DE2247282C3 - Ablaufventil für einen Toilettenspülkasten - Google Patents
Ablaufventil für einen ToilettenspülkastenInfo
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Description
30
Die Erfindung betrifft ein Ablaufventil für einen Toilettenspülkasten
mit einer auf den Abflußstutzen des Spülkastens absenkbaren Ventilplatte, die am unteren
Ende eines im Spülkasten geführten Stiels angeordnet ist, an dessen oberem Ende eine oben offene Schale aus
elastischem Material angeordnet ist, die reit einer im Spülkasten vorgesehenen Wand eine Kammer bildet,
aus der beim Anheben des Stiels die darin enthaltene Luft verdrängt wird und die sich anschließend über
einen Einlaß wieder mit Luft füllt. Derartige Ablaufventile sollen einerseits den Abflußstutzen des Spülkastens
bis zum Auslösen einer Spülung geschlossen halten und andererseits den Wasserabfluß nach Auslösen der Spülung
so lange aufrechterhalten, bis sich der Spülkasten restlos entleert hat.
Bei einem bekannten Ablaufventil dieser Art (vgl. DT-OS 16 09 276) ist die Schale so an dem Stiel befestigt,
daß sie sich erst beim Anheben des Stiels gegen die in dem Spülkasten angeordnete Wand legt und dadurch
die Kammer bildet. In diese Kammer mündet mindestens eine bis unterhalb des Wasserspiegels bei
gefülltem Spülkasten führende Lufteinlaßleitung.
Ein wesentlicher Nachteil des bekannten Ablaufventils ist darin zu sehen, daß die Funktionsfähigkeit der
als Saugnapf wirkenden elastischen Schale wesentlich von dem Zustand der sich gegen die Wand legenden
und dichtenden Flächen abhängt. Da die Schale sich stets in einer feuchten Atmosphäre befindet, bilden sich
auf den Dichtungsflächen Ablagerungen, die die Dichtung und damit die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.
Es läßt sich auch nicht ausschließen, daß über die am Boden des Spülkastens endende Lufteinlaßleitung Wasser
auf die Schale gelangt, das die Bildung von Ablagerungen fördert.
Diese Nachteile gelten im Prinzip auch für eine Aus- <>5
führungsform, bei der der Stiel als Überlaufrohr ausgebildet ist, das sich bis in den Abfluß hinein erstreckt und
an dessen oberem Ende ein Saugnapf vorgesehen ist.
wobei das Überlaufrohr selbst als Auslaß bzw. Einlaß wirkt (vgl. DTPS 12 05 919).
Ferner sind Ablaufventile bekannt, die sich zum Offenhalten
des Ablaufs eines Saugnapfpaares bedienen, das im Spülkasten unterhalb des Wasserniveaus angeordnet
ist. Bei Betätigung des Stiels mit der daran eehaltesien Ventilplatte werden die Saugnäpfe gegeneinander
gepreßt und halten den Stiel mit der Ventilplatte solange fest, bis nach Ablauf des Wassers aus
dem Spülkasten Luft in die zwischen den Saugnäpfen gebildete Kammer über eine mit der Kammer in Verbindung
stehende Düse einströmen kann, so daß die Sauenäpfe sich voneinander lösen und der Stiel mit der
Ventilplatte den Abfluß schließen kann (vgl. US-PS 24 95 213). Auch diese Anordnung hat den Nachteil,
daß die Dichtung zwischen den Saugnäpfen nicht absolut sicher gewährleistet ist. Außerdem hängt die Wirkung
der Düse von sich darin absetzenden Ablagerungen und damit vom Reinheitsgrad des Spülwassers ab.
Dieselben Nachteile hat auch ein Ablaufventil, bei dem der Saugnapf unmittelbar mit dem Ventilteller
verbunden ist, wobei eine am unteren Ende eines Stiels befestigte Saugplatte zum Anheben der Ventilplatte
auf den Saugnapf gedrückt wird. Auch bei dieser Ausführung ist der als feine Bohrung in der Saugplatte angeordnete
Einlaß unter Wasser angeordnet (vgl. US-PS
28 49 725). .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ablaufventil
der eingangs beschriebenen Art im Hinblick auf die geschilderten Nachteile funktionssicherer zu
machen. .
