DE234544C - - Google Patents
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3Od. GRUPPE
HERMANN WRONKER und JOSEPH MAY in FRANKFURTa. M.
einstellbarer Fußgewölbestütze. Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1909 ab.
Seit vielen Jahren wird Schuhwerk mit ein-■ gearbeiteten Stahlfedern handwerksmäßig hergestellt,
welches dazu dienen soll, dem ausgebildeten Flachfuß, der die Neigung hat, das Schuhgewölbe bzw. Schuhgelenk durchzudrücken,
eine Stütze zu geben. Einlagefedern, welche zumeist aus Stahl in etwas gebogener
Form hergestellt wurden, arbeitete der Schuhmacher zumeist zwischen Lauf- und Brandsohle
ein. Zu solchen Fällen durften diese Einlagefedern nicht breiter sein, als der Raum
zwischen dem auf der Brandsohle aufgezwickten Schaftleder in der Gelerikpartie es zuließ.
Es entsprach dies in der Regel bei einem Herrenstiefel einer Durchschnittsbreite zwischen
2 bis 4 cm. Das eine Ende dieser Feder wurde unterhalb des Fersenteiles fest vernietet
oder verschraubt, dagegen mußte das vordere, bis vor den Ballen reichende Ende dieser Feder
lose auf der Sohle, sitzen, weil an dieser Stelle eine dauerhafte, den Fuß nicht belästigende
Befestigung schwer anzubringen und sonst auch eine Federung, ausgeschlossen war. Solche
Federn erfüllten ihren Zweck nur teilweise, einmal weil sie zu schmal waren, um eine
Unterstützung für die ganze Breite des Fußes zu bilden, dann aber auch, weil die Federn
durch die ständige Belastung des Oberkörpers sich schließlich abflachten. Der Stiefel drückte
sich danach sehr bald durch, besonders wenn er durch Eigenfeuchtigkeit des Fußes oder
durch Zutritt von Feuchtigkeit von außen weich geworden war. Ein solcher Stiefel war
nach verhältnismäßig kurzer Zeit deformiert,
er sah plump aus und erfüllte seinen Zweck nicht mehr bzw. nur noch zum Teil.
Man ging später dazu über, dem Fuß durch das Aufwalken und Versteifen der Brandsohle
im Gewölbeteil, ferner dadurch, daß man die Hinterkappe des Stiefels auf der Innenseite
desselben bis nach dem Ballen zu verlängerte, und dadurch, daß man diese nach oben und
nach der Seite gebildeten Versteifungen miteinander vernähte, eine bessere Stütze zu geben.
Tatsächlich wurde der Fuß hierdurch auch seitlieh etwas mehr gehalten. Sehr bald veränderte
sich aber auch diese Form, die lediglich aus Leder gebildet war und bei Aufnahme von
Feuchtigkeit sowie durch den ständigen Druck des Körpers von oben sich leicht deformierte.
Also auch diese Verbesserung erwies sich nicht als dauerhaft und zweckentsprechend.
Schließlich ist es auch bekannt, federnde Einlagen im Schuh derart anzubringen, daß
ihre Enden auf zwei an der Sohle zu befestigenden Gleitstücken aufruhen und vermittels
Stift- und Schlitzführung .oder Schrauben auf denselben gleiten oder verstellt werden können.
Nach der vorliegenden Erfindung soll nun dem schmalen, zwischen Brand- und Laufsohle .
liegenden Gelenkteil an Stelle zweier Gleit-, stücke eine Aufsetzplatte mit Wider- oder
Führungslagern für die Stütz- und Tragfeder ein- oder aufgearbeitet werden, die die Stütz-
und Tragfeder aufzunehmen und festzuhalten bestimmt ist. Die Befestigung dieser Aufsetzplatte
von beliebiger Gestaltung kann selbstverständlich auch wieder eine leicht lösbare
sein. Durch diese allgemeine Anordnung allein ist es möglich, der Stütz- und Tragfeder diejenige
volle Breite und Länge zu geben, die sie haben muß, und die auch bei Einlegesohlen
bereits bekannt ist, um das ganze Fußgewölbe zu tragen. Es ist auch weiter möglich, die
Stütz- oder Tragfeder je nach Bedarf herauszunehmen und gegen eine flachere oder eine
höhere auszuwechseln oder in an sich bekannter Weise durch eine Vorrichtung flacher oder
höher zu stellen. Da die Brandsohle nicht mehr mit der Stütz- oder Tragfeder, sondern nur
mit der Aufsetzplatte verbunden ist, die lediglich dem Zwecke dient, die Stütz- und Tragfeder
zu halten und die Federung derselben zu begrenzen, wird das Schuhgewölbe nicht direkt
durch das Körpergewicht in Anspruch genommen. Die Deformierung eines derart aufgebauten
und mit einer solchen Vorrichtung versehenen Stiefels ist demnach ausgeschlossen.
