DE221778C - - Google Patents

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DE221778C
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Germany
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fingers
capsule
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bottle
machine
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DENDAT221778D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67BAPPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
    • B67B3/00Closing bottles, jars or similar containers by applying caps
    • B67B3/02Closing bottles, jars or similar containers by applying caps by applying flanged caps, e.g. crown caps, and securing by deformation of flanges
    • B67B3/10Capping heads for securing caps

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sealing Of Jars (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
- M 221778 -■ KLASSE 64 b. GRUPPE
SAMUEL C. BOND in WILMINGTON, V. St. A.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. September 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Verkapseln von Flaschen, bei welcher eine mit Dichtungsmasse gefüllte, mit einem ringförmigen Rand versehene Kapsel' ausschließlich durch auf den Rand ausgeübten Druck auf den Flaschenhals gepreßt und der Rand um den Hals gebogen wird.
Die Maschine hat einen. parallel verschiebbaren Druckkopf, in welchem bewegliche Finger gelagert sind. Diese Finger legen sich auf den Rand der Kapsel auf und drehen sich, wenn der Druckkopf verschoben wird, zunächst einwärts, bis sie am Kopf der-Kapsel anliegen. Wenn die Finger in diese Lage gelangt sind, können sie sich nicht mehr drehen, sondern werden nur noch mit dem Druckkopf zusammen parallel verschoben und streifen dabei den Rand der Kapsel über den Flaschenhals. Da die Finger sich nur auf den Rand auflegen und keinen nennenswerten Radialdruck auf Kapsel und Flasche ausüben können, so wird die Beanspruchung der Flasche nicht größer als der Biegungswiderstand der Kapsel. Daher können, wenn die Metallstärke der Kapsel entsprechend gewählt wird, keine die Flasche gefährdenden Drücke auftreten.
Es ist bekannt, den Rand der Kapsel mittels einer Anzahl im Druckkopf gelagerter beweglicher Finger gegen den Flaschenhals zu pressen. Diese Finger wirken als Kniehebel, indem sie einerseits sich gegen die Kapsel bzw. den Flaschenhals, andererseits gegen im Druckkopf angebrachte Federn legen. Bei der Abwärtsbewegung des Kopfes drehen sich die · Finger um ihre Stützpunkte am Flaschenhals und spannen dabei die Federn, welche ihrerseits die Finger gegen den Flaschenhals drängen und dabei die Kapsel anpressen. Hier sind also Radialdrücke unvermeidlich, und ihre Größe läßt sich nicht bestimmen, weil die Spannung der Federn von dem wechselnden Durchmesser des Flaschenhalses abhängt.
Die Maschine ist auf der Zeichnung dargestellt.
Fig. -i ist ein Aufriß.
Fig. 2 und 3 sind Schnitte, welche die zum Befestigen der Kapsel dienenden Elemente in verschiedenen Stellungen zeigen.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach IV-IV der Fig. 2.
Fig. 5 zeigt eine abgeänderte Ausbildung der in Fig. 2 dargestellten Teile.
Fig. 6 zeigt eine Einrichtung, welche die von Hand eingeführten Kapseln in der Maschine trägt.
Der Antrieb besteht aus der Welle 1 (Fig. 1), welche im Ständer 2 gelagert ist und durch eine Riemenscheibe 2a gedreht wird. Die Scheibe kann durch eine mittels des Trittes 4
einstellbare Kupplung mit der Welle verbunden werden. Auf der Welle sitzt das Exzenter 5 mit Ring 6 und Stange 7, welch letztere den Kopf 8 trägt. Die Flasche wird durch einen Tisch 9 getragen, der mit einem Halsring 10 den Ständer 2 umgreift und an ihm in verschiedener Höhe festgeklemmt werden kann. Der Antrieb und der Tisch können auch in anderer Weise ausgebildet werden.
Der Kopf 8 bildet eine Buchse 11 (Fig. 2), welche am unteren Ende erweitert ist und eine entsprechend ausgebildete Buchse 12 aufnimmt. Diese wird durch den zur Einführung des Flaschenhalses kegelförmig erweiterten Ring 13 festgehalten. Sie trägt in ihrem unteren erweiterten Teil eine Anzahl radialer Schlitze (Fig. 4), in welchen die Finger 14 liegen. Die Finger 14 sind zweckmäßig V-förmig ausgebildet. Sie liegen mit ihren Scheiteln zwischen Ringen 15, 15, welche außen auf den geschlitzten Teil der Buchse 12 aufgelegt und, um das Aufbringen zu erleichtern, bei 30 (Fig. 4) geteilt sind. Alle Finger legen sich mit ihren Öffnungen gegen den Bund 17 einer im Kopf 8 frei verschiebbaren Buchse 16, welche sich .in ihrer der Ruhestellung der Finger entsprechenden Endlage auf eine an dem geschlitzten Teil der Buchse 12 vorgesehene, ringförmige Auflage 18 stützt.
Fig. 2 zeigt die Ruhestellung der Finger und läßt erkennen, daß ihre Spitzen x, welche zweckmäßig abgerundet werden, einen Kreis, ihre Druckflächen y eine Zylinderfläche bilden. Die Kappe ist mit Dichtungsstoff b gefüllt und trägt einen ringförmigen Flansch a, dessen äußerer Durchmesser etwas größer ist als der von den Spitzen χ gebildete Kreis.
Die Kapseln werden von der Seite her durch einen Schlitz 19 (Fig. 2) oder von unten her zwischen federnden Riegeln 21 hindurch (Fig. 6) auf den Einsatz 13 gebracht. Die Flasche wird auf den Tisch 9 gestellt, und der
. Kopf wird nach unten bewegt. Nachdem die Fingerspitzen χ sich auf den Kapselrand α aufgelegt haben, drehen sich die Finger in bezug auf den Kopf 8 nach oben, und ihre Drehung hat eine Einwärtsbewegung der Spitzen χ zur Folge.
Die Buchse 16 mit dem Flansch 17 bewirkt eine vollkommen gleichmäßige Bewegung der Finger. Es könnte sonst vorkommen, daß die Kapsel an einzelnen Stellen sich früher umlegt als an anderen, und daß sie infolgedessen sich nach der Seite verschiebt, wo das Umbiegen angefangen hat. Dann könnte der gegenüberliegende Teil ganz aus dem Bereich der Finger gezogen werden oder doch so weit verschoben werden, daß ' ein guter Abschluß an dieser Stelle nicht möglich wäre. Es ist daher wichtig, eine selbständige Bewegung einzelner Finger zu verhindern. Wenn die Finger 14 durch Eingriff mit der Kapsel gehoben werden, so legt sich die Buchse 16 auf die unteren Schenkel der Finger auf und führt durch ihr Gewicht die Finger in ihre Ruhestellung zurück, sobald die Kapsel sie freigibt.
Die Buchse 16 hat also einen dreifachen Zweck: Sie sichert gleichzeitige und übereinstimmende Bewegung aller Finger, führt die Finger in ihre Ruhestellung zurück und hält sie in dieser fest.
' Wenn der Kopf 8 weiter abwärts geschoben wird, so drehen sich die Fingerspitzen χ weiter nach innen, bis schließlich die Druckflächen y an der Kapsel seitlich anliegen. Jetzt können sich die Finger nicht mehr weiter aufwärts bewegen, und die Abwärtsbewegung des Kopfes 8 hat daher die FOlge, daß die Kapsel mit der Dichtung b fest von oben auf den Flaschenkopf gepreßt wird. Die Abwärtsbewegung des Kopfes 8 wird fortgesetzt, bis der Flansch α umgebogen wird. Beim Umbiegen des Flansches wird die Kante c (Fig. 3), die Übergangsstelle zwischen Flansch und Kapsel, nach innen unter den Vorsprung d des Flaschenhalses gedrängt. Die Druckflächen y streichen am Rand α abwärts und drücken ihn gegen den Flaschenhals, aber nicht so weit, daß er sich dicht an den Flaschenhals anlegt. Die Finger bewegen sich nämlich nicht weiter nach innen, als sie beim Umbiegen des Kapselrandes stehen. Infolgedessen befindet sich ein Teil des Kapselrandes immer in solchem Abstand vom Flaschenhals, daß ein Werkzeug zum Abnehmen der Kapsel zwischen Kapsel und Flaschenhals geschoben werden kann. Sobald der Flansch α vollständig umgebogen ist, gibt er die Spitzen χ der Finger frei, so daß diese unter dem Gewicht der Buchse 16 in ihre Ruhelage zurückfallen, d. h. es wird, wenn die Arbeit vollendet ist, kein weiterer Druck auf die Kapsel ausgeübt. Die Flasche wird keinem anderen Druck ausgesetzt als dem, der beim : Befestigen der Kapsel auftreten muß. Dieser Druck ist proportional dem vom Flansch a gegen das Umbiegen geleisteten Widerstand, der praktisch bei allen Flaschen derselbe ist. Wenn versehentlich der Kopf 8 ohne Kapsel ' über eine Flasche gesenkt wird, so kann kein Druck auf die Flasche ausgeübt werden, da die u0 Finger nur arbeiten; wenn eine Kapsel in der Maschine ist.
Fig. S zeigt eine Ausführungsform, bei welcher an Stelle der Ringe 15, 15 eine Anschlagfläche 22 am Einsatz 13 als Drehpunkt der Finger dient. Ein Ring 24 dient zur Belastung der Finger. Er hält sie nachgiebig in solcher Lage, daß eine Kapsel, welche zwischen die Spitzen λ· eingeschoben ist, bis zum Einschieben der Flasche festgehalten wird. Eine Ver-Schiebung der Finger nach außen hindert der Hals 25 des Ringes 24. . ·';

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    ι. Maschine zum Verkapseln von Flaschen mittels im Druckkopf beweglicher Finger, dadurch gekennzeichnet, daß durch Längsverschiebung des die Finger tragenden Maschinenteiles die Finger zunächst sich einwärts bis zum Anliegen an den Kopf der Kapsel bewegen, dann aber in bezug auf den längsverschiebbaren Maschinenteil stillstehen und nur mit ihm weiter verschoben werden, so daß der auf Kapsel und Flasche ausgeübte Druck nicht größer werden kann als der Biegungswiderstand der Kapsel und zu Null wird, sobald der Kapselflansch an den Flaschenhals angebogen und damit aus dem Bereich der Fingerspitzen gelangt ist.
  2. 2. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen in der Längsrichtung der Flasche parallel verschiebbaren Kopf (8), in welchem V-förmige Finger sich nach Kreisbogen drehen können, deren Mittelpunkte etwa im Scheitel der Finger liegen, derart, daß, nachdem as die Finger sich gegen den zylindrischen Teil der Kapsel gelegt haben, sie sich nicht weiter einwärts bewegen, sondern nur noch an der Parallelverschiebung des Kopfes (8) teilnehmen.
  3. 3. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem an sich bekannten Zweck, eine unabhängige Bewegung einzelner Druckfinger zu verhüten, auf die unteren Schenkel der V-förmigen Finger (14) der Flansch (17) einer im Kopf (8) frei verschiebbaren Buchse (16) sich auflegt.
  4. 4. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die V-förmigen Finger um einen Kreisring (22) drehbar angeordnet und mit einem Ring von winkelförmigem Querschnitt belastet sind, derart, daß ein Schenkel des Ringes sich von oben auf die Finger, der andere gegen ihre Scheitel legt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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