DE233103C - - Google Patents

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DE233103C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C1/00Dobbies
    • D03C1/02Single-lift dobbies, i.e. dobbies in which the same draw-knife or equivalent operates for every pick
    • D03C1/04Open-shed single-lift dobbies

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M233103 KLASSE 86 b. GRUPPE
WILHELM PETRY in BARMEN.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine einfachhebende Schaftmaschine für Hoch- und Tieffach. Bekannten Maschinen gegenüber unterscheidet sich die vorliegende dadurch, daß nur das Tieffach als Offenfach arbeitet, indem die Schäfte bzw. Platinen, welche mehrere Schuß hintereinander Tieffach zu machen haben, während dieser Schüsse unbewegt im Tieffach stehen, und der Anschlag der Karten
ίο gegen die Nadeln bei ganz offenem Fach erfolgt und so lange andauern muß, bis die wieder hochfachmachenden Schäfte oder Platinen sowie die für den folgenden Schuß aus dem Tieffach ins Hochfach zu bringenden Platinen in ihre Mittellage, also in die Geschlossenfachstellung, gelangt sind. Die Messer bewegen sich in ganz derselben Weise wie bei den gewöhnlichen einfachhebenden Geschlossenfachschaf tmaschinen für Hoch- und Tief fach.
Dagegen schlägt die Karte nicht bei geschlossenem sondern bei offenem Fach gegen die Platinennadeln und drückt dabei, sofern sie nicht gelocht ist, die Platinen vom Tieffachmesser ab. Die Karte bleibt dann so lange im Anschlag, bis die Messer und Platinen die dem geschlossenen Fach entsprechende Stellung erreicht haben, um auch in dieser Stellung die weitere Auswahl der zu hebenden und der zu senkenden Platinen zu treffen.
Die Zeichnung veranschaulicht in Fig. 1 die neue Maschine in Offenfachstellung, während Fig. 2 die Anordnung des Hebelwerks in der Geschlossenfachstellung veranschaulicht und die Fig. 3, 4 und 5 Nadel- und Messeranordnung in verschiedenen Stellungen darstellen. Die Fig. 6 zeigt eine Ausführung der Nadel.
An dem Gestell α sind mittels des Armes b und des Bolzens c das Untermesser oder Tieffachmesser d und das Obermesser oder Hoch- fachmesser e beweglich angeordnet. Ersteres wird von einer Stange f ergriffen, die an den unteren Arm eines Hebels g angeschlossen ist, letzteres von einer Stange h, die an den oberen Arm i des Hebels angeschlossen ist. Der Hebel g, i hat seinen Drehpunkt bei k und steht in Verbindung mit einem Hebelarm m, der vermittels einer Stange η von der Hauptwelle des Stuhles aus auf und nieder geschwungen wird. Die Bewegung dieses Armes m hat die Wirkung, daß die Messer d, e einmal die Lage Fig. 1 einnehmen und einmal die Lage Fig. 2. In der ersteren Lage ist das Fach offen; denn eine Anzahl Platinen bzw. Schäfte 0 stehen auf dem festen Platinenboden p auf, während die anderen Platinen q von dem Messer e in die Hochfachstellung gehoben sind. Im anderen Falle (Fig. 2) ist das Messer d in seine höchste und e in die tiefste Lage gekommen, die Platinen q sind 6g gesenkt, die Platinen 0 sind gehoben, so daß die Geschlossenfachstellung erzielt ist. In dieser Stellung kann unter Einwirkung der Karte ein Wechseln der Platinen von Messer zu Messer stattfinden. Der Anschlag der Karte erfolgt bei ganz offenem Fach. Die Einrich-
tung der Nadeln hierfür und der Platinenköpfe ist aus den Fig. 3 bis 6 zu ersehen. Es ist nur ein Kartenzylinder r vorhanden und zwei Arten von Nadeln s, t für die PIatinen. Die Nadel t ist dabei, wie Fig. 6 erkennen läßt, zweiteilig ausgeführt, indem zwischen ihren in der Hülse u geführten Köpfen υ und v1 eine Feder w eingeschaltet ist. Die von dem Messer d zu erfassenden Platinenschenkel der U-förmigen Platinen haben einen gewöhnlichen Hakenkopf, während die Schenkel o1 einen zweimal umgebogenen Hakenkopf o2 aufweisen, zum Zwecke, ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen bzw. ein Abfallen vom Messer zu verhindern. Die Anordnung der Nadel (Fig. 6) ermöglicht das Andrücken des Kartenzylinders gegen die Nadeln bei Stellung der Messer d, e sowohl in Offenfachlage derselben als auch in deren Geschlossenfachstellung Fig. 2.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einfachhebende Schaftmaschine für Hoch- und Tieffach mit Offenfachwirkung, dadurch gekennzeichnet, daß nur das Tieffach als Offenfach arbeitet, derart, daß die Schäfte bzw. Platinen, welche mehrere Schuß hintereinander Tieffach zu machen haben, im Tieffach verbleiben, während die hochfachmachenden Schäfte oder Piatinen sowie die für den folgenden Schuß aus dem Tief fach ins Hochfach zu bringenden zunächst in die Mittellage bzw. Geschlossenfachstellung gebracht und von da durch das Hochfachmesser gehoben werden und der Anschlag der Karten gegen die Nadeln bei ganz offenem Fach erfolgt und so lange andauert, bis die betreffenden Platinen bzw. Schäfte die Geschlossenfachstellung erreicht haben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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