DE293474C - - Google Patents

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DE293474C
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folding
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B11/00Finishing the edges of leather pieces, e.g. by folding, by burning

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
. Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Umlegen oderUmfalzen der Kanten von biegsamen Stoffen, wie Leder, Tuch usw., bsi der das Werkstück Schritt für Schritt den das Falzen beginnenden Einrichtungen zum Umbiegen der Stoffkante zugeführt wird, wobei eine Falzvorrichtung die umgebogene Kante auf den Stammteil des Stoffes preßt und ein Drücker das Werkstück während der Vollendung des
ίο Falzens festhält.
Bei den bisher benutzten und vorgeschlagenen Maschinen der bezeichneten Art hat man die Arbeitsflächen des Falzgetriebes parallel zur Oberfläche des Werktisches angeordnet. Als eine Folge dieser Anordnung für das Falzen einer geraden Kante hat sich herausgestellt, daß beim Fortschreiten des Stoffes durch die Ma-
■ schine die Stoff kante gelängt wurde, und zwar weil der Abstand zwischen den Punkten, wo das Umlegen beginnt und der Stoff völlig umgeklappt ist, größer ist als die Länge der betreffenden Kante beim Flachliegen. Die Erfindung bezweckt, das Bestreben der Streckung der Stoffkante möglichst herabzuziehen und
damit die Übelstände zu vermeiden, die sich in der Bildung von Runzeln oder Quetschfalten beim Niederpressen durch den Drücker geltend machen.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Eigenart der vorliegenden Erfindung darin, daß bei Falzmaschinen der geschilderten Art der Werktisch mit einem Falzblock ausgerüstet ist, dessen Arbeitsfläche ebenso wie die der zugehörigen, den Falz vollendenden Vorrichtung in einem Winkel zur Fläche des Werktisches steht. Hierdurch gelingt es, das Bestreben einer Streckung des zu falzenden Stoffes zu beseitigen.
Auf den Zeichnungen ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht.
Fig. ι zeigt in Ansicht von vorn den Teil der Falzmaschine, der das Vorschieben und Falzen des Stoffes ausführt. Fig. ia gibt eine Einzeldarstellung des Falzvorganges für ein : Werkstück mit konkaver Seitenkante.
Fig. 2 ist eine teilweise Endansicht desselben Teiles der Maschine.
Fig. 3 zeigt diesen Teil der Maschine in Ansicht von hinten.
Fig. 4 ist eine Aufsicht auf den Teil, der innerhalb und oberhalb des Arbeitstisches liegt; sie zeigt ferner den Arbeitstisch nach Wegnahme der oberhalb liegenden Teile.
Fig. 5 zeigt in Seitenansicht die schwingende Welle mit dem Stoffschieber am vorderen Ende.
Fig. 6 stellt den Block dar, der das Umwenden der Stoffkante besorgt, um die Kante in teilweise umgelegtem Zustande der eigentlichen Falzvorrichtung zuzuführen.
Fig. 7 ist eine Vorderansicht der rechten Seite der Maschine und zeigt den Antrieb für die verschiedenen, den Falzvorgang ausführenden Teile.
Fig. 8 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie 8-8 der Fig. 7 von der linken Seite gesehen.
Fig. 9 zeigt die Antriebsteile der Maschine in wagerechtem Schnitt nach Linie 9-9 der Fig. 8. Fig. 10 ist eine schematische Ansicht des Gestänges, welches die den zu falzenden Gegenstand der Falzvorrichtung schrittweise zuführende Bewegung erzeugt.