Die Lösung dieser Aufgabe besteht dann, daß die
Schale mit ihrem oberen Rand dichtend an einem im Spülkasten gehaltenen Deckel befestigt ist, in dem als
Auslaß eine mit einer Ventükugel verschließbare Öffnung und als Einlaß eine auswechselbare Büchse mit
einer kalibrierten öffnung geringen Durchmessers angeordnet sind.
Bei dem erfindungsgemäßen Ablaufventil ist die verformbare, elastische Schale ständig mit dem feststehenden
Deckel verbunden, so daß die zwischen ihnen eingeschlossene Kammer nur über Einlaß und Auslaß mit
der Mmosphäre in Verbindung steht. Das erfindungsgemäße Ablaufventil arbeitet deswegen auch dann
noch zufriedenstellend, wenn sich auf der Schale Ablagerungen gebildet haben, denn diese können die
Dichtung zwischen der Schale und dem Deckel nicht beeinträchtigen. Hinzu kommt, daß bei dem neuen Ablaufventil
die verformbare Schale auf Grund ihrer Elastizität als Feder wirken kann, so daß die Ventilplatte
zusätzlich in ihre Schließstellung gedrückt wird, wodurch Wasserverluste im Spülkasten vermieden werden.
Außerdem läßt sich durch die Größe der öffnung in der auswechselbaren Büchse, die im übrigen keiner
Verschmutzung durch das Wasser ausgesetzt ist, die Zeit bis zum Schließen des Ablaufventils einstellen.
Es ist zweckmäßig, wenn der Deckel an einem Träger befestigt ist, der sich zwischen zwei einander gegenüberliegenden
Wandungen des Spülkastens erstreckt und an dem auch eine die elastische Schale abstützende
feste Schale gehalten ist. Diese Anordnung erleichtert die Wartung und Reparatur des Ablaufven-1
ils erheblich.
Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes soll im folgenden an Hand der Zeichnung beispielsweise
näher erläutert werden. Die Zeichnung zeigt in
F i g. 1 eine schematische Seitenansicht eines Ablaufventils für einen Toilettenspülkasten in der geschlosse-
nen Stellung,
F i g. 2 einen Axialschnitt des oberen Teils des Gegenstandes nach F i g. 1 in der Ablaufstellung und in
vergrößerter Darstellung und in
F i g. 3 einen vergrößerten Axialschnitt des unteren Teils des Gegenstandes nach F i g. 1 in der Ablaufstellung.
In der Zeichnung ist ein Ablaufventil für einen Toilettenspülkasten
mit einem Boden 1 wiedergegeben, unter dem sich das Spülrohr 2 erstreckt, welches das Wasser
aus dem Spülkasten in die Toilettenschüssel abgibt. Das Spülrohr 2 wird an seinem Platz durch ein kurzes Rohr
Aa gehalten, welches über den Boden des Spülkastens vorsteht und einstückig mit einem Rahmenkäfig 4 ausgebildet
ist, der sich in den Spülkasten erstreckt. Das kurze Rohr 4a wird in seiner Lage durch dne Mutter 3
gehalten. Das Spülrohr 2 wird auf dem Rohr 4a mit Hilfe einer Abdeckrosette 3a gehalten.
Der Rahmenkäfig 4 weist eine Öffnung 5, koaxial mit dem Spülrohr 2, und einen Ventilsitz 6 auf, welcher die
Öffnung 5 umgibt. Auf dem oberen Ende des Rahmenkäfigs 4 sitzt ein Deckel 7 mit einem oberen rohrförmigen
Vorsprung 8, in den sich ein Überlaufrohr 9 erstreckt, das in Achsrichtung frei gleiten kann und an
seinem unteren Ende einen Schwimmer 10 trägt. Unter 2« dem Schwimmer 10 ist an dem Überlaufrohr 9 eine
scheibenförmige Ventilplatte 11 montiert, die auf dem Ventilsitz 6 zum Aufsitzen gebracht werden kann.
Am oberen Ende des Überlaufrohres 9 sind Öffnungen 12 vorgesehen, durch die sich das Ende eines Hebels
13 erstreckt, welcher einen Teil der Betätigungsvorrichtung für den Spülkasten bildet. Der Hebel 13
wird von außerhalb des Spülkastens beiäiigt.
