DE188481C - - Google Patents

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DE188481C
DE188481C DENDAT188481D DE188481DA DE188481C DE 188481 C DE188481 C DE 188481C DE NDAT188481 D DENDAT188481 D DE NDAT188481D DE 188481D A DE188481D A DE 188481DA DE 188481 C DE188481 C DE 188481C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/18Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes
    • B41F3/20Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes with fixed type-beds and travelling impression cylinders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ* 188481 -KLASSE 15*?. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1907 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung
bildet eine Schnelldruckpresse derjenigen Art, welche unter der Bezeichnung »Duplexpresse« in verschiedenen Ausführungsformen bereits bekannt ist.
Bei diesen Pressen werden zwei feststehende Schriftformen verwendet, über welchen sich je ein Druckzylinder hin- und herbewegt, um auf diese Weise den Abdruck auf der zwischen
ίο dem Druckzylinder und der feststehenden Schriftform bewegten Papierbahn hervorzurufen. Die Arbeitsweise gestaltet sich dabei gewöhnlich so, daß die endlose Papierbahn zunächst zwischen der einen Form und dem einen Zylinder auf einer Seite einen Aufdruck erhält, um dann zwischen der zweiten Form und dem zweiten Zylinder auf der anderen Seite bedruckt zu werden. Die einfachen Duplexpressen können Zeitungen einfarbig bis höchstens acht Seiten in einem Arbeitsgange drucken.
Der Zweck vorliegender Erfindung besteht darin, die Leistungsfähigkeit derartiger Pressen zu verdoppeln und so weit zu steigern, daß jede Presse in einem Arbeitsgange bis 16 einfarbige Seiten zu bedrucken vermag. Natür-• lieh können auch von derselben Presse zwischen zwei und acht Seiten in zweifarbigem Druck bei jedem Arbeitsgange bedruckt werden.
Bei der einfachen bekannten Achtseitenduplexpresse war es überhaupt nicht möglich, einen zweifarbigen Druck zu bewirken.
Die neue Maschine kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß vier feststehende Schriftformen mit vier darüber hin- und herbewegten Druckzylindern und zwei Satz Schleifenbilder und Papierbahntransportvorrichtungen verwendet werden, falls mehr als acht Seiten einfarbig bedruckt werden sollen, wogegen zum zweifarbigen Druck von acht oder weniger Seiten nur ein Schleifenbilder und -eine Papiertransportvorrichtung arbeiten, während der andere Schleifenbilder und die andere Papiertransportvorrichtung außer Wirksamkeit gesetzt werden können. Sollen dagegen acht Seiten oder weniger einfarbig bedruckt werden, dann kommt auch nur ein Satz Schleifenbilder und eine Transportvorrichtung in Wirksamkeit, während wiederum die andere Transportvorrichtung und die über der Schriftform gewöhnlich hin- und herbewegten Zylinder außer Wirksamkeit gesetzt werden.
Die Papierbahnzuführungsvorrichtung sowie die Schleifenbilder und Abliefereinrichtung können mit Bezug auf die Formen und Zylinder in verschiedener Weise angebracht werden.
Auf beiliegenden Zeichnungen sind einige Beispiele hierfür angegeben, und zwar bedeutet:
Fig. ι die Seitenansicht einer vollständigen sechszehnseitigen Presse,
Fig. 2 eine schematische Schnittdarstellung der Presse gemäß Fig. 1,
Fig. 3 und 4 ähnliche Ansichten einer anderen sechszehnseitigen Presse,
Fig. 5 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Presse,
Fig. 6 zeigt die Verwendung einer derartigen Presse zum Bedrucken einer achtseitigen Zeitung in zwei Farben, während
Fig. 7 in einer Sonderdarstellung die Vereinigung der Papierlagen in einer einzigen Falzvorrichtung veranschaulicht.
Jede der dargestellten Pressen besteht aus vier Schriftformen i, ia, 2, 2,a, von denen die Formen ι und 2 und die Formen ia und 2a
ίο je in derselben Ebene liegen, wobei die beiden Ebenen parallel zueinander angeordnet sind. Über den Schriftformen lassen sich die Druckzylinder ib, ic sowie 2b, 2C hin- und herbewegen.
