DE223540C - - Google Patents

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DE223540C
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Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A43—FOOTWEAR
    • A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D25/00—Devices for gluing shoe parts
    • A43D25/18—Devices for applying adhesives to shoe parts
    • A43D25/181—Devices for applying adhesives to shoe parts by rollers

Landscapes

  • Devices For Post-Treatments, Processing, Supply, Discharge, And Other Processes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 223540 KLASSE 71 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21» September 1909 ab.
Den Erfindungsgegenstand bildet eine Maschine, welche hauptsächlich zum Auftragen von Zement oder anderem Klebstoff in schmalen Streifen auf die Ränder des Oberleders und ähnlicher . Teile von Schuhwerk u. dgl. verwendet werden soll.
Diese Werkstücke sind meistens zugeschärft, d. h. das Material am Rand des Werkstückes hat einen sich gegen die Kante hin verjüngenden
ίο Querschnitt; die dünnen Randstreifen können so auf sich selbst umgebördelt werden, ohne daß dabei ein unschön dicker Wulst hergestellt wird.
Ein weiterer Zweck der Erfindung ist, die Zuleitung des Werkstückes und die Zementierung unter Anwendung von Zuleitungs- und Zementiermechanismen zu veranlassen, welche Werkstückstützen einschließen und so eingerichtet sind, daß größerer Druck zwischen der Werkstückstütze des Zuleitungsmechanismus und der ihr gegenüberliegenden Teile des Zuleitungsmechanismus ausgeübt wird als der Druck, welcher zwischen der Werkstückstütze des Zementiermechanismus und der ihr gegenüberliegenden Teile des Zementiermechanismus ausgeübt wird, und auf diese Weise eine sichere, gleichmäßige Vorwärtsschaltung des Werkstückes verbürgen. Es ist ferner eine Vorrichtung getroffen, die Nachgiebigkeit, mit welcher die Teile des Zuleitungsmechanismus in bezug aufeinander angeordnet sind, zu regulieren und die Begrenzung der durch die nachgiebige Anordnung bewirkten Bewegungsfreiheit beliebig zu verstellen.
Weitere Zwecke der Erfindung sind, eine mit Zuleitungsmechanismen, Auftragmechanismus und Werkstückpreßköpfen versehene Zementiermaschine mit Vorrichtungen auszurüsten, welche nachgiebige Bewegung dieser Preßköpfe gestatten, mit dem Zuleitungsmechanismus zusammen oder unabhängig davon. Dabei ist der Preßkopf um einen Zapfen drehbar, der parallel oder nahezu parallel zur Durchgangsrichtung des Arbeitsstückes durch die Maschine angeordnet ist. Außerdem sind in der Maschine Mittel vorgesehen, um der Nachgiebigkeit des Zuleitungsmechanismus einen stärkeren Widerstand entgegenzusetzen als der Nachgiebigkeit, mit welcher die Auftragvorrichtung und die Unterlage des Werkstückes unter der Auftragvorrichtung in Berührung stehen.
In der Zeichnung sind:
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine,
Fig. 2 eine Vorderansicht,
Fig. 3 ein Längsschnitt auf der Linie z-z der Fig. 2.
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Werkstückunterlage,
Fig. 5 und 6 Seitenansichten der Werkstückunterlage in Ruhe bzw. in Arbeitsstellung.
Auf dem nach unten gehenden Teil 2 des in Bügelform ausgebildeten Rahmens 1 sitzt der Zementtopf 3, dessen Deckel 4 durch die Klammer 5 festgehalten wird. Ein Auslaßkanal 6 (Fig. 3) geht vom Topf durch ein Verschlußstück 8 und mündet in einer Vertiefung 7 des letzteren, wobei ein Hahn 9 zur Regulierung und zum Abschluß der Zementzuleitung dient. Eine mit Aussparungen 11 versehene Zementzuleitungsrolle 10 dreht sich in der Vertiefung 7 und. ist auf einer in den Lagern 13 unterstützten Welle 12 befestigt, die vermittels des Zahnrades 14 angetrieben wird.