Die Aufsetzplatte wird während der Herstellung des Schuhes in, unter oder auf der
Brandsohle erforderlichenfalls auch abnehmbar befestigt und paßt sich zweckmäßig ganz der
Form der Brandsohle bzw. der Form des vorhandenen Leistens an. Dagegen wird die Stütz-
und Tragfeder erst später, nachdem der Stiefel fertig ist, zwischen die nach einem besonderen
Arbeitsverfahren angeordnete doppelte Brands.ohle eingeführt.
Die nachfolgende Beschreibung zeigt die Herstellung der einzelnen Schuhteile nach dem
neuen Erfindungsgedanken und auch den Gang der Fabrikation.
Der Stiefel erhält anstatt einer mit dem Schaftleder und der Laufsohle zu verbindenden
Brandsohle eine ganze und eine halbe Brandsohle. Die letztere wird zunächst mit den vorhandenen Messern gestanzt und ihre
vordere, nach dem Ballen zu liegende Kante zugeschärft. Auf, unter oder in dieser Brandsohle
wird die Aufsetzplatte in geeigneter Weise befestigt. Die halbe Brandsohle mit der ein-
oder aufgearbeiteten Aufsetzplatte wird dann
4-5 mit der zugeschärften vorderen Kante mit der über ihr liegenden ganzen Brandsohle, deren
mittlerer Teil oder Gewölbeteil in bekannter Weise hochgewalkt werden kann, auf geeignete
Weise verbunden. In bekannter Weise werden darauf die glatt aneinander liegenden Brandsohlen
auf den vorhandenen Leisten mit Stiftchen o. dgl. befestigt. Alsdann wird das Schaftleder
über den Leisten bzw. über die von unten sichtbare, vordere und obere bzw. hintere und
untere Brandsohle gezwickt und so aus der vorderen oberen und hinteren unteren Brandsohle
eine durchgehende ganze Brandsohle geschaffen, die in bekannter Weise mit dem Schaftleder vernäht bzw. verbunden wird.
Später werden noch Laufsohle und Absatz nach bekannten Regeln befestigt. Eine Mehrarbeit
gegenüber der bisherigen Herstellung des Schuhwerkes besteht lediglich in der Herstellung der
unteren halben Brandsohle und in ihrer Verbindung mit dem vorderen Teil der oberen
Brandsohle. Eine Erschwerung der bisherigen Herstellungsweise tritt also durch die Herstellung
nach diesem Verfahren nicht ein.
Ist der Stiefel fertiggestellt und ausgeleistet, dann findet man im Innern desselben den hinteren
Teil der obenauf liegenden Brandsohle lose bzw. unvernäht, so daß zwischen der oberen losen und der unteren, die Aufsetzplatte
tragenden festen Brandsohle eine hinten und an den Seiten offene Tasche sich bildet.
In diese Tasche wird, nachdem der Stiefel fertiggestellt ist, die in entsprechender Weise
geformte Stütz- und Tragfeder eingeschoben, in der nachstehend beschriebenen Weise festgelegt
und von der oberen losen Brandsohle, die sich der Stütz- und Tragfederform anpaßt,
überdeckt. Die obere Brandsohle kann noch an ihrem Fersenteil mit einem weichen, der
runden Fersenform nachgebildeten Fersenkeil bedeckt oder in geeigneter Weise verbunden
werden, damit das Fersenbein eine geeignete Unterlage erhält. Um zu verhüten, daß das
lose hintere Ende der oberen Brand- oder Decksohle beim Gehen oder schon beim Anziehen
des Stiefels sich nach vorn verschiebt, kann unter dem Fersenkeil eine geeignete Festhaltevorrichtung
vorgesehen sein, die selbsttätig in Wirksamkeit tritt. In einfacher Weise ist eine
solche Festhaltung erreichbar durch einen pneumatischen, beim Auftreten sich ansaugenden
Gummifersenkeil oder durch Anordnung von vorstehenden Spitzen auf der Unterseite des
Fersenteiles, die sich in die untere Sohle hineintreten, oder durch umgekehrte Anordnung
der vorstehenden Spitzen auf der unteren Sohle oder der Aufsetzplatte oder auf sonst
geeignete Weise.