Die Zylinder 1* und ic werden von Kreuzköpfen 3 getragen, welche in den Seitenwänden des Maschinengestells in der für die Duplexpresse bekannten Weise hin- und hergleiten können, während die Zylinder 2* und 2C in ähnlicher Weise von Kreuzköpfen 3" getragen werden, welche sich zwangläufig mit den "Kreuzköpfen 3 verschieben lassen und zu diesem Zweck mit denselben durch Gelenkstangen 3* verbunden sind, so daß sämtliche Zylinder gleichzeitig über ihren Schriftformen hin- und herbewegt werden können. Die Kreuzköpfe 3 stehen ihrerseits durch Pleuelstangen 3C mit den Kurbelrädern 3^ in Verbindung, welche die für die bekannte Duplexpresse übliche Bauart aufweisen und bei ihrer Drehung die Kreuzköpfe 3 und 3a mit den Druckzylindern hin- und herführen.
Auf zwei der Schriftformen kann eine Papierbahn und auf den beiden anderen eine zweite Papierbahn beiderseitig bedruckt werden, wenn eine sechszehnseitige Zeitung in einer Farbe hergestellt werden soll.
Es sei nunmehr zunächst die Ausführungsform der Fig. 1, 2 und 7 beschrieben.
Bei dieser Ausführungsform ist an jedem Ende der Presse eine Papierbahnzuführungsvorrichtung vorgesehen, während die Abliefereinrichtungen sämtlich an einem Ende der Presse angebracht sind. Sämtliche Arbeitsteile werden von einer Hauptwelle gleichzeitig angetrieben, jedoch können zwei Druckzylinder und die damit zusammenhängenden Vorrichtungen außer Wirksamkeit gesetzt werden, falls nur eine achtseitige Zeitung einfarbig bedruckt werden soll.
Die Papierbahn w1, welche von der Walze W1 abgezogen wird (Fig. 2) erhält einen zweiseitigen Aufdruck auf den Schriftformen 1 und I" unter Vermittlung der Druckzylinder 1* und Ic. Die Papierbahn bewegt sich in Pfeilrichtung unter Führungen 4 und 4a zu den Zuführungswalzen 4* und 4C, nimmt dann weiter ihren Weg über den Schleifenbilder 4d, bewegt sich darauf abwärts unter die feste Führung 4e, über die Führung 4/, welche sich ebenso wie die Führung 4" gemeinsam mit dem Zylinder i* hin- und herbewegt und gelangt dann nach Passieren der Führung 4h und 4' über eine Führung 4J und zwischen Druckzylinder ic und Schriftform ia. Die Führungen äß und 4k bewegen sich mit dem Druckzylinder ic während der Arbeit der Maschine beständig hin und her.
Die Papierbahn nimmt dann weiter ihren Weg über Führung 4', unter den Schleifenbilder 4'" zu den Ablieferwalzen 4", woselbst die Papierbahn in zwei Hälften zerschnitten wird. Die eine Hälfte bewegt sich direkt zur Führung 40 in die Falzvorrichtung F, während die andere Hälfte durch die Wendevorrichtung 4P in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise ihre Richtung ändert, um nach Durchlaufen der Führungen 4? und 4'' (Fig. 2) ebenfalls der Falzvorrichtung F übermittelt und mit der ersten Hälfte vereinigt zu werden.
Die Zuführungswalzen 4b und werden durch eine Zahnradübersetzung von der Welle 5 aus (Fig. 1) angetrieben, welche einen Hebel 5a (Fig. 2) auf- und abbewegt, der mit dem die Schleiferbilderwalzen 4d und 4"1 tragenden Rahmen 5* verbunden ist. Gleichzeitig werden die Walzen 471 von der Hauptwelle aus in bekannter Weise angetrieben.
Die zweite Papierbahn n>2, welche von der Papierwalze W2 abläuft, bewegt sich zunächst unter eine Führung 6a zu den Zuführungswalzen 6* und 6C, gelangt hierauf zu dem Schleifenbilder 6d, um dann unter die Führung 6e in Pfeilrichtung über die Führung 6/ zu gelangen und zwischen dem Zylinder 2b und der Form 2 einen Aufdruck zu erhalten. Hierauf bewegt sich dann die Papierbahn weiter über Führung 6s und gelangt dann über Führungen 6h undo*, um nach Passieren einer Führung 6J einen zweiten Aufdruck zwischen dem Zylinder 2C und der Form 2a zu erhalten.
