DE462134C - Umbugmaschine - Google Patents

Umbugmaschine

Info

Publication number
DE462134C
DE462134C DEB101193D DEB0101193D DE462134C DE 462134 C DE462134 C DE 462134C DE B101193 D DEB101193 D DE B101193D DE B0101193 D DEB0101193 D DE B0101193D DE 462134 C DE462134 C DE 462134C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
edge
feed
folding
press
workpiece
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB101193D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
United Shoe Machinery Corp
Original Assignee
United Shoe Machinery Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by United Shoe Machinery Corp filed Critical United Shoe Machinery Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE462134C publication Critical patent/DE462134C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D8/00Machines for cutting, ornamenting, marking or otherwise working up shoe part blanks
    • A43D8/32Working on edges or margins
    • A43D8/40Working on edges or margins by folding, turning in or over, hammering

Landscapes

  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

  • Umbugmaschine Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Umbugmaschine, insbesondere zurrt Umbugen der abgeschärften Kanten von Schuhoberledern, und zwar derjenigen Art, bei welcher der Bugrand schrittweise bearbeitet wird. Derartige Maschinen besitzen eine Vorschubvorrichtung, die das Werkstück schrittweise, und zwar im vorliegenden Falle in sehr kleinen Schritten vorschiebt, einen pflugähnlich gestalteten Vorfalter und einen Presser, der die vorgefaltete L'mbugfläche niederdrückt und festklemmt.
  • Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, diese Bugarbeit genauer durchzuführen als es bisher möglich war, und zwar auch an schwieriger zu bearbeitenden Stellen, insbesondere bei scharfen Krümmungen. Die Erfindung betrifft zunächst eine besondere Gestaltung und Bewegung des Pressers, derart, daß dieser den Umbug zunächst genau an der Bugkante erfaßt und hier zusammenkneift und dann den übrigen Teil des Umbugs niederdrückt, so daß die Bugfläche auf der ganzen Fläche fest angeklebt wird. Dies wird dadurch erreicht, daß die Arbeitsfläche des Pressers eine gekrümmte ist und der Presser in besonderer Weise gelagert und bewegt, wird. Dadurch wird die Bugkante sehr scharf angepreßt und auch bei kleinen Unregelmäßigkeiten der Bugfläche die ganze Fläche festgepreßt. Die Erfindung betrifft weiter die Ausbildung des Vorfalters, welcher gemäß der Erfindung in der Vorschubr ichtung hin und her beweglich ist. Er leitet dabei die Bildung der Falte ein und schiebt die vorgebildete Kante unter den Presserfuß. Der V orfalter ist mit dem einen Teil der das Werkstück zangenähnlich erfassenden Vorschubvorrichtung verbunden und zwar derart beweglich, daß er sich seitlich gegen die Kante bewegen und diese gegen das obere `'orschubglied drücken kann.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
  • Abb. i ist eine Seitenansicht, Abb. 2 ein senkrechter Längsschnitt, Abb. 3 ein Grundriß, Abb. .I eine Vorderansicht.
  • Abb. 5 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 5-5 der Abb. 9.
  • Abb. 6 zeigt einen Vorfalter schaubildlich.
  • Abb.7 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 7-7 der Abb. g.
  • Abb.8 ist ein wagerechter Schnitt nach Linie 8-8 der Abb.5.
  • Abb.9 ist eine Seitenansicht der hauptsächlichsten Teile der Maschine.
  • Abb. io, i i und 12 sind Schnitte nach Linie io-io, ii-ii und 12-i2 der Abb.9. Abb. 13 und 14 sind Einzeldarstellungen gewisser Teile in zwei verschiedenen Stellungen.
  • Abb. 15 ist ein Grundriß der Vorrichtungen zum Führen, Einschneiden, Vorschieben und Falten.
  • Abb. 16 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt.
  • Abb. 17 ist ein senkrechter Schnitt zach Linie 17-17 der Abb. 15.
  • Abb. 18 ist ein Schnitt nach Linie 18-i8 der Abb. 15.
  • Abb. 1g, 2o und 21 sind ähnliche Darstellungen wie Abb. 15, 16 und 17 und erläutern die Bearbeitung einer hohl gekrümmten Kante.
  • Abb.22 zeigt schematisch die Wirkung der Führungsvorrichtung.
  • Abb.23 zeigt das umgebugte Werkstück. Abb.24 zeigt in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, die Stellungen, welche die Vorschubvorrichtung, der Vorfalter, der Faltenpresser und die Haltevorrichtung beim Beginn des Vorschubes einnehmen.
