DE178635C - - Google Patents

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DE178635C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/12Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors
    • C10K1/124Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, hydroxides- or oxides- or salts of inorganic acids derived from sulfur
    • C10K1/125Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, hydroxides- or oxides- or salts of inorganic acids derived from sulfur containing Fe compounds

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 178635 KLASSE 26 d. GRUPPE
WALTHER FELD in HÖNNINGEN a. Rh.
Verfahren zur Gewinnung von Cyan aus Gasen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1905 ab.
Bei den Verfahren zur Auswaschung des Cyans aus Gasen der Kohlendestillation und ähnlichen, wie z. B. aus dem Leuchtgas und aus Kokereigasen, wird das Gas mit Eisenverbindungen unter vorherigem oder nachträglichem Zusatz von basischen Substanzen, z. B. Alkalien, Erdalkalien, Magnesia, Ammoniak oder von basischen Verbindungen derselben gewaschen, wobei man auch das
ίο im Gase enthaltene Ammoniak allein oder in Verbindung mit Salzlösungen benutzt. Bei allen diesen Verfahren wird die Eisenverbindung durch die Einwirkung des im Gase fast stets enthaltenen Schwefelwasserstoffes zunächst größtenteils in Eisensulfid übergeführt. Infolge dieses Umstandes verläuft die Cyanabsorption in vielen Fällen nur sehr langsam, da die Absorption von Cyanwasserstoff durch Eisensulfid bei Gegenwart von basischen Substanzen eine sekundäre Reaktion ist, wie dies in den nachfolgenden Reaktionsgleichungen 2 und 3 dargestellt ist.
1. Fe S O4 + 2 NHS + H2 S =
FeS + (NHJ2 SO1,
2. Fe 5 + 2 NH& + 2 HCN =
Fe(CN)2 + (NHJ2S,
3. Fe (CN)2 + 4 NHS + 4 HCN =
(NHJtFe(CN)6.
In diesen Umsetzungsgleichungen sowie in der nachstehenden Beschreibung ist der durch Ferrosalze in Ferrocyaniden entstehende Niederschlag des besseren Verständnisses halber als Eisencyanür Fe Cy2 bezeichnet, obwohl dieser Niederschlag aus Ferro ferrocyanid Fe2 Fe Cy6 oder ähnlich zusammengesetzten Verbindungen besteht, welche häufig noch Alkali-, Erdalkali- oder Ammonium: ferrocyanid in wechselndem Verhältnis enthalten. Indessen für die Endreaktion ist es nur von Bedeutung, daß in diesem Niederschlag Cyan und Eisen im ungefähren Verhältnis von 2 Molekülen zu 1. Molekül .enthalten sind, und daß . die Bildung von Schwefeleisen vermieden wird.
Es hat sich nun gezeigt, daß man dadurch die Bildung von Eisensulfid nahezu vollständig vermeiden kann, daß man die zum Waschprozeß bestimmte Eisenverbindung, ehe man sie mit dem Schwefelwasserstoff enthaltenden Gase zusammenbringt, mit einem Ferrocyansalz der Alkalien, Erdalkalien, des Ammoniaks, der Magnesia oder ähnlichen Salzen behandelt, wodurch das in diesen Salzen an die Base gebundene Cyan mit dem frisch zugeführten Eisen in Verbindung tritt, wie dies in der nachstehenden Gleichung 4 dargestellt ist:
2 Fe SO, + Ca2 Fe (CN)6 =
3 Fe (C N)2 + 2 Ca S O4.
Die Wahl des betreffenden Ferrocyansalzes ist dabei gleichgültig; dasselbe kann sowohl löslich wie unlöslich sein, wie z. B.
K2 Ca Fe (C N)6
und andere unlösliche Doppelsalze. Im folgenden wird das Verfahren an einem Beispiel beschrieben, wobei als Eisenverbindung Eisenchlorür, als Ferrocyanverbindung CaI-.ciumferrocyanid und als basischer Zusatz Kalk
(2. Auflage, ausgegeben am 31. August igoj.J
gewählt ist. Die zur Füllung des Wäschers notwendige Menge der Eisenchlorürlösung wird mit einer solchen Menge von Calciumferrocyanid versetzt, daß auf 2 Molekülen Eisenchlorür etwa ι Molekül Calciumferrocyanid verwendet wird. Es bildet sich dabei, ähnlich wie dies oben unter Gleichung 4 dargelegt ist, unlösliches Eisencyanür und lösliches Calciumchlorid. Diese so vorbereitete Eisenverbindung wird mit dem notwendigen Zusatz von Kalk versehen und dem Cyanwäscher zugeführt. Die in diesem stattfindende Reaktion ist nunmehr eine primäre, und zwar nach der folgenden Gleichung 5:
5. 3 Fe(C N)2 +6 Ca(O H)2 + 12 H C N= 3 Ca2 Fe(CNJ6 + 12 H2O.
Die Absorption des im Gase enthaltenen Cyanwasserstoffes verläuft infolgedessen bedeutend leichter und vollständiger, als wenn das Eisen zuvor in Eisensulfid übergeführt worden wäre. Es ist dabei ganz gleichgültig, ob man das zur Absorption notwendige Alkali, in diesem Falle Calciumhydrat, vor oder nach dem Zusatz des Calciumferrocyanids mit der Eisenverbindung mischt.
Auch ein Überschuß an Calciumferrocyanid beeinträchtigt die Reaktion in keiner Weise., Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, die frische Eisenverbindung anstatt mit Ferrocyansalzen mit einer solchen Lauge oder mit solchem Schlamm zu mischen, welcher bereits zur Cyanabsorption gedient hat und infolgedessen ein geeignetes Eisencyansalz, wie z. B.
Fe Ca Fe (C NJ6 oder Fe (NHJ2 (C NJ6
enthält.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung von Cyan aus Gasen, dadurch gekennzeichnet, daß man die zur Absorption des Gases dienende Eisenverbindung vor oder nach Zusatz des basischen Absorptionsmittels mit einer solchen Menge eines Ferrocyanids der Alkalien, der Erdalkalien, der Magnesia, des Ammoniaks oder eines diese Basen eventuell neben Eisen enthaltenden Ferrocyandoppelsalzes versetzt, daß das gesamte Eisen an Cyan gebunden wird, ehe die Absorptionsmittel mit dem cyanhaltigen Gase in Berührung kommen, zum Zwecke, bei Schwefelwasserstoff enthaltenden Gasen die Bildung von Eisensulfid zu vermeiden.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die frisch in dem Cyanwaschprozeß einzuführende Eisenverbindung mit einer solchen Menge bereits zum Waschen von cyanhaltigem Gas benutzter Lauge oder Schlamm mischt, daß das gesamte Eisen der frisch zugeführten Eisen-Verbindung an Cyan gebunden wird.
8£fci.tfi. öedrüCkt In der keichsdrückereL
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