DE232181C - - Google Patents

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DE232181C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D95/00Shoe-finishing machines
    • A43D95/22Machines for burnishing the edges of soles, with or without devices for edge-indenting
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D95/00Shoe-finishing machines
    • A43D95/20Machines for burnishing soles or heels
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D95/00Shoe-finishing machines
    • A43D95/24Machines for buffing soles

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
V. St. A.
Die vorliegende Erfindung betrifft Maschinen zur Bearbeitung der Schnittkanten von Schuhwerksohlen.
Die Erfindung bezweckt, Maschinen dieser Gattung derart auszubilden, daß die Bearbeitung des Werkstückes in jeder Hinsicht selbsttätig stattfindet, so daß ohne Rücksicht auf die Geschicklichkeit des Arbeiters eine verläßliche und gleichmäßige Bearbeitung des Werkstückes erzielt wird. Die die Sohlenkante bearbeitenden Werkzeuge und der Werkstückträger werden mit Bezug aufeinander derart bewegt, daß der Arbeitspunkt der Werkzeuge der Sohlenkante entlang wandert.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das Auswechseln der einzelnen Werkzeuge selbsttätig stattfindet, so daß stets das dem zu bearbeitenden Teil entsprechende Werkzeug in die Arbeitsstellung gebracht wird.
Das Auswechseln der einzelnen Werkzeuge findet an einem bestimmten Punkt der Schuhsohle statt, und damit die Maschine verschiedenartig gestaltete Schuhsohlen in der erforderlichen Weise bearbeiten kann, ist der Punkt, an dem das Auswechseln der Werkzeuge stattfindet, zweckmäßig verlegbar. Mit Rücksicht auf die unsymmetrische Ausbildung der äußeren und inneren Sohlenkanten kann die zum Verlegen des Punktes der Auswechslung der Werkzeuge dienende Einstellung für jede Seite des Schuhes unabhängig vorgenommen werden. Fig. ι ist eine Seitenansicht einer gemäß der Erfindung gebauten Schnittpoliermaschine.
Fig. 2 ist ein Grundriß der Maschine.
Fig. 3 ist eine Hinteransicht der Maschine.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht, einen Schuhträger und den Antrieb der den Gelenkteil und den Vorderteil der Schuhsohle bearbeitenden Werkzeuge erläuternd.
Fig. 5 und 6 stellen im Grundriß bzw. in einer Vorderansicht Einzelheiten des Antriebes der den Gelenkteil und den Vorderteil der Schuhsohle bearbeitenden Werkzeuge dar.
Fig. 7 ist ein Grundriß der Einzelheiten bestimmter Teile der Polierwerkzeuge und ihres Antriebes.
Fig. 8 und 9 erläutern Einzelheiten der die Spitze der Schuhsohle bearbeitenden Werkzeuge.
Die in der Zeichnung dargestellte Maschine ist eine Zwillingsmaschine, so daß rechte und linke zusammengehörige Schuhe gleichzeitig bearbeitet werden können.