Die Welle 16, in den Lagern 17 und 18 des Rahmens gehalten, trägt eine Scheibe 15, die zur Zuleitung des Arbeitsstückes dient. Die als Bürste gezeigte Aufstreichvorrichtung 19 ist auf die Hülse 20 aufgeschoben und hat einen etwas größeren Durchmesser als die Zuleitungsscheibe 15, welche überdies noch mit Vorschubzähnen 22 versehen ist. Das vorstehende Ende der Hülse 20 trägt das Zahnrad 21. Der Antrieb der Welle 16 kann auf irgendeine Weise erfolgen, z. B. von der Riemenscheibe 23 aus; das auf der Welle 16 sitzende Zahnrad 24 kämmt dabei mit einem Zahnrad 25 auf der im Rahmen gelagerten Welle 26, welche ein zweites, mit dem Zahnrad 21 auf der Hülse 20 im Eingriff stehendes Zahnrad 28 trägt; dieses Zahnrad 28 kann auch gleichzeitig die Zementzuleitungsrolle 10 mittels des Zahnrades 14 antreiben.
Durch die oben beschriebene Anordnung dreht sich die Auftragvorrichtung mit größerer Umfangsgeschwindigkeit, als die Durchgangsgeschwindigkeit des Arbeitsstückes beträgt.
Es ist vorteilhaft, die gegenüberliegenden Teile des Zuleitungsmechanismus für das Arbeitsstück sowie die Auftragvorrichtung und die ihr gegenüberliegenden Teile nachgiebig mit Bezug aufeinander zu lagern und auch Nachgiebigkeit zwischen den letzterwähnten Teilen und den Werkstückzuführungen zu wahren. Dies geschieht in der nachstehend beschriebenen Weise:
Ein Hebel 29 schwingt um Schraubenzapfen 30, welche in der seitwärts vom Maschinenrahmen vorstehenden Stütze 32 in Schraubenlöchern 31 gelagert sind. Am Vorderende des Hebels dreht sich die untere Zuführungsrolle 33 auf dem im Lager 35 mittels der Schraube 36 verstellbaren Zapfen 34. Eine Stellschraube 37 führt sich im Gewinde des Hebels 29 und stößt gegen die Stütze 32, so daß die Höhenlage der unteren Zuleitungsrolle 33 mit Bezug auf die obere Zuleitungsscheibe 15 beliebig verändert werden kann; für gewöhnlich stehen die beiden Zuführungsräder so, daß sie sich fast berühren, wenn eine Feder 38 die Rolle 33 mittelbar nach oben drängt. Die Spannung der Feder kann durch die Schraube 40 in der Mutter 41 am Hebelende 39 reguliert werden; das andere Ende der Feder legt sich in die Aussparung 42 der Stütze 32. Auf diese Weise wird demnach der Druck des Zuleitungsmechanismus auf das Werkstück verändert. Die untere Rolle kann nach unten gezogen werden, wenn ein durch die Stange 43 mit dem Hebel 29 verbundener Fußtritt betätigt wird, und das Werkstück kann dann leicht in die Maschine eingeführt werden.
Die dem Aufstreichmechanismus gegenüberliegende Unterlage für das Werkstück ist zusammen mit einem Teil des Zuleitungsmechanismus und unabhängig davon nachgiebig auf einem mit dem oben beschriebenen Hebel drehbar verbundenen zweiten Hebel gelagert.
Diese Vermehrung der nachgiebig miteinander in Beziehung stehenden Teile dient einerseits dem Zweck, dauernd den Eingriff zwischen Arbeitsstück und seiner Zuleitung aufrechtzuerhalten, unabhängig von der Beschaffenheit des Zementträgers; andererseits soll ein federnder Preßkopf unter der Auf streichvorrichtung geschaffen werden, ohne die Arbeitsvorgänge des Zuleitungsmechanismus zu beeinträchtigen. Auf diese Weise werden Aufstreich- und Zementeinleitungsvorrichtung zusammen mit einer unabhängigen Durchführungsvorrichtung für das Werkstück im Betrieb erhalten.