Das Maschinengestell 1 ist in seinem senkrechten Ständerteil auf der rechten Seite mit Lagern für den Antrieb versehen und enthält auf der linken Seite Lager und Träger für die anzutreibende Falz von ichtung. Der Antrieb geschieht durch eine umlaufende Welle 2, die in den beiden Lagern 3 und 4 des Maschinengestelles ruht und durch eine Riemscheibe 5 angetrieben wird. Sie trägt zwei Exzenter 6 und 7. Das eine Exzenter 6 veranlaßt mittels der Pleuelstange 8 und des im Zapfen 9 an sie angelenkten Hebels 10 ein Hin- und Herschwingen der im Gestell 1 gelagerten Welle 11, die sich über die ganze Länge der Maschine erstreckt. Außerhalb des Lagers 12 im Gestell 1 ist die Welle 11 mit einem Kopf versehen. Das zweite Exzenter (Fig. 7 bis 10) veranlaßt mittels der Pleuelstange 14 und des im Zapfen 15 an sie angelenkten Schwingarmes 16 ein Hin- und Herschwingen der im Lager 18 des Gestelles ι gelagerten Welle 17. Der Arm 16 bildet zusammen mit dem auf der Welle 17 aufgekeilten Arm 19 einen Winkelhebel, an dessen äußerem Ende ein Zapfen 20 angebracht ist. Dieser Zapfen trägt ferner einen Lenker 21 mit einem Zapfen 22 an seinem anderen Ende. Der Zapfen 22 ist so lang, daß er sich durch das Ende einer Verbindungsstange 23 und das Ende eines Lenkers 24 erstreckt. Das andere Ende dieses Lenkers steht durch einen Zapfen 25 mit einem Schwingarm 26 in Verbindung, dessen Nabe 27 auf der im Lager 29 des Gestelles 1 gelagerten Welle 28 sitzt. Das andere Ende der Welle ist in dem Kopfstück 12 auf der linken Seite des Maschinengestelles gelagert. Die beiden schwingenden Wellen 11 und 28 liegen also nebeneinander in zwei Lagern des Kopfstückes 12. Die auf dem Zapfen 22 sitzende Verbindungsstange 23 ist mittels des Zapfens 31 an die Kurbel 32 angelenkt, die mit ihrer Nabe 33 lose drehbar auf der Welle 11 sitzt. Die Nabe 33 hat einen Vorsprung 34, der eine durch eine Gegenmutter 36 feststellbare Stellschraube 35 trägt. Die Stellschraube 35 ist so angeordnet, daß, wenn die Kurbel 32 sich auf der Welle 11 dreht, die Spitze 37 der Schraube 35 gegen die Welle 28 trifft und dadurch die weitere Bewegung aufhält.
Die schwingende Bewegung wird den Wellen 11 und 28 von der umlaufenden Welle 2 aus durch die auf. dieser angebrachten Exzenter 6 und 7 mitgeteilt, so daß die Schwingbewegungen in fester Abhängigkeit voneinander stehen.
Das in Fig. 10 gezeichnete Getriebe hat den Zweck, die von der Welle 28 abgeleitete Schwingbewegung des Stoffschiebers 53 beliebig zu verändern.
Auf der linken Seite der Maschine, die die Falzvorrichtung enthält, ist auf dem Gestell 1 ein Werktisch 38 befestigt. Das auf den Werktisch gelegte Werkstück wird mit seiner zu falzenden Kante gegen eine verstellbare Lehre 39, deren Abstand von den Falzmitteln die Breite des hervorzubringenden Falzes bestimmt, angelegt und unter annähernd rechtem Winkel zur Vorderkante des Werktisches durch den Stoffschieber 53 vorgeschoben. Es ruht ständig auf der im Zapfen 42 im Gestell lose drehbar gelagerten, über die Platte 38 hervorragenden 75· Rolle 40. Ein Drücker 43 preßt das Werkstück gegen die Rolle 40 fest, nachdem es durch den Stoffschieber 53 um einen Schritt weiter nach vorwärts geschoben wurde.
Der um. den Zapfen 46 schwingende, in Fig. 2 abgebrochen gezeichnete Stoffdrücker 43 ist mit einem senkrecht stehenden Hebelarm 44 versehen, durch dessen Ausschwenken der Drückerfuß in Berührung mit dem Werkstück kommt. Gegen den Arm 44 preßt eine Schraubenfeder 45. Wenn das Werkstück durch den Stoffschieber 53 vorwärts geschoben wird, muß der Druck des das Werkstück festhaltenden Stoffdrückers 43 aufgehoben werden. Zu diesem Zweck ist auf der schwingenden Welle 11 ein Arm 47 mit einem Fortsatz 48 fest angebracht. Zwischen diesem Fortsatz und dem Hebelarm 44 ist eine durch eine Schraube 51 regelbare Pufferfeder 49 eingeschaltet.