Die Bauart der beiden Schuhträger der Maschine ist ungefähr dieselbe, und zwar besteht jeder Schuhträger aus einem Leistenständer 1, an dessen oberem Ende ein Leistenstift 2 drehbar angebracht ist. Ein federbelasteter Stift 3 sucht den Leistenstift zu kippen, so daß die Spitze des Schuhes an die Zehenstütze 10 angepreßt wird. Der Ständer oder Pfosten 1 ist innerhalb einer Muffe 4 auf und ab bewegbar. Die Muffe 4 ist an einem in einer Führung 6 der Bodenplatte 7 des Schuhträgers gleitenden Schieber 5 befestigt. Der Schieber 5 kann innerhalb der Führung 6 entsprechend der Länge des zu bearbeitenden Schuhes verstellt und mittels einer mit einem Handrad versehenen Schraube 8 festgestellt werden. Die Zehenstütze ist an dem oberen Ende eines
Pfostens 9 angebracht. An ihrer Unteren Seite sind kreisbogenförmige Rippen 11 ausgebildet, die in entsprechend gestaltete Nuten des Pfostens 9 eintreten und Schwingbewegungen der Zehenstütze, entsprechend der Gestalt der Zehenteile verschiedenartiger Schuhe, ermöglichen. Der Pfosten 9 ist auf und ab bewegbar in einer an der Bodenplatte 7 des Schuhträgers ausgebildeten Muffe 12 angeordnet. Die unteren Enden der Pfosten 1 und 9 ruhen auf einem Ausgleichhebel 13 auf, mittels dessen beide Pfosten angehoben werden können, so daß der Schuh an Anschläge 14 und 15 angedrückt wird, die in der Höhenrichtung nicht verschiebbar sind. Der an einem seitlichen Arm 17 des Maschinengestelles angeordnete Anschlag 14 kann in ähnlicher Weise wie die Zehenstütze 10 Schwingbewegungen ausführen (16). Der Anschlag 15 ist ebenfalls schwingbar an einem seitlichen Arm 18 des Maschinengestelles angebracht. Der Ausgleichhebel 13 (Fig. 1) ist an dem oberen Ende einer im Maschinengestell verschiebbaren Stange 20 angeordnet. Das untere Ende der Stange 20 tritt in eine an dem oberen Ende eines Lenkstückes 21 ausgebildete Muffe ein. Das untere Ende des Lenkstückes 21 ist drehbar mit einem Trethebel 22 verbunden. An der Stange 20 ist ein verschiebbarer Kragen 23 angeordnet, auf dem das untere Ende einer Feder 24 aufliegt. Das obere Ende der Feder 24 stützt sich gegen einen Bund der Stange 20. Der Kragen 23 kann mittels einer an dem Maschinengestell drehbar angebrachten Klinke 25 zwecks Zusammendrückens der Feder 25 angehoben werden. Das Auslösen der Klinke 25 erfolgt durch einen Handhebel 26.
Wenn ein Schuh eingeführt werden soll, so zieht der Arbeiter die in einer wagerechten Führung der Konsole 19 gleitende Bodenplatte 7 heraus und bringt den auf dem Leisten befindlichen Schuh auf den Leistenstift auf. Dann bewegt er die Bodenplatte 7 wieder zurück, so daß die Schuhspitze gerade unter dem Anschlag 15 liegt. Hierauf wird der Trethebel 22 herabgedrückt, so daß die Feder 24 unter Vermittlung der Stange 20 und des Ausgleichhebels 13 die Pfosten 1 und 9 anhebt und den Schuh fest an die Anschläge 14 und 15 andrückt. Die Klinke 25 legt sich dann an die untere Seite des Kragens 23 an und sperrt den Schuhträger in gehobener Lage, bis sie durch Bewegung des Handhebels 26 wieder ausgelöst wird.
Jeder Schuhträger besitzt eine aus drei verschiedenen Werkzeugen bestehende Gruppe. Diese Gruppen schließen Werkzeuge zur Bearbeitung des Gelenkteiles, des Vorderteiles und des Spitzenteiles der Sohlenkante ein.
Die zur Bearbeitung des Gelenkteiles und des Vorderteiles vorgesehenen Werkzeuge sind an Köpfen 27 (Fig. 4 und 7) angeordnet, die an den vorderen Enden der in Muffen 29 gelagerten Wellen 28 befestigt sind. Die rückwärtigen Enden der Muffen 29 sind zu Jochen 30 ausgebildet, die drehbar an Konsolen 32 (Fig. 4, 5 und 6) angebracht sind. Die Konsolen 32 sind an Muffen 33 angeordnet, welch letztere sich in an den unteren Seiten der Schieber 35 ausgebildeten Muffen 34 drehen. An den Schiebern.35 sind Flanschen 36 ausgebildet, die in Führungen des Maschinengestelles eintreten, so daß die Schieber in der Längsrichtung des Schuhes bewegt werden können, um den Arbeitspunkt des Werkzeuges der Kante des Schuhes entlang zu verschieben. Die drehbare Anordnung der Muffen 29 ermöglicht den sich in der Längsrichtung des Schuhes bewegenden Werkzeugen auch Auf- und Abbewegungen entsprechend der Gestalt der Sohlenkante. Damit' die Werkzeuge mit der Sohlenkante in Berührung gehalten werden, ist an jeder Muffe 33 ein Arm 37 angebracht, der mit einem Ende einer Feder 38 verbunden ist. Das andere Ende der Feder 38 ist an den Schieber 35 angehängt. Die Federn 37 suchen die Muffen 29 in derjenigen Lage zu halten, in der die Werkzeuge an der Sohlenkante anliegen.
