DE225499C - - Google Patents

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DE225499C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K33/00Motors with reciprocating, oscillating or vibrating magnet, armature or coil system
    • H02K33/12Motors with reciprocating, oscillating or vibrating magnet, armature or coil system with armatures moving in alternate directions by alternate energisation of two coil systems
    • H02K33/14Motors with reciprocating, oscillating or vibrating magnet, armature or coil system with armatures moving in alternate directions by alternate energisation of two coil systems wherein the alternate energisation and de-energisation of the two coil systems are effected or controlled by movement of the armatures
    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C1/00Winding mechanical clocks electrically
    • G04C1/02Winding mechanical clocks electrically by electromagnets
    • G04C1/028Winding mechanical clocks electrically by electromagnets with linearly moving armature

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 225499 KLASSE 21#. GRUPPE
in BRIGHTON, Engl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Juli 1909 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Aufzugsvorrichtungen, im besonderen auf solche, welche für die Federwerke elektrischer Zeitschalter, Meßvorrichtungen u. dgl. gebraucht werden, und zwar auf Vorrichtungen, vermöge deren die betreffenden Federwerke selbsttätig aufgezogen werden, und bei welchen der Aufzug nicht in konstanter Weise, sondern intermittierend und abhängig von dem Grade der
ίο Spannung der Hauptfeder des betreffenden Werkes erfolgt.
Bei mit Federn angetriebenen Laufwerken findet stets eine gewisse Beschleunigung im Lauf statt bzw. eine Neigung, schneller zu laufen, wenn die Feder völlig aufgezogen ist. Hierdurch wird nicht nur die Laufzeit solcher Werke nachteilig beeinflußt, sondern auch deren Hemmung unverhältnismäßig geschädigt. Dies ist noch mehr der Fall, wenn die Hauptfeder eines solchen Werkes noch zur Ausübung mechanischer Vorrichtungen, z. B. zum An-. trieb des Werkechappements, benutzt wird, wie beim Auslösen von Federeinrichtungen usw. an elektrischen Zeitschaltern oder Meß-Vorrichtungen, bei denen die Hauptfeder einen Überschuß an Kraft besitzen muß, um das Uhrwerk anzutreiben, wenn der Strom unterbrochen ist.
Diesem Übelstande wird durch die nachstehend beschriebene Vorrichtung abgeholfen, bei welcher die Hauptfeder des Werkes von einem Gewicht öder einer Feder so in Gleichgewicht gehalten wird, daß, wenn diese ein gewisses vorausbestimmtes Minimum von Spannung erreicht, sie genau um so viel wieder aufgezogen wird, als die Entspannung durch das Echappement ausmacht.
Eine solche Einrichtung findet sich in den anliegenden Zeichnungen veranschaulicht. Es stellen dar:
Fig. ι eine Seitenansicht des den Gegenstand dieser Erfindung bildenden Mechanismus,
Fig. 2 eine andere, um 900 gedrehte Seitenansicht desselben Apparates in einer beispiels-. weisen Verbindung mit einem Zeitschaltwerk bekannter Art.
Die Zeichnungen zeigen die Anwendung des Erfindungsgedankens auf das Werk eines Zeitschalters, bei welcher die Hauptfeder eines Laufwerkes jeweilig selbsttätig wieder auf gezogen wird nach Erreichung eines vorausbestimmten Spannungsminimums derselben. Eine Gestellplatte A trägt die nachbeschriebenen Vorrichtungen. Am oberen Teile derselben ist das Laufwerk B befestigt. Dieses Laufwerk B besitzt ein Zahnrad i, welches zum Aufziehen der Hauptfeder. dient. Das Zahnrad ι steht im Eingriff mit dem Trieb 2 des Vorgeleges 3. Ein Zahntrieb 4 dieses Vorgeleges ist auf einer zwischen der Platte A und einer Platte 6 gelagerten Welle 5 befestigt, in welcher letzteren Platte auch die festen Dreh-
zapfen der Zahnräder 2 und 3 des Vorgeleges angebracht sind.
Auf der Welle 5 ist frei drehbar der Schalthebel 7 angebracht, dessen äußeres Ende gegabelt ist, während derselbe einen federnden Sperrzahn 8 trägt, der mit den Zähnen eines Sperrades 9 im Eingriff steht, welches auf der Spindel 5 fest angebracht ist. Das gegabelte Außenende ya des Hebels 7 steht mit einem Stift 10 in Eingriff, welcher auf dem Ende eines zusammengesetzten, kolbenartigen Eisenkernes 11 angebracht ist, der in einer elektrischen Spule 12 sich bewegt' (Fig. 1). Der Kern 11 besitzt einen Unterteil na aus Ebonit, woran der Stift 10 befestigt ist. und einen . Oberteil 11Λ welcher zum Teil aus Eisen und aus einem nichtmagnetischen Metall, wie z. B. Messingguß, besteht, wovon der Messingteil oben in einem schweren Kopf 13 endigt.
Der nichtleitende untere Teil ua ist mit einem elektrischen Kontakt 14 versehen. Unter der oberen Spule befindet sich eine untere ähnliche Spule 15 mit einem ähnlichen zusammerigesetzten kolbenartigen Eisenkern 16, welcher einen Oberteil i6a aus Ebonit besitzt, der mit einem Querstift 17 versehen ist, um
• das Hindurchgleiten des Kernes durch die Spule nach unten zu verhüten. Der Ebonitkopf ΐ6α trägt ein Kontaktstück 18. Die Spulen 12 und 15 sind die eine über der anderen in der gleichen vertikalen Achsenrichtung angeordnet und so eingerichtet, daß sie in Reihe oder parallel erregt werden können.