Die Unterlage 44 des Arbeitsstückes liegt der Aufstreichvorrichtung gegenüber und bildet das Ende eines Nebenhebels 45, der um den Zapfen
46 auf dem Haupthebel 29 schwingt. Eine Feder 47 drückt die Unterlage 44 gegen die Anstreichvorrichtung, jedoch ist es vorteilhaft, den Druck dieser Feder geringer zu halten als den Druck, welchen die Feder 38 gegen das Arbeitsstück ausübt. Die Spannung der Feder
47 wird durch Verstellung der Schraube 49 in der im Wulst 50 befestigten Mutter 48 verändert, wobei sich das freie Ende der Feder 47 in die Aussparung 51 des Hebels 45 legt.
Die Angriffsfläche der Unterlage für das Arbeitsstück im Zuleitungsmechanismus und die Angriffsfläche der Unterlage für das Arbeitsstück in der Aufstreichvorrichtung sind vorzugsweise in der Ruhestellung (Fig. 5) wie auch in Arbeitsstellung (Fig. 6) verstellbar mit Bezug aufeinander. Die gegenseitige Lage der beiden no Auflageflächen in Ruhestellung kann durch die Stellschraube 52 verändert werden, für welche im Nebenhebel 45 ein Muttergewinde vorgesehen ist und welche durch die Gegenmutter 53 gesichert ist. Der Kopf der Schraube 52 stößt gegen einen Bolzen 54 oder irgendeinen anderen festen Teil des Rahmens 1 und bestimmt dadurch die Stellung der Auflagefläche 44 mit Bezug auf die Umfangsfläche der Zuleitungsrolle 33. Die im Winkelansatz des Nebenhebels
45 gelagerte Stellschraube 55 mit der Gegenmutter 56 stößt gegen ein Ohr 57 am Haupthebel 29 und begrenzt so die Verschiebung der Auflagefläche 44, wenn die Zuleitungsrolle 33 nach unten gedrückt wird.
Eine auf dem Nebenhebel angebrachte Lehre 58 ist mittels des Bolzens 59 in einem Schlitz 60 des Hebels verstellbar.
Die Auflagefläche der Materialstütze 44 hat vorzugsweise eine Krümmung, deren Radius mit dem der unteren Zuleitungsrolle übereinstimmt. ' Außerdem ist es auch vorteilhaft, die Auflagefläche 44 und die mit .dem Arbeitsstück in Berührung kommende Fläche der Lehre 58 kürzer zu gestalten, so daß sie ungefähr in einer durch die Achse der Rolle 33 senkrecht gelegten Ebene abschneiden, d. h. in einer Ebene, die durch diese Achse und die Linie z-z (Fig. 2) bestimmt wäre. Auf diese Weise können Arbeitsstücke mit gekrümmten Umrißlinien leicht so durch die Maschine geführt werden, daß die Auftragung des Zements stets am Rand erfolgt.
Die Fig. 5 und 6 zeigen, daß die Innenflächen der beiden Zuleitungsrollen 15 und 33 nicht unmittelbar untereinander liegen, sondern etwas versetzt sind gegeneinander, so daß die Innenfläche der Rolle 33 etwas außerhalb der Scheibe 15 liegt; die Rolle 33 ist also etwas abgerückt von der Zementaufstreichvorrichtung. Die Materialunterlage 44 liegt auch nicht dicht an der Rolle 33 an, sondern ist durch den Zwischenraum 61 davon getrennt; dieser Zwischenraum bleibt auch gewahrt, wenn die Unterlage 44 durch Einführung des Arbeitsstückes nach unten gedrückt wird, und das Vorderende der Unterlage 44 ragt dabei noch etwas über die Aufstreichvorrichtung vor. Dadurch wird eine unbeabsichtigte Auftragung des Klebstoffes auf die Rolle 33 und das Vorderende der Unterlage 44 vermieden, was um so vorteilhafter ist, als gewöhnlich -die bearbeitete Seite des Arbeitsstückes auf die Rolle 33 aufzuliegen kommt und eine Verunreinigung dieser Seite also verhindert werden muß. Jener Teil.der bearbeiteten Seite, welcher in der Durchführung des Arbeitsstückes auf die vom Zement bestrichene Auflage 44 zu liegen kommt, wird später gewöhnlich eingebogen und kann also nicht mehr gesehen werden; außerdem kann selbst die Unterlage 44 vor Berührung mit der Aufstreichvorrichtung durch Regulierung .der Stellschraube 52 bewahrt bleiben.
