DE222630C - - Google Patents

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DE222630C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J33/00Apparatus or arrangements for feeding ink ribbons or like character-size impression-transfer material
    • B41J33/14Ribbon-feed devices or mechanisms
    • B41J33/40Ribbon-feed devices or mechanisms with arrangements for reversing the feed direction

Landscapes

  • Impression-Transfer Materials And Handling Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES REICtf
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
-JVl 222630 -KLASSE 15#. GRUPPE
in SCHÖNAU b. CHEMNITZ.
Zusatz zum Patente 220706 vom 14. April 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1909 ab. Längste Dauer: 13. April 1923.
Durch das Hauptpatent 220706 ist eine Vorrichtung für Schreibmaschinen zum selbsttätigen Umkehren der Längsbewegungsrichtung des Farbbandes geschützt,-bei welcher in üblicher Weise ein Fühlhebel auf ■ dem Umfang der Farbbandspule auf ruht und eine Längsverschiebung der Spulenantriebvvelle das Ausschalten der anderen Farbbandspule bewirkt, und welche sich dadurch auszeichnet, daß der mit dem Fühlhebel elastisch verbundene Einfallzahn in die Gewindegänge einer auf der Spulenantriebwelle sitzenden Schnecke eingreift, ohne daß dabei die Spannung des Farbbandes verändert wird, sobald das verstärkte Farb-
»5 bandende' herannaht. Die elastische Verbindung zwischen Fühlhebel und Einfallzahn bewirkt, daß der in die Schnecke einmal eingelegte Einfallzahn nicht wieder durch den infolge von Farbbandfalten und locker gewickelten Stellen der Farbbandspule hin und herschwingende Fühlhebel herausgezogen wird. Das verstärkte Farbbandende soll ein beschleunigtes Niedersenken des Einfallzahnes bewirken.
ü5 Die vorliegende Erfindung betrifft eine besondere Ausführungsform des der geschützten Vorrichtung gemäß dem Hauptpatent zugrunde liegenden Erfindungsgedankens. Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß von den Schwingungen des Fühlhebels nur noch die nach der Spulehmitte hin gerichteten an den Einfallzahn abgegeben werden, der im übrigen frei beweglich ist, so daß es von Seiten des Fühlhebels nur eines einzigen sehr genau einstellbaren kurzen Anstoßes bedarf, um die äußerste Spitze des Einfallzahnes von einem Schheckenwulst erfassen zu lassen und den Zahn vollständig in die Schneckenfurche hineinzuschwehken, bis er gegen einen festen Anschlag trifft, worauf das Umschälten in bekannter Weise vor sich geht. Der hierdurch erreichte Fortschritt besteht in der vollständigen Ausnutzung der Farbbandlänge; denn zwischen dem Augenblick des Anstoßes und dem vollendeten Umkehren der Farbbandlängsbewegungsrichtung wird das Farbband nur um etwa ΐ cm geschaltet. Ein weiteres Merkmal der Erfindung bildet die zwangläufige Verbindung der beiden Einfallzähne,.-weil dadurch verhindert wird, daß etwa beide Einfallzähne gleichzeitig in ihre Schneeken eingreifen. Vielmehr werden, wenn beide Farbbandspuleh abgenommen sind, stets beide Einfallzähne selbsttätig außer Eingriff mit der Schnecke gebracht.
Auf der Zeichnung ist die neue Vorrichtung dargestellt..
Fig. ι ist eine Vorderansicht der gesamten Vorrichtung.
Fig. 2 ist ein Grundriß dazu, in dem die Farbbandspulen und die Fühlhebel nur mit
dünnen Strichen eingezeichnet sind, um die darunter liegenden Teile möglichst deutlich zu zeigen.
Fig. 3 und 4 sind Grundrisse und veranschauliehen zwei verschiedene Stellungen der Einrichtungen vom linken Spulenantrieb.
Fig. 5 stellt einen Schnitt nach der Linie A-B
der Fig. 3 dar, in Richtung· des Pfeiles gesehen.
Alle aus dem Hauptpatent ohne Änderungen entlehnten Einrichtungen werden als bekannt vorausgesetzt. Geändert, ohne ein Teil der Erfindung zu sein, ist die Sicherung für den jeweiligen Kegelrädereingriff. Beim rechten Spulenantrieb sitzt drehbar auf einem im Maschinengestell steckenden Bolzen 13 ein zweiarmiger Hebel sz, dessen unterer Arm in eine Gabel endigt, die in eine Ringnut der Spulenantriebwelle 1 eingreift, während der obere Hebelarm keilförmig zugeschärft ist und ent-
