DE306485C - - Google Patents
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- DE306485C DE306485C DENDAT306485D DE306485DA DE306485C DE 306485 C DE306485 C DE 306485C DE NDAT306485 D DENDAT306485 D DE NDAT306485D DE 306485D A DE306485D A DE 306485DA DE 306485 C DE306485 C DE 306485C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B12/00—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
- F42B12/02—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
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- F42B12/56—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing discrete solid bodies
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- F42B12/62—Cluster or cargo ammunition, i.e. projectiles containing one or more submissiles the submissiles being ejected parallel to the longitudinal axis of the projectile
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Kartätschröhre. Sie ist in ihren leichteren Formen als
Nahkampfmittel für Fußtruppen beim Angriff und in der Verteidigung, auch zur Abwehr
von Nahangriffen auf Artillerie- und Minenwerferstellungen
u. dgl. gedacht. Größere Kaliber in trag- oder fahrbaren Schießgerüsten
angeordnet oder behelfsmäßig in und vor Stellungen eingebaut, sind vorzugsweise zur
ίο Bestreichung von Hindernissen, toten Winkeln,
Engwegen u. dgl. bestimmt. In besonderer Ausführung ist die Kartätschröhre auch zur
Bewaffnung von Luftfahrzeugen in Aussicht genommen.
In der Zeichnung ist das neue Kampfmittel in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
Bei der leichten und mittleren Kartätschröhre ist in einem am hinteren Ende fest verschlossenen
Metallrohr I (Fig. 2) hintereinander eine größere Zahl von Kartätschschüssen derartig
angeordnet, daß sich nach der Lösung des vordersten Schusses die Treibladungen i
der dahinter befindlichen Schüsse selbsttätig in bestimmter Zeitfolge nacheinander entzünden,
und die Bedienung nach Abfeuern des ersten Schusses sich darauf beschränkt, das Rohr auf die sich bietenden Ziele zu richten.
Der beabsichtigte Zweck wird dadurch erreicht, daß im Rohre I hinter einer durch Reibzündschraube
α oder auf andere Weise zu zündenden Anfangsladung d, deren Explosion die
Verschlußplatte b fortschleudert, abwechselnd angeordnet sind:
i. mehrere Kartätschkugeln oder anders geformte, z. B. aus in Abschnitte zerlegten,
konzentrischen Ringen und einem in der Längsachse zur Aufnahme, von gepreßtem
Pulversatz durchbohrten Mittelteil bestehende Geschosse f (Querschnitt in Fig. 2), die teilweise
auch als Träger von Leucht- oder Brandsatz oder von Tränen erregenden oder
schädliche Gase bildenden Stoffen ausgebildet sein können;
2. ein Isolierungsmittel, wie Filzscheibe K (Fig. 2) o. dgl.;
3. in Treibspiegeln h (in Fig. 2) aus gepreßter Pappe ρ. dgl. angeordnete Treibladungen
i, die durch Form und Werkstoff der Treibspiegel gegen vorzeitige Entzündung durch
Erhitzung oder Stoß gesichert sind.
Ringgeschosse und Treibspiegel enthalten in einander entsprechenden Bohrungen verdichteten
Pulversatz g (Fig. 2), durch den die Zündung von der einen auf die nächstfolgende
Ladung übertragen wird. An Stelle des vordersten oder eines oder mehrerer der anderen
Geschosse können auch Leucht-, zugleich Brandgeschosse angeordnet werden (e oder I,
Fig. 1), die zur nächtlichen Beleuchtung des Schußfeldes sowie zur Erleichterung der Beobachtung
der Flugbahnlage, bei Tage durch einen diese erkennbar machenden Rauchstreifen sowie zur Brandwirkung geeignet sind. :
Zur Erzeugung einer auf nächster Entfernung wirkenden, an Reichweite der blanken
Waffe überlegenen Stichflamme kann an Stelle der Anfangsladung oder zwischen den einzelnen
Schüssen ein brennbarer Satz mit oder ohne Rauchentwicklung (d, Fig. 1) angeordnet werden.
In Fig. 2 bedeutet e einen Ring aus Filz
ο. dgl., der die erste Treibladung gegen vorzeitige
Entzündung schützt, c ist ein auf das Metallrohr I aufgeschraubter Mundring, dessen
umgebörtelter Rand die Verschlußplatte b festhält. Diese enthält eine Durchbohrung mit
Muttergewinde zum Einschrauben der Reibzündschraube«,
m ist eine Papphülse, in der mehrere Schüsse vereinigt sind, η eine Filz- oder Pappscheibe zur Isolierung der Schlußladung.
ίο f (Fig. 2) und / (Fig. 1) stellen den Querschnitt
durch ein Ringgeschoß dar. Die Zahl der Ringe und der. Abschnitte von annähernd
kubischer Form, deren jeder ein Einzelgeschoß darstellt, ist von dem Kaliber der Kartätschröhre
abhängig. Zur Aufnahme der unter 1 angegebenen Stoffe können mehrere Geschoßteile,
wie der zylindrische Kern und der diesen umgebene Ring, ungeteilt bleiben.