  • Abb.25 zeigt eine ähnliche Darstellung im senkrechten Schnitt.
  • Abb. 26 zeigt schematisch die Vorrichtung zur Hervorbringung der Vorschubbewegung in entsprechender Stellung.
  • Abb. 27, 28 und 29 zeigen in ähnlicher Darstellung die Teile nach Zurücklegung eines bestimmten Bruchteiles der Vorschubbewegung.
  • Abb. 3o bis 41 zeigen in ähnlicher Weise andere Stellungen.
  • Der als Beispiel eines Werkstückes gewählte Schuhoberlederteil 2 (Abb.15 und 23) -wird zwischen einem unteren Vorschubblock 4 und einem oberen Vorschubfinger 6 erfaßt und über einen auf und ab bewegbaren Tisch 8 zu dem Faltenpresser 1o (Abb. 18) vorgeschoben, der eine Falte an der Kante 1 des Werkstückes niederpreßt.
  • Die Maschine besitzt, -wie üblich, eine Einschneidevorrichtung, bestehend aus einem ununterbrochenen auf und ab beweglichen Messer 28, das mit einem festen Untermesser 30 (Abb. 16) zusammenwirkt. Das Untermesser ragt mit einer Schulter 26 über den Tisch 8 vor. Wenn das Werkstück die in Abb. 16 gezeichnete Lage hat, so hat sich der Umbug an der Schulter 26 senkrecht nach oben gestellt, und das Messer geht an der Kante wirkungslos vorbei. Wenn der Tisch 8 aber in die Stellung Abb. 2o angehoben wird, so federt die Kante über die Schneide des Messers 3o herüber und wird durch das Obermesser 28 erfaßt.
  • Der Tisch 8 ist am Maschinengestell 34 um -wagerechte Drehzapfen, 36 (Abb. i, 2 und 3) schwingbar, um seine Höhenlage zwecks Wirksam- oder Unwirksammachens des Messers ändern zu können. Die Verstellung erfolgt durch einen um 46 drehbaren Hebel 44, der mit einem Schlitz 42 über einen Stift 4o an Augen 38 des Tisches 8 angreift und von einem nicht gezeichneten Trethebel aus durch eine Stange 48 gedreht werden kann. Eine Feder 52 sucht den Hebel in der in Abb.2 gezeichneten gewöhnlichen Lage zu erhalten.
  • Die Kante des Werkstückes wird an einer Lehre 32 entlanggeführt, welche dem Arbeiter ermöglicht, das Werkstück in der richtigen Weise darzubieten. Die Lehre hat die Form eines Winkels, und je nach der Höhenlage des Tisches führt sich die Kante 24 des Werkstückes am Scheitel dieses Winkels (Abb. 2o) oder an einem davon abgelegenen Punkt (Abb. 16) bzw. an dazwischenliegenden Stellen, wie in Abb. 22 durch die Linien 22, 23, 25 angedeutet ist. Die Stellung der Lehre kann vermöge der Befestigung durch die Klemmschraube 64, die durch den Schlitz 62 hindurchgeführt ist (Abb. 1g), seitlich verändert werden.
  • Die Bewegung der Vorschubteile muß in einem bestimmten Takt zur Bewegung des Faltenpressers vorgenommen werden. Dies geschieht durch folgende Einrichtung: Der untere Vorschubblock 4 ist bei 74 (Abb. 2) mit einem schwingenden Träger 76 fest verbunden. Dieser Träger ist am Tisch 8 durch einen Drehzapfen 78 angebracht. Der Träger 76 besitzt eine schräg angeordnete, zylindrische Bohrung 86 (Abb. 2 und 11), in welcher ein Block 88 von zylindrischem Querschnitt angeordnet ist. Die schräg abgeschnittene obere Fläche go dieses Blockes 88 liegt 1n1 wesentlichen waagerecht. Der Neigungs, Winkel der Bohrung 86 beträgt ungefähr 3o°. Der zylindrische Block 88 wird durch einen Kurbelzapfen 92 am Ende einer Welle 94 bewegt, welche in dem Tisch 8 -wagerecht drehbar gelagert ist. Der Kurbelzapfen 92 greift durch eine Öffnung 96 des schwingenden Trägers 76 hindurch. Bei einer Drehung der Welle 94 entsteht somit eine kombinierte Verschiebungs- und Schwingbewegung des Blockers 88, und diese bringt ihrerseits eine Schwingbewegung des Trägers um den Zapfen 78 hervor. Der obere Vor schubfinger 6 ist durch Zapfen 98 mit dem schwingenden Träger 76 verbunden und wird unter gewöhnlichen Umständen durch eine Blattfeder ioo gegen den Vorschubblock gedrückt. Das eine Ende 1o2 dieser Feder ist an dem Tisch 8 befestigt (Abb. 2), während das andere Ende 104 auf einen Teil 1o6 des Vorschubfingers aufdrückt (Abb.21). Dieser Teil 1o6 ist geschlitzt (Abb.2, 11 und 21), und eine Druckschraube 11o` (Abb.21) ist in den geschlitzten Teil eingesetzt und wird durch eine die geschlitzten Teile zusammenziehende Klemmschraube gesichert. Das Ende io4-der Feder drückt auf diese Schraube 110 auf.