ao weder mit der Fläche 15 oder 16 unter einer Rolle 14 steht, die am freien Ende einer Blattfeder 17 befestigt ist. Die Wirkungsweise ist die bekannte.
Gemäß der Erfindung ist jeder Farbbandspulenantrieb so eingerichtet, wie im folgenden für die linke Farbbandspule 8 erklärt werden soll. Auf der Spulenantriebwelle 1 sind die an sich bekannten Getriebeteile, das Kegelrad 2 und die Schnecke 27, die hier aber ein Stück bilden,' um Herstellung, Zusammenbau und Einstellen zu vereinfachen, starr befestigt. Das Kegelrad 2 greift nicht in das Kegelrad 4 auf der Spulenwelle 6 ein, weil das Band 29 noch von der.zum linken Antriebe gehörigen Spule 8 abgewickelt wird. Nahe zur Seite und hinter der Schnecke 27 ist der kleine Einfallzahn 23 in einem Schlitz eines fest am Maschinengestell angeordneten Armes um einen Bolzen 34 in wagerechter Ebene, drehbar gelagert. Jenseits des Drehbolzens 34 erstreckt sich, ein Stück mit dem Einfallzahn 23 bildend, ein Anschlaghebelarm 33, an welchem·, wieder mittels eines kleinen Stehbolzens 35 (Fig. 2 bis 5), ein Kurvenwinkelhebel 36,37,38,39,40 aufgehängt und starr befestigt ist, so daß auch dieser letztere um eine1 nach unten aus dem Maschinengestellarm herausragende Verlängerung des Bolzens 34 (Fig. 5) gedreht werden kann. Auf dem unteren Ende der bekannten Fühlhebelwelle 20, deren oberes Ende 18 mit dem Fühlhebel 21 ausgerüstet ist, 'steckt undrehbar ein Hebel 41 mit einem Anschlagstift 42, der aber bis in den vom Kurvenwinkelhebel 36, 37, 38, 39 begrenzten Raum hinauftragt und somit alle nach der Spulenmitte. hin gerichteten Bewegungen des Fühlhebels 21 an den Einfallzahn 33, 23 durch Vermittlung der Arme 38,39 des Kurvenwinkelhebels abgibt. Der Hebel 41 ist über die Welle 20 hinaus verlängert und zu einem Handgriff 43 ausgebildet, um den in neuartiger Weise mit einer Andrückrolle 44 (Fig. 1) versehenen Fühlhebel 21 nach Belieben von der Farbbandspule " abzuheben, wenn man diese letztere von der Spulenwelle 6 abnehmen will. Auch bei dieser Bewegung der Fühlhebelwelle 20 bildet der Kurvenwinkelhebel mit seinen Armen 36, 37 eine Wegbegrenzung für den Anschlagstift 42, damit eine Verletzung der gespannten Bandstrecke durch zu weites Ausschwingen des Fühlhebels 21 verhindert wird. Die Kraft zum Andrücken des Fühlhebels 21 an den Farbbandspulenumfang liefert in bekannter Weise eine Schraubenfeder 26, welche der Welle 20 ein entsprechend gerichtetes Drehmoment erteilt.
Genau so wie der vorstehend beschriebene linksseitige ist auch der rechtsseitige Antrieb für die Farbbandspule 9 eingerichtet, aber die beiderseitigen Einfallzähne 23,24 sind nicht mehr, wie bisher, nur von ihren, zugehörigen Fülilhebeln abhängig, sondern auch untereinander gelenkig, und zwar zwangläufig, durch eine Verbindungsstange 45 miteinander gekuppelt. Diese Stange 45 erstreckt sich zwischen den Augenänsätzen 40 und 401 der beiden Kurven winkelhebel, ist beiderseitig drehbar angeschlossen, und zwar sind zwischen den Köpfen der Bolzenschrauben 46 und den Stangenköpfen kleine Schraubenfedern 47 vorgesehen, um an den Reibungsflächen zwischen Kurven winkelhebeln und Zugstange 45 einen Anlagedruck' hervorzubringen, welcher jede zufällige Bewegung der im übrigen vollständig freien Einfallzähne 23,24 sicher verhindert. Die Länge.der Stange 45 ist1 so bemessen, daß, wenn beide Farbbandspulen 8 und 9 von den Spulenwellen 6 und 7 abgenommen sind, beide Fühlhebel 21 und 22 in ihrer innersten Lage stehen, der mit jedem Fühlhebel starr verbundene Anschlagstift 42 am rechten wie linken Antriebe gerade in dem Winkel zwischen den Kurvenwinkelhebelarmen 38 und 39 sich befindet, wobei dann beide Einfallzähne 23 und 24 außerhalb des Bereichs ihrer zugehörigen Schnecken;27, 28 sind; das letztere tritt ebenfalls ein, wenn man beide Fühlhebel mittels der Handhebel 43 von den Spulen 8, 9 abhebt, nur daß dann die Anschlagstifte 42 in den von den Hebelarmen 36 und 37 gebildeten Winkeln anliegen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Gemäß Fig. 1 und 2 ist das Farbband 29 fast ganz auf die Spule 9 auf- und von der Spule 8 abgewickelt. Infolgedessen hat sich der Fühlhebel 21 der Drehachse der Spule 8 genähert, und der Anschlagstift 42 am Hebel 41 hat den Kurvenwinkelhebel 36, 37, 38, 39, 40 samt dem mit diesem starr verbundenen Einfallzahn 23, 33 über die Mittelstellung hinaus so Weit links herumgedreht, daß die Spitze des Einfallzahnes 23 soeben in den Wirkungsbereich der Schnecke 27