Zur Beschränkung der Rückstoßarbeit sollen bei der leichten und mittleren Kartätschröhre
die Gewichte von Treibladungen und Geschossen nur so hoch bemessen werden, als dies
zur Erzielung genügender Wirkung gegen lebende Ziele auf 60 bis 100 m Schußweite
(größte Wurfweite für Handgranaten) erforderlich ist. ■ .
. Zur Handhabung wird die leichte Kartätschröhre mittels Schellen derartig über dem Lauf
vom Gewehr oder Karabiner angebracht, daß sie nach Verbrauch leicht ausgewechselt werden
kann und Verwendung des Gewehrs als Schußwaffe mit den niedrigeren Visierstellungen
auch mit angebrachter Kartätschröhre möglich ist. Die mittlere Kartätschröhre, deren
Anwendung vorzugsweise in der Verteidigung gedacht ist, wird ebenfalls leicht auswechselbar
an einem leichten Holzschaft befestigt.
Die Rohre der leichten und mittleren Kartätschröhre
werden nach Verbrauch . fortge-
40' worfen und soweit es die Lage gestattet, wie die Kartuschhülsen der Artillerie gesammelt
und zur Wiederfüllung nach der Heimat oder geeigneten Stellen hinter der Front befördert.
Bei der schweren Kartätschröhre sollen die Ladungen nach Anordnung der Fig. 2 in Patronenhülsen
Aufnahme finden und zum Gebrauch in das genügend starke Rohr der
Waffe, die als Vorder- oder Hinterlader aus-. gebildet sein kann, eingeführt werden.
Das Abfeuern der in oder vor Stellungen eingebauten Kartätschröhre kann elektrisch
oder durch Abziehen der Reibzündschraube durch die Bedienung sowie auch nach Art
der Tret- oder Stolperminen erfolgen, so daß sie sich ohne Zutun der Bedienung betätigt,
wenn feindliche Truppen den Wirkungsbereich der Waffe betreten. Die Wirkungsdauer der
leichten und mittleren Kartätschröhre soll bei einer Schußfolge von 1J2 bis 1 Sekunde rund
1Ji bis 3/4 Minute betragen. Bei der schweren
Kartätschröhre sind Schußweite, Zahl der Schüsse und der Einzelgeschosse jedes Schusses
sowie Wirkungsdauer bedeutend größer als bei der leichten und mittleren Kartätschröhre.
Claims (6)
1. Kartätschröhre, dadurch gekennzeichnet, daß in einem' Rohr (I, Fig. 2) hinter
einer mit einem Zündmittel («) in Verbindung gebrachten Anfangsladung eine Anzahl
von Schüssen, bestehend aus Treibladungen (*), Treibspiegeln (A), Geschossen
(f), Isoliermitteln (k) und Zündsätzen (g)
derart hintereinander angeordnet ist, daß, nachdem der erste Schuß abgefeuert wurde,
die übrigen Schüsse sich durch selbsttätige Übertragung der Zündung auf die zugehörigen
Treibladungen nacheinander ohne äußeres Zutun lösen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß entweder an Stelle der
Anfangsladung oder außerdem nach allen Schüssen oder einem Teil derselben ein mit
Stichflamme abbrennender Satz (d, Fig. 1),
der mit oder ohne Rauchentwicklung nach außen wirkt, angeordnet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor der ersten Treibladung
oder vor einigen der übrigen Treibladungen an Stelle der Geschosse oder neben ihnen Leucht- oder Brandgeschosse
(e, Fig. 1) angeordnet sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Inhalt
des Rohres (I, Fig. 1) in einer Patronen: hülse angeordnet ist, die zum Gebrauch in
das Hinter- oder Vorderlader oder der Länge nach aufklappbare Rohr der Waffe
eingeführt wird.
5. Zur Übertragung der Zündung von einer auf die nächstfolgende Ladung durchbohrtes
Ringgeschoß für Kartätschröhren, dadurch gekennzeichnet, daß es aus um
■ einen zylindrischen Kern gelagerten, in Abschnitte zerlegten Ringen besteht (I, Fig. 1;
f, Fig. ,2).
6. Ringgeschoß zur Kartätschröhre nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das ganze Geschoß (e, Fig. 1) oder einzelne Teile als Träger eines Leucht- oder Brandsatzes
oder eines zur Bildung von Gasen, Reizstoffen oder Rauch geeigneten Satzes ausgebildet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE306485C true DE306485C (de) |
Family
ID=559901
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT306485D Active DE306485C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE306485C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9210649U1 (de) * | 1992-08-10 | 1992-11-05 | Nico Pyrotechnik Hanns-Jürgen Diederichs GmbH & Co KG, 2077 Trittau | Schockwaffe |
-
0
- DE DENDAT306485D patent/DE306485C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9210649U1 (de) * | 1992-08-10 | 1992-11-05 | Nico Pyrotechnik Hanns-Jürgen Diederichs GmbH & Co KG, 2077 Trittau | Schockwaffe |
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