DE339356C - Gluehofen zum Ausgluehen von Feinblechen und aehnlichen Erzeugnissen - Google Patents

Gluehofen zum Ausgluehen von Feinblechen und aehnlichen Erzeugnissen

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DE339356C
DE339356C DE1920339356D DE339356DD DE339356C DE 339356 C DE339356 C DE 339356C DE 1920339356 D DE1920339356 D DE 1920339356D DE 339356D D DE339356D D DE 339356DD DE 339356 C DE339356 C DE 339356C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/46Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for sheet metals

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Description

  • Glühofen zum Ausglühen von Feinblechen und ähnlichen Erzeugnissen. Zum Ausglühen von Feinblechen und ähnlichen Walzwerkerzeugnissen, die in Kisten geglüht werden, sind Ofen des in der Anlage vorgesehenen Hauptofens Fig. z im Gebrauch gewesen, bzw. noch im Gebrauch. Sie bestehen aus dem oberen Ofen (Herdraum) a, der an den Seiten bzw. Köpfen durch Mauerwerk und nach oben durch abnehmbar mit feuerfester Masse ausgemauerten Deckeln b, abgeschlossen ist.
  • Das Einsetzen des Glühgutes in den Ofen erfolgt von oben, nachdem die Deckel entfernt worden sind. Der untere Teil des Ofens besteht nach Art der Siemens-Martinöfen entweder beiderseits aus zwei Kammern zum Vorwärmen von Luft und Gas, oder aber nur aus je einer Kammer c, zum Vorwärmen der Luft bzw. des Gases.
  • Gearbeitet wird in der Weise, daß das Glühgut (Kisten) d, nachdem das abnehmbare Gewölbe entfernt ist, in den Ofen eingebracht, die Deckel hierauf wieder aufgelegt und dann der Ofen und das Glühgut in bekannter Weise auf die erforderliche Höchsttemperatur gebracht werden. Nach Beendigung der Glühung werden die Kisten, oder sonstige Behälter mit dem geglühten Gut aus dem Ofen genommen, in einen freien Raum zur Abkühlung gebracht und dann der Ofen wieder von neuem beschickt. Das geschilderte Verfahren hat nun den Nachteil, daß die Wärmeenergie der in dem Glühgut und in den, dieses umhüllenden Kisten oder Töpfen aus Guß, deren Gewicht in dem Verhältnis zu dem des Glühgutes nicht unbeträchtlich ist, restlos verloren geht. Es ist allerdings auch schon vorgeschlagen worden - vgl. die deutsche Patentschrift 2,38988 -, die in dem geglühten Gut enthaltene Wärme für das Verfahren zurückzugewinnen und zur Vorwärmung der Verbrennungsluft zu benutzen. Bei diesem Ofen ist jedoch nur eine Vorwärmung der Verbrennungsluft vorgesehen und der Ofen ist nur für »kontinuierlichen Betrieb« bestimmt und benutzbar.
  • Demgegenüber gestattet der vorliegende Glühofen nicht nur die Verbrennungsluft, sondern auch das Heizgas vorzuwärmen. Dies bedeutet eine noch bessere Ausnutzung der Hitze des Glühgutes, was besonders dann, wenn mit kaltem Gas gearbeitet wird, wie solches bei der Gewinnung von Urteer oder überhaupt von Nebenerzeugnissen einzig und allein in Frage kommt, von Vorteil ist.
  • Der neue Ofen hat nachfolgende Einrichtung. An dem eigentlichen Glühofen werden zwei Kammern e angebaut, die ebenfalls mit abnehmbaren Deckeln versehen sind. Je eine dieser Kammern ist nun mit dem einen Kopf des Glühofens durch eine gemauerte, oder sonstwie ausgeführte Rohrleitung f, verbunden durch welche die für die Verbrennung im Glühofen erforderliche Luft, nachdem sie sich in den Abkühlkammern e an dem heißen Glühgut erwärmt hat, diesen zugeführt wird.
  • Die Bewegung der Luft kann entweder, durch den Zug des Ofens oder noch besser durch einen Ventilator; welcher die Luft auf dem Wege über die Kammer nach dem Ofen drückt, bewirkt werden.
  • Wie aus der beiliegenden Zeichnung ersichtlich, ist jede der beiden Luftleitungen hinter der Abzweigung vom Ventilator mit verstellbaren Schiebern g versehen, durch deren Öffnen und Schließen man die Verbrennungsluft der einen oder anderen Abkühlkammer bzw. dem dazu gehörigen Ofenkopf zuführen kann.