Der Vorschub des Werkstückes erfolgt durch den Stoffschieber 53, der am unteren Ende mit Zähnen versehen ist. Dem Stoffschieber wird eine vor- und zurückgehende Bewegung durch die schwingende Welle 28 erteilt. Das Kopfstück 13 ist mittels der durch seinen gabelförmigen Teil 55 hindurchgeführten Schraube 54 auf der Welle 28 befestigt. Der Teil 55 trägt am äußeren Ende ein senkrechtes Gehäuse 56, in dem der Schaft 57 des Stoffschiebers 53 geführt ist, so daß das Gehäuse 56 mit dem Schaft 57 unmittelbar durch die Welle 28 vor- und zurückgeschwungen wird. Das obere Ende des Schaftes 57 trägt eine Schelle 58 mit einem Zapfen 59, der in einen Schlitz 60 einer Verbindungsstange 61 eingreift. Diese Verbindungsstange ist an eine Kurbel 62 angelenkt, deren Nabe 47 auf der Welle 11 befestigt ist. Die schwingende Bewegung der Welle 11 mit der Kurbel 62 veranlaßt eine Auf- und Abbewegung der Verbindungsstange 61, die den im Schlitz 60 gelagerten Zapfen 59 und mit ihm den Schaft 57 im Gehäuse 56 hebt und senkt. Die Bewegungen sind zeitlich so bemessen, daß sich der Schaft 57 senkt, wenn der Stoffschieber 53 das Werkstück vorschiebt, und sich hebt, wenn sich der Schieber zurückbewegt, um für einen neuen Vorschub auszuholen. Der Stoffschieber 53
■' wird während des Vorschubes durch eine zwischen seinem Schaft 57 und dem Gehäuse 56 angeordnete Feder 57a unter nachgiebigem Diuck gegen das Werkstück gepreßt. Während das Werkstück stillsteht, tritt der Stoffdrücker 43 mit ihm in Berührung und hält es zwischen seiner unteren Fläche und der Rolle 40 fest. Die Schelle 58 ist geschlitzt und mit einer Stellschraube 63 versehen, so daß sie auf dem Schaft in der Höhe verstellt werden kann, damit sich die Lage des Stoffschiebers 53 in bezug auf das Werkstück regeln läßt.
Die Einrichtung zum Wenden des Werkstückes vor dem eigentlichen Falzen besteht aus einem auf dem Werktisch 38 angeschraubten Block 64 (Fig. 6). Er ist mit einer winkelförmigen Höhlung versehen, durch welche die Kante des Werkstückes in der umzufalzenden Breite allmählich aufwärts gebogen und nach innen vom Rande weggewendet wird. Die Kante des Werkstückes tritt dann in einen verjüngt zulaufenden Schlitz 65 im Boden der Falzvorrichtung 66 ein, wird weiter nach innen zu gewendet und zum Schluß durch Abwärtsbewegen der Falzvorrichtung 66 gegen das auf der Winkelplatte 67 liegende Werkstück zu gepreßt, wodurch das Umlegen oder Falzen des Werkstückes beendet ist.
Die Falzvorrichtung 66 ist auf einer im Gestell ι gelagerten Querwelle 68 drehbar angeordnet und mit einem nach unten gerichteten Fortsatz 69 versehen, der zwischen einer Gegenmutter 70 und dem Ende einer Schraubenfeder 71 des Schwingarmes 72 liegt. Bei dem Schwingen des Armes 72 in der einen Richtung wird durch die gegen den Hebel 69 anliegende Mutter 70 die Falzvorrichtung 66 zwangläufig gehoben und beim Schwingen in der entgegengesetzten Richtung durch die Feder 71 nachgiebig gegen die Auflageplatte 67 und den Falz des zwischen beiden liegenden Werkstückes gepreßt. Der Anpressungsdruck richtet sich nach der Spannung der Feder 71, die durch eine in den Schwingarm 72 eingeschraubte Stellmutter 73 geregelt werden kann. Der um die Querwelle 68 schwingende Arm 72 hat einen nach rückwärts verlängerten Arm 74 mit einem Zapfen 75. Der Zapfen 75 ist in einem Block 76 drehbar, der mit den beiden Zapfen ηη in den Schenkeln der Gabel eines Lenkers 78 drehbar ist, wodurch ein Universalgelenk gebildet wird. Der Lenker 78 ist mittels einer Schraube 79 gelenkig an das auf der Welle 2 sitzende Exzenter 80 angeschlossen. Durch die Drehbewegung der Welle 2 werden also der Lenker 78 und der Arm 74 gehoben und gesenkt, dadurch schwingen die Hebel 72 und 69 hin und her, und die Falzvorrichtung 66 hebt und senkt sich.
