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Maschine zum Ausüben des Verfahrens zum Behobeln o. dgl. von Leder
Die Erfindung ist eine Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens zum Behobeln von Lederstücken
nach dem Patent 6o2 822, welchesdarin besteht; daß Lederstücke bei denn Hobeln zum
Zwecke des Festhaltens in ein nachgiebiges Auflager gedrückt werden. Das Auflager-
besteht ,aus Gummi, und bei der Arbeitsbewegung drückt ,die gekrümmte Sohle .des
-Hobels de Lederstücke in das Auflager und bewirkt so daß unverrückbare Festbalten
,der Lederstücke während der BiearbeitLUlg: Bei dem Arbeiten mit den bekannten Einrichtungen
des Verfahrens kann nur die giesamte Fläche de Lederstücke bearbeitet werdein. Soll
jedoch eiri aasfreier Klebrand bei Lederstücken hergestellt werden, so erfordert
dieses eine Teilbearbeitung der Lederstücke, welches mit den -bekannten Einrichtungen
des VerfaUrens nicht ausgeführt werden kann. Besondere Schwierigkeiten bestehen
bei der Bearbeitung von Sohlenrändern, weil die ,geschweifbe Form der Sohle für
die, Randbiearbie@-tüng maßgebend ist.
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Das 'Neue der Erfindung besteht darin,; daß zur Bearbeitung des Klebrandes
von Lederstücken und Sohlen das aus Gummi bestehende Auflager in einem drehbaren
Teller finge-. bettet ist und der Rand des Tellers bis nahe an die -Oberfläche dies
Auflagers reicht und so' das Auflager bei dem Eindrücken des Leders.gegen seitliches
Ausweichen abgestützt wird, wodurch der Anpreßdruck des Hobels zum Festhalten ,des
Leders voll ausgenutzt wird. Eine .an dem Maschinengestell ange= ordnete Stützrolle
führt das Leder so, daß bei dem Drehen dies Tellers mit dem Auflager das Leder;
!entsprechend der Einstellung des Hobels und der Breite des Hobelmessers, am Rande
mehr öder weniger keilförmig nach der Mitte -verslaufend ,abgehobelt wird. Dier
Ausgleich
der verschiedenen Lederstärken wird durch das in sich nachgiebige Auflager bewirkt,
wobei tdie rückfediernde! Aufhängung des Hobels das Ausgleichen erweitert. Um einen
besonders großen Spielraum zum Aus=-gleich'tder unterschiedlichen Lederstärken zhi
erzielen, kann .das Auflager getobten und gesenkt werden. Die- gegenläufige Bewegung
zum Hobel wird gegenübler dem im Hauptpatent 6o2 822 dargestellten AusfCihrungsbeispiel
umgekehrt und durch das drehbare Auflager bewirkt. Der Hobel ist feststehend angeordnet,
wobei ier jedoch von der Ebene des Auflagers abhebbax sein kann.
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In edier Zeichnung ist dve Erfindung beispielsweise dargestellt.
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Abb. i zeigt einten Schnitt durch das Auflager mit dem darüber angeordneten
Hobel. Abb.2 zeigt die Einstellmöglichkeit der Vorderkante des Hobels.
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Abb.3 zeigt einen Querschnitt durch ein Lederstück mit Angabe dies
abzutrennenden Hobelspannes.
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Abb. q. zeigt .eine Sohle mit der Angabe dis Klebrandes und Stellung
der Sohle zu Auflager und Stützrolle.
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Abb.5 zeigt einen Querschnitt durch die Maschine.
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Abb. 6 zeigt einten Grundriß zu Abb. 5.
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In dem Teller i der Abb. i ist das Auflager 2 befestigt. Der Stützrand
3 dies Tellers verhindert beim Arbeiten das Ausweichen dies ,aus Gummi bestehenden
elastischen Auflagers. Die .Arbeitsbreite des Hobels, welche von dem Messer q: bestimmt
wird, ist- kleiner als die Breite der Auflage, wähnend das zu bearbeitende Leder
2q. größer als die Auflage sein kann, wie dies ,aus dien Abb. q. ersichtlich ist.
Der Winkel 18 mit :der gekrümmten Ver-Üerkante 5 dies Hobpls ist einstellbar, so
daß der abzutrennendie Hobelspan @ein-en geringen keilförmigen Querschnitt verhält,
wie Abb.3 ,es zeigt. Das Einstellen verfolgt mittels der Stellschraube 22, welche
gegen Iden Winkel 18 drückt. Der Winkel kann: um die Achse der Befestigungsschraube
23 schwenken. Zinn Arbeiten wird die gegenläufige Bewegung zurr Hobel, entgegen
dem im Hauptpatent 6o2 822 beschriebenen Beispiel, durch das Auflager bewirkt. Zu
diesem Zwecke wird der Teller i mit dem Auflager 2 in Abb. 5 und 6 von, der
in denn Gestell 6 gelagerten Wellte 7 aus über die Zahnräder 8 und 9, Welle i o,
Kegelzahnräder 1 i und 12 angetrieben. Der -Teller i ist -mit seiner Welle 13 in
dem Gehäuse 6 gelagert. Das Kugellager 14 nimmt den Anpreßdruck des Hobels beim.
