DE547149C - Hufeinlage mit Auftrittspolster fuer Einhufer - Google Patents
Hufeinlage mit Auftrittspolster fuer EinhuferInfo
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Description
Die bereits bekannten Hufeinlagen für Einhufer, die aus einer Tragplatte mit Auftrittspolster
bestehen, weisen den Nachteil auf, daß zwecks Befestigung der Tragplatte
entweder eine besondere Ausbildung des Hufeisens an sich nötig ist, wodurch die altbewährte
Herstellung desselben verteuert und umständlich wird, oder daß diese Polstertragplatte mittels der das Hufeisen befesti-
genden Hufnägel festgelegt wird, indem die Nägel durch die Tragplatte hindurchgehen,
in welchem Falle aber das Auswechseln der Tragplatte nur bei Abnahme des Hufeisens
stattfinden kann. Diese Übelstände werden durch den Erfindungsgegenstand beseitigt.
Das Neue der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die Tragplatte des Auftrittspolsters
die Form eines V aufweist, an dessen Spitze sich ein zur Symmetrieachse dieses V-förmigen Teiles senkrecht stehendes
Querstück anschließt, wobei jeder Schenkel dieser so geformten Tragplatte am freien
Ende einen dreieckigen Einschnitt besitzt, dessen spitz zulaufende Enden, nachdem sie
umgeschlagen worden sind, klammerartig am Hufeisen sich festlegen und so die Befestigung
der Tragplatte sichern.
Weitere Merkmale des Erfindungsgegenstandes bestehen noch darin, daß das abnehmbare
Auftrittspolster eine der Gestalt der Tragplatte entsprechende Form aufweist und mit einer entsprechenden Anzahl an die
Masse des Polsters angegossener Klammern versehen ist, die zwecks Festlegens des Polsters
unter die Schenkel der Tragplatte sich einhaken.
Ferner ist der V-förmige Teil des Auftrittspolsters derart gestaltet, daß seine Schenkel
einen Winkel bilden, der etwas größer ist als der durch die Schenkel des V-förmigen
Teiles der Tragplatte gebildete, so daß die Schenkel des elastischen Auftrittspolsters
beim Festlegen an der Tragplatte zuerst etwas einander genähert werden müssen, tun sich
dann beim Auseinandergehen klemmend an der Tragplatte festzulegen.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Hufeinlage entsprechend
der Erfindung dargestellt.
Abb. ι zeigt das Tragstück, welches zwisehen
der Fußsohle des Tieres und dem Hufeisen zu liegen kommt.
Abb. 2 zeigt in Rückansicht die entfernbare Hufeinlage und ihre Befestigungsvorrichtung.
Abb. 3 zeigt in der rechten Hälfte das an Ort und Stelle befindliche Tragstück und
in der linken Hälfte die Hufeinlage in Aufsicht.
Die Tragplatte (Fig. 1) ist von einem zweischenkligen
Teil in Gestalt eines V mit einem an dessen Spitzenteil anschließenden T-för-
Claims (3)
- migen Stück 2 gebildet. Die freien Enden der Platte besitzen je einen Ausschnitt 3 von V-förmiger Gestalt. Der Teil der Platte, der den Steg 4 des T bildet, und die Ansätze der S Schenkel 5 des V sind ausgebaucht, derart, daß dieser Teil des Stückes eine Art Kalotte bildet.Das so ausgebildete Tragstück wird unter der Hornsohle des Tieres derart angeordnet, daß das Querstück 7 des T sich gegen die Trachtenwände und die Fersenteile des entsprechenden Randes der Hornwand legt. Unter dieser Bedingung bedecken der kleine Steg 4 des T und die Ansätze der Schenkel S des V, welche Teile die bei Gebrauch mit ihrer Höhlung nach dem Huf zu liegende Kalotte 6 bilden, den Strahl des Hufes. Die beiden Schenkel des V, die nach dem vorderen Teil der Hornwand zu auseinandergehen, ruhen auf deren Tragrand in symmetrischer Lage zur Zehenspitze. Nachdem das Tragstück in dieser Weise an den Huf angelegt ist, wird es durch Annageln des· vorher angepaßten Hufeisens 8 am Huf gehalten. Die Nagellöcher des Hufeisens sind derart angeordnet, daß je zwei Nägel jeden Schenkel 5 des V-Teiles (Abb. 3) einfassen. Die Spitzen, in die die Schenkel 5 des Tragstückes auslaufen und die über das Hufeisen 8 hinausragen, werden hierauf bis auf die erforderliche Länge abgeschnitten und alsdann mit dem Hammer gegen den äußeren Rand des Hufeisens herumgeschlagen, wodurch das Tragstück festgelegt wird, indem die umgeschlagenen Spitzen Befestigungsklauen bilden.Die entfernbare Huf einlage 2, die von dem derart angeordneten Tragstück aufgenommen werden soll, ist aus Gummi oder anderem elastischen Material hergestellt. Ihre Auftrittsseite kann mit Riefen versehen sein. Sie besitzt annähernd dieselbe Gestalt wie das Tragstück, indem sie ebenfalls von zwei schrägen Schenkeln 10 gebildet wird, die an ihrer gemeinsamen Spitze mit einem Querstück 11 versehen sind, das