Soll (Fig. ι a) ein Werkstück d mit konkaver Seitenkante b, b mit Falz α, α versehen werden, so muß diese Kante mit Schlitzen c versehen werden, um einen glatten Falz zu erhalten. Zu diesem Zwecke ist ein Schlitzmesser Si vorgesehen, das durch eine Schraube 82 mit einem Schwingarm 83 verbunden ist, der drehbar auf dem Zapfen 68 sitzt und einen nach unten vorspringenden Arm 84 hat, an den der Schwingarm 85 mittels des Zapfens 86 angelenkt ist. Der Arm 85 ist an ein Exzenter 87 angeschlossen, das auf dem Ende des Zapfens 75 sitzt, so daß durch eine diesem Zapfen erteilte Drehbewegung das Schlitzmesser 81 um den Zapfen 68 schwingt und beim jedesmaligen Ausschwingen einen Schnitt senkrecht zum Falz in die Seitenkante des Werkstückes ausführt.
Soll ein Werkstück mit gerader oder konvexer Kante gefalzt werden, so ist es nicht nötig, das Schlitzmesser 81 zu benutzen. In diesen Fällen wird der Zapfen 75 in die in Fig. 1 punktiert gezeichnete Lage gebracht, in der das Messer unwirksam ist. Soll bei einer konkaven Kante des Werkstückes das Messer schneiden, so wird der Zapfen 75 derart gedieht, daß die hohe Seite des Exzenters nach rückwärts auf die rechte Seite der Maschine zu bewegt wird '(Fig. 1). Dadurch wird die Schneidkante 88 des Messers 81 nach abwäits auf einen Block 89 zu bewegt (Fig. 4), der auf der Werkplatte 38 befestigt ist. Dieser Block ist mit einer Schneidkante versehen, die der Schneidkante 88 des Messers entspricht,, so daß das Messer mit dem Block nach Art einer Schere zusammenwirkt. Die Drehung des Zapfens 75 erfolgt mittels eines Armes 90, der auf dem Zapfen 91 schwingen kann und mit einem Hebel 92 in Verbindung steht, an den die Zugstange 93 eines Fußtritthebels angeschlossen ist. Der Arm 90 ist mit zwei einstellbaren Anschlagschrauben 94 und 94a versehen, die gegen einen Flansch τα des Maschinengestelles 1 stoßen können. Αία dem Zapfen 96 des Armes 90 ist eine Stange 95 angeschlossen, deren anderes Ende durch den Zapfen 97 mit einem auf den Zapfen 75 aufgekeilten Arm 98 in Verbindung steht.
Die Feder 99 (Fig. 1) hält den Arm 90 für gewöhnlich in der durch gestrichelte Linien angedeuteten Lage, bei der die Schraube 94 am Flansch xa anliegt. Durch Bewegen des Fußtritthebels wird die Verbindungsstange 93 nach unten gezogen und der Arm 90 auf seinem Zapfen 91 ausgeschwungen, bis die linke Schraube 94a mit dem Flansch ia in Berührung kommt. Hierdurch wird der Zapfen 75 mit dem Ex zenter 87 gedreht und das Messer 81 mit seiner Schnittkante 88 nach unten gezogen, so daß es mit der Kante des Blockes 89 zusammenwirkt und die konkave Kante des Werkstückes schlitzt. Diese Schlitzbewegung des Messers tritt in dem,Augenblick ein, in dem das Werkstück durch den Stoffdrücker 43 auf dem Rade 40 unbeweglich festgeklemmt wird und
der Stoffschieber 53 sich oberhalb des Werkstückes nach der Vorderseite der Maschine bewegt.