  • Die Fläche 9o des Blockes 88 trifft während der Schwingbewegung gegen das untere Ende der Schraube iio (Abb. i i) und hebt dadurch das obere Vorschubglied an, wenn die Vorschubteile das Werkstück loslassen sollen. Die Spannung der Feder ioo kann durch eine Druckschraube 112 (Abb. 7) geregelt werden.
  • Wenn die Welle 94 umläuft, so wird der schwingende Träger 76 seitlich hin und her bewegt und erteilt dem unteren Vorschubblock d. und zugleich dem oberen Vorschubfinger 6 eine seitliche Schwingbewegung. Während der Bewegung von links nach rechts wird der Vorschubfinger 6 abgehoben, indem der Block 88 dann seine obere Lage annimmt. Während der Bewegung von rechts nach links ist der Block 88 gesenkt, so daß der Vorschubfinger durch seine Belastungsfeder gegen das Werkstück gepreßt wird, welches dabei gegen den Faltenpresser vorgeschoben wird. Der Faltenpresser io ist durch einen Zapfen 118 (Abb. 9 und 18) mit einer Lenkstange 12o verbunden, deren anderes Ende durch einen Exzenterzapfen 122 mit einem Schraubenrad 124 verbunden ist, welches durch eine Schraubenverzahnung 126 auf der Welle 94 in Drehung versetzt wird-. Die Außenfläche des Faltenpressers ist zylindrisch, wie bei 128 (Abb. 18) ersichtlich, und tvird von einer zylindrischen Lagerfläche 130 umfaßt, die am freien Ende eines Armes 132 angebracht ist, dessen anderes Ende durch den Zapfen 134 gehalten wird. Der Faltenpresser kann somit um zwei Achsen (die der Lagerflächen 128, 130 und die des Zapfens 13d.) schwingen. Vermöge dieser doppelten Lagerung des Faltenpressers kann die Arbeitsfläche 136 des Faltenpressers gegenüber dein Tisch 8 gehoben und gesenkt werden. Der Faltenpresser wird durch eine Feder 138 (Abb. 12 und 18) niedergedrückt, welche tun eine Stange 14o herurrigewunden ist, die durch einen Schlitz 142 des Armes 132 hindurchgeführt und mit dem Schraubenende 1.14 in einen Ansatz des Tisches 8 eingefügt ist. Durch einen Drehknopf 146 kann die Spannung der Feder verändert werden. Somit wird ein nachgiebiges Aufsetzen des Faltenpressers auf das Werkstück und andrerseits ein zwangläufiges Abheben durch die Wirkung der Lenkstange i2o erreicht.
  • Die vom Faltenpresser niederzudrückende Falte wird durch einen Pflug oder Vorfalter Zoo (Abb. 5, 6, 8 und 17) vorgebogen. Dieser Pflug ist mit einer senkrechten Öffnung 2o2 (Abb. 6) versehen, durch welche hindurch ein Schraubzapfen 204 (Abb.5 und 17) in den Vorschubblock 4 eingesetzt ist, so daß der Pflug etwas seitlich schwingen kann, während er die Vorschubbewegung mitmacht. Der Pflug besitzt ein Schwanzstück 2o6 (Abb. 6), welches, wenn der Träger 76 mit dem Pflug in seine äußerste Stellung nach rechts schwingt (Abb.4 und i i) gegen einen einstellbaren Anschlag 2o8 (Abb.8 und 2q.) trifft, so daß der Pflug die in Abb. 8 gezeichnete Lage annimmt. Wenn der Pflug sich nach links (Abb. 4), also in der Vorschubrichtung bewegt, wobei die Vorschubvorrichtung das Werkstück vorschiebt, so bewegt sich der Schraubzapfen 2o4 in derselben Richtung, während eine Druckfeder 2io (Abb. 8) das Schwanzstück in Berührung mit der Anschlagschraube 2o8 erhält. Infolgedessen schwingt der Pflug um den Zapfen 204 Lind bewegt sich quer gegen die Kante des Werkstückes und bringt eine Biegung der Werkstückkante nach innen hervor. Dabei wird der untere Teil der Bugkante zwischen dem Teil 214 (Abb. 6) des Pfluges Lind dem Teil 216 des Vorschubfingers 6 erfaßt (Abb. i9 und 33). Gleichzeitig drückt ein nach innen ragender Teil 218 des Pfluges den oberen Teil der Bugkante noch weiter einwärts und legt ihn gegen eine schräge Fläche 22o des Vorschubfingers. Die vorgeformte Bugkante wird dann gegen den Faltenpresser vorgeschoben und kann nicht wieder zurückgehen.
