DE221591C - - Google Patents
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/02—Cartridges, i.e. cases with charge and missile
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 221591 ;-KLASSE 74*. GRUPPE
CARSTEN ALBERT SCHADE-ERLANDSEN
INSUNDSYALL5ScHWEDEn.
Signalpatrone.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. September 1909 ab. Längste Dauer: 20. August 1922.
Vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der durch Patent 209486 geschützten
Signalpatrone. Ebenso wie im Hauptpatent besteht auch die neue Signalpatrone aus einer
Patronenhülse üblicher Form mit eingesetztem Zündhütchen und zweckentsprechend bemessener
Pulverladung, sowie aus einem äußerlich dem für die betreffende Waffe gebräuchlichen
Geschoß ähnlichen, mit Metallmantel versehenen Raketensatz.
Während nun aber bei der Ausführung des Hauptpatentes, um das Versagen des Raketengeschosses
zu verhindern, eine kurze Stoppine vorgesehen war, ist bei der vorhegenden Ausführung
zur Sicherung der Zündung die auf der beiliegenden Zeichnung (Fig. 1) ersichtliche Anordnung
getroffen.
In das hintere Ende des offenen Geschoßmantels m ist ein Bleiröhrchen α mit. einem
schwach konischen engen Kanal hineingeschoben, der mit Schwarzpulver oder einer geeigneten
Satzmischung vollgepreßt und an dessen vorderem Ende eine, kleine Pulver- bzw. Satzschicht b mit aufgepreßt ist. Um dieses Blei-
röhrchen mit dem eingepreßten Schwarzpulver oder der Satzmischung am hinteren Ende des
Geschosses festzuhalten, ist ein Überwurfmantel c, der zur Übertragung des Feuers der Treibladung
der Patrone auf die im Bleiröhrchen befindliche Zündladung des Geschosses mit einer
entsprechenden Bohrung im Boden versehen ist, aufgeschoben.
Die Anordnung des Bleiröhrchens mit der eingepreßten, aus Schwarzpulver oder Satz
bestehenden Zündladung zur Übertragung des Feuers von der Treibladung der Patrone zum
Leuchtsatz des Geschosses hat den Hauptvorteil, daß sie eine sicherere Entzündung, als durch
die Stoppine möglich ist, bewirkt. Sie gewährleistet außerdem eine möglichste Schonung des
Laufinnern von den Einflüssen der schädlichen Leuchtgase, da die Ladung in dem Bleiröhrchen
so bemessen ist, daß sie erst, wenn das Geschoß den Lauf der Waffe verlassen hat, vollkommen
verbrannt ist und daher der Leuchtsatz erst zur Entzündung gelangt, wenn das Geschoß eine Strecke weit, etwa 100 m, geflogen
ist. Das Bleiröhrchen bietet noch den weiteren Vorteil, daß es dem Geschoß ein größeres Gewicht
verleiht, so daß es den Luftwiderstand leichter überwinden und eine größere Steighöhe
erreichen kann. Zugleich wird hierbei dadurch, daß das Bleiröhrchen eine harte Widerlage
bildet, ein Festklemmen des Geschosses in der Patronenhülse durch Eindrücken von Körnerpunkten
oder sonstigen Vertiefungen ermöglicht, ohne ein Lockern des Zünd.- oder
Leuchtsatzes hervorzurufen. Hierdurch ge-
Claims (2)
- winnt die Munition an Transportfähigkeit, Beschädigungen bei sachgemäßem Handhaben der Patronen werden ausgeschlossen.Schließlich ist die Verwendung von rauchlosem Pulver als Treibmittel, was bei der Geschoßkonstruktion mit Stoppine kaum angängig sein dürfte, möglich.Der Geschoßmantel m kann auch hier aus jedem beliebigen harten oder weichen Material,ίο z. B. Kupfer, Nickel, Stahl, Kupfernickel oder einer anderen Metallegierung, gegebenenfalls auch aus einer brennbaren Legierung hergestellt werden. Besteht er aus Zinn oder einer leicht brennbaren Legierung, so kann er zum Verbrennen gebracht werden, bevor er den Boden erreicht.Die neue Signalpatrone wirkt in folgender Weise:Durch die Treibladung wird gleichzeitig die im Geschoßboden eingepreßte, aus Schwarzpulver oder einer geeigneten Satzmischung bestehende Zündungsladung entzündet und das Geschoß hochgeschleudert. Nachdem es ungefähr 150 m geflogen ist, fällt der kurze, am Boden befindliche Überwurfmantel c mit dem ausgebrannten Bleiröhrchen α ab, und die Flamme kommt zum Vorschein. Das Geschoß steigt weiter auf eine Höhe von etwa 200 m und der Satz erlischt, wenn das Geschoß etwa 50 m über dem Boden sich befindet, so daß also die Entstehung eines Brandes durch Funken oder Flamme nicht zu befürchten ist. Die Lichtwirkung ist so stark, daß die Farben in , einer Entfernung von ungefähr 3 km noch mit Leichtigkeit erkannt werden.Im übrigen wird die neue Signalpatrone zweckmäßig in drei Ausführungen zur Erzeugung von weißem, rotem und grünem Licht hergestellt.Um die verschiedene Farbensignale gebenden Patronen leicht auch in der Finsternis voneinander unterscheiden zu können, werden die Patronen nunmehr zweckmäßig mit ringförmigen Querrillen nach den Fig. 2, 3 und 4 versehen, z. B. nach Fig. 2 mit einer Querrille für weißes Licht, nach Fig. 3 mit zwei Querrillen für rotes Licht, nach Fig. 4 mit drei Querrillen für grünes Licht. Es können indessen auch Signalpatronen mit Füllung zur Erzeugung anderer Farben hergestellt werden.Ebenso wie die Signalpatrone nach dem Hauptpatent lassen sich auch die neuen Patronen nicht nur im Infanteriegewehr verwenden, sondern können auch aus anderen Handfeuerwaffen, Revolvern oder Pistolen verfeuert werden. Fig. 5 zeigt beispielsweise eine mit einem Leuchtgeschoß versehene kleine Patrone für Faustfeuerwaffen. Ferner können die Signalpatronen ebenso wie scharfe Munition auf Ladestreifen oder Laderahmen aufgereiht werden; es läßt sich auch die gleiche Verpackung wie für die scharfe Munition benutzen.Pat ε ν T-A ν sp küche':ι. Signalpatrone nach Patent 209486, dadurch gekennzeichnet, daß in den Boden des Geschoßmantels (m) ein hohler Bleikern (a) eingesetzt ist, in den eine aus Schwarzpulver oder einer geeigneten Satzmischung bestehende Ladung eingepreßt ist, welche die Zündung des aus der Hülse herausragenden, im Geschoßmantel (m) befindlichen Raketensatzes bewirkt.
- 2. Patrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallmantel (m) am Boden durch einen aufgeschobenen kurzen Überwurfmantel (c) verstärkt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE209486C (de) |
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