Am oberen Ende 9a des Überlaufrohres 9 befindet sich eine verformbare halbkugelförmige Schale 14 in
einer festen Schale 15, welche von einem Träger 17 getragen wird, der an den Wandungen des Spülkastens
angebracht ist. Die verformbare Schale 14 ist oben an einem Deckel 16 dichtend angeschlossen, der mit der
festen Schale 15 und mit dem Träger 17 verbunden ist. Der Deckel 16 weist eine Luftaustrittsöffnung 19 auf,
die durch eine Ventilkugel 20 gesteuert wird. Eine kalibrierte Öffnung in einer Büchse 18 erlaubt nur eine geringe
Luftströmung in die von dem Deckel 16 und der verformbaren Schale 14 begrenzte Kammer. Die beiden
Öffnungen 19 und 18 sind durch einen abnehmbaren Deckel 21 geschützt Steht der Spülkasten in seiner
Bereitschaftsstellung, dann schließt die Ventilplatte 11
die Öffnung 5 ab, und der Schwimmer 10 und das Überlaufrohr 9 stehen in der untersten Stellung nach F i g. 1,
während sich die verformbare Schale 14 in ihrer nichtverformten Lage befindet.
Wird das Überlaufrohr 9 durch Betätigung des Handgriffes am Hebel 13 angehoben, um Wasser aus
dem Spülkasten ausfließen zu lassen, dann hebt sich die Ventilplatte 11 von ihrem Sitz, und das Wasser beginnt
auszufließen. Wie man aus den F i g. 2 und 3 erkennt, verursacht das Anheben des Hebels 13 eine Verformung
der Schale 14, so daß das Volumen der zwischen der Schale 14 und dem Deckel 16 gebildeten Kammer
abnimmt, wobei die Luft rasch durch die Öffnung 19 an der Ventilkugel 20 vorbei austritt.
Während sich der Spülkasten leert, kehrt die verformbare Schale 14 allmählich in ihre Ausgangsform
teilweise durch die eigene Elastizität und teilweise unter dem Gewicht des Überlaufrohres 9 und der an ihm
befestigten Elemente zurück. Dabei dringt Luft langsam in die Kammer über die Öffnung in der Büchse 18
ein. Auf diese Weise wird das Absinken des Überlaufrohres 9 verlangsamt, so daß genügend Zeit für die
vollständige Entleerung des Spülkastens vorhanden ist, bis die Ventilplatte 11 in ihre geschlossene Stellung auf
den Ventilsitz 6 zurückkehrt.
Das pneumatische Verzögerungssystem, dessen einen Teil die verformbare Schale 14 bildet, kann im
Falle eines Ausfalles leicht ersetzt werden, indem man den Deckel 16 und die verformbare Schale 14 entfernt,
welche elastisch auf dem oberen Ende 9a des Überlaufrohres 9 gehalten wird.
Die Größe der kalibrierten Öffnung steuert die Sinkgeschwindigkeit
des Überlaufrohres 9 und läßt sich einstellen, indem man die Büchse 18 durch eine mit anderem
Öffnungsdurchmesser auswechselt, wenn eine andere Sinkgeschwindigkeit erwünscht ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Ablaufventil für einen Toilettenspülkasten mit einer auf den Abflußstutzen des Spülkastens absenkbaren
Ventilplatte, die am unteren Ende eines im Spülkastens geführten Stiels angeordnet ist, an
dessen oberem Ende eine oben offene Schale aus elastischem Material angeordnet ist, die mit einer
im Spülkasten vorgesehenen Wand eine Kammer bildet, aus der beim Anheben des Stiels die darin
enthaltene Luft verdrängt wird und die sich anschließend über einen Einlaß wieder mit Luft füllt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schale (14) mit ihrem oberen Rand dicntend an einem im
Spülkasten gehaltenen Deckel (16) befestigt ist, in dem als Auslaß eine mit einer Ventilkugel (20) verschließbare
öffnung (19) und als Einlaß eine auswechselbare Büchse (18) mit einer kalibrierten öffnung
geringen Durchmessers angeordnet sind.
2. Ablaufventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (16) an einem Träger (17)
befestigt ist, der sich zwischen zwei einander gegenüberliegenden Wandungen des Spülkastens erstreckt
und an dem auch eine die elastische Schale (14) abstützende feste Schale (15) gehalten ist.
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