gelangt ist. Sofort wird beim Weiterdrehen der Welle ι, ohne daß der fühlhebel noch irgendwelchen Einfluß hat, der Schheckenwulst die Zahnspitze erfassen und den leicht drehbaren S Einfallzahn ; 23 rasch vollständig in die Schneckenfurche hineinsqhwenkeii, bis, wie in Fig. 3 gezeigt, der Anschlaghebelann 33 am Maschinengestell einen festen Halt findet. Erst von .j diesem Augenblick an beginnt das Verschieben der Welle 1 dadurch, daß sich der erfaßte Schneckenwulst an .dem nun festen Einfallzahn 23 abwickelt, wobei die Keilspitze des beim rechten Antriebe angeordneten Sicherungshebels 12 (Fig. i) die durch Federkraft niedergedrückte Rolle 14 etwas anhebt, und sobald der Hebel 12 nur ein wenig seine mittlere Lage überschritten hat, schnappt die Rolle 14 an der anderen Keilfläche 15 wieder herab und. vollendet die Verschiebung der Welle 1 auf diese- Weise selbsttätig. Diesen Zeitpunkt zeigt Fig. 4, aus welcher zugleich ersichtlich ist, daß die Welle 1 durch die Schnecke 27 nur wenig über die mittlere Lage hinausgeschoben wird,, so daß nach vollendetem Verschieben der Einfallzahn 23 wieder außerhalb des Schneckenbereiches stehen und seine Spitze beim Zurückschwenken nicht an den rechten Gewindegang der Schnecke anstoßen wird.
Aus den vorstehenden Darstellungen ersieht man, daß die neue Vorrichtung Zufällen keinen Raum mehr bietet, das Umkehren der Farbbandlängsbewegung in ungünstiger Weise zu beeinflussen. Mag die Farbbandspule noch so unregelmäßig und exzentrisch gewickelt sein, stets wird die am dichtesten gewickelte Stelle der Spule den für das Umschalten richtigen, Augenblick bestimmen, denn der vom Fühlhebel bewirkte Anstoß wird, auch wenn er nur einen ganz kurzen Augenblick wirkte, doch für den Einfallzahn bleibend sein und mit Sicherheit das Umschalten bewirken. Man kann also das Farbband bis auf den nackten Metallkern der Spule ablaufen lassen. Der auf dem Spulenkern befindliche letzte Bandrest wird für das Umschalten noch lang genug sein.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung für Schreibmaschinen zum selbsttätigen Umkehren der Längsbewegungsrichtung des Farbbandes, bei welcher ein Fühlhebel auf dem Umfang, der Farbbandspule auf ruht und eine Längsverschiebung der Spulenantriebwelle das Ausschalten der getriebenen und das Einschalten des Antriebes der anderen Farbbandspule bewirkt, nach Patent 220706, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Fühlhebel einer ablaufenden Spule seinen/ zugehörigen Einfallzahn zu Schwenkbewegungen nur nach der Schnecke hin veranlassen kenn, und daß zugleich durch eine Vefbindungsstange (45) der beiden Einfallzähne miteinander der Einfallzahn der auflaufenden Spule in die Fangstellung zurückgeführt wird, während in der Mittelstellung beide Einfallzähne außerhalb der Schnecken sich befinden.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einfallzähne zwischen zwei Anschlägen (33 rechts und 33 links) frei schwingbar sind, um mit der Spitze von einem Schneckenwulst erfaßt und vollständig bis zum Anschlag in die Schneckenfurche hineingeschwenkt zu werden.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen mit dem Einfallzahn (23) starr verbundenen Kuryenwinkelhebel (36, 3f, 38, 39, 40), dessen Arm- -80 teile den Drehwinkel des Fühlhebels nach beiden Richtungen hin begrenzen.
4. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einfallzähne durch Reibung in ihrer jeweiligen Stellung gehalten werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT222630D 1908-04-13 Active DE222630C (de)

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DE220706C (de)
FR12117E (fr) 1910-07-20
FR401408A (fr) 1909-08-28
GB190907751A (en) 1909-09-02

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