DE223085C - - Google Patents

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DE223085C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C22/00Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
    • C23C22/82After-treatment
    • C23C22/84Dyeing

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  • Chemical Treatment Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE'48Ä GRUPPE
Dr. ALBERT LANG in KARLSRUHE.
Oxydschicht oder Schwefeleisenschicht.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. September 1908 ab.
Es ist schon lange bekannt, Eisen und Stahl zum Zwecke des Rostschutzes mit einer Oxydschicht zu versehen oder eiserne und stählerne Gegenstände zu demselben Zwecke mit einer Schicht von Schwefeleisen zu überziehen. Aber um dem betreffenden Gegenstand auch zugleich ■ eine gleichmäßige Farbe und ein marktfähiges Aussehen zu verleihen, muß derselbe bei allen bekannt gewordenen Verfahren
ίο hohen Temperaturen ausgesetzt werden, um den Schwefel einzubrennen oder die zur Oxydation angewandten Chemikalien zur Wirkung gelangen zu lassen. Manchmal werden die letzteren auch schon von vornherein in geschmolzenem Zustande aufgebracht.
Diese verschiedenen Verfahren haben den Nachteil, daß man sie nur anwenden kann, wenn es sich um kleine Gegenstände handelt; denn große Brückenteile u. dgl. kann man natürlich nicht in den Glühofen bringen oder auf ihnen Schwefelverbindungen u. dgl. einbrennen. Will man aber das Glühen vermeiden, wie es z. B. beim Brünieren von Gewehrläufen und anderen Gegenständen, die beim Glühen leiden würden, geschehen muß, dann sind außerordentlich langwierige Prozeduren nötig, um allmählich eine gleichmäßige Färbung heraus zu bekommen.
Vorliegendes Verfahren hat den Zweck, Eisen und Stahl echt zu färben mit säure- und alkalienbeständigen Farben, die mit dem vorbereiteten Metall oberflächliche chemische Verbindungen eingehen. Dahin gehören z. B.
einige Anilinfarben, wie z. B. das Anilinschwarz, und die sogenannten Schwefelfarben. Das Eisen wird dabei erst durch Behandlung mit einem Eisensalz, z. B. Eisenchlorid, ohne Einwirkung höherer Temperaturen mit einer Oxydschicht bedeckt, welche durch die Reduktion der betreffenden Salze durch das metallische Eisen zustande kommt. Der Eisensalzlösung setzt man ein wasserlösliches Anilinsalz, z. B. schwefelsaures Anilin, bei, welches sich dann in der Oxydschicht mitgelöst befindet, und führt dann die Farbenbildung durch Oxydation, z. B. mit Chromsäure, herbei. Das entstehende Anilinschwarz bildet mit der Oxydschicht einen festhaftenden Farblack.
Oder man bringt das Eisen in eine Eisen-Salzlösung und dann in eine Chromsäurelösung, oder man taucht das abgebeizte Eisen in eine Chromsäurelösung, trocknet und taucht das vorbereitete Metall in eine Mischung von Anilin und Leinöl. Das Anilin wird durch die Chromsäure oxydiert und bildet Anilinschwarz, welches mit dem Leinöl eine festhaftende Lackschicht bildet.
Das Eisen kann aber auch durch Behandlung mit gewissen Schwefelmetallen, die den Schwefel leicht abgeben, wie z. B. Schwefelaluminium oder Schwefelmagnesium, oberflächlich in Schwefeleisen verwandelt werden, indem man z. B. das fein gepulverte Schwefelmetall mit einem öl oder mit Wasser mischt und mit dem Pinsel oder einer Bürste aufträgt.
Der entstehende Schwefelwasserstoff verwandelt das Eisen und auch die anhaftenden Oxyde in Schwefeleisen. Die so veränderte Oberfläche kann nun auch mit Anilin oder anderen organischen Farben gefärbt werden. Durch Erwärmen der genannten Schwefelmetalle im Gemenge mit einer Farbstoff erzeugenden Base kommt es auch zur Entstehung der sogenannten Schwefelfarben, die
ίο besonders echt und dauerhaft sind.
Die Färbung bildet zugleich ein sehr gutes Rostschutzmittel.
In allen diesen Fällen ist ein Einbrennen der Reagentien oder das Glühen der eisernen und stählernen Gegenstände nicht nötig, im Gegensatz zu den bekannten Verfahren. Das vorliegende Verfahren ist also weit einfacher als jene und in allen Fällen verwendbar, auch bei Brücken und großen Gegenständen, die schon montiert sind.
Statt die oben geschilderten Manipulationen hintereinander zu machen, kann man auch die genannten Chemikalien zu einem flüssigen Gemenge vereinigen und das Eisen damit anstreichen. Ein solches Gemenge, das als Anstrich dienen kann, ist z. B. Schwefelaluminiumpulver gemischt mit Anilin und Leinöl und mit einem in Anilin gelösten Anilinsalz. Behufs Erzielung einer schwarzen Politur auf Eisen und Stahl die betreffenden Flächen mit Schwefel und Terpentinöl anzustreichen, ist an sich bekannt.
Es bleibt noch zu erwähnen, daß dem vorliegenden Verfahren ähnliche zum Oxydieren und Färben des Aluminiums bekannt geworden sind, doch vollzieht sich hier der Vorgang wesentlich anders. Das Aluminium wird durch Beizen mit Alkalien, Säuren und Salzen, z. B. mit Chloriden, nur zur Oxydation angeregt, und die Oxydation schreitet von selbst unter der Einwirkung des Sauerstoffes der Luft oder durch Wasserzersetzung weiter, während bei der oben geschilderten künstlichen Oxydation des Eisens die entsprechende Oxydschicht das darunter liegende Eisen vor wei
terer Oxydation schützt. Um dagegen die weitere Oxydation des Aluminiums zu hindern, muß die künstliche Oxydschicht durch Glühen fixiert werden, so daß eben auch hier dieselben Umstände vorliegen, die bei den 50 früher bekannt gewordenen Rostschutzverfahren durch Oxydation nachgewiesen worden sind.
Bei dem vorliegenden Verfahren ist das Glühen vermieden und die gleichmäßige Färbung dadurch hervorgerufen, daß der Oxydschicht bzw. Schwefeleisenschicht solche Farbstoffe beigemengt werden, die durch rein chemische Reduktion bzw. Oxydation zur Wirkung gelangen.

Claims (1)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zur Herstellung einer gleichzeitig rostschützenden Färbung von Eisen und Stähl mit Benutzung einer künstlich hervorgerufenen Oxydschicht oder Schwefeleisenschicht, dadurch gekennzeichnet, daß diese Oxydschicht auf kaltem Wege hervorgerufen wird, durch Reduktion von Eisensalzen, Chromsäure u. dgl., oder durch solche Schwefelverbindungen, die ihren Schwefel bei Berührung mit dem Metall leicht abgeben, wie z. B. Schwefelaluminium, Schwefelmagnesium u. dgl;, wobei als Reduktions- bzw. Färbemittel solche organische Basen, wie z. B. Anilin, Anilinsalz u. dgl., benutzt werden, die durch Chromsäure, Chromsalze oder durch Schwefel in Farbstoffe verwandelt werden, welche mit den gebildeten Eisenoxyden zugleich Farblacke bilden oder mit dem Schwefel zusammen auf der Schwefeleisenschicht zu Schwefelfarben gemacht werden.
2, Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamten Stoffe mit einem Bindemittel versehen als Anstrich aufgetragen werden, wobei sich die Veränderung der Oberfläche und die Färbung zugleich vollziehen.
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