Zwecks Erleichterns des Polierens der Sohlenkante werden die Werkzeuge rasch hin und her geschwungen. Die rückwärtigen Enden der Wellen 28 sind durch Universalgelenke 40 mit Lenkstücken 41 verbunden. Die Lenkstücke 41 besitzen eine drehbare Verbindung mit den Bügeln 42 der auf der Welle 44 sitzenden Exzenter 43. Die mit Riemenscheiben 46 versehenen Wellen 44 lagern in Fortsätzen 45 der Schieber 35. Es ist zu ersehen, daß die einzelnen Werkzeuge beständig hin und her geschwungen werden, ohne die übrigen verschiedenen Bewegungen der Werkzeuge zu beeinträchtigen. Damit die Werkzeuge von der Ferse bis zur Spitze des Schuhes fortschreitend auf die Sohlenkante einwirken können, ■ muß denselben außer der erwähnten Schwingbewegung eine Bewegung in der Längsrichtung des Schuhes erteilt werden. Zweckmäßig sind die Schieber 35 in wagerechten Führungen des Maschinengestelles verschiebbar. Fig. 4 läßt erkennen, daß der Schieber 35 des an der rechten Maschinenseite angeordneten Schuhträgers durch ein kurzes Lenkstück 47 mit dem oberen Ende eines Hebels 48 verbunden ist (Fig. 1). Der Hebel 48 ist an einer im Maschinengestell gelagerten Schwingwelle 49 befestigt, die durch noch zu beschreibende Verbindungen von einer auf der Welle 51 sitzenden Kurvenscheibe 50 bewegt wird.
Da das Polieren der Sohlenkante an dem Gelenkteil und an dem Vorderteil des Schuhes mittels verschiedener Werkzeuge bewirkt wird,
so ist es notwendig, das den Gelenkteil der Sohlenkante bearbeitende Werkzeug beim Erreichen des Vorderteiles durch ein anderes Werkzeug zu ersetzen. Die zur Bearbeitung des Gelenk- bzw. Vorderteiles dienenden Werkzeuge 52,53 sind an einer kurzen, in dem Kopf 27 drehbaren Welle. 39 angeordnet, so daß sich die Werkzeuge entsprechend der Neigung der Sohlenkante einstellen können. Das Auswechseln der Werkzeuge findet selbsttätig statt, und zwar wird dies erreicht, indem der Welle 28 im geeigneten Zeitpunkt eine halbe Umdrehung erteilt wird. An jeder Welle 28 ist in der Nähe des rückwärtigen Endes der Muffe 29 ein Zahnrad 54 angebracht, das mit. an einem Arm des Winkelhebels 55 ausgebildeten Zahnbögen in Eingriff steht. Der andere Arm des bei 56 an der Muffe 33 drehbaren Winkelhebels 55 ist durch ein Lenkstück 57 mit einem seitlichen Fortsatz einer Muffe 58 verbunden. An dem unteren Ende der Muffe 58 ist eine Nut angebracht, die das gegabelte Ende 62 eines bei 63 an der Konsole 64 des Schiebers 35 drehbaren Winkelhebels aufnimmt. Der Winkelhebel 62 trägt eine Rolle 65, die in die Kurvennut 66 der Scheibe 67 eintritt. Die Scheibe 67 sitzt auf einer lose durch die Konsole 64 hindurchgeführten Welle 68; ihr rückwärtiges Ende.lagert im Maschinengestell, so daß die Welle 68 von Bewegungen in ihrer Längsrichtung abgehalten wird.