Die Änderung des Ausschlages der Schwingwelle 28 zwecks Regelung des Vorschubes des Werkstückes durch den Stoffschieber 53 wird durch das zwischen die Schwingwelle 28 und das Antriebsexzenter 7 eingeschaltete Lenkergetriebe erzielt (Fig. 10). Der um die Welle 17 schwingende Arm ig des Doppelhebels 16, 19 schließt mit dem an seinem Endzapfen angeschlossenen Lenker 21 einen spitzen Winkel ein, so daß der Lenker 21, wenn der Arm 19 eine Schwingbewegung macht, sowohl'eine auf und ab gehende Bewegung als auch eine hin und her gehende Bewegung ausführt. Diese Bewegungen übertragen sich auf den Lenker 24, der im Zapfen 25 an dem Arm 26 hängt und ein Schwingen der Welle 28 bewirkt. Das Maß der Schwingungen der Welle 28 hängt von dem Winkel ab, den der Arm 19 und der Lenker 21 bilden. Da die Achsen der Zapfen 20 und 25 (Fig. 7 und 8) annähernd zusammenfallen, nimmt, wenn der Zapfen 22 durch die Stange 23 nach innen in Richtung auf die Achse der Welle 17 geschwungen wird (punktierte Linien), die Hin- und Herbewegung der Lenker 21 und 24 ab und kann ganz aufhören, wenn der Zapfen 22 Schwingungsmittelpunkt für den Lenker 21 ist.
Wird umgekehrt der Zapfen 22 durch die Stange 23 nach außen geschwungen, so wird die Schwingbewegung der Lenker 21 und 24 verstärkt und kann gleich der Schwingbewegung des Zapfens 20 sein, wenn der Zapfen 22 in der Richtung der* Schwingungslinie des Zapfens 20 liegt. An dem Arm 32, an dessen Zapfen 31 die Verbindungsstange 23 angelenkt ist, ist eine Stange 100 befestigt (Fig. 7 und 8). Dadurch, daß man das Ende 101 dieser Stange abwärts drückt, wird der Arm 32 nach links in Fig. 8 und 10 ausgeschwungen und der Zapfen 22 nach innen, in Richtung auf die Welle 17 bewegt, wodurch die Schwingbewegung der Welle 28 verringert wird. .Durch Heben des Endes 100 wird der Arm. 32 in entgegengesetzte Richtung ausgeschwungen und dadurch die Schwingbewegung der Welle 28 vergrößert. Das Ausschwingen des Armes 32 wird in der einen Richtung durch Auftreffen der regelbaren Schraube 37 auf die Welle 28 und in der andern Richtung durch Auftreffen des Ansatzes 102 an das untere Ende der Stellschraube 103 begrenzt. Der Vorsprung 102 wird gegen das Ende der Stellschraube 103 durch eine Spannfeder io6a gedrückt gehalten. Durch das beschriebene Lenkergetriebe wird der Hub des Stoffschiebers 53 geregelt.
Die Arbeitsweise der neuen Falzmaschine ist folgende:
Das Werkstück wird auf den Arbeitstisch 38 gebracht, nachdem der Stoffdrücker 43 durch den Druck auf den Hebelarm 44 angehoben ist. Nach Fig. 4 liegt die zu falzende oder umzulegende Kante des Werkstückes rechts, und zwar hart an der Lehre 39, und das Werkstück wird in der Pfeilrichtung vorgeschoben. Die Vorschubvorrichtung wird dann durch Anheben des Stoffschiebers 53 vorgerichtet, damit das Werkstück unter den Stoffdrücker 43 und den Stoffschieber 53 treten kann, bis die vordere Kante des eingeführten Werkstückes mit dem Falzblock 64 in Berührung kommt. Dann wird der Drückerarm 44 losgelassen, so daß die Feder 45 den um die Welle 46 schwingenden Drückerfuß 43 auf das Werkstück preßt, worauf die Maschine in Gang gesetzt wird. Senkt sich die gezahnte Kante des Stoffschiebers 53 auf die Oberfläche des Werkstückes, so hebt sich der Drückerfuß 43, und die zu falzende Kante des Werkstückes trifft gegen den Block 64, wird durch diesen um 90 ° hochgebogen und dann in die Furche 65 der Falzvorrichtung 66 geführt, die die zu falzende Kante um 90 ° hinaus, und zwar in Richtung auf das Werkstück umbiegt. Darauf senkt sich die Falzvorrichtung 66 und preßt die umgelegte Kante des Werkstückes gegen die Unterlage 67, womit der Falzvorgang vollendet ist. Diese Arbeitsweise findet statt, wenn die Kante des zu falzenden Werkstückes annähernd gerade ist.
