DE221C - Ofen zum kontinuirlichen Brennen von Porzellan und anderen Thonwaaren - Google Patents

Ofen zum kontinuirlichen Brennen von Porzellan und anderen Thonwaaren

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DE221C
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Germany
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retorts
goods
furnace
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heat
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B5/00Muffle furnaces; Retort furnaces; Other furnaces in which the charge is held completely isolated
    • F27B5/02Muffle furnaces; Retort furnaces; Other furnaces in which the charge is held completely isolated of multiple-chamber type

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)

Description

Patent-Anspruch: Das oben beschriebene Verfahren zum continuirlichen Brennen von Thon- oder Porzellan waaren in Retorten mit allmälig steigender Temperatur, sowie den in der Zeichnung dargestellten und oben beschriebenen Ofen hierzu, bestehend aus einer oder mehreren Feuerungsanlagen,, welche zuerst ihre Hitze an die halblangen, unteren Retorten, dann an die vordere Hälfte der darüber liegenden ganz langen Retorten und schliefslich an die hintere Hälfte dieser oberen ganz langen Retorten abgeben, so dafs die Temperatur in den untersten Retorten/1 am stärksten, dann in der vorderen Hälfte der oberen Retorten schwächer und in der hinteren Hälfte der obersten Retorten am schwächsten ist, so und zu dem Zwecke, wie oben beschrieben und erläutert und in der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.

Claims (1)

1877.
F. W. G. BECKER in BERLIN. Ofen zum continuirlichen Brennen von Porzellan und anderen Thonwaaren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. August 1877 ab.
Das Brennen geschieht mit diesem Ofen continuirlich, ohne Wärme-Verlust durch Abkühlen des Ofens; die Arbeiter haben nicht die grofse Hitze im Ofen zu erdulden, sie können ruhiger manipuliren, brauchen nichts zu verderben, der Brand wird stets klar und rein sein, da das Brennmaterial und der Schwalch nicht in Berührung mit der Waare kommen, der massenhafte Bruch wird vermieden und der ganze Betrieb ein rationellerer.
Das Wesentliche, wodurch sich das vorliegende Verfahren und der Ofen zum Brennen feinerer Porzellan und Thonwaare, zum Emailliren etc. von dem älteren Verfahren etc. unterscheidet, besteht in der Anwendung von Retorten, vornehmlich aus Chamotte (jedoch kann auch anderes geeignetes Material hierzu verwendet werden), in welchen die Waare auf Platten, anstatt in Kapseln fertig gebrannt wird und welche so in einem Ofen angeordnet sind, dafs ein Theil derselben, in den die Waare zuerst gebracht wird, eine gelindere Hitze erhält, wie sie eben' zum Anwärmen der Waare erforderlich ist, während der andere Theil die volle Brennhitze erhält, in welchem die genügend angewärmte Waare dann durch den Arbeiter geschoben wird.
Ist in diesem Theil der Retorten die Waare fertig gebrannt, so kann sie vorn heraus genommen werden, während die angewärmte Waare wieder in den heifsen Raum nachgeschoben wird und so continuirlich und ohne Unterbrechung weiter, wenn nicht gerade eine Retorte schadhaft werden sollte.
Die Anordnung eines solchen Ofens ist in beiliegender Zeichnung dargestellt und zwar ist Fig. ι eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig.. 3 Hinteransicht, Fig. 4 Horizontalschnitt nach Linie CD von Fig. 6, Fig. 5 Verticalschnitt nach Linie E F von Fig. 7, Fig. 6 Verticalschnitt nach Linie G H von Fig. 7 und Fig. 7 Horizontalschnitt nach Linie A B von Fig. 6. Gleiche Buchstaben bezeichnen in allen Figuren auch gleiche Theile.
Der vorliegend dargestellte Ofen ist mit zwei Feuerungen gedacht; jede Feuerung mit unten zwei kürzeren, oben zwei längeren Retorten. Jedoch können auch ebenso gut Oefen nach diesem Princip und zu diesem Zweck mit drei, vier und mehreren Feuern angelegt werden.
Die Waare wird zuerst auf Platten von der hinteren Seite des Ofens in die oberen Retorten// gebracht, welche, über den heifseren und kürzeren Retorten /'/' liegend, die richtige Temperatur zum Anwärmen erhalten. Selbstverständlich können und müssen überall die nöthigen Schieber angeordnet werden, um sowohl die Erzeugung, als auch die Vertheilung der Hitze richtig zu bewirken.
Das auf den Rosten α erzeugte Feuer wird nun zuerst und am kräftigsten die unteren Retorten Z1/1 erhitzen und von dort erst zu den längeren, oberen Retorten // gehen, wo es also schon nicht mehr so heifs sein und die darin befindlichen Waaren eben anwärmen'wird.
Ist die Waare in den Retorten // endlich genügend und allmälig vorgewärmt, so wird sie durch entsprechende Schieber auf ihren Platten an der Vorderseite der Retorten / schnell aus denselben genommen und an derselben Seite in die unteren Retorten /'/' gebracht, dieselben dann schnell wieder verschlossen und die Waare in den Retorten /'/' dann gar gebrannt.
Aus der Lage der Feuerungen und dem Gang der Züge sehen wir, dafs in den Retorten drei verschiedene, allmälig steigende, Temperaturen herrschen müssen, nämlich, die gelindeste in der hinteren Hälfte der oberen Retorte/, welche die letzten Feuergase umspielen; demnächst heifser ist dann die vordere Hälfte der Oberen Retorten / und schliefslich am heifsesten die untersten halben Retorten / in denen die Waare gar gebrannt wird. Man kann also die Waare allmälig bis in den heifsesten Theil der Retorten gelangenlassen, gar brennen und entleeren, ohne den Betrieb zu unterbrechen, die Arbeiter der hohen Temperatur und die Waare dem Verderben bezw. Zerbrechen aussetzen zu müssen.
DE221DA 1877-08-21 1877-08-21 Ofen zum kontinuirlichen Brennen von Porzellan und anderen Thonwaaren Expired - Lifetime DE221C (de)

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