Soll das den Gelenkteil bearbeitende Werkzeug durch das auf den Vorderteil der Sohle einwirkende Werkzeug ersetzt werden, so muß das erstere von der Schuhkante hinwegbewegt werden. Zu diesem Zweck wird der Muffe 33 mit Bezug auf den Schieber 35 eine begrenzte Drehbewegung erteilt, und zwar wird dies durch eine an dem Arm 37 angebrachte Rolle 69 bewirkt. Die Rolle 69 liegt an der Kurvenfläche 70 (Fig. 4) der Scheibe 67 an. Die Muffe 29 muß aber auch in ihrer senkrechten Lage mit Bezug auf ihre drehbare Verbindung mit den Konsolen 32 gesperrt werden, ehe das Gelenkwerkzeug von der Sohlenkante hinwegbewegt wird, damit das später in die Arbeitsstellung gebrachte Vorderteilwerkzeug dieselbe Höhenlage einnimmt wie das erstgenannte Werkzeug. Dies wird auf folgende Weise erreicht. An dem äußeren Ende der mit dem Joch 30 starr verbundenen Schwingwelle 31 ist ein Arm 72 angebracht, dessen unteres Ende zu einer kurvenförmigen Reibfläche 73 ausgebildet ist, die mit einem entsprechend gestalteten Bremsschuh 74 zusammenwirkt. Der Bremsschuh 74 ist an einem wagerechten Hebel 75 angebracht, dessen äußeres Ende mit der Konsole 32 verbunden ist. Das innere Ende des Hebels 75 ist mit einem Lenkstück 76 verbunden, dessen unteres Ende auf dem Hebel 77 aufruht. Der an der Konsole 64 drehbare Hebel 77 trägt eine an der Kurvenfläche 78 der Scheibe 67 anliegende Rolle.
Wenn die Kurvenscheibe 67 der Welle 68 eine Teildrehung in der Pfeilrichtung der Fig. 6 erteilt, so wird die Muffe 29 zunächst in vertikaler Stellung gesperrt und dann von dem Schuh hinweggeschwungen, um das Gelenkwerkzeug aus der Arbeitsstellung herauszubewegen. Sodann wird die Welle 28 zwecks Auswechselns der Werkzeuge eine halbe Umdrehung ausführen. Hierauf wird die Muffe 29 wieder einwärts geschwungen, bis das Vorderteilwerkzeug mit der Sohlenkante in Berührung tritt. Sobald dies der Fall ist, wird der Reibungseingriff der Fläche 73 und des Bremsschuhes 74 gelöst. Nachdem die Werkzeuge die Sohlenkante von d<$r Ferse bis zur Schuhspitze fortschreitend bearbeitet haben, wird die Kurvenscheibe 67 im umgekehrten Sinne eine Teildrehung ausführen, und hierbei wird das Gelenkwerkzeug wieder in diejenige Stellung gebracht, die es beim Einlegen des nächst zu bearbeitenden Schuhes einnehmen soll. Die Kurvenflächen sind zweckmäßig so gestaltet, daß das Gelenkwerkzeug zu dieser Zeit nicht mit der Sohlenkante in Berührung steht. Das in vertikaler Lage gesperrte Werkzeug ermöglicht in bequemer Weise das Abnehmen und Einführen des Werkstückes. Sobald die Maschine wieder angelassen wird, kehrt die Kurvenscheibe 67 wieder in die in Fig. 6 dargestellte Lage zurück, so daß das Gelenkwerkzeug mit der Sohlenkante in Berührung treten kann.
Jede Werkzeuggruppe besitzt einen besonderen, zum Hervorbringen der erforderlichen Bewegungen der Werkzeuge dienenden Antrieb. In der vorliegenden Ausführungsform sind vier Werkzeugpaare und vier gemeinsam angetriebene Wellen 68 vorgesehen. An den rückwärtigen Enden der Wellen 68 sind Kegelräder 80 angebracht, die mit Zahnrädern einer in der Querrichtung der Maschine gelagerten Schwingwelle 82 in Eingriff stehen. Damit die Wellen 68 im geeigneten Zeitpunkt bewegt werden, ist an einer derselben (Fig. 3) ein Zahnrad 83 angebracht, das mit dem Zahnbogen
84 des am Maschinengestell drehbaren Winkelhebels 85 in Eingriff steht. An einem nach abwärts gerichteten Arm 86 des Winkelhebels
85 ist eine Rolle angebracht, die an der auf der Welle 51 sitzenden Kurvenscheibe 87 anliegt.