Der Kontaktkopf 14 trägt einen Kontaktarm 20, welcher über einen Stift 21 greift, um welchen eine leicht nachgebende Feder 22 angebracht ist, die den ständigen Kontakt zwischen dem Stift 21 und dem Arm 20 sichert. Der Stift 21 ist durch ein nachgiebiges Drahtstück mit der unteren Spule 15 verbunden. Der untere bewegliche Eisenkern 16 besitzt eine ähnliche gleitende und nachgiebige elektrische Verbindung nach der oberen Spirale 12, so
4-5 daß diese Kontaktanordnung einen Stromschluß durch die obere und untere Spirale 12 und 15 vermittelt, wenn sich die Enden der beiden Eisenkerne treffen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vor-
richtung ist die folgende: '...,-·
Der beschwerte Kopf 13 des oberen Eisenkernes 11 ist in seinem Gewicht so bemessen, daß ei" der normalen Spannung der'Hauptfeder des Werkes das Gleichgewicht hält; wenn diese Spannung durch Kraftabgabe aber schwächer wird, sinkt der Eisenkern 11 und zieht den Schalthebel 7 herab, dabei durch den Sperrzahn 8 das Sperrad 9 drehend. Diese Drehbewegung windet vermöge des Zwischengetriebes die Uhrfeder mittels des Zahnrades 1 auf. Der obere Eisenkern 11 stellt beim Herabsinken den Kontakt mit dem Eisenkern der unteren Spirale her, schließt den Stromkreis und erregt die Spiralen von neuem. Dies veranlaßt die beiden Eisenkerne der oberen und unteren Spirale, unter Kontakt zwischen ihren Köpfen zusammen nach oben zu steigen. Diese Aufwärtsbewegung rückt durch Heben des Schalthebels 7 in seine Normalstellung dessen Sperrzahn 8 in den Zähnen des Sperrades 9 zurück. Sobald nun der genannte Hebel den höchsten Punkt seiner Aufwärtsbewegung erreicht hat, befindet sich der' untere Eisenkern 16 infolge seiner Anordnung in dem Punkte der höchsten magnetischen Dichtigkeit innerhalb seiner Spirale, und wird hierdurch die weitere Aufwärtsbewegung desselben unterbrochen. Bei dem Eisenkern 11 der oberen Spirale ist ein gleiches indessen nicht der Fall, dieser besitzt noch das Bestreben, weiter aufwärts zu steigen und hebt sich so von dem unteren Eisenkern 16 ab, den Kontakt zwischen beiden Kernstücken unterbrechend. Die Unterbrechung in der Erregung der Spiralen veranlaßt nunmehr den unteren Eisenkern 16, welcher bis auf den Querstift 17 an seinem oberen Ende vollständig frei beweglich ist, sofort in seine Ausgangsstellung zurückzusinken. Der obere Eisenkern 11 fällt ebenfalls, da er aber mit dem Schalthebel 7 verbunden ist, zieht er vermöge dieses im Her abgehen das Werk auf. Er bewegt sich dabei langsamer als der untere Kern, bis er am Schluß den Kontakt mit dem unteren Kern wieder herstellt, wodurch die Bewegung so oft wiederholt wird, bis die Spannung der Hauptfeder wieder hinreichend ist, um dem Gewicht 13 das Gleichgewicht zu halten, so daß die ,Weiterbewegung dadurch unterbrochen wird.
Es ist ersichtlich, daß in der Praxis bei dieser Vorrichtung ein jeder Typ von Uhrwerken benutzt werden kann. Für Zeitschalter, elektrische Meßapparate ο. dgl. mit solchem selbstätigen Aufzug ist daher ein gewöhnliches, ganz billiges 24 Stundenwerk hinreichend.
Das Aufziehen der Uhr kann auch statt bei der Abwärtsbewegung des Schalthebels umgekehrt bei der Aufwärtsbewegung desselben erfolgen, indem bei dieser das Sperrad angetrieben wird. Dies ist indessen nur dann vorteilhaft, wenn ein Werk mit kräftiger Feder benutzt wird und die Energie des durch das Schaltwerk zu regelnden Stromes selbst zur Ausführung der Aufzugsoperation verwandt wird.
Eberiso ist es selbstverständlich, daß an Stelle des beschriebenen Gewichtes, soweit es den Schalthebel 7 betrifft, auch passend angeordnete Federn zur Balancierung der Kraft der Hauptfeder des Werkes angeordnet werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Selbsttätige elektrische Aufzugs vorrichtung für Federwerke aller Art, welche durch das Anziehen von in Drahtspulen verschiebbaren, vermöge eines Schaltwerkes den Aufzug der Antriebsfeder bewirkenden Eisenkernen angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß in zwei vertikal übereinander angeordneten Drahtspulen (12, 15) je ein achsial darin verschiebbarer Eisenkern (11 bzw. 16J vorgesehen ist, von denen der obere mit einem der normalen Federspannung das Gleichgewicht haltenden Gewicht (13) beschwert ist und in bekannter Weise mit dem Schalthebel (7) des Aufzuges in Eingriff steht, wobei durch Herabsinken des oberen Eisenkernes (11) nach vollendeter Aufzugsbewegung beide Spulen (12, 15) in den vorhandenen Stromkreis selbsttätig eingeschaltet und nach Wiederemporsteigen des Kernes in dessen Anfangsstellung ausgeschaltet werden, worauf der untere, den oberen Eisenkern (11) bei seiner Aufwärtsbewegung stützende Kern (16) ebenfalls selbsttätig in seine Ausgangsstellung zurücksinkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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