senkrecht zu der Symmetrieachse der Schenkel 10 steht. Der Winkel, den die schrägen Schenkel 10 einschließen, ist jedoch größer als der durch die entsprechenden Schenkel 5 des metallischen Tragstückes ι gebildete. An der Spitze der inneren Ränder der schrägen Schenkel 10 ist eine Ausrundung 12' vorgesehen, wodurch -mittels elastischer Deformierung ermöglicht wird, daß die beiden Schenkel 10 mit Bezug auf ihre Symmetrieebene einander genähert werden können. Die Außenkanten der Schenkel 10 verlaufen an ihren Enden bogenförmig zu den freien Enden der Innenkanten. Am Zusammenlauf der Schenkel ist in der Huf einlage eine Aushöhlung 12 vorgesehen, die in ihrer Ausbildung der Kalotte 6 des metallischen Tragstückes 1 entspricht. In die elastische Masse der Einlage sind Haken 13 eingefügt. Zwei Haken sind an dem inneren Rand des Querstückes 11 vorgesehen, zwei weitere nahe des äußeren Endes jedes schrägen Schenkels 10 an deren innerem Rand.' Um die Einlage zu befestigen, läßt man die beiden Haken 13 des Querstückes 11 über den inneren Rand des Querstückes 7 des T des metallischen Tragstückes 1 hinübergreifen. Man deformiert hierauf elastisch die schrägen Schenkel 10 der Einlage derart, daß sie sich allmählich mit Bezug auf ihre Symmetrieebene einander nähern und mit ihren Haken 13 mit den entsprechenden Schenkeln 5 des Tragstückes 1 in Eingriff gelangen. Infolge seiner elastischen Gegenkraft hält dann die Einlage ihre Klammern 13 in der Festhaltestellung fest, so daß sich die Einlage nicht unbeabsichtigterweise von dem Tragstück, an dem sie angebracht ist, lösen kann. Zum Abnehmen der Einlage geht man in umgekehrter Richtung vor, d.h. man löst nacheinander die Klammern 13 der schrägen Schenkel 10. Es bleibt dann nur übrig, auf die Einlage einen Zug in einer derartigen Richtung auszuüben, daß sich die Klammern, die das Querstück 11 an dem entsprechenden Teil des Tragstückes 1 festhalten, von dem Quersteg des Tragstückes 1 trennen.In dem" Fall, in dem das Material der| Einlage keine Elastizität besitzt, könnten die Haken 13, die von den schrägen Schenkeln 10 getragen werden, an Schenkeln einer metallischen Armatur befestigt sein, die elastisch ist oder einer elastischen Einwirkung unterworfen ist, die das Bestreben hat, die die Armatur bildenden Schenkel voneinander zu entfernen.PATENTANSi1ROCHE:i. Hufbeschlag für Einhufer, der sich aus einem Hufeisen, einer zwischen Huf und- Hufeisen anzubringenden, vom Hufeisen festgehaltenen Platte und einem an dieser Platte abnehmbar angeordneten Auftrittspolster zusammensetzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragplatte für das Auftrittspolster aus einem Metallstück in Form eines V besteht, an dessen Spitze sich ein zur Symmetrieachse des V-förmigen Teiles senkrecht stehendes Querstück anschließt, wobei jeder der Schenkel des V-förmigen Teiles und des Querstückes an seinem Ende mit einem dreieckigen Einschnitt versehen ist, durch den spitz zulaufende Enden gebildet werden, die, nachdem die Tragplatte und das Huf-eisen an Ort und Stelle angebracht sind, um die äußere Umfangsfläche des Hufeisens herumgeschlagen werden und so Klammern zur Befestigung der Tragplatte an dem Hufeisen bilden.
- 2. Hufbeschlag für Einhufer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das entfernbare Auftrittspolster eine der Gestalt der Tragplatte entsprechende Gestalt besitzt und mit vier angegossenen metallischen Klammern versehen ist, die an den Schenkeln des V-förmigen Teiles und den senkrecht zur Symmetrieebene des V-förmigen Teiles stehenden Schenkeln angeordnet und dazu bestimmt sind, unter die entsprechenden Teile der Tragplatte zu greifen.
- 3. Hufbeschlag nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel des V-förmigen Teiles des Auftrittspolsters einen Winkel bilden, der etwas größer ist als der durch die Schenkel des V-förmigen Teiles der Tragplatte gebildete, und so ausgebildet sind, daß sie unter elastischer Deformierung einander etwas genähert werden können, so daß in diesem einander genäherten Zustand der Schenkel des Auftrittspolsters die Klammern an diesen Schenkeln unter die entsprechenden Schenkel der Tragplatte greifen können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1930547149D Expired DE547149C (de) | 1929-03-06 | 1930-03-04 | Hufeinlage mit Auftrittspolster fuer Einhufer |
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-
1930
- 1930-03-04 DE DE1930547149D patent/DE547149C/de not_active Expired
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