DE219960C - - Google Patents

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DE219960C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/18Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes
    • B41F3/20Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes with fixed type-beds and travelling impression cylinders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 219960 -KLASSE 15i/. GRUPPE
, (Mich., V. St. Α.).
Zusatz zum Patente 211033 vom 10. März 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. September 1908 ab. Längste Dauer: 9. März 1923.
Das Hauptpatent betrifft eine Schnellpresse mit über mehreren Sätzen feststehender Formen hin und her bewegten Druckzylindern, sofern die Papierbahn sich je nach Wunsch durch eine verschiedene Anzahl Drucksätze leiten läßt und in ihrer Geschwindigkeit, der Anzahl der Drucksätze angepaßt, geregelt sowie der erforderlichen Geschwindigkeit entsprechend durch die Schleifenbilder in veränderlicher Weise beeinflußt werden kann.
Der Zweck vorliegender Erfindung besteht nun darin, die Mannigfaltigkeit der Papierbahnführung zu vergrößern, wodurch es möglich ist, gleichzeitig zwei Papierbahnen auf der Maschine bedrucken zu können. Die eine der gleichzeitig in der Presse bedruckten Papierbahnen kann dabei von allen vier Drücksätzen bedruckt werden, während die andere Papierbahn sich gleichzeitig auf einer oder auf mehreren Drucksätzen bedrucken läßt. Dabei können die Papierbahnen ein- oder mehrfarbig bedruckt werden.
Es kann auch in der Weise vorgegangen werden, daß die eine Papierbahn mehrfarbig und die andere nur schwarz bedruckt wird. Die eine Papierbahn läßt sich auch eventuell schneller bedrucken als die andere. Auf diese Weise ist es möglich, mit der Presse Zeitungen mit jeder gewünschten Seitenzahl, z. B.
2- bis 16-seitig; mit jedem Arbeitsgange herzustellen. Namentlich lassen sich 10- und 14-seitige Zeitungen erzeugen, was bei der den Gegenstand der Haupterfindung bildenden Presse nicht möglich ist.
Erreicht wird der angestrebte Zweck im wesentlichen dadurch, daß die Mäntel der Zu- und Abführwalzen der Breite der einzelnen Papierbahnen entsprechend geteilt sind und jeder Mantelteil mit einer der zugehörigen Papierbahn entsprechenden Geschwindigkeit gedreht werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, zwei Papierbahnen nebeneinander mit verschiedener Geschwindigkeit über dieselben Zu- und Abführwalzen zu leiten.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung dargestellt. Es bedeutet auf derselben:
Fig. ι einen schematischen Schnitt durch die Presse bei Verwendung von zwei Papierbahnen, von denen die eine durch sämtliche vier Drucksätze hindurchgeleitet ist, während die andere nur über zwei Drucksätze ihren Weg nimmt,
Fig. 2 eine Oberansicht von Fig. 1,
Fig. 3 eine Sonderdarstellung der Abliefervorrichtung in größerem Maßstabe, während
Fig. 4 einen senkrechten Schnitt durch die Ein- und Ausführwalzen für die Papierbahn, teilweise in Ansicht, veranschaulicht.
Jeder Drucksatz besteht aus einem festen Typen bett und einem darüber hin und her beweglichen Druckzylinder. Zwei der Typenbetten, nämlich 1 und 3, liegen in einer wage-
rechten Ebene, während die beiden anderen Betten 2 und 4 sich direkt über den Betten 1 und 3 befinden. Über den Typenbetten bewegen sich, die Druckzylinder τα, 2", 3α, 4u\ welche in üblicher Weise durch Kreuzköpfe miteinander verbunden sind und gleichzeitig über den Typenbetten hin und her bewegt werden.
Rechts und links zu jedem der Drucksätze sind Führungen' ib, ie, 2b, 2C, 30, 3C und 4*, 4C vorgesehen. Außerdem sind noch besondere äußere Führungen 5e und 5/ vorhanden und ferner sind noch zwischen den Zylindern Führungen 5C und 5/! in der Presse angebracht.
An dem Antriebsende der Presse sind die Transport- und Abliefervorrichtungen, sowie die Einrichtungen vorgesehen, um die Papierbahnen in Schleifen zu legen und sie in der üblichen Weise während der Druckarbeit in Stillstand zu bringen, sowie ihnen die erforderliche Beschleunigung zu erteilen.
Die Schleifenvorrichtungen bestehen aus einem senkrecht auf und ab beweglichen Rahmen 6, welcher in bekannter Weise unter Vermittelung einer Kurvenscheibe 6b und eines Hebels 6C angetrieben wird. Dieser Rahmen 6 trägt eine Anzahl unterer Schleifenbilderwalzen 6d, 6e und eine entsprechende Anzahl oberer Schleifenbilderwalzen 6-f und 6$. Gemeinsam mit den Schleifenbilderwalzen 6d, 6e arbeiten untere feste Papierbahnführungen 5" und 5*, während entsprechende obere Papierbähnführungen 5' und $■> mit den Schleifenbilderwalzen 6/ und 6^ zusammen arbeiten.