Durch die neue Vorrichtung ist es nun möglich, die Stütz- und Tragfeder für den Anfang
des Gebrauches oder bei sehr empfindlichen oder gar entzündeten Füßen ganz flach zu verwenden.
Nachdem der Fuß an die Anfangsstellung sich gewöhnt hat bzw. dann, wenn eine höhere Stütze erforderlich ist, kann man
auf leichte Weise die Stütze herausnehmen, no gegen eine höhere auswechseln oder diese ursprüngliche
Stütze selbst höher einstellen. Infolge einer geeigneten Schlitzeinrichtung der Aufsetzplatte und einer Feststellvorrichtung
der Stütz- und Tragfeder ist es möglich, die Einlage selbst weiter nach vorn oder nach hinten
zu bringen und dort festzustellen und so das Gewölbe der Stütz- und Tragfeder dorthin
zu verlegen, wo es der induviduellen Form des Fußgewölbes entsprechend notwendig ist.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des vorstehend ge-
schilderten allgemeinen Erfindungsgedankens, und zwar ist:
Fig. ι ein teilweiser Längsschnitt und
Fig. 2 ein teil weiser Grundriß des hier in Betracht kommenden Schuhwerkunterteiles.
Fig. 2 ein teil weiser Grundriß des hier in Betracht kommenden Schuhwerkunterteiles.
Fig. 3 stellt eine Ausführungsform einer
Höheneinstellvorrichtung für die Einlage dar.
Es bezeichnet α die Brandsohle und b die
Laufsohle, während c die Aufsetzplatte mit
ίο ihren beiden Wider- oder Führungslagern für
die Einlage f darstellt. Die Aufsetzplatte, also die Wider- oder Führungslager und ihr
schmaler Verbindungssteg, der ganz oder auch geteilt sein kann, in letzterem Falle jedoch
mit einer beide Teile verbindenden Vorrichtung zum Verlängern bzw. Verkürzen eingerichtet
ist, bildet im ursprünglichen Zustande eine durch Stanzen o. dgl. hergestellte dünne Platte
von entsprechender Form, die aus biegsamem und vorteilhaft rostsicherem Material besteht,
vermöge dessen sie zusammen mit der halben Brandsohle α bearbeitet, insbesondere mit ihr
gewalzt bzw. geglättet werden kann, so daß sich beide Teile fest aneinanderschmiegen. Die
Verbindung von Platte und Sohle erfolgt in der Weise, daß erstere nach ihren Enden zu
entsprechend gekröpft und durch Schlitze β in der Brandsohle α hindurchgesteckt werden
kann. Ist die Platte so gelagert, so kann sie sich nicht mehr verschieben, denn die Kröpfungen
verhindern dies. Der gleiche Zweck wird erreicht durch Ausstanzen von Zähnen aus der
Platte, die in die darunter befindliche Brandsohle eindringen, oder auf irgend eine andere
geeignete Weise. Nachdem die Platte so befestigt ist, daß ihre Enden oberhalb oder unterhalb
der halben Brandsohle α liegen, wird letztere in bekannter Weise mit dem Oberleder
und der Gehsohle bzw. mit dem Oberleder und dem Rahmen des Stiefels vernäht, und zwar vom Fersenteil bis zur Ballengegend.