Die Bahn bewegt sich dann weiter über Führung 6/c, welche mit der Führung 6J eine gemeinsame Hin- und Herbewegung mit dem Zylinder 2C ausführt, während die Führungen 6f und 6s mit dem Zylinder 2b hin- und herbewegt werden. Nach Verlassen der Führung 6k bewegt sich die Papierbahn über eine Führung 6l und unter eine Führung 6'", um dann nach Durchlaufen der Führungen 6X, 6y und 6? zur Ablieferwalze 6n zu gelangen, welche sich oberhalb der Ablieferwalze 4" befindet. An dieser Stelle wird die Papierbahn in zwei Hälften zerschnitten, von denen die eine direkt über Walze 6° zur Falzvorrichtung gelangt, während die andere Hälfte durch die Wendestangen 6p, welche ähnlich wie die Wendestangen 4P angebracht sind, eine Richtungsänderung erfährt, um dann nach Verlassen der Führungen 6? und 6r ebenfalls in die Falzvorrichtung F zu gelangen, in welcher
die geteilte Papierbahn n^ mit der Papier-: bahn w1 vereinigt wird.
Die Zuführwalzen 6b und 6C werden von der Welle 7 aus angetrieben, die mit der Welle 5 synchron umläuft und mit Hilfe einer Kurvennutscheibe einen Hebel ya auf- und abbewegt, der mit dem die Schleifenbilder 6d und 6m tragenden Gestell 7* in A^erbindung steht. Die Schleifenbildung erfolgt daher an beiden Enden der Presse in gleicher Weise.
Der Antrieb der Welle 7 wird von der Welle 5 unter Vermittlung von Kegelrädern und einer in Längsrichtung der Maschine verlaufenden Welle abgeleitet, wie dies in Fig. 1 zu ersehen ist. Zu diesem Zwecke sitzt auf der Welle 5 ein Zahnrad 5?, welches unter Vermittlung eines zweiten Zahnrades die das Kegelrad 5* tragende Welle antreibt. Das Kegelrad 5* kämmt mit einem Kegelrade 5/, welches auf der Welle 51" angebracht ist. Das andere Ende dieser Welle trägt ein Kegelrad yx, welches mit einem Kegelrade 7^ in Eingriff steht. Von diesem Kegelrade aus wird unter Vermittlung eines Zahnrades 7? die Welle 7 (Fig. 2) angetrieben.
Die Welle 51^ besteht aus zwei Teilen, welche durch eine Kupplung 5" (Fig. 1) verbunden sind. Durch Ausrücken dieser Kupplung kann der rechtsseitige Antrieb für die Papierbahn j*;2 und die Schleifenbilder ausgeschaltet werden.
Die Ablieferwalze 6" kann unter Vermittlung eines Zahnrades 6W (Fig. 1) mit derselben Geschwindigkeit angetrieben werden wie die Ablieferwalze 4". Wichtig ist natürlich nur, daß die beiden Papierbahnen so transportiert werden müssen, daß sie in der Falzvorrichtung zur rechten Zeit und in der richtigen Lage eintreffen.
Jede Maschinenhälfte, zu denen einerseits die Schriftformen 1 und ia, und andererseits die Schriftformen 2 und 2a gehören, kann eine achtseitige Zeitung einfarbig bedrucken. Sollen weniger als sechszehn Seiten in einem Arbeitsgange hergestellt werden, dann ist es möglich, eine Papierbahn von halber Breite auf der einen Maschinenhälfte und eine Papier-" bahn von ganzer Breite auf der anderen Hälfte herzustellen. Auf diese Weise kann man mit der Presse eine zehn-, zwölf- oder vierzehnseitige Zeitung bedrucken. Sollen acht Seiten oder weniger einfarbig gedruckt werden, dann wird die rechte Maschinenhäffte durch Ausrückung der Kupplung fh
und Abschaltung der Gelenkstange 3* vom Kreuzkopf außer Wirksamkeit gesetzt.
