DE224401C - - Google Patents
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- DE224401C DE224401C DENDAT224401D DE224401DA DE224401C DE 224401 C DE224401 C DE 224401C DE NDAT224401 D DENDAT224401 D DE NDAT224401D DE 224401D A DE224401D A DE 224401DA DE 224401 C DE224401 C DE 224401C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A42—HEADWEAR
- A42C—MANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
- A42C1/00—Manufacturing hats
- A42C1/06—Manipulation of hat-brims
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
Description
JiK1AISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 224401 ■-KLASSE 41 α. GRUPPE
Maschine zum Wölben von Hutkrempen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1909 ab.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Maschine hat die Bildung von Krempen
bei Hüten zum Zweck, welche in noch warmem Zustand auf einen Formkörper ge-' bracht werden, der mit einer Nut für die Abschnürung
der Krempen versehen ist. Ein Vorteil, welcher mit der Maschine erzielt wird, besteht darin, daß das Abschnüren der Krempen
in Anlehnung an die verschiedenen Hutformen, wie sie der häufige Modenwechsel bedingt,
ausgeführt werden kann.
Die Maschine besteht im wesentlichen aus einem Tisch, der mit einer Öffnung zur Aufnahme
des Formkörpers versehen ist. Gemäß vorliegender Erfindung nun sind auf dem Tisch
auf entgegengesetzten Seiten der Maschine gegen den Formkörper wagerecht verschiebbare Schlitten
oder Schieber und außerdem gleichfalls gegenüberliegend paarweise Schwingarme angeordnet,
die mit ihren unteren Enden drehbar an dem Tisch befestigt und jeweilig mit den Schlitten
auf der anderen Seite der Maschine durch schleifenförmige Abschnürdrähte verbunden
sind. Bei einer Bewegung der Schwingarme nach auswärts wird der Hutrand von beiden
Seiten in die Nut des Formkörpers durch die Abschnürdrähte eingedrückt. Die Maschine
wird mittels einer Trittvorrichtung angetrieben. Wird diese entgegengesetzt dem Zug einer
Feder betätigt, dann werden die paarweisen Schwingarme mittels über Rollen laufender
Drähte nach außen bewegt und hierdurch die Abschnürdrähte entgegen den mit dem Schlitten
verbundenen Federn in die Nut hineingepreßt. Beim Loslassen der Trittvorrichtung
dagegen ziehen die Federn die Schlitten und die ganze Hebel vorrichtung in eine derartige
Lage zurück, daß die Abschnürdrähte um den Formkörper schlaff herunterhängen.
Der Erfindungsgegenstand ist auf beiliegender Zeichnung zur Darstellung gekommen. Es
bedeutet:
Fig. ι eine Draufsicht auf die Maschine mit dem Formkörper in Arbeitsstellung,
Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. ι und 3 in Richtung der Pfeile gesehen,
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Teiles der Maschine,
Fig. 4 ein Querschnitt durch den Formkörper mit der geformten Krempe, wogegen die
Fig. 5 und 6 im vergrößerten Maßstab Draufsieht und Schnitt einer Seite der Maschine veranschaulichen.
Der Rahmen der Maschine besteht aus Füßen 10, Querstangen 11, einem Tisch 12, der von
den Füßen getragen wird, und einer Oberplatte oder einem Bett 13, welches von der
Platte 12 unter Vermittlung der festen Rahmenteile 14 getragen wird. Dieses Bett ist in
der Mitte mit einer Öffnung 15 versehen, die zweckmäßig elliptische Form hat und sich in ■
ihrer Gestalt derjenigen des Formkörpers 16 (der bei der vorliegenden Erfindung als bekannt
anzusehen ist) anpaßt. Dieser Formkörper, der die jeweils notwendige Größe besitzt,
ruht auf einem entsprechend ausge- ■ schnittenen Support 17 und wird durch diesen
gleichzeitig in zentraler Lage gehalten. Die obere Kante 18 dieses Formkörpers ist nach
abwärts gebogen und an der Außenfläche ist derselbe mit einer Nut 19 versehen, die entsprechende
Gestalt hat und geeignet ist, die
äußere Kante der Hutkrempe aufzunehmen, nachdem letztere in die entsprechende Gestalt
gebracht ist, d. h. die gewünschte Wölbung erhalten hat, die durch die jeweilig vorherrschende
Mode bestimmt wird. Die innere Fläche des Formkörpers ist so ausgebildet, daß sie den
umgedrehten Kopfteil des Hutes aufnehmen kann, dessen Krempe auf der Kante 18 aufruht.