Arbeiten auf. Der Hobel ist um die Achse z 5 schwenkbar im Gestell 6 gelagert. Die
Stellschraube 16 bestimmt @d-en Abstand des Hobels von dem Auflager. Größere Unterschiede
in der Lederstärke werden, durch die Feder 17 ausg ,e-;glichen, wobei die Feder
den Hobel dauernd gegen das Auflager hin drückt. Kleinere Unterschiede in der Stärke
dies Leders werden "durch das in sich nachgiebige Auflager ausgeglichen. Zurr Fixlirung
des Leders dient die im Gestell gelagerte Stützrolle 2 r, welche ,einen Teil des
Auflagers überdeckt. In Abb. ¢ ist ,die Stellung der Stützrolle 21 zum Auflager
und zum Hobelmesser q. ,gezeigt. Mit dem Handhebel 19 und seinem Exzenter 2o, welches
in dem Gestell gelagert ist, kann der Hobel zum Einführen von Leder abgehoben werden.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Nach dem Patent 6o2 822 ist das Auflager
größer als das zu bearbeitende Leder, welches durch die ,gekrümmte Sohle des Hobels
in das Auflagen zum Zwecke -des Festhaltens eint epreßt wird, wobei dieses voraussetzt,
daß die gesamte Fläche tdes Leders abgehobelt wird. Ist jedoch nuneneTeilbearbeitungnotwendig,
so ist diese Einsrichtung des Verfahrens nicht anwendbar. Da die Größe des Schnittwi.derstand,es
dies Hobelmessers und der Reibungswiderstand der Hobelbahn die Größe der Reibung
zum ortsfesten Halten des Leders auf dem Auflager bestimmt, so ist es nicht unumgänglich
notwendig, daß auch das Auflager größer als das zu behobelnde Leder ist. Es ist
jedoch Voraussetzung, daß die Schnittbreite -des Hobels kleiner als die Breite der
Auflage ist. Wird nun ein Lederstück auf die Auflage gepreßt, so preßt der Hobel
mit seiner gekrümmten Sohle das zwischen Hobel und Auflage befindliche Leder in
die Auflage ein. fier terzeugte Anpreßdruck genügt, um das Lederortsfest zum Auflager
zu halten. Bei dem Drehlein des Auflagers wird das auf das Auflager gebrachte Leder
gegen die im Gestell angeordnete Stützrolle gedrückt, welche das 'Leder unter dem
Hobel so lenkt, daß der Rand in gleichmäßiger Breite abgehobelt wird: Auch. bei
den geschweiften Formen wird durch die Anordnung der Stützrolle der Lauf des Leders
unter dein Hobel so beeinflußt, daß der Rand in gleichmäßiger Breite abgehobelt
wird. Damit bei dem nachfolgender Kleben dies Leders keine störenden Kanten an dem
Übergang der bearbeitenden Fläche 'entstehen, ist die Vorderkante des Hobels schräg
gestellt, damit eine vom Rande zur Mitte hin verlaufende Verarbeitumg erzielt wird.
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Blei stark schwankenden Unterschieden Inder Stärke des Leders ist
es vorteilhaft, das sich ,drehende Auflager heb- und senkbar einzurichten, um eine
gleichmäßig gute BearbeitunAg zu erzielen. Das Hieben und Senken kann durch Nocken,
Exzenter, Schraubenspindel o. dgl. -erfolgen.
Zum Einfüh Iren des
Leders unter den Hobel wird durch den Handhebel, 19 der Hobel angehoben.
Nach Zurücklegen des Handhebels sichert die Stellschrawb:e 16. die ursprüngliche
Stellung des Hobels. Durch geeignete Einrichtungen kann auch nach Entfernung der
Feder 17 der Hobel ganz von dein Auflager abgeschwenkt werden, zum das Messer
nachzuschärfen oder Verstopfungen zu beseitigen.
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Zur Erzielung einer vollkommenen Adhäsion kann die Oberfläche des
Auflagers geriffelt gemuht, mit kleinen Profilen fischhautähnlich us-%v.' sein.
2. Maschine nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, @daß zur Führung dies Leders
unter dem Hobel,eine sich um eine senkrechte Achse drehende Stützrolle am Gestell
angeordnet ist; deren, oberer Rand ä!er Idas Auflager übersteht und bis an das Messer
dies Hobels heranreicht.
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3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch ;gekennzeichnet, daß die
abgeschrägte Vorderkante des Hobels so quer zur Ebene des Auflagers (einstellbar
ist, daß ein keilförmiger Hobelspan erzeugt wird.
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4. Maschine nach Anspruch i bis 3, da.-:durch gekennzeichnet, daß
der um seine Achse drehbare und das Auflager tragende Teller zur Einstellung der
verschiedenen Lederstärken gehoben und gesenkt werden kann.
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5. Maschine nach Anspruch i bis 4; dadurch gekennzeichnet, daß der
Ausgleich von Unterschieden in der Stärke dies Leders, soweit @er nicht durch das
in sich nachgiebige Gummi des Auflagers erfolgen kann, durch, rückfedernde Aufhängung
des Hobels erzielt wird.