  • Der Faltenpresser ist mit einer diagonal gerichteten Rippe 222 (Abb. 5 und 2d) versehen, unter welche die vorgeformte Bugkante durch die Vorschubvorrichtung geschoben wird. -Nach Beendigung des Vorschubes, während die Vorschubvorrichtung still steht, wirkt zuerst diese Rippe auf die Biegelinie 224 der Bugkante (Abb. 15). Da die Vorschubvorrichtung mit dem Pflug zusammen die Bugkante bis zur Einwirkung des Faltenpressers festgehalten hat, entsteht die Bugkante an genau der gewünschten Stelle bei 224 und weder rechts noch links von dieser Stelle. Nachdem die Kante 22d. der Umbugfläche durch die Rippe des Faltenpressers erfaßt ist, beginnt die Vorschubvorrichtung ihre Rückbewegung. Da das Werkstück durch den Faltenpresser festgehalten wird, kann die Vorschubv orrichtung das Werkstück völlig freigeben, so daß die Gefahr vermieden wird, daß auf dem Werkstück entlangschleifende Teile Buckel bilden. Der Anschlag 2o8 kann so eingestellt werden, daß der Pflug während der Rückbewegung gegenüber dem feststehenden Werkstück eine gewisse Anfangsbiegung der Bugkante hervorbringt, die dann bei der nächsten Vorwärtsbewegung durch die seitliche Bewegung des Pfluges in der soeben angegebenen Weise verstärkt wird.
  • Die vorgebildete Bugkante wird, wie beschrieben, zunächst unter der schrägen Rippe 222 des Faltenpr essers genau an der Kante festgedrückt und gelangt dann bei der nächsten Vorschubbewegung unter den Hauptteil 228 (Abb.15) des Faltenpressers, so daß die Preßfläche 136 zur Einwirkung kommt. Diese Preßfläche 136 hat eine gekrümmte Form, wie aus Abb. 18 und 25 ersichtlich ist. Vermöge dieser Anordnung und der Schwingung des Faltenpressers um zwei Drehzapfen wirkt der Faltenpres ser so, daß er zunächst an der äußeren Kante 22d. angreift und dann den übrigen Teil des Umbuges niederdrückt, und zwar mit nachgiebigem Druck. Dadurch wird unabhängig von gewissen Unregelmäßigkeiten die ganze Bugkante festgepreßt.
  • Die Fläche 136 des Faltenpressers ist mit einem Ausschnitt 231 (Abb. 5) versehen, so daß beim Biegen eines nach innen gekrümmten* Werkteiles dieses in der aus Abb. i 9 ersichtlichen Weise vorgeschoben werden kann.
  • Die Maschine besitzt des weiteren eine Haltevorrichtung 232 (Abb.4), welche bei der Drehung des Werkstückes zur Bearbeitung gekrümmter Kanten einen von der Kante abgelegenen Punkt des Werkstückes festhält, so daß sich dieses weder um den Faltenpresser noch um den Vorschubfinger dreht. Diese Drehung kann auch nur in bestimmten Momenten stattfinden, in welchen der Druck des Haltefingers 232 auf das Werkstück verringert wird. Der Haltefinger ist an einer Welle 234 (Abb.3 und 9) angebracht, die in Lagern 236,237 schwingbar ist. Er wird durch eine Feder 235 auf das Werkstück niedergepreßt, und durch einen Finger 243 an der Welle 234 wird ein Druck auf einen mittleren Teil dieser Feder 235 w ährend a des Arbeitskreislaufes ausgeübt, so daß der Druck des Haltefingers auf das Werkstück vermindert wird, um die Drehung des letzteren zu ermöglichen.
