DE224950C - - Google Patents

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DE224950C
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alkali
ferrocyanide
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copper
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/08Simple or complex cyanides of metals
    • C01C3/10Simple alkali metal cyanides

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Removal Of Specific Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 224950 — KLASSE 12 #. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von Alkalicyanid. Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Februar 1909 ab.
Es ist bekannt, daß Cyan wasserstoff säure beim Destillieren von Ferrocyanalkalien mit Säure entsteht und daß man erstere von Alkali absorbieren lassen kann.
Bei der Destillation der Ferrocyanalkalien mit Säure wird bekanntlich nur ein Teil des in dem Ferrocyanid enthaltenen Cyans als Cyanwasserstoffsäure gewonnen, während der übrige Teil des Cyans in unlösliches Ferro-
ίο cyaneisenalkali (Everittsalz) übergeht. Es sind nun schon verschiedene Verfahren zur Wiedergewinnung dieses übrigbleibenden Cyans vorgeschlagen worden; diese haben sich aber sämtlich als zu langwierig und kostspielig erwiesen.
Nach vorliegender Erfindung setzt man zwecks Austreibung des Cyäns aus dem Ferrocyanalkali dem Ferrocyanalkali oder solches enthaltenden Massen eine geringe Menge Kupfersalz, beispielsweise Kupferchlorür, -chlorid, -sulfat zu. Nachdem man dann Wasser in genügender Menge zugegeben hat, rührt man die Masse zwecks inniger Mischung der Kupfersalze mit dem Ferrocyanid um. Alsdann fügt man der Mischung Säure, beispielsweise Schwefelsäure o. dgl., hinzu.
Die Mengenverhältnisse, in denen man am besten die Kupfersalze und die Säure bemißt, wechseln nach dem Mengenverhältnis des vorhandenen löslichen und unlöslichen Ferrocyanids. Nimmt man beispielsweise eine
■ Ferrocyanid enthaltende Ammoniakflüssigkeit, die aber auf Wiedergewinnung des Ammoniaks behandelt worden ist, wobei das Cyanid als ein Natriumferrocyanid, Na^Fe (CN)®, in Lösung bleibt, und nimmt man weiter an, daß das Natriumferrocyanid in Form eines Ferronatriumferrocyanids, FeNa21Fe (CN)6, gefällt worden ist, so behandelt man jetzt diesen Niederschlag mit Kupferchlorür und Schwefelsäure in etwa folgendem Verhältnis:
Zu 100 Teilen dieses Ferronatriumferrocyanids gibt man 6 Teile Kupferchlorür,
150 Teile Schwefelsäure mit so viel Wasser, daß eine 10 prozentige Lösung entsteht.
Die Mischung wird alsdann erwärmt und die abdestillierende Cyanwasserstoffsäure in einer Alkalilösung aufgefangen. Die bei der Destillation zurückgebliebene Flüssigkeit kann man dann durch Zugabe von Kalk oder Alkali abstumpfen und das Kupfer auf irgendeine bekannte Weise entweder als solches oder als Kupfersalz wiedergewinnen.
Das bisher bekannte Verfahren zum Zersetzen von Ferrocyanid mittels Quecksilbersalzen bietet für die Darstellung von Alkalicyanid verschiedene Nachteile. Zunächst lassen sich mit ihm nur die löslichen Ferrocyanide zersetzen, und es muß erst die Gesamtmenge des Cyanids in Quecksilbercyanid verwandelt werden, ehe man Säure hinzufügt. Die zu verwendende Menge Quecksilber muß auch immer so groß sein, daß sie sich mit der Gesamtmenge des Cyanids verbindet. Demgegenüber braucht man bei der Verwendung von Kupfer nur etwa 6 Prozent der vor-
handenen Menge Ferrocyanids oder etwa 5 Prozent derjenigen Menge, die nötig sein würde, um sich mit der Gesamtmenge Cyan zu verbinden. Es lassen sich ferner nach dem neuen Verfahren nicht nur die löslichen, sondern auch die unlöslichen Ferrocyanide, und zwar in einem einzigen Vorgange, zersetzen, wobei es ganz gleichgültig ist, ob man zuerst das Ferrocyanid oder die Schwefelsäure oder ίο das Kupfersalz hinzufügt. Sobald das Kupfersalz hinzugegeben worden ist, nimmt die katalytische Einwirkung ihren Anfang und setzt sich so lange fort, bis die Gesamtmenge
des Cyans worden ist.
als Cyanwasserstoffsäure frei ge-

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Alkalicyanid durch Erhitzen eines Gemisches von Ferrocyanalkali und einer Säure und Auffangen des dabei abdestillierenden Cyanwasserstoffs durch Alkali, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Ferrocyanalkali oder den solches enthaltenden Massen ein Kupfersalz in geringer Menge zumischt.
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DE (1) DE224950C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7390674B2 (en) 2005-03-14 2008-06-24 Kimberly-Clark Worldwide, Inc. Lateral flow devices using reactive chemistry

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7390674B2 (en) 2005-03-14 2008-06-24 Kimberly-Clark Worldwide, Inc. Lateral flow devices using reactive chemistry

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