Da die äußeren Kanten rechter und linker zusammengehöriger Schuhe mit Bezug aufeinander ähnlich ausgebildet sind, so können die diesen Teilen entsprechenden Schieber 35 gemeinsam bewegt werden. Der Schieber 35, der der äußeren Seite des linken Schuhes entspricht, wird von dem Hebel 88 bewegt. Der Hebel 88 ist an der Schwingwelle 49 befestigt und bewegt sich gemeinsam mit dem Hebel 48.
Die inneren Kanten rechter und linker Schuhe sind auch mit Bezug aufeinander ähnlich gestaltet, sie weichen jedoch von der Gestalt der äußeren Sohlenkanten ab, und demzufolge ist zu diesem Zweck ein noch zu beschreibender besonderer Mechanismus vorgesehen.
Wie bereits erwähnt, findet das Auswechseln der Werkzeuge zu bestimmten Zeiten während des Arbeitsganges der Maschine selbsttätig statt.
ίο Fig. 7 läßt erkennen, daß das auf die innere Seite der Sohlenkante einwirkende Werkzeug mit Rücksicht auf die ungleiche Länge der äußeren und inneren Gelenkseiten zur Zeit des Auswechselns der Werkzeuge etwas weiter vorwärts bewegt sein muß als das äußere Werkzeug. Außerdem ist es notwendig, bei der Bearbeitung verschiedener Gattungen von Schuhwerk besondere Einstellungen mit Rücksicht auf die relative Länge der Gelenk- und Vorderteile vorzunehmen, und zweckmäßig ist der Hebel 48 durch eine Einstellvorrichtung mit der ihn bewegenden Kurvenscheibe 50 verbunden. An dem Hebel 48 ist ein kurvenförmiger Schlitz 90 angebracht, der einen verstellbaren Block 91 aufnimmt. Das rückwärtige Ende eines an dem Block 91 drehbaren Lenkstückes 92 ist mit dem bei 94 drehbar an dem Arm 95 angebrachten Winkelhebel 93 verbunden. Der Arm 95 schwingt um einen ortsfesten Zapfen 109 des Maschinengestelles. An dem oberen Ende 100 des Armes 95 ist ein kurvenförmiger Arm 99 drehbar angebracht, dessen T-förmiger Schlitz einen verstellbaren Block 101 aufnimmt. Ein Lenkstück 102 verbindet den Block 101 mit einem seitlichen Arm 103 des Winkelhebels 93. Ein seitlicher, an dem vorderen Ende des Armes 99 angebrachter Stift 104 tritt in den kurvenförmigen Schlitz einer an dem Maschinengestell befestigten Platte 105 ein.
Wenn die Teile während des Arbeitsganges der Maschine die in Fig. 1 dargestellte Lage einnehmen, so wird die Kurvenscheibe 50 den Hebel 95 in dem Sinne des Uhrzeigers um seinen Zapfen 109 schwingen. Während des ersten Teiles der Bewegung des Hebels 95 verschiebt sich die Rolle 104 des Armes 99 in demjenigen Teil des Schlitzes der Platte 105, der im wesentlichen konzentrisch zu dem Zapfen 109 ist, so daß der Winkelhebel 103 mit Bezug auf den Hebel 95 ortsfest verbleibt, und in diesem Falle ist die Bewegung des Hebels 48 dieselbe, wie sie bei direkter Verbindung des Hebels 48 und des Hebels 95 sein würde. Sodann erreicht die Rolle 104 einen Teil des Schlitzes der Platte 105, der bewirkt, daß der Arm 99 und der Winkelhebel 93 mit Bezug auf den Hebel 93 in dem dem Uhrzeiger entgegengesetzten Sinne gedreht werden. Diese Bewegung des Winkelhebels 93 und des Armes 99 verlangsamt die Bewegung des Hebels 48 mit Bezug auf den Hebel 95. Das Auswechseln der Werkzeuge findet statt, während sich die Rolle 104 in dem letztgenannten Teil des Schlitzes der 6; Platte 105 bewegt. Erreicht jedoch die Rolle 104 den Teil 107 der Platte 105, so wird der Arm 99 und der .Winkelhebel 93 dem Hebel 95 gegenüber im Sinne des Uhrzeigers gedreht, so daß die Bewegung des Hebels 48 7« beschleunigt wird. Die Beschleunigung oder Verzögerung der Wirkung des Hebels 48 hängt von der Einstellung des Blockes 101 mit Bezug auf den Drehpunkt des Armes 99 ab, und zwar kann der Block 101 so eingestellt wer- 7i den, daß das Auswechseln der Werkzeuge an einem beliebigen Punkt der Sohlenkante stattfindet.