  • Von wesentlicher Bedeutung für den Verlauf der Glühung bzw. für die für diese erforderliche Zeitdauer ist es, daß die beiden Medien, Luft und Gas, vom Beginn der Glühung ab, möglichst hoch erhitzt, miteinander in Berührung gebracht und damit eine beinahe restlose Verbrennung schon unmittelbar hinter dem Ofenkopf erzielt wird. Geschieht dies nicht oder ist die Vorwärmung von Luft. und Gas keine derartige, daß die Verbrennung sofort einsetzt, so werden sie bei dem Berühren mit dem kalten Ofeneinsatz noch .weiter abgekühlt und von einer Verbiennung ist dann überhaupt keine Rede mehr; es setzt ein Niederschlagen von Ruß und das bekannte Rauchen des Kamins infolge Abziehens von unverbrannten Gasen ein.
  • Erst nach und nach tritt eine Temperatursteigerung im Ofen (zum großen Teil lediglich aus der abgegebenen Eigenwärme der Gase herrührend) und damit auch keine fortschreitende Besserung in der Verbrennung ein. Jedem, der mit Öfen für metallurgische Zwecke zu tun hat, ist dieser Vorgang bekannt, ebenso daß dann, wenn erst diese kritische Periode im Ofen überwunden ist, eine vollkommene Verbrennung, verbunden mit einer raschen Temperatursteigerung des Ofens und seines Inhaltes einsetzt.
  • Neben der Verzögerung in dem Aabeitsvorgang wird in der Zeit auch eine Menge Brennstoff nutzlos vergeudet und nebenbei auch noch eine weitere Abkühlung der, während der Entleerung und Neubeschickung des Ofens schon sowieso in der Temperatur zurück= gegangenen, Regenerativkammern bewirkt. Das dies tatsächlich der Fall ist und die oft zu treffende Ansicht, die während des kalten Ganges im Ofen nicht verbrannten Gase würden nachträglich in den Kammern unter Entwicklung einer entsprechenden Wärmeenergie verbrennen, falsch ist, wird oben durch das auffallend starke Rauchen des Kamins in der geschilderten Periode bewiesen.
  • Der Zweck der Erfindung ist nun der, daß neben der direkten Ausnutzung der in dem Glühgut und dessen Umhüllung aufgespeicherten Wärmeenergie, in dem diese dem Ofen mit der Verbrennungsluft wieder zugeführt wird, die vorstehend geschilderte Periode beim Ofen möglichst abgekürzt, d. h. schon bald nach dem Beschicken eine möglichst vollkommene Verbrennung erziehlt wird.
  • Dies ist insofern möglich, als infolge des in den Kammern vorhandenen hohen Gefälles zwischen der Luft und dem abzukühlenden Einsatz (die Anfangstemperatur derselben kann unmittelbar nach dem Einbringen in die Kammern mindestens zu 8oo ° angenommen werden) einmal die Luft eine sehr beträchtliche Erwärmung erfährt, vor allen aber das Gas, weil bei dieser Betriebsweise die ganze Abhitze des Ofens nur zur Vorwärmung des Heizgases verwandt wird, beim Eintritt in den Ofen entsprechendwärmer ist, als wenn Gas- und Luftkammern zu beheizen sind. Hierdurch ergibt sich weiter die Möglichkeit, ein minderwertiges Gas bzw. minderwertigen Brennstoff verwerten zu können.
  • Bei den hohen Temperaturen wird schon bald nach Beginn der Glühurg eine starke Erhitzung im Ofen eintreten, die zuerst allerdings nur eine örtliche ist und sich zunächst auf den Kopf der Glühkiste und die nächste Umgebung des Brenners erstrecken wird. Ist dieses erreicht, so wird sich etwa noch vorhandenes unverbranntes Gas oder Gasluftgemisch an diesen glühenden Flächen entzünden und die Wirkung beim Verbrennungsvorgang steigern. Es entsteht eine Art sogenannter Oberflächenverbrennung. Auf diese Weise ist es möglich, die anfangs nur kurze Flamme zu verlängern und damit die Beheizung schnell auf weitere Teile des Ofens und des Glühgutes auszudehnen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH Glühofen zumAusglühen von Feinblechen und ähnlichen .Erzeugnissen unter Benutzung der Wärme des geglühten Gutes zur Vorwärmung der Verbrennungsluft, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen einerseits mit Regenerativkammern zum Vorwärmen der Heizgase und anderseits mitvom Glühofen getrennten Abkühlkammern ausgestattet ist, in die das fertiggeglühte Gut zwecks Vorwärmung der Verbennungsluft eingesetzt wird.
DE1920339356D 1920-04-01 1920-04-01 Gluehofen zum Ausgluehen von Feinblechen und aehnlichen Erzeugnissen Expired DE339356C (de)

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