Die Einführungsvorrichtungen für die Papierbahnen bestehen aus einer zweiteiligen Walze 7 und ηα (Fig. 1 und 4), mit denen endlose Bänder Jc gemeinsam wirken, die in der üblichen Weise über Führungswalzen laufen.
Die Abschnitte 7 und ηα können so miteinander verbunden werden, daß sie sich wie eine einzige Walze drehen. Gewöhnlich erhalten sie aber einen unabhängigen Antrieb voneinander. Zu diesem Zweck ist der Abschnitt 7 (Fig. 4) auf der Welle yd fest angeordnet, während der Abschnitt Ja auf dieser Welle lose sitzt. Die Welle yd wird durch Zahnräder ye mit der gewünschten Geschwindigkeit von der Haüptkurbelwelle der Maschine aus angetrieben. Der Abschnitt^3 kann mit einer anderen Geschwindigkeit als die Welle jd unter Vermittelung von Stirnrädern 7Λ, j', yJ, yk seinen Antrieb erhalten. Die Zahnräder y' und yJ sitzen dabei auf einer Zwischenwelle 7'. . Das Zahnrad yk ist mit dem Abschnitt ya fest verbunden. Durch Auswechslung der Räder 7'' und 7' läßt sich die Geschwindigkeit, mit der der Antrieb des Abschnittes 7a erfolgt, ändern.
Die Abliefervorrichtung für die Papierbahn besteht ebenfalls aus zwei Abschnitten 8 und 8a, die den Abschnitten 7 und ya der Einführungswalze entsprechen. Der Antrieb der beiden Abschnitte 8 und 8a wird durch Zahnradgetriebe 8e und 8/ in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise so bewirkt, daß die entsprechenden Abschnitte 7 und 8 sowie ya und 8a stets die gleiche Umfangsgeschwindigkeit aufweisen. Gemeinsam mit den Walzenabschriitten 8 und 8a wirken die Bänder 8C zusammen.
Mit Hilfe dieser geteilten Einführungs- und Ablieferwalzen können zwei durch die Presse geführte Papierbahnen mit verschiedener Geschwindigkeit angetrieben werden. Die eine Papierbahn W bewegt sich über die Abschnitte 7 und 8 und sei als »schnelle« Papierbahn bezeichnet, während die andere Papierbahn w über die Abschnitte ya und 8" geführt wird und die »langsame« Papierbahn genannt sei.
In Fig. ι und 2 ist eine Führung der beiden Papierbahnen veranschaulicht. Die Papierbahnen gelangen von ihren Rollen W und w' und bewegen sich über eine Führung 5* nach aufwärts zu den Walzenabschnitten 7 und ya. Die Papierbahn W bewegt sich hierauf folgen-; dermaßen weiter: :
Von dem Rollenabschnitt 7 unter Führung 5 über Schleifenbilderwalze 6ä nach abwärts unter Führung 5a, dann nach aufwärts über Schlei-· fenbilderwalze 6e, hierauf nach abwärts unter Führung 5*, dann über Führungen 1*, ic, 3*, 3r; zwischen Zylindern τα und 3a und den Typenbetten ι und 3. Hierauf weiter zu den Führungen 5C und 5/ und zurück über Führungen \b, 4C 2b, 2C und unter die Zylinder 4", 2a. Hierauf weiter zur Führung 5!, dann nach abwärts unter den oberen Schleifenbilder 6f zur' Führung $J nach abwärts zum Schleifenbilder 6^, dann weiter über Führung 5* zum Abschnitt 8 der Ablief er walze, um zu den Wendestangen 5;, 5"! (Fig. 2) zu gelangen und zwischen den Schneid- und. Sammelzylindern 9 und ga weiter bearbeitet zu werden, wo eine Vereinigung mit der Papierbahn w erfolgt, worauf die Papierbahn der Falzvorrichtung gc von üblicher Bauart zugeführt wird.
Es sei darauf hingewiesen, daß die Papierbahn W vier Aufdrucke erhalten hat und dabei entweder mehrfarbig bedruckt werden kann, oder die Arbeit der Presse kann auch in der Weise verrichtet werden, daß auf den Betten ι und 3 zwei Aufdrucke nebeneinander auf der Papierbahn erfolgen, und daß auf den Betten 2 und 4 die Rückseite der Papierbahn bedruckt wird. Bei der letztgenannten Arbeitsweise würde man zweimal so viel Seiten bei jedem Arbeitsgange der Presse bedruckt erhalten als bei Anwendung des Mehr- farbendruckes. Es wäre aber dabei erforderlich, die Papierbahn W entsprechend schnell
durch die Presse zu bewegen. Durch die doppelte Schleifehbildung der Papierbahn wird dem schnellen Antriebe derselben Rechnung getragen.