Der Arm 63 eines Schutzbügels 62 an der Vorderseite und der Arm 64 des Bügels an der entgegengesetzten Seite der Zuleitungsrolle 15 dienen dem Zweck,.einesteils den Arbeiter gegen Verletzungen zu sichern und andererseits das Arbeitsstück nach dem Durchgang durch die Vorrichtung von der Rückseite der Rolle abzustreifen, da es sich sonst wieder in entgegengesetzter Richtung zwischen die Auftragvorrichtung 19 und die Rolle 10 einschieben würde. Zu diesem Zweck ist der Arm 64 etwas nach der Maschine zu abgebogen.
Das Arbeitsstück wird zwischen den beiden Zuleitungsrädern oder -rollen 15 und 33 eingeschoben, wenn nötig unter Niederdrückung des Hebels 29 vermittels des Zuggliedes 43. Da die Auftragvorrichtung etwas größeren Durchmesser hat als die Rolle 15, ist auch ihre Umfangsgeschwindigkeit etwas größer. Die Feder 38, im Eingriff mit dem Hebel 29, drückt die Auflagerolle 33 gegen die Zuleitungsscheibe 15. Die der Aufstreichvorrichtung gegenüberliegende Stütze 44 ist nachgiebig mit Bezug auf die Zuleitung, um sich so den verschiedensten Ausführungen der Aufstreichvorrichtung anzupassen. Dadurch wird auch das Arbeitsstück federnd gegen die Zementbürste 0. dgl. angepreßt und eine · gleichmäßige Durchgangsgeschwindigkeit aller Teile des Arbeitsstückes erzielt.
Wie Fig. 6 zeigt, ist die höchste Kante der Unterlage 44 in einer geraden Linie vom Mittelpunkt des Zapfens 46 nach dem obersten Punkt der Zuleitungsrolle 33, wenn das Arbeitsstück in die Maschine eingeführt ist; die gedachte Linie ist parallel einer durch den Mittelpunkt der Zapfenschraube 30 gezogenen Linie, die nach dem Mittelpunkt der Zuleitungsrolle 33 hingeht. In Leerlaufstellung (Fig. 5) ist die höchste Kante der Unterlage etwas unter der zuerst genannten gedachten Linie.
Dadurch, daß in Leerlaufstellung die untere Zuleitungsrolle 33 etwas über den tiefsten Punkt der Aufstreichvorrichtung hinaufragt, wie in Fig. 5 gezeigt ist, wird der Austritt von Zement aus der Maschine und ein Beschmieren der Umlaufsfläche verhindert.

Claims (5)

100 . Patent-Ansprüche:
1. Zementiermaschine mit Vorschubvorrichtung für das Arbeitsstück und mit Zementauftragvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorschub-Widerlager (33) stärker an die Vorschubvorrichtung (15) angedrückt (38) wird, als das der Zementaufstreichvorrichtung (19) gegenüberliegende Widerlager (44) gegen die Auf streich vorrichtung gedrückt (47) wird.
2. Zementiermaschine nach Anspruch 1 mit rotierender Auftragvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorschub-Widerlager (33) an einem Hebel (29) angeordnet ist, dessen Drehzapfen (30) senkrecht zur Drehachse (20) der Aufstreichvorrichtung (19) angeordnet sind.
3. Zementiermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck (47)
des Aufstreich-Widerlagers (44) unabhängig vom . Druck (38) des Vorschub-Widerlagers (33) geregelt (49) werden kann.
4. Zementiermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung des Aufstreich-Widerlagers (44) gegen die Stellung des Vorschub-Widerlagers (33) verändert (52 und 55) werden kann.
5. Zementiermaschine nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufstreich-Widerlager (44) als Hebel (45) ausgebildet ist, der auf dem das Vorschub-Widerlager (33) tragenden Hebel (29) drehbar (46) gelagert ist, und daß die genannten Hebel (45, 29) von verschieden starken Federn (47, 38) getragen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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