noch vermeiden. Der Fortfall jeglicher Riemen, Zahnräder, lösbarer
Kupplungen usw. bedeutet aber eine erhebliche Ersparnis an Anlage- und Betriebskosten und
stellt eine große Vereinfachung des Betriebes dar.
Ein weiterer Erfindungsgedanke besteht darin, die der Trommel im Augenblick des
Ausrückens innewohnende Energie für die Zwecke der Außer- und Inbetriebsetzung der
Trommel auszunutzen, und zwar in der Weise, daß die beim Ausrücken frei werdende Energie
dazu benutzt wird, die Trommel von den Antriebswellen abzuheben, während die potentielle
Energie der nun in erhöhter Lage befindlichen Trommel bei der Inbetriebsetzung nutzbar
gemacht werden kann. Aus diesem allgemeinen Erfindungsgedanken ergibt sich noch eine besondere
Benutzungsweise, welche jedoch nur bei solchen Trommeln angewendet werden kann, deren Schwerpunktsachse nicht mit der Drehachse
zusammenfällt. Das ist der Fall bei Trommein, welche zum Teil mit Material gefüllt sind.
Der Inhalt solcher Trommeln bedingt bei der Drehung eine Verschiebung des Gesamtschwerpunktes
in Richtung des Drehsinnes. Wird die Trommel von den Antriebsrollen plötzlich abgehoben, und zwar in der Weise, daß sie an
der Drehbewegung nicht gehindert wird, so dreht sie sich zunächst noch einen Augenblick
weiter, bis die innewohnende Kraft verzehrt ist und der Schwerpunkt seine diesseitige Höhenlage
erreicht hat. Sodann schwingt die Trommel wie ein Pendel zurück über ihre vertikale Mittellage
hinaus bis zur jenseitigen Höchstlage der Schwerachse. In diesem Augenblick wird die
Trommel in geeigneter Weise an der weiteren Drehung verhindert. Da der Trommelinhalt
infolge der Reibung an der Trommelwand seine
ίο Lage zur Trommelwand beibehält, so verbleibt
auch die Schwerachse in dieser Höhenlage. Bei der Wiederinbetriebsetzung wird die in ihrer
Drehbewegung behinderte Trommel langsam niedergesenkt und kurz vor der Berührung mit
den Antriebswellen freigegeben, so daß sie nun zurückschwingen kann und durch dieses Zurückschwingen
die nachherige Rotationsbewegung eingeleitet wird. Auf diese Weise wird die beim
Anfahren durch die Treibrollen zu überwindende Beschleunigung bedeutend vermindert und ein
vorzeitiger Verschleiß der Rollen und der Laufbahn vermieden.
Fig. ι zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform der vorbeschriebenen Vorrichtung.
Fig. 2 zeigt die besondere Anordnung einer Hebe- oder Druckrolle mit Bremsbügel im
Längsschnitt und in der Ansicht. Fig. 3 stellt diese Konstruktion in Querschnitt und Seitenansicht
dar. Die Trommel α wird von je zwei Rollen b und c getragen, von denen die letzteren
mit der Antriebswelle verbunden sind. Rolle d sitzt drehbar auf der Welle e, welche mit den
Zapfen f exzentrisch gelagert ist. Auf der Welle e sind ferner zwei Exzenter i und k aufgekeilt,
welche ihrerseits die Naben I und I1
des Bremsbügels h mit den Schuhen m und m1
tragen. Die Druckrolle d ist bei diesem Konstruktionsbeispiel innerhalb des eigenartig gestalteten
Bremsbügels untergebracht. Durch den Schlitz q und den Stift p am Lagergestell
wird der Bremsbügel bei seiner Bewegung geführt. Es ist hier eine nur zum Teil gefüllte
Trommel dargestellt, und zwar im Augenblick der Inbetriebsetzung, wo also die herabgesenkte
Trommel gerade die Antriebswelle e berührt.
Während des Betriebes dreht sich die Trommel in der Pfeilrichtung. Der Trommelinhalt,
mithin auch die Schwerachse, befindet sich jedoch rechts von der Vertikalachse. Der Vorgang
beim Ein- und Ausrücken ist folgender: Durch Abwärtsbewegung des Hebels g wird die Rolle d gegen den Trommelmantel α geführt
und bei weiterer Bewegung die Trommel von den Antriebsrollen c abgehoben. Die
Trommel dreht sich zunächst weiter, pendelt dann zurück und wird in ihrer jenseitigen, in
der Figur dargestellten Höchstlage dadurch festgehalten, daß man den Bremsbügel h anpreßt.
Dies geschieht durch weiteres Abwärtsbewegen des Hebels g; dabei sind die Exzenter
f, i und k derartig bemessen und gegeneinander versetzt, daß bei der Abwärtsbewegung des
Hebels g zunächst die Druckrolle d, dann der Bremsbügel h an die Trommel α gepreßt wird.
Die augenblickliche Lage des Trommelinhaltes möge durch den Linienzug n, diejenige des Gesamtschwerpunktes
mit 0 bezeichnet werden. Durch Aufwärtsbewegen des Hebels g löst sich
zunächst wieder der Bremsbügel h, die Trommel pendelt zurück und wird gleichzeitig durch
weiteres Drehen des Hebels auf die Rollen c niedergesenkt. Durch diese Zurückpendelung
wird also die nachherige Drehbewegung eingeleitet.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Außer- und Inbetriebsetzen von Trommeln mit exzentrischem
Schwerpunkt, die auf Rollen gelagert sind und durch einen Teil dieser Rollen angetrieben
werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommeln (a) von den antreibenden
Rollen (c) abgehoben oder auf sie niedergesenkt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (a) durch
die beim Auskuppeln frei werdende Energie selbsttätig von den antreibenden Rollen (c)
abgehoben und daß die aufgespeicherte Bewegungsenergie der Trommel zur Einleitung
der Drehbewegung bei erneuter Inbetriebsetzung dadurch nutzbar gemacht wird, daß
die frei zurückpendelnde Trommel (a) festgestellt wird, sobald der exzentrische Schwerpunkt
in eine Lage jenseits der durch die Trommelachse gehenden Senkrechten zurückgeschwungen
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abheben
und Feststellen der Trommel (a) auf einer exzentrisch gelagerten Welle (e) lose laufende
Druckrollen (d) und ferner fest aufgesetzte Exzenter (i, k) in der Weise angeordnet
sind, daß nach dem Vortreiben der Rollen (d) durch die Exzenter (i, k) ein Bremsschuh
(h) gegen den Umfang der Trommel (a) gepreßt wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Abheben der Trommel
(a) durch die Rollen (d) und das darauf folgende Feststellen durch die Bremsschuhe
(h) durch nur einen Hebel erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE236100C true DE236100C (de) |
Family
ID=495808
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT236100D Active DE236100C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE236100C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2726047A (en) * | 1950-05-29 | 1955-12-06 | Monolith Portland Cement Compa | Support and drive system for rotary grinding mills |
| WO2003090932A1 (de) * | 2002-04-03 | 2003-11-06 | Maag Gear Ag | Antrieb für horizontal drehbare rotationskörper |
-
0
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2726047A (en) * | 1950-05-29 | 1955-12-06 | Monolith Portland Cement Compa | Support and drive system for rotary grinding mills |
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