An der Platte. 12 ist an der Unterseite, und zwar in der Mitte derselben eine Feder 20 befestigt,
deren unteres Ende mit der Mitte einer Stange 21 verbunden ist und somit diese trägt.
Diese Stange 21 ist an den Enden mit Haken 22 versehen, in der Mitte aber durch ein Glied
23 mit einem bei 25 an den Querstangen 11 drehbar befestigten Fußtritt 24 verbunden.
Dieser Fußtritt wird beim Niederdrücken durch die Nut 26 eines Sicherungsarmes 27, der einstellbar
an der Querstange befestigt ist, fest-
ao gehalten (Fig. 3).
An den unteren Enden des Rahmenteiles 14 sind auf gegenüberstehenden Seiten der Maschine nach aufwärts gerichtete Stützarme oder
Ständer 28 angeordnet, deren auseinandergespreizte obere Enden 29 horizontal gelagerte
Rollen oder Spulen 30 tragen. Zwischen den Ständern 28 und dem Formkörper sind auf
der oberen Seite der Platte 12 zweckmäßig unter Vermittlung von Kugelstützlagern 31
schwingbare Arme 32 angeordnet, von denen zwischen dem Ständer und der benachbarten
Seite des Formkörpers zweckmäßig je zwei vorgesehen werden ,und welche durch die Öffnung
15 des Tisches 12 hindurchreichen. Diese beiden Schwingarme 32 zu jeder Seite der Maschine
sind einander völlig gleich ausgestaltet, jedoch stehen die zugehörigen Arme in gewissem
Abstand voneinander, wie dies aus Fig. ι und 5 ersichtlich ist. An den oberen Enden
dieser Arme sind Drähte 33 oder ähnliche Körper angeordnet, derart, daß die von den Enden
der Arme 32 abgehenden Drähte sich einander nähernd über die Rollen oder Spulen 30
geführt werden und schließlich nach abwärts reichen und gemeinsam mit dem Haken 22
der Stange 21 verbunden werden. Wenn daher die Stange 21 nach abwärts gezogen wird,
schwingen die oberen Enden der Arme 32 nach auswärts. Auf dem Bett 13 sind zwischen
den Ständern 28 und der gegenüberstehenden Kante der Öffnung 15 Führungen 34 angeordnet,
in welchen Schieber oder Schlitten 35 gleiten, die in horizontaler Richtung bewegt
werden, und zwar entweder nach der Öffnung hin oder von dieser zurück. Diese Schlitten
oder Schieber sind durch Federn 36 mit den Ständern 28 verbunden, und werden in der
aus der Zeichnung ersichtlichen Lage an den Ständern gehalten. An diesen Schlitten oder
Schiebern sind bei 37 Stangen 38 befestigt, welche in horizontaler Richtung nach dem
Formkörper zu und über die Öffnung 15 hinweg vorspringen.
An jeder dieser Stangen 38 ist der mittlere Teil eines Drahtes 39 befestigt, welcher auf entgegengesetzten
Seiten des Formkörpers vorbeiführt und . dessen Enden auf Spindeln oder Schrauben 40 aufgewunden und so befestigt
werden, wobei die erwähnten Schrauben durch Fingerstücke 41 von Hand aus gedreht werden
können. Diese Spindeln oder Schrauben gehen durch Augen 42 von Schiebern 43, die
auf den Stangen oder Schwingarmen 32 unter Vermittlung von Stellschrauben 44 der Höhe
nach verstellbar angeordnet sind. Die anderren einander zugekehrten Enden der Spindeln
oder Schrauben 40 sind mit Muttern versehen, so daß die Enden der Drähte leicht befestigt
und dann aufgewickelt werden können und somit auf den Spindeln einstellbar sind, wie es
an sich bekannt ist.
Wenn sich die Maschine in ihrer Normalstellung befindet, wie dies in der Zeichnung
zur Darstellung gekommen ist, werden die Schlitten 35 und die Stangen 38 unter dem
Einfluß der Federn 36 soweit als möglich nach auswärts gezogen. Die Drähte 39 liegen lose
zu beiden Seiten des Formkörpers, und zwar wird der mittlere Teil dieser Drähte an den
Enden des Formkörpers durch die Stangen 38 gehalten, während die Enden der Drähte auf
der gegenüberliegenden Seite. der Maschine durch die Spindeln oder Schrauben 40 festgehalten
werden. Diese Drähte sind in dieser Normallage hinreichend lose, um gegebenenfalls
das Hineinbringen des Formkörpers 16 mit dem aufgepreßten Hut in die in Fig. 1 bis 3
gezeigte Stellung zu bewirken, indem man die Drähte auseinanderspreizt. Der- Kopfteil 45
des Hutes liegt innerhalb des Formkörpers, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist.. Die Krempe
dagegen besitzt in diesem Augenblick die in Fig. 4 punktiert gezeigte Lage und soll über
die Seitenfläche des Formkörpers hinweg in die Nut eingedrückt werden. Zu dem Zweck
wird der Fußtritt 24 niedergedrückt, was zur Folge hat, daß die Stange 21 unter dem Einfluß
des Gelenkes 23 entgegen der Wirkung der Feder 20 niedergezogen wird, hierbei die
an den Haken 22 befestigten Drähte 33 anzieht und damit die oberen Enden der Schwingarme
32 nach auswärts bewegt. Die gleichzeitig damit eintretende Auswärtsbewegung der Schieber
43 mit den Augen 42 veranlaßt natürlich auch ein Nachauswärtsziehen der beiden Schnürdrähte
39, was zur Folge hat, daß letztere auf den Teil der Hutkrempe 46 zur Einwirkung
gebracht werden, welcher sich in der Nut befindet, und zwar in der Weise, daß durch die
Drähte die - Hutkrempe in diese Nut hineingedrückt wird. Hierbei wird der mittlere Teil
der Drähte, der an den Stangen 38 befestigt
ist, entgegen der Wirkung der Feder 36 etwas nach einwärts gezogen, so daß unter dem
Einfluß der Nut ig und dem Druck der Drähte die gewünschte Form oder Wölbung der Hutkrempe
hervorgebracht wird. Wenn sich die Maschine in dieser Stellung befindet, werden
die verstellten Drähte ständig unter Spannung und auf die Hutkrempe einwirkend in der Nut
festgehalten. Zu dem Zweck kann der Fußtritt 24 durch die Nut 26 des Sperrarmes 27
gesichert werden, so daß durch den Druck der Drähte die Hutkrempe in der Nut des
Formkörpers so lange festgehalten wird, bis eine Freigabe des Fußtrittes 24 erfolgt. Mit
der Freigabe des letzteren zieht sich die Feder . 20 wieder zusammen und hebt die Stange 21,
so daß die Drähte 33 nachgelassen werden und die oberen Enden der Schwingarme 32
nach einwärts gehen, mit der Wirkung, daß die beiden Drähte 39, die in entgegengesetzter
Richtung von den Stangen 38 nach den Spindeln 40 auf entgegengesetzten Seiten der Maschine
abgehen, wieder nachgelassen und gelockert werden, so daß jetzt der Hut aus dem Formkörper oder Hut und Formkörper aus der
Maschine herausgenommen werden können, um der Krempe die jeweils notwendige Nachbearbeitung
zu erteilen. Die Herausnahme des Hutes aus dem Formkörper erfolgt natürlich nicht eher, als bis der Hut abgekühlt und hinreichend
fest geworden ist.
In dem Sperrarm 27 können nicht nur eine Nut, sondern deren mehrere angeordnet sein.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Maschine zum Wölben von Hutkrempen, bei welcher auf einem mit einer Öffnung versehenen Tisch ein mit Nut für die Abschnürung der Krempe ausgerüsteter Formkörper angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Tisch oder Bett auf entgegengesetzten Seiten der Maschine gegen den Formkörper (16) wagerecht verschiebbare Schlitten oder Schieber (35, 35) und außerdem ebenfalls auf entgegengesetzten Seiten der Maschine paarweise Schwingarme (32, 32) angeordnet sind, die mit ihren unteren Enden drehbar (31) an der Maschine befestigt und mit den Schwingarmen auf der anderen Seite der Maschine durch je einen schleifenförmigen Abschnürdraht (39) verbunden sind, die bei einer Bewegung der Schwingarme nach auswärts den Hutrand von beiden Seiten in die Nut (ig) des Formkörpers (16) eindrücken.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Formdrähte (39) erfassenden Schieber (35, 35) unter Wirkung von Federn (36) stehen, welche die Schieber bei Freigabe der Antriebsvorrichtung (24, 23, 21, 33) der Maschine nach auswärts, die mit dem Schieber durch die Formdrähte verbundenen und auf der anderen Seite der Maschine liegenden Schwingarme aber nach einwärts bewegen. .
- 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb der Formvorrichtung die Schwingarme (32) durch über Rollen (30) laufende Drähte (33, 33) mit den beiden Enden einer unterhalb des Tisches angeordneten Querstange (21) verbunden sind, die in üblicher Weise durch einen Fußtritt (24) mit Gegenzugsfeder (20) abwärts bzw. aufwärts bewegt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE224401C true DE224401C (de) |
Family
ID=485136
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT224401D Active DE224401C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE224401C (de) |
-
0
- DE DENDAT224401D patent/DE224401C/de active Active
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