Mit der Presse kann man auch einen imehrfarbigen Druck herstellen, indem man die Papierbahn zunächst einfarbig bedruckt und sie hierauf mit einem zweiten, andersfarbigen Druck versieht. Beispielsweise kann die Papierbahn w1, nachdem sie auf der einen Seite von der Form 1 einfarbig bedruckt ist, direkt der Form 2 und dem Zylinder 2* zugeführt werden, um auf derselben Seite andersfarbig bedruckt zu werden. Man kann darauf die Papierbahn über Führungen 6e und 6l so zurückführen, daß sie auf der anderen Seite zwischen dem Zylinder 2C und der Form 2a einen Aufdruck mit einer Farbe erhalten, um zwischen dem Zylinder ic und der Form ia auch auf der zweiten Seite den zweifarbigen Aufdruck zu erhalten. Hierauf kann die Papierbahn über Führung 4' der Abliefervorrichtung in der aus Fig. 2 ersiehtliehen Weise zugeführt werden.
In ähnlicher Weise kann man auch die Papierbahn jp2 durch beide Pressenhälften bewegen und mit dem zweifarbigen Aufdruck versehen. 1
Die Papierbahn wx kann man, wenn sie zweifarbig bedruckt werden soll, durch beide Schleifenbildervorrichtungen bewegen. Es ist dies aber nicht unbedingt erforderlich; vielmehr genügt es auch, nur eine Schleifenbildervorrichtung in Wirksamkeit zu setzen.
Man könnte auch eine Papierbahn einfarbig auf beiden Seiten bedrucken und hierauf nur die eine Seite derselben mit einem zweiten farbigen Druck versehen, indem man die Papierbahn nur über drei Schriftformen bewegt. Eine · andere Möglichkeit besteht darin, daß man eine Papierbahn zunächst auf einer unteren Schriftform, beispielsweise der Schriftform 1, bedruckt und hierauf auf einer der oberen Schriftformen, beispielsweise derjenigen 2a, auf der zweiten Seite mit einem Druck versieht, ohne einen mehrfarbigen Druck anzuwenden.
Die Presse ist so eingerichtet, daß die Papierbahn auf Wunsch über einen der Druckzylinder frei fortbewegt werden kann, wenn die Bahn durch die betreffende Schriftform einen Aufdruck nicht erhalten soll.
Dadurch, daß die Papierzuführungsvorrichtungen an den beiden Pressenenden angebracht sind, können die beiden Schriftformen sehr dicht aneinandergerückt und die ganze Maschine verhältnismäßig kurz gehalten werden. Außerdem gestaltet sich die Papierführung für den Mehrfarbendruck sehr günstig.
Die Ausführungsform der Fig. 3
und 4.
Bei · dieser Ausführungsform wird eine Papierbahn n>x über die Führungen 4ä und 4*, dem Schleifenbilder 4C und weiter über Führungen 4d und 4e der Schriftform 1 zugeführt. Hierauf bewegt sich die Papierbahn nach Durchlaufen der Führungen 4S" und 4Λ zu der oberen Schriftform i", indem sie über Führung 4! zwischen Zylinder ie und Form xa
und dann weiter über Führung 4J geleitet wird. Hierauf nimmt die Papierbahn weiter ihren Weg über Führung 4k, über Schleifenbilder 41 zur Abliefervorrichtung 4'", wo ein Zerlegen der Papierbahn in zwei Teile erfolgt. Die eine Hälfte der Papierbahn bewegt sich über die Wendevorrichtung 40 und die Führungen 4P und 4? zur Falzvorrichtung F, während die andere Hälfte direkt über Führung 4'' der Falzvorrichtung zugeführt wird. Die Vereinigung der beiden Papierbahnhälften erfolgt in der Falzvorrichtung in bekannter Weise.
Von der an der rechten Maschinenseite vorgesehenen Papierwalze W2 wird eine zweite Papierbahn w2 (Fig. 4) abgezogen, welche die Führung 6a von unten umgreift, um der Zuführungsvorrichtung 6* und dem Schleifenbilder 6C zugeführt zu werden. Diese Teile entsprechen den Organen 4* und der Fig. 1 und 2. Die Papierbahn bewegt sich dann weiter über Führung 6e zwischen Zylinder 2b und Form 2, