DE22793C - Excenterbefestigung für Hufeisen - Google Patents

Excenterbefestigung für Hufeisen

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DE22793C
DE22793C DENDAT22793D DE22793DA DE22793C DE 22793 C DE22793 C DE 22793C DE NDAT22793 D DENDAT22793 D DE NDAT22793D DE 22793D A DE22793D A DE 22793DA DE 22793 C DE22793 C DE 22793C
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DE
Germany
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horseshoe
eccentric
plate
hoof
horseshoes
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Active
Application number
DENDAT22793D
Other languages
English (en)
Original Assignee
FIRMA SARRE, BRANDL & Co. (Inhaber H. SARRE, G. Brandl, H. Beyerhaus & H. Hitzig) in Berlin SW., Lindenstrafse 107
Publication of DE22793C publication Critical patent/DE22793C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01LSHOEING OF ANIMALS
    • A01L3/00Horseshoes fastened by means other than nails, with or without additional fastening by nailing

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
in BERLIN.
Die Construction, welche sich auf vorangegangene praktische Versuche stützt, bezweckt:
1. Pferde zu jeder Zeit und von Jedermann und an jedem Ort augenblicklich schärfen bezw. beschlagen lassen zu können;
2. elastisches Auftreten und Schutz gegen harten Anprall;
3. Schutz des eigentlichen Hufeisens gegen Abnutzung, wie auch Sicherung gegen Ausgleiten auf glattem Boden;
4. Verhütung des Vernageins und Krankwerdens des Hufes infolge des Beschlages.
Der complete Hufbeschlag ist in Fig. 1 perspectivisch in seiner vorderen Ansicht und in Fig. 2 im Durchschnitt dargestellt. Das Hufeisen A besteht aus kohlenstoffarmem Stahl, schmiedbarem Gufseisen, Rothgufs oder anderem beliebigen Material, hat unten durchlaufend einen schwalbenschwanzförmigen Einschnitt zur Aufnahme von entsprechenden elastischen Einsatzstücken CD und i?1, Fig. 1, bestehend aus Guttapercha, Leder, Hanfseil, Teckholz etc., wie auch der nöthigen Stollen oder Griffe B B1 und C1, die aus bestem Gufsstahl etc. gefertigt sind. Mittelst solcher Einsatzstücke, die durch zwischengelegte Metallplättchen b, Fig. 1, von einander isolirt oder aber auch aus einem Stück gefertigt sein können, ist die fortwährende Instandhaltung des Hufbeschlages möglich.
Durch das elastische Auftreten werden die Hufe nicht allein geschont und Hufkrankheiten vermieden, sondern es wird auch der Druck auf die Trittfläche (Sohle) des Fufses so vertheilt, dafs letzterer gegen das Ausgleiten geschützt bleibt. Zur Sicherheit gegen das Verschieben der elastischen Einsätze C1ZJmId./?1 in ihrer schwalbenschwanzförmigen Führung wird ein dazu besonders zusammengesetzter Kitt angewendet und aufserdem werden die beiden Stollen B1 an den Trachtenenden des Hufeisens mittelst einer horizontal oder vertical einzuführenden Grenzschraube oder eines Stiftes befestigt. Die Griffe B und C1 sind mit je einer Schraube von oben festgesetzt.
Um einerseits das Bestreben des Hufes, sich beim Aufschlag des Fufses nach vorn zu bewegen, streng zu begrenzen, andererseits aber dem Huf an seinem Zehentheil beim plötzlichen Pariren wie auch starken Anziehen der Last den unerläfslichen Stützpunkt zu bieten, sind aufser der an der äufseren Kante des Hufeisens befindlichen Aufkröpfung c noch drei innen gerauhte Lappen d, Fig. 1, vorgesehen.
Die Fläche des Hufbeschlages, auf welcher der Fufs ruht, kann entweder horizontal oder auch nach innen abgeschrägt sein; sie ist mit zwei, drei etc. flächen Nuthen aaa, Fig. 2, versehen, die zur Aufnahme von Fett dienen, während besonders präparirter Filz, Tuch etc. als dauernde Zwischenlage zwischen Huf und Beschlag aufgelegt wird. Bei schweren Lastpferden empfiehlt es sich, behufs vermehrter Sicherheitsbefestigung des Beschlages den Nuthen. quadratischen Querschnitt zu geben zum Zweck des Hineinwachsens des Hufes, und zur besseren
Erreichung dieses Zieles sind feststehende Zähne zwischen Felder und Nuthen α α α vorgesehen.