Ist die Kante konkav, so wird sie senkrecht zur Vorschubrichtung geschlitzt. Zu diesem Zwecke wird durch Bewegen eines nicht gezeichneten Fußtritthebels die Verbindungsstange 93 abwärts gezogen, bis der Anschlag 94" gegen den Flansch τα des Maschinengestelles ι trifft. Dadurch senkt sich bei jedesmaligem Abwärtsbewegen der Stange 93 das Messer 81 und schlitzt die Kante des Werkstückes entsprechend oft. Ist der konkave Teil der Kante vorbei und ein gerader oder konvexer Teil tritt an seine Stelle, so läßt man den Fußtritt los, so daß die Feder 99 den Arm 90 in aie in Fig. 1 punktiert angedeutete Stellung zieht. Das Schlitzmesser wird dadurch außer Wirksamkeit gesetzt.
Ist eine scharf konvex verlaufende Fläche zu falzen, so wird die Vorschubbewegung des Stoffschiebers 53 verkürzt, indem man auf den Hebel .ιοί drückt und dadurch den Hub der Schwingwelle 28 und des airf ihr sitzenden, den Stoffschieber 53 tragenden Gehäuses 56 verringert. Die Verringerung des Hubes wird nach dem Maß der Krümmung der zu falzenden Kanten bemessen.
Die Falzblock 67, auf den die Falzvorrichtung 66 das Werkstück preßt, ist unter einem Winkel von weniger als 180° gegen den Werktisch 38 eingestellt, damit sich die Kante des zu falzenden Stoffes beim Übergang von derjenigen Stelle, wo das Umklappen beginnt, bis zu der Stelle,
wo der Falzvorgang vollendet ist, nicht zu strecken oder zu längen braucht.
Um das Werkstück annähernd flach zu halten, während es an der Lehre 39 vorbeigeht, ist ein Führungsfuß 106 (Fig. 5) in der Nähe des Stoffschieberfußes 53 mit einer Schraube 107 am Schaft 57 befestigt, vollführt also die gleiche Bewegung wie der Stoffschieber 53. In dem Führungsfuß 106 ist ein Schlitz 108 vorgesehen, damit dieser Fuß in der Querrichtung zum Schaft 57 eingestellt und seine Spitze 109 nahe an die Spitze der Lehre 39 gebracht werden kann.
Der Stoffschieber 53 bildet, wie die Fig. 1 und 3 erkennen lassen, mit der Fläche des Werktisches 38 einen Winkel von Veniger als 180 °. Das gleiche gilt von der Oberfläche der zugehörigen Vorschubrolle 40. Diese Einrichtung bezweckt, den Stoff in der richtigen Lage der schrägen Oberfläche des Falzblockes 67 zuzuführen.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    I. Falzmaschine, bei welcher der zu falzende Stoff schrittweise auf dem Werktisch den das Falzen durch Umbiegen der Kante einleitenden Werkzeugen zugeführt wird, wobei eine Falzvorrichtung die umgebogene Kante auf den Stammteil des Stoffes preßt und ein Drücker das Werkstück während der Vollendung des Falzens festhält, dadurch gekennzeichnet, daß der Werktisch mit einem Falzblock (67) ausgerüstet ist, dessen Arbeitsfläche ebenso wie die der zugehörigen, den Falz vollendenden Vorrichtung (66) in einem Winkel zur Fläche des Werktisches steht, damit das Bestreben einer Streckung der Kante des zu falzenden Stoffes beseitigt wird.
  2. 2. Falzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzvorrichtung (66) mit einem schrägen Schlitz (65) derart versehen ist, daß beim Falzen von konvexen Krümmungen eine glatte und gleichförmige Beschaffenheit erzielt wird.
  3. 3. Falzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hin und her gehende Stoffschieber (53) sich in einem um eine Welle (28) schwingenden supportähnlichen Gehäuse (56) hebt und senkt und beim Vorschub des Stoffes mit einem frei drehbaren Rade (40) als Gegenlager zusammenarbeitet.
  4. 4. Falzmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschlag der Schwingwelle (28) und damit der Hub des Stoffschiebers (53) dadurch geändert wird, daß zwischen dem Antriebsexzenter (7) und der durch den Einstellhebel (34) verstellbaren Kurbel (32) ein um eine ortsfeste Welle (17) schwingendes Lenkergetriebe (14, 16, 19, 21, 24, 26 und, 23) eingeschaltet ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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