DE23080A - Neuerungen an Röstöfen - Google Patents

Neuerungen an Röstöfen

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DE23080A
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roasting
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English (en)
Original Assignee
J. HAAS in Stolberg b. Aachen

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Patentschrift
KLASSE 40: Hüttenwesen.
JOHANN HAAS in STOLBERG bei AACHEN. Neuerungen an Röstöfen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. August 188a ab.
Der Röstofen kann die verschiedensten Formen erhalten. Er ist in Blatt I als einfach cylindrisch, in Blatt II als combinirt, aus einem cylindrischen und rechteckigen Theile bestehend, dargestellt. Das Baumaterial ist das gewöhnlich zu Röstöfen verwendete. Das Innere des Ofens besteht, wie in Blatt I ersichtlich, aus vier über einander liegenden Muffeln a, welche unter sich durch die Kanäle b in Verbindung stehen und von aufsen mit Zügen c umgeben sind, welche zur Circulation der Heizgase dienen.
Die Heizgase werden bei dem Ofen in Blatt I durch den Kanal d, welcher mit einem aufsen liegenden Generator in Verbindung steht, zugeführt und verlassen den Ofen bei e, um einen Recuperator zu passiren, in welchem Luft vorgewärmt wird. Diese vorgewärmte Luft tritt bei / in die unterste Muffel (Todtröstsohle) und dient zur Oxydation.
Durch die über einander liegenden Muffeln geht eine verticale Achse, welche da, wo sie ins Freie tritt,' durch Sandverschlufs g abgedichtet ist. Die Achse kann durch Rädervorgelege und Riemenschalter in eine Drehung nach links oder rechts versetzt werden.
Auf dieser Achse befinden sich für jede Sohle (Muffel) Doppelarme aus Gufseisen mit eingesetzten Schaufeln. Die eine Seite des Doppelarmes ist mit beweglichen Schaufeln h, die andere mit festen Schaufeln i versehen; letztere haben eine feste schräge Stellung, wogegen erstere mittelst Hebels k und verschiebbaren Anschlages / umgestellt werden, und zwar so, dafs dieselben, auf das bei m eingebrachte Röstgut schiebend, ' nach dem Centrum oder nach der Peripherie der Sohle wirken. . Durch diese Einrichtung wird das Röstgut fortwährend aufgewühlt. Ist das Röstgut auf der oberen Sohle entsprechend abgeröstet, so werden die beweglichen Schaufeln h so gestellt, dafs aller Stoff nach der Peripherie geschoben wird und durch die Oeffhung η zur nächst tieferen Sohle gelangt. Für gewöhnlich ist diese Oeffhung durch einen Steinschieber geschlossen.
Ist das Röstgut auf diese Weise zur untersten Sohle gelangt und hier todtgeröstet, so wird es vermittelst der verstellbaren Schaufeln durch die Oeffhung 0 aus dem Ofen entfernt.
Die Röstgase werden durch den vorhin erwähnten Kanal b von Sohle zu Sohle geführt und ziehen bei / zur weiteren Verwerthung ab.
Bei der in Blatt II getroffenen Anordnung des Ofens schliefst sich an die unterste kreisrunde Sohle noch eine rechteckige, geschlossene, zum Todtrösten bestimmte Sohle q an. Dieser Ofen hat eine besondere Feuerung r, kann aber auch Zuführung von Heizgasen erhalten, welche von einem aufserhalb liegenden Generator entnommen werden. Die Feuergase umziehen die Muffel durch die Hohlräume ί und gelangen bei t in die Hohlräume c der runden Muffeln. Haben sie diese verlassen, so treten sie durch den Kanal u in den Recuperator ν und wärmen die zur Oxydation nöthige Luft vor. Diese tritt durch die Kanäle χ in die Todtröstmuffel (bei w).
Die erzeugten Röstgase gehen von dieser Sohle durch die Kanäle b in die runden Muffeln" α und verfolgen dort den Weg, welcher bei der. Einrichtung in Blatt I näher angegeben ist.

Claims (1)

  1. Patent-AnSprüche:
    Ein Röstofen, bestehend aus mehreren muffelartig geschlossenen, runden, mit mechanischem Rührwerk versehenen, von aufsen geheizten, über einander liegenden Sohlen, denen in einem Recuperator gewärmte Luft zugeführt wird.
    Die Combination des durch Patent-Anspruch ι. gekennzeichneten Röstofens mit einem der bekannten, nicht durch Patent geschützten Röstofen, so z. B. mit einem Röstofen, bestehend aus einer oder mehreren in gleicher Ebene liegenden, ebenfalls muffelartig construirten, nicht mit Rührwerk versehenen, von aufsen zu heizenden Sohlen, oder anstatt dessen mit einem gewöhnlichen Röstofen mit offenen Sohlen und directer Feuerung.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.

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