DE375199C - Schmiedeofen - Google Patents

Schmiedeofen

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DE375199C
DE375199C DEK73391D DEK0073391D DE375199C DE 375199 C DE375199 C DE 375199C DE K73391 D DEK73391 D DE K73391D DE K0073391 D DEK0073391 D DE K0073391D DE 375199 C DE375199 C DE 375199C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J17/00Forge furnaces

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

  • Schmiedeofen. Die Erfindung betrifft einen durch: Verbrennung eines vorgewärmten festen Brennstoffes und des bei seiner Vorwärmung erzeugten. Halbgases! betriebenen Schmiedeofen mit einem seitlich; des Verbrennungsraumes angeordneten Brennstoffverwärmeraum. Die Erfindung besteht 'darin, daß seitlich des Verbrennungsraumes ein in seinem oberen Teile mit diesem verbundener generatorartiger Brennstoffschacht mit eigener Unterwindzufuhr angeordnet ist, in dessen unterem Teil ein selbständiges Feuer unterhalten wird.
  • Durch die neue Ausbildung des Vorwärmeschacht5 nach Art eines Generators, in dessen .unterem Teil eine vollständige Verbrennung stattfindet, wird einerseits die Vorwärmung .des oberen Teils der Brennstoffsäule im Varwärmeschacht wesentlich gesteigert. Infolgedessen gelangt stets hochvorgewärmter Brennstoff in den eigentlichen Verbrennungsraum, was für die Erzielung und: Erhaltung einer hohen und gleichnnäßigen Arbeitstemperatur im Schmiedeofen von großer Bedeutung ist. Andererseits wird die Vergasung des Brennstoffes sowohl hinsichtlich der Menge als auch der Güte des Gases wesentlich erhöht, so d'aü die Wärmeentwicklung durch Verbrennung des Gases in oberen Teil des Verbrennungsraumes ebenfalls gesteigert wird und hohe Temperaturen erzielt werden. Weiter ist es möglich, die Zusammensetzung des im Vorwärmeselacht entwickelten Gases durch Einleiten von Wasserdampf o. dgl. zu beeinflussen sowie durch vom eigentlichen Verbrennungsraum unabhängige Veränderung der Windzufuhr zum Vorwärmeschacht die Vorwärmung und Vergasung des Brennstoffes .entsprechend der verlangten Leistung zu regeln. Dabei kann der vorgewärmte Brennstoff leicht und schnell in den eigentlichen Verbrennungsraum geschoben werden, während die Gase unmittelbar aus dem Vorwärmeschacht in den, Verbrennungsraum abziehen können. Mit Rücksicht auf die im Vorwärmeschacht stattfindende Verbrennung mußdieser ein besonders großes Fassungsvermögen. besitzen, damit immer eine ausreichende Menge hochvorgewärmten Brennstoffs .zur Beschickung, des Verbrennungsraumes zur Verfügung steht und Betriebspausen und Albkühlungen des Ofens durch Nachfüllen frischen Brennstoffes nach der Beschickung mit Einsatzgut vermieden sind.
  • Das zu erwärmende Gut kann, wie an sich bekannt, :in den gleichzeitig als Wärmraum dienenden Verbrennungsraum eingesetzt und dabei unmittelbar auf den auf Weißglut geblasenen Brennstoff gelegt werden. Es kann aber auch ein durch die Verbrennungsgase beheizter Stoßherd zur Aufnahme des Einsatzgutes angeordnet sein,- der gegebenenfalls, wie ebenfalls an sieh bekannt, auch als Vorwärmer für das danach auf dien glühenden Brennstoff zu schiebende Gut dienen kann. Die Anordnung eines an den Verbrennungsraum sich anschließenden Stoßherdes für das Ein-satzgut empfiehlt sich besonders bei der Verfeuerung von stark bituxnösem Brennstoff, der die unmittelbare Benutzung des Verbrennungsraumes als Wärmraum verbietet. i Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i einen senkrechten Längsschnitt und Abb. z einen wagerechten Längsschnitt durch den Ofen, Abb. 3 einen senkrechten Querschnitt durch den Vorwärmeschacht, Abb. q. einen senkrechten Querschnitt durch den Verbrennungsraum und Abb.5 einen gleichen Schnitt durch den Stoßherd und den darunter befindlichen Rekuperator.
  • Der eigentliche Verbrennungsraum a besitzt einen Rost b, :einen darunter befindlichen Windkasten c und eine Tür d zum Einsetzen und Herausnehmen des zu wärmenden bzw. erwärmten Gutes. An den Verbrennungsraum a schließt sich ein Stoßherde an, der durch die abziehenden Verbrennungsgase beheizt -wird und auf den ebenfalls Einsetztüren f münden. Gemäß der Erfindung ist seitlich des Verbrennungsraumes a ein Brennstoffschachtg angeordnet, der in seinem unteren Teile gegen den Verbrennungsraum durch eine Brücke h abgeschlossen ist, dagegen in seinem oberen Teile mit dem Verbrennungsraum in unmittelbarer Verbindung steht. Der Schacht g ist mit einer verschließbaren Füllöffnung i versehen. In das untere Ende des Schachtes g münden Windeintrittskanäle k, die mit in den Seitenwandungen dieses Schachtes vorgesehenen. Erhitzerkanälen l (Abb. 3) in Verbindung stehen und- daraus mit vorgewärmter Luft gespeist werden. Dem Verbrennungsraum a wird ebenfalls warmer Unterwind zugeführt. Die Erhitzung des letzteren erfolgt in einem unter dem Herd e angeordneten Rekuperator m, der in bekannter Weise durch die Aibgase des Ofens beheizt wird. Die vorgewärmte Luft tritt aus den unteren Zügen des Rekuperators durch den Kanal n in den Windkasten c ein. Endlich ist die Zufuhr von «-armem Oberwind. zur Verbrennung des aus ziem Schacht g kommenden Halbgases vorgesehen. Der Oberwind wird in einer unmittelbar im Deckengewölbe des Ofens angeordneten Kammer o erhitzt. die mit den zwischen :Schacht g und Verbrennungsraum a teils in der .Decke, teils in den Seitenwandungen vorgesehenen düsenartigen Ausströmungskanälen p verbunden ist. Gegebenenfalls können auch in den Seitenwandungen des Verbrennungsraumes und des Herdes noch weitere Lufterhitzerkanäle angeordnet werden. Der Vorwärmleschacht g kann. mit einem Rost oder, wie dargestellt, mit einer seitlichen öffnung q zur Entfernung der Verbrennungsrückstände versehen sein.
  • Der Betrieb des Ofens gestaltet sich wie folgt: Brennstoffschacht g und Verbrennungsraum a sind bis über die Feuerbrücke h hinaus mit Brennstoff gefüllt. Am unteren Ende des Schachtes findet eine vollständige Verbrennung statt. Die Verbrennungsgase ziehen durch die Brennstoffsäule, wärmen diese vor und entgasen sie. Der entgaste Brennstoff wird nach Bedarf von der Füllöffnung i aus mittels einer Schürstange über die Feuerbrücke hinweg in den Verbrennungsraum geschoben, wo er auf Weißglut erhitzt und schließlich verbrannt wird. Das im Schacht g entwickelte Halbgas strömt mit dem Oberwind vermischt in den oberen Teil des @erbrennungsraüines und wird dort oberhalb des festen Brennstoffes verbrannt. Das in den Raum a eingesetzte Gut, das unmittelbar auf die in Weißglut befindliche Brennstoffoberfläche gelegt werden kann, wird teils durch die Strahlung des glühenden Brennstoffes oder die unmittelbare Berührung mit dem letzteren, teils durch die Flammen der Halbgasfeuerung erwärmt. Gleichzeitig können auf dem Herde weitere Stücke vorgewärmt -werden. Der Ofen kann statt als ortsfester Ofen gegebenenfals auch als ortsbeweglicher Kleinschmiedeofen ausgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Durch Verbrennung vorgewärmten festen Brennstoffes und des bei seiner Vorwärmung erzeugten Halbgases betriebener Schmiedeofen mit einem seitlich des Verbrennungsraumes angeordneten Brennstoffvorwärmeraum, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich des Verbrennungsraumes (a) ein in seinem oberen Teile mit diesem verbundener generatorartiger Brennstoffschacht (g) mit eigener Unterwindzu.fuhr (k) angeordnet ist, in dessen unterem Teil ein selbständiges Feuer unterhalten wird.
DEK73391D 1920-06-15 1920-06-15 Schmiedeofen Expired DE375199C (de)

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