Die Bewegung der auf die innere Seite der Sohlenkante einwirkenden Werkzeuge in der 8< Längsrichtung der Sohlenkante steht unter der Aufsicht eines Hebels 110 (Fig. 3 und 6). Der Hebel 110 ist an der Schwingwelle 49 befestigt und besitzt eine ähnliche Verbindung mit der ihn bewegenden Kurvenscheibe 87 8; wie der Hebel 48 mit der Kurvenscheibe. 50. Diese Einrichtung ermöglicht es, die erwähnten Vorrichtungen mit Rücksicht auf die abweichende Gestaltung der äußeren und inneren Sohlenkanten unabhängig voneinander zu ver- 9< stellen.
Der Trethebel 22, mittels dessen der Schuh dem Werkstückträger gegenüber gesichert wird, dient auch zum selbsttätigen Einrücken der Welle 51. Ein an der Welle 51 befestigtes 9; Schneckenrad 124 (Fig. 1) steht mit einer Schnecke 114 in Eingriff, die an der von der Riemenscheibe 116 in Drehung versetzten Welle 115 angebracht ist.
Die Riemenscheibe 116 wird mittels einer Kupplung 117 ein- oder ausgerückt. Das Ausrücken der Kupplung wird durch eine in ihrer Längsrichtung bewegbare, mit einem Winkelhebel 126 verbundene Stange 118 bewirkt. Eine Feder 119, die auf den Winkelhebel. 126 io, und auf eine der die Stange 118 tragenden Konsolen 120 einwirkt, sucht für gewöhnlich die Stange 118 in ihrer linken, in Fig. 1 dargestellten Lage zu halten, in der die Kupplung 117 eingerückt ist. Im Ruhezustande der Ma- n< schine wird das Einrücken der Kupplung 117 durch einen Fortsatz 123 des Schneckenrades 124 verhindert. Der Fortsatz 123 trifft mit einem Arm 122 des Winkelhebels 126 zusammen und hält auf diese Weise die Stange 118 ii] in ihrer äußersten rechten Lage. Der wagerechte Arm des Winkelhebels 126 ist durch ein Lenkstück 127 mit einem an der Schwingweile 129 befestigten Arm 128 verbunden. An der Schwingwelle 129 ist ein zweiter Arm 112 angebracht, der drehbar mit dem Lenkstück 21 verbunden ist. Beim Herabdrücken des
Trethebels wird der Arm 112, die Schwingwelle 129 und der Arm 128 den Winkelhebel 126 unter Vermittlung des Lenkstückes 127 um seinen Zapfen schwingen, so daß der Eingriff des Armes 122 und des Fortsatzes 123 gelöst wird. Die Feder 119 bewirkt dann das Einrücken der Kupplung, und das Schneckenrad 124 beginnt sich in der Pfeilrichtung der Fig. ι zu drehen.
Das vordere Ende der Schuhspitze wird von einem besonderen Werkzeug 131 (Fig. 8) bearbeitet. Das Werkzeug 131 besitzt eine Schwingbewegungen ermöglichende Verbindung 132 mit einem bei 134 an dem Joch 135 drehbaren Arm 133. Das äußere Ende eines wagerechten Armes 137 des Joches 135 umgibt lose eine senkrechte Welle 138. Die Welle 138 lagert in dem Arm 18 und in einem Arm 139 des Maschinengestelles. Das Werkzeug 131
) wird rasch hin und her geschwungen und wird dies auf folgende Weise bewirkt. Ein Lenkstück 140 verbindet das Joch 135 mit einem Winkelhebel 141. Dieser Winkelnebel ist bei 142 drehbar an einem Joch angeordnet, dessen wagerechte Arme 143 eine drehbare Verbindung mit der Welle 138 besitzen. Der andere Arm des Winkelhebels 141 ist bei 145 drehbar mit dem einen auf der Welle 138 sitzenden Exzenter umfassenden Bügel 146 verbunden. Die Welle 138 wird von einer Riemenscheibe 148 in rasche Umdrehung versetzt, so daß das Werkzeug 131 in der erforderlichen Weise hin und her geschwungen wird. Das Joch 135 muß aber auch verhältnismäßig große Schwingbewegungen ausführen können, damit das Werkzeug 131 um die Schuhspitze herumbewegt werden kann. An dem Arm 143 ist ein Zahnbogen 150 angebracht, der mit einer in der Längsrichtung des Maschinengesteiles verschiebbaren Zahnstange 151 in Eingriff steht. Die Zahnstange 151 steht wiederum mit dem Zahnbogen 152 eines am Maschinen-
, gestell drehbaren Hebels 153 in Eingriff. An dem rückwärtigen Ende des Hebels 153 ist eine Rolle angebracht, die an der Kurvenfläche der auf der Welle 155 sitzenden Scheibe 154 anliegt. Eine Gliederkette 156 verbindet die Welle 155 mit der Welle 51, so daß sich beide Wellen gemeinsam bewegen. Die Kurvenfläche
ο der Scheibe 154 ist derart ausgebildet, daß die auf die Schuhspitze einwirkenden Werkzeuge von der links in Fig. 2 dargestellten Lage nach rechts geschwungen werden, während sich die Gelenk- und Vorderteilwerkzeuge gegen die Schuhspitze bewegen, so daß die Bearbeitung der Sohlenkanten an den Seiten und an der Spitze des Schuhes gleichzeitig stattfindet. Während, des Arbeitsganges wird das Werkzeug 131 von einer Feder 157 gegen die Sohlenkante gehalten. Die Feder 157 wirkt auf den Arm 133 und auf eine lose durch denselben hindurchgeführte Stange 158 ein. Das innere Ende der Stange 158 ist an einem nach abwärts gerichteten Fortsatz des Armes 137 befestigt.
Damit das Werkzeug 131 von der Schuhspitze hinwegbewegt wird, wenn sich die Vorderteilwerkzeuge der Schuhspitze nähern, sind an den Armen 133 wagerechte Arme 159 angebracht, die mit dem kurvenförmig ausgebildeten Ende 160 eines Hebels 161 (Fig. 1) zusammenwirken. Der Hebel 161 ist an einer im Maschinengestell gelagerten Schwingwelle 162 befestigt. An einem Arm 163 der Schwingwelle 162 ist eine an der Kurvenfläche 164 der Scheibe 154 anliegende Rolle angebracht (Fig. ι und 2). Während des Arbeitsganges der Maschine werden die bogenförmigen Teile 160 im geeigneten Zeitpunkt angehoben, so daß sie mit den Armen 159 zusammentreffen und die Werkzeuge 131 von der Sohlenkante hinwegbewegen. Die Werkzeuge 131 verbleiben in dieser Stellung, bis die Maschine zwecks Bearbeitung des nächsten Werkstückes wieder angelassen wird.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Maschine zur Bearbeitung der Schnittkanten von Schuhwerksohlen, in der ein Werkstückträger und eine Mehrzahl von Werkzeugen einander gegenüber so bewegt werden, daß der Arbeitspunkt der Werkzeuge der Sohlenkante entlang wandert, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge (52, 53) selbsttätig (57, 58, 62, 65, 66, 67) ausgewechselt werden (27, 28, 54, 55), so daß stets das dem zu bearbeitenden Teil der Schuhsohle entsprechende Werkzeug in wirksame Lage gebracht wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Punkt, an dem das Auswechseln der Werkzeuge stattfindet, verlegt werden kann (99, 101, 102).
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Verlegen des Punktes der Auswechslung der Werkzeuge dienende Einstellung für eine Seite des Schuhes unabhängig von der für die andere Seite des Schuhes auszuführenden Einstellung vorgenommen werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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