Hier hört die Brandsohle zugeschärft auslaufend auf, und die Vernähung der genannten
Stiefelteile findet dann weiter statt mit einer zweiten, die erstere überdeckenden Brandsohle,
sogenannten Deck- oder Innensohle h. Diese Sohle h ist demnach nur in ihrem vorderen
Teil befestigt, während ihr hinterer Teil lose ist und mit der festen halben Brandsohle a
eine hinten und seitlich offene Tasche bildet, die dazu bestimmt ist, die eigentliche Einlage
bzw. Stütz- oder Tragfeder f aufzunehmen und die Zugänglichkeit bzw. Einbringbarkeit der
letzteren zu wahren. Damit dieser hintere lose Teil der Deck- oder Innensohle beim Gehen
oder beim Anziehen des Stiefels sich nicht nach vorn verschieben kann, ist derselbe mit einer
beim Auftreten oder Belasten in Wirkung tretenden geeigneten Festhaltevorrichtung versehen.
Die als Einlage dienende Federstütze f ruht mit ihren Schenkeln auf den freien Enden
bzw. Auflagerflächen der an der Brandsohle a befestigten Aufsetzplatte 0 auf, nachdem sie
mittels nietartiger Zapfen g, g1 in Bajonettschlitze
d, dl derselben eingeführt ist. Die Schlitze d, d1 sind so angeordnet, daß die Einlage
in Richtung der Brandsohle zuerst mit dem hinteren Zapfen g1 in den zugehörigen
Schlitz d1 eingesteckt und dann etwas nach vorn geschoben werden muß, damit der zweite,
vordere Zapfen g in ■ den entsprechenden Schlitz d eintritt. Der hintere Schlitz d1 ist
entsprechend schmal und lang ausgeführt und der Zapfen g1 seitlich mit hinreichend langen
und ebenen Flächen versehen, um in dem Schlitz möglichst gerade geführt zu werden,
damit der Vorderzapfen g sicher und schnell in seinen Schlitz d eintreten kann. Damit die
Einlage während des Tragens des Stiefels oder Schuhes sich nicht willkürlich hin und her
schiebt, und damit man sie nach Belieben einstellen und in dieser Stellung erhalten kann,
kann sie noch durch eine geeignete Vorrichtung ohne Beeinträchtigung ihrer Federung in einer
bestimmten Stellung festgehalten werden.
Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß man den Kopf des hinteren, nietartigen
Zapfens g1 als Klemmschraube ausbildet, deren Spindel den ganzen Zapfen durchdringt und
die von oben, also von der Oberfläche der Einlage aus, gedreht werden kann, so daß der Nietkopf
angezogen und die Einlage auf ihrem hinteren Auflager festgestellt wird. Die Feststell-
und Einstellvorrichtung kann auch in jeder anderen geeigneten Weise ausgebildet sein. Sie bietet den Vorteil, daß die Einlage
einmal genau und entsprechend der jeweiligen Fußform des Benutzers in der Längsrichtung
des Stiefels, also entweder etwas mehr nach vorn oder etwas mehr nach hinten im Stiefel
angeordnet und festgehalten werden kann. Sie ermöglicht also auch das Verschieben und
die Längeneinstellung der Einlage im Stiefel selber.
Ist die Einlage im Stiefel untergebracht, so wird die Decksohle h darübergelegt, die in
ihrem rückwärtigen Teil -mit einem Fersenkeil i versehen ist. Derselbe ist taschenartig
ausgebildet und kann auf der in ihn dringenden, zugeschärften Brandsohle verschoben und
auch ausgewechselt werden.
Soll die Einlage aus dem Stiefel herausgenommen werden, so braucht eventuell nach
Entfernung des Fersenkeiles nur die Decksohle angehoben zu werden (Fig. 1). Die Einlage ist
dann sofort zugänglich und kann in bequemer Weise ausgewechselt, verstellt oder verschoben
werden.
Die zur Anwendung kommende Einlage bzw. Trag- oder Stützfeder kann eine der üblichen
sein. Sie ist an ihren Enden in an sich bekann-
ter Weise mit den Führungszapfen g, g1 und
vorteilhaft auch mit einer Höhen- bzw. Wölbungseinstellvorrichtung zu versehen.
Die Führung und Lagerung der Trag- und Stützfeder kann auch in anderer, von der beschriebenen
Einrichtung abweichenden Art und Weise erfolgen. Insbesondere können die Widerlager
auch als Taschen ausgebildet sein, in welche sich die Schenkelenden der Federstütze
ίο lose einsetzen. Auch sind Kombinationen von
Taschen, Zapfen, Schlitzen usw. zu geeigneten Widerlagern denkbar.