  • Die Schwingbewegung der Welle 234 wird durch einen Kurbelstift 238 hervorgebracht, der durch ein Kugelkopflager mit einer Lenkstange 240 (Abb. 3 und io) verbunden ist. Das. andere Ende der Lenkstange 24o ist in ähnlicher Weise mit einem Arm eines Winkelhebels 242 verbunden, welcher am Maschinengestell bei 244 gelagert ist (Abb. 9). Der andere Arm des Winkelhebels 242, ist durch eine Lenkstange 246 (Abb. io) mit dem Kurbelzapfen 122, durch den die Lenkstange i2o (Abb. 9) bewegt wird, verbunden. Auf diese Weise wird die Bewegung rles Haltefingers in genauem Zeitverhältnis zur Bewegung der Preß-, Falt- und Vorschubvorrichtung hervorgebracht, die von der Welle 94 abgeleitet wird.
  • Die Welle 94 wird durch eine ausrückbare Kupplung 302, 304 von einer Antriebsscheibe 3o6 aus in Drehung versetzt, und zwar immer mit großer Geschwindigkeit (etwa 4000 Umdrehungen in der Minute), so daß trotz sehr geringer Vorschublängen eine hohe Leistungsfähigkeit der Maschine erreicht werden kann. Die Bewegung des Schneidmessers 28 erfolgt durch einen um 332 drehbaren Hebel 33o, der durch einen Lenker 334 mit einem exzentrischen Zapfen an einem Schraubenrad 336 verbunden ist, welches gleichfalls durch die Schraubenverzahnung 12,6 angetrieben wird. Das Rad 336 ist doppelt so groß wie das Rad 124, so daß nur bei jeder zweiten Vorschubbewegung ein Schnitt erfolgt.
  • Die Wirkung der Maschine ist am besten aus Abb.24 bis 41 ersichtlich, in denen charakteristische Stellungen der Teile während des Arbeitskreislaufes und zugleich die zugehörige Stellung des Exzenterzapfens 192 veranschaulicht sind. Die Mitte der Welle 94 ist durch 148 angedeutet.
  • Bei Beginn des Arbeitskreislaufes (Abb. 25 und 26) ist der Vorschubfinger 6 von dem Vorschubblock 4 abgehoben, und der Faltenpresser io unwirksam. Der Haltefinger 232 hält das Werkstück auf dem Tisch fest. Durch eine Drehung des Kurbelzapfens 92 um etwa 30° in der Richtung des Pfeiles (Abb. 26) bewegt sich der Block 88 nach unten, so daß die Feder ioo den Vorschubfinger gegen den Vorschubblock drücken kann, und die Vorschubvorrichtung das Werkstück erfaßt. Gleichzeitig wird der Rückhaltefinger 232 vom Werkstück abgehoben, so daß bei der jetzt folgenden Bewegung der Vorschubvorrichtung zusammen mit dem Werkstück der Vorschub nicht gehindert wird. Die Bewegung des Vorschubes geschieht in der Richtung des Pfeiles (Abb.27 und 30), bis etwa die Stellung nach Abb. 33 erreicht ist. Während dieser Bewegung geht der Pflug 218 nach links, bildet dabei die Bugkante am Werkstück vor und preßt sie gegen den Vorschubfinger 6. Gleichzeitig wird die vorgeformte Kante zunächst unter die Rippe 222 geschoben. Der Faltenpresser ist bei der Stellung Abb.28 noch unwirksam. Er schwingt dann in der Pfeilrichtung Abb.31 und kommt in der Stellung Abb. 34 mit der äußersten Bugkante in Berührung. Wenn der Exzenter annähernd die Stellung Abb. 35 erreicht hat, so ist die Grenze der Vorschubbewegung erreicht, und, während dieser Zeit und einen kurzen Augenblick vorher und nachher steht die Vorschubvorrichtung praktisch still. Somit tritt kein Vorschub während des Angreifens des Faltenpressers ein, und es können sich keine Buckel an@der gefalteten Kante bilden. Die Vorschubvorrichtung hält aber das Werkstück fest, bis der Faltenpresser es erfaßt hat. Der Faltenpresser reibt dann über die Bugkante hinweg, und der Vorschubfinger geht nach oben und beginnt die Rückwärtsbewegung, wie in Abb.36 und 37 angedeutet ist. Somit wird das Werkstück von der Vorschubv orrichtung nicht eher freigegeben, ehe es nicht vom Faltenpresser auf dem Tisch aufgedrückt ist. Der Haltefinger 232 ist gleichfalls gesenkt. Nach Beendigung der Tätigkeit des Faltenpressers kehrt dieser in die Stellung Abb. 4o zurück, und der Druck des Haltefingers 232 wir-,l etwas gelockert, so daß das Werkstück erforderlichenfalls gedreht «erden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Umbugmaschine,_ bei welcher das Werkstück durch eine Vorschubvorrichtung einem die Umbugkante niederdrükkenden Faltenpresser schrittweise zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Faltenpresser (io) eine so gekrümmte Preßfläche besitzt und so angeordnet ist und bewegt wird, daß er die Bugkante zuerst an der äußersten Faltkante ergreift und dann nach und nach den übrigen Teil des Umbugs niederdrückt.
  2. 2. Umbugmaschine nach Anspruch i, bei welcher der Faltenpresser in einem zylindrischen Lager schwingbar ist, da-, durch gekennzeichnet, daß dieses Lager (i3o) am Ende eines schwingbaren Hebels angebracht ist, derart, daß beider Drehhung des Faltenpressers im Lager zugleich eine Drehung um die Achse (134) des Hebels (i32) eintritt, so daP> die gewiinschte Bewegung der Preßfläche durch die Zusammensetzung zweier Drehbewegungen entsteht. 3. Umbugmaschine nach Anspruch i, mit einem die Umbugkante vorbereiten(Icn Vorfalter, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorfalter (200, 2i4) in der Vorschu'')-richteng hin und her beweglich ist, so daß die vorgebogenene Kante bis in die Nähe des Faltenpressers geführt wird. 4.. Umbugmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorfalter eine Bewegung quer zur Kante gegen das eine Vorschubglied (6) machen kann, um während der Vorschubbewegung die vorgebogene Kante noch weiter einwärts zu drücken und sie zusammen mit dem Vorschubglied festzuhalten.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß- der Vorfalter (2oo, 214) am unteren Vorschubglied (4) beweglich angeordnet ist. 6. Umbt agmaschine nach Anspruch i und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Vorschubvorrichtung durch die Schwingung einer diese tragenden Stütze (76) hervorgebracht wird, die mit einer schrägen Führung für einen durch einen umlaufenden Exzenterzapfen (g2) auf und ab und hin und her bewegten Block (88) verseben ist.
DEB101193D 1920-01-21 1921-08-26 Umbugmaschine Expired DE462134C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US462134XA 1920-01-21 1920-01-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE462134C true DE462134C (de) 1928-07-07

Family

ID=21942201

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB101193D Expired DE462134C (de) 1920-01-21 1921-08-26 Umbugmaschine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE462134C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE462134C (de) Umbugmaschine
DE806308C (de) Blindstichnaehmaschine
DE821911C (de) Beschneidevorrichtung fuer Naehmaschinen
DE816365C (de) Spaltmaschine
DE459501C (de) Maschine zum Schleifen der Zaehne von Saegeblaettern
DE884596C (de) Kraeuselvorrichtung fuer Naehmaschinen
DE644603C (de) Vorrichtung an Naehmaschinen zum Veraendern der Stichlaenge und Umschalten der Vorschubrichtung von Hand
DE760721C (de) Stoffvorschubvorrichtung fuer Naehmaschinen
DE508221C (de) Maschine mit einer Vorrichtung zum Vorschieben und Anarbeiten eines Streifens an Lederstuecke
DE567167C (de) Maschine zum Einsetzen von Schnuerhaken o. dgl.
DE836136C (de) Drueckervorrichtung zu Naehmaschinen
DE293474C (de)
DE209630C (de)
DE525701C (de) Maschine zur Bearbeitung von Schuhwerk, die ausser einer fortschreitenden Hauptbearbeitung eine Hilfsbearbeitung ausfuehrt
DE198420C (de) Maschine zum falten oder umbiegen van schuhleder
DE631138C (de) Knopflochnaehmaschine
DE699974C (de) Vorschubvorrichtung fuer Naehmaschinen
DE232812C (de)
DE943925C (de) Blindstichnaehmaschine
DE804651C (de) Umbugmaschine
DE250231C (de)
DE510997C (de) Maschine zum Abschneiden und Befestigen des Rahmenendes
DE892414C (de) Naehmaschine zur Herstellung von Noppen
DE356812C (de) Absatzbrustbeschneidemaschine
DE568725C (de) Naehmaschine fuer Koffer, Handtaschen o. dgl.