DE85756C - - Google Patents

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DE85756C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/08Simple or complex cyanides of metals
    • C01C3/10Simple alkali metal cyanides

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung betrifft die industrielle Herstellung von Kaliumcyanid oder anderen Cyaniden mit Hülfe von Ferrocyaniden.
Cyanide hat man bis jetzt mit Hülfe von Ferrocyankalium hergestellt, welches getrocknet und unter Anwendung eines Siebes mit getrocknetem Natrium- oder Kaliumcarbonat und getrockneter Holzkohle, gemischt wurde, worauf diese Mischung in einem Behälter geschmolzen wurde. Hierbei erhielt man Cyankalium, Cyannatrium und Alkalicyanate. Diese Producte wurden auf Grund ihres Gehaltes an Cyankalium bezw. dessen gleich wirkenden Ersatzes verkauft.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht zunächst darin, die Bildung von Cyanaten zu verhindern oder wenigstens beträchtlich einzuschränken und dementsprechend die Bildung von Cyaniden zu vermehren.
Zur Ausführung der Erfindung mischt man wasserfreies Ferrocyanalkali (gelbes Blutlaugensalz, Ferrocyannatrium) oder ein Erdalkaliferrocyanid mit einer geeigneten Menge von trockenem Alkali- oder Alkalierdcarbonat. Etwa 65 bis 72 pCt. des Ferrocyanids und ungefähr 20 pCt. des Carbonats werden genügend sein. Um diese Stoffe gut mit einander zu durchmischen, werden sie vortheilhaft mit'einander vermählen.
Während des Mahlens setzt man etwa 5 pCt. trockene Holzkohle und eine solche . Menge von Gastheer, Pech, Bitumen, Asphalt oder einer ähnlichen Substanz zu, welche die Mischung knetbar oder breiartig macht. Wenn der Theer oder dessen Ersatz zu dick sein sollte, kann man eine Flüssigkeit, wie z. B. Paraffinöl oder Naphtha zusetzen. Nachdem die Masse gut durchgearbeitet ist, wird dieselbe der gewöhnlichen Behandlung in einem Ofen unterworfen; vorher kann dieselbe vortheilhaft einem Druck unterworfen (geprefst) werden.
Auf solche Weise erzielt man eine viel höhere Ausbeute an Cyanid als bisher, wahrscheinlich, da die Schmelzung in einer reducirenden oder nicht oxydirenden Atmosphäre vor sich geht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Cyaniden durch Erhitzen eines Gemenges von Ferrocyan-Alkalien oder -Erdalkalien mit Alkalioder Erdalkalicarbonat und Holzkohle, dadurch gekennzeichnet, dafs das Gemenge mit Gastheer, Pech, Bitumen, Asphalt oder dergl. innig vermischt und alsdann die knetbare Masse in der gewöhnlichen Weise im Ofen verarbeitet wird.
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