Die Papierbahn w nimmt folgenden Weg:
Nachdem sie den Abschnitt γα der Einführungswalze verlassen hat, gelangt sie unter Führung 5, dann nach aufwärts über Schleifenbilder 6d nach abwärts unter Führung 5a und hierauf entweder in derselben Weise wie die Papierbahn W durch die Drucksätze, vorausgesetzt, daß die Papierbahn w mehrfarbig bedruckt werden soll, oder sie nimmt ihren Weg nach Verlassen der Führung ic über Führung 5e nach aufwärts, dann weiter über Führung 5'' und zurück über Führungen 2*, 2C unter den Zylinder za zur Führung 5·? nach der unteren Schleifenbilderwalze 6^ nach aufwärts über Führung 5fe zum Ablieferwalzenabschnitt 8a, um den Schneid- und Sammelzylindern 9 und ga zugeführt und mit der Papierbahn W vereinigt zu werden. Da die Papierbahn w bei der dargestellten Arbeitsweise nur über einen Satz der Schleifenbilderorgane geführt ist, wird sie langsamer als die Papierbahn W aus der Presse herausbewegt. \ Bei dem in Fig. 1 und 2 angenommenen Ausführungsbeispiel werden auf der Papierbahn W bei jedem Arbeitsgange der Presse acht Seiten und auf der Papierbahn w vier Seiten bedruckt, so -daß bei jedem Arbeitsgange der Presse im ganzen eine 12-seitige Zeitung erzeugt wird.
Wenn die Papierbahn w in derselben Weise durch die Presse geführt wird wie die Papierbahn W, dann lassen sich bei jedem Arbeitsgange der Presse 16 Seiten einfarbig oder acht Seiten zweifarbig bedrucken. Wird eine Papierbahn W nur von halber Breite (eine Seite breit) durch die Presse in der in Fig. 1 und 2 ersichtlichen Weise geleitet, dann lassen sich bei jedem Arbeitsgange der Presse acht Seiten auf der Papierbahn W einfarbig bedrucken, während auf der Papierbahn w zwei Seiten bedruckt werden können, so daß man im ganzen eine 10-seitige Zeitung erhält.
Man kann auch die Papierbahn W mit voller Breite und die Papierbahn w in halber Breite verwenden und erzeugt dann auf der breiten Papierbahn W 12 Seiten und auf der schmalen Papierbahn w zwei Seiten. Man würde also eine 14-seitige Zeitung erhalten.
Würde man die beiden Papierbahnen bei ihrer aus der Zeichnung ersichtlichen Führung mit gleicher Geschwindigkeit durch die Presse leiten, dann könnte man die Papierbahn W mit vier zweifarbigen Seiten und die Papierbahn w mit vier einfarbigen Seiten bedrucken. Die Papierbahnen ließen sich natürlich bei der beschriebenen Einrichtung der Presse leicht in der mannigfachsten Weise durch die Drucksätze leiten. Dabei werden stets die verschiedenen Papierbahnen über ein und dieselbe Schleifenbildervorrichtung, jedoch über . verschiedene Walzen derselben, geleitet, um den erforderlichen Ausgleich herbeizuführen.
Werden die Walzenabschnitte j, ηα sowie 8, 8a mit derselben Geschwindigkeit angetrieben, dann kann man beide Papierbahnen in gleicher Weise und mit derselben Geschwindig- , keit durch die Presse leiten. Desgleichen kann man dann auch eine einzige Papierbahn, die breiter als die Papierbahn W und eventuell so breit wie beide Papierbahnen W und w zusammen ist, verwenden und in der Presse bedrucken.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Schnellpresse mit über feststehenden Formen hin und her bewegten Druckzylindern nach Patent 211033, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks gleichzeitigen Hindurchführens zweier nebeneinanderliegender Papierbahnen die Mäntel der Zu- und Abführwalzen der Breite der einzelnen Papierbahnen entsprechend geteilt und jeder Mantelteil mit einer der zugehörigen Papierbahn entsprechenden Geschwindigkeit gedreht werden kann.
2. Schnellpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Papierzu- und Abführwalzen aus je zwei von einer gemeinsamen Welle durchzogenen Abschnitten (7, ηα bzw. 8, 8a) bestehen, welche durch eine Anzahl außerhalb der Walze liegender Zahnräder (ye bis yk) mit verschiedener Geschwindigkeit um ihre Achse angetrieben werden können.
Hierzu 1 Blatt .Zeichnungen,
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