Wird die Aufsetzplatte unterhalb der festen Brandsohle angeordnet, so müssen in dieser
Durchlaßschlitze für die Schenkelenden der Trag- bzw. Stützfeder vorgesehen sein.
Um die Gewölbehöhe der Einlage im Schuhwerk auch von außen verstellen zu können,
kann die das Spannband ersetzende Aufsetzplatte c geteilt ausgeführt werden. In diesem
Falle sind die zueinander gekehrten Enden der Plattenteile durch eine bei Einlegesohlen bekannte
nachspannbare Kupplung k miteinander verbunden (s. Fig. 3). Die Betätigung dieser
Spannkupplung erfolgt zweckdienlich mittels Steckschlüssels o. dgl., der durch eine erforderlichenfalls
verschließbare Öffnung I im Stiefel von unten her eingeführt wird, ohne daß es
also nötig ist, die Aufsetzplatte aus dem Stiefel herauszunehmen.
Claims (7)
1. Orthopädisches Schuhwerk mit in der.
Höhe und in der Längsrichtung einstellbarer Fußgewölbestütze, dadurch gekennzeichnet,
daß eine in der Sprengung einen schmalen Steg bildende, mit Wider- oder Führungslagern für die erheblich breitere
Fußstütze ff) versehene Aufsetzplatte (c) oberhalb, in oder unterhalb der Brandsohle
in den Schuh eingebaut ist.
2. Orthopädisches Schuhwerk gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wider- oder Führungslager an den Enden der Aufsetzplatte taschenartig ausgebildet
oder daß lösbare Verbindungsmittel bekannter Art, wie Zapfen, Schrauben, Löcher,
Bajönettschlitze o. dgl., an den Enden der Aufsetzplatte bzw. der Fußstütze vorgesehen
sind, welche ein Auswechseln, eine gleitende Bewegung oder eine Einstellung in der Höhe oder Längsrichtung der Einlage
ermöglichen.
3. Orthopädisches Schuhwerk gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Anordnung der Aufsetzplatte zwischen Brand- und Laufsohle in der Brandsohle zum Hindurchlassen der Schenkel
der Fußstütze Durchbrechungen vorgesehen sind, die erforderlichenfalls durch eine
sich über die Einlage erstreckende Decksohle abgedeckt werden.
4. Orthopädisches Schuhwerk gemäß den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß an Stelle einer einzigen Brandsohle eine halbe und eine ganze oder zwei ganze Brandsohlen so miteinander verbunden
sind, daß der vordere, nach dem Ballen zu liegende Teil derselben fest mit dem Schaftleder und der Laufsohle oder mit der
letzteren allein verbunden ist und der hintere feste Teil der unteren Brandsohle mit
dem hinteren losen Teil der oberen Brandsohle eine hinten und seitlich offene Tasche
bildet, deren oberer Brandsohlenteil der Fußstütze als Decke dient und zwecks Einbringens
dieser Einlage hinten hochgeklappt sowie zur Verhütung eines etwaigen Verschiebens
lösbar mit selbsttätig wirkenden Befestigungsmitteln festgehalten werden kann.
5. Orthopädisches Schuhwerk gemäß den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufsetzplatte geteilt und der Abstand der Widerlager mit Hilfe einer von
außen zu betätigenden, beide Stegteile verbindenden Spannvorrichtung zwecks Einsteilens
der Bogenhöhe der Einlage regelbar ist.
6. Orthopädisches Schuhwerk gemäß den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der an dem hinteren Ende der Fußstütze vorgesehene Zapfen derartig abgeflacht
ist, daß er zwecks leichten Einbringens des vorderen Zapfens in dessen Führungsschlitz für die Einlage als sichere
Geradführung dient.
7. Orthopädisches Schuhwerk gemäß den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Ausgleich der durch den Einbau des hinteren Wider- oder Führungslagers entstehenden Erhöhung ein Fersenkeil
(i) vorgesehen ist, der mittels eines taschenartigen, sich über das Sohlenende
schiebenden Ausschnittes oder mittels anderer Befestigungsvorrichtungen mit der obersten Sohlenlage verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE234544C true DE234544C (de) |
Family
ID=494394
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT234544D Active DE234544C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE234544C (de) |
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- DE DENDAT234544D patent/DE234544C/de active Active
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