Befestigt wird der somit beschriebene Hufbeschlag nur durch Umdrehung und Feststellung von Excentern, deren Zahl und Vertheilung an dem Umfang des Hufeisens nach Bedarf eingerichtet werden kann; beispielsweise vier Stück, zwei vorn und zwei zur Seite.
Die Excenter bestehen aus je einem stählernen Plättchen E, Fig. 3 und 4, welches an seinem oberen Ende mit zwei scharfen, divergirend auslaufenden Spitzen .mit Widerhaken versehen sind und die in entsprechender Höhe in den Huf eingedrückt werden. Eine zweite Stahlplatte H, Fig. 7 und 8, wird in eine Aussparung im Hufeisen eingelassen und mittelst Schraube G, Fig. 1, festgeschraubt.
Eine veränderte Lage dieser Stahlplatte nach Bedarf gestattet der darin befindliche Schlitz /2, auch sind die Innenkanten an gedachtem Schlitz und die unteren Flächen der Schraube behufs engerer Verbindung stark gerauht. Wie Fig. 8 a zeigt, kann die unterste Kante der Platte H umgebogen werden. Nahe der unteren Kante des Hufeisens sind dementsprechend in dasselbe zwei oder mehrere horizontale Einschnitte zur Aufnahme dieser vorspringenden Kante der Platte H vorgesehen. Je nach der durch das Wachsen des Hufes und andere Umstände bedingten Höhe wird der untere oder obere Einschnitt zum Einlegen benutzt, wozu wiederum die ovale Form des Loches h den erforderlichen Spielraum gewährt. Die vollständige Sicherung findet durch das Anziehen der Schraube G ihren Abschlufs.
Nun werden die am Hufe befestigte Platte E und die bereits dem Beschlag einverleibte Platte H durch ein Excenter F, Fig. 5 und 6, mit einander verbunden, dessen Kopf mit Einschnitt zur Aufnahme eines Schraubenziehers versehen ist. Das Excenter trägt einen excentrischen Zapfen/, Fig. 6, der in das Loch e der Platte E, Fig. 3, fafst und entweder dort in Kegelform versenkt oder durch ein aufgenietetes Plättchen geschützt ist. Wird nun das Excenter gedreht, so hebt bezw. senkt der excentrische Zapfen / die Platte H und mit ihr den ganzen Hufbeschlag und drückt gleichzeitig die complete Befestigungsvorrichtung an den Huf. Zur Feststellung des Excenters dient eine Prisonschraube i, Fig. 7. Die Fig. 9, 10 und 11 zeigen eine Modification der Befestigungsorgane. In die Aussparung des Hufeisens ist die schwalbenschwanzförmige Stahlplatte J, wie Fig. 11 a von unten zeigt, eingelassen und wird durch die Stahlplatte K, Fig. 9, in die Höhe gezogen. In diesem Fall liegt die mit scharfen Spitzen, die auch kleine Widerhäkchen haben können, in die Horn wand des Hufes eingedrückte Platte K innerhalb der Platte J und wird letztere durch Drehung des excentrischen Stiftes F1 dessen Kopf in ihr gelagert ist, gehoben und somit der ganze Beschlag, wie vorhin beschrieben, fest gegen den Huf gezogen.
Fig. 12 und 13 zeigen eine Modification der Platte J. Es ist dieselbe hier nicht in das Hufeisen schwalbenschwanzförmig eingelassen, sondern umfafst die untere Kante desselben mit der hakenförmigen Biegung L (ähnlich wie in Fig. 8 a) und wird mit einer Schraube G, deren Kopf auf einem gerauhten Unterlageplättchen ruht, am Hufeisen festgesetzt. Letzteres kann auch bei Fig. 9, 10 und 11 Anwendung finden. Fig. 14 zeigt eine perspectivische Ansicht des Hufes mit derartiger Excenterbefestigung.
In Fig. 15 und 16 ist eine Anordnung dargestellt, nach welcher eine trapezförmige Platte M in eine gleichartige Ausfräsung des Hufeisens von unten eingeschoben wird, deren Unterkante zum besseren Halt und zur Deckung der gefrästen Öeffnung umgebogen ist und in entsprechendem Ausschnitt lagert. Im übrigen ist die Construction der anderen Theile entsprechend den Fig. 3, 4, 5 und 6 angeordnet, nur wird die Platte N vorwiegend aus federndem Stahl oder aus biegsamem Metall hergestellt, damit dieselbe beim Anlegen des Eisens vorher leichter zurückgebogen werden kann. Die Befestigung der Platte M wird entweder durch einen Ausschnitt, wie Fig. 11 a zeigt, oder mittelst dreier Schrauben bewirkt, die gleichzeitig vermöge der an dem Umfang der Excenterscheibe F vorgesehenen sechs Ausschnitte das beliebige Stellen des Excenters ermöglichen bezw. das Drehen der Scheibe wirksam verhindern.
Zu diesem Zweck ist der Schraubenschaft nahe am Kopf mit einer kleinen Auskehlung versehen, so dafs die Excenterscheibe F gedreht werden kann, wenn Ausschnitt und Auskehlung sich gegenüberstehen. Macht indessen die Schraube eine Umdrehung von i8o°, wodurch sie sich übrigens im Muttergewinde festzieht, so füllt der volle Schraubenschaft den Ausschnitt aus und dadurch kann der Hub des Excenters auf ein Drittel, zwei Drittel oder auf Voll ausgenutzt werden.
Etwas vereinfacht ist diese Anordnung in Fig. 17 und 18 dargestellt; hier ist aber die Excenterscheibe F direct in eine entsprechende Ausfräsung des Hufeisens gelagert und die drei Befestigungs- bezw. Stellschrauben haben ebenfalls direct in letzterem Aufnahme gefunden.
Unter Fortfall der durchlaufend schwalbenschwanzförmigen Nuthen kann auch an Stelle der Platte M die in Fig. 15a und i 6 a dargestellte Befestigungsart treten; dieselbe erleichtert insbesondere die Abnahme etc. des Hufeisens. Das beim Gufs des Hufeisens vorgesehene Lager von cylindrischer Form mit
innerer Erweiterung dient zur Aufnahme eines T-förmigen Ansatzes des Excenterhalters H, entsprechend der Platte K in Fig. 7 und 8. Der Ansatz selbst ist ein kleiner Cylinder k mit abgeflachter Seite, Fig. 15a und 16a, und infolge dessen kann der Excenterhalter in horizontaler Lage leicht eingeschoben und von unten nach oben gedreht werden, so dafs der Cylinder nunmehr vom Lager fest umschlossen ist und der Excenterhalter den bedingten Halt bekommt. An Stelle des Cylinders kann auch eine Kugel Anwendung finden, die aber erforderlich macht, dafs die Oberfläche des Hufeisens vorerst abgedeckt und die somit gewonnene Platte nach Einlegung der Kugel mit Dübeln verbunden und festgeschraubt· wird. Eine seitliche Verschiebung wird in beiden Fällen durch den Einschnitt gesichert.
Die Stärke des Beschlages wie auch des elastischen Einsatzmaterials und die Wahl der Excenterconstructionen, deren Anwendung auch bei jedem anderen Hufeisen vorbehalten wird, mufs sich natürlich je nach Gebrauch und der Arbeitsweise der Pferde richten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Hufbeschlägen jeder Art in Combination mit den in Fig. 1 und 2 dargestellten bezw. beschriebenen Anordnungen die Anwendung von im wesentlichen durch Fig. 3 bis 8, 8 a, 9 bis 15, 15a, 16, 16a, 17 und 18 gekennzeichneten Excentern und die mit denselben beweglichen Platten bezw. andere geeignete Organe, welche mit ihren Spitzen und Klauen auf dem Huf des Pferdes befestigt werden, um dadurch die Theile sicher zu verbinden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT22793D Excenterbefestigung für Hufeisen Active DE22793C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
ITUA20161386A1 (it) * 2016-03-04 2017-09-04 Amil S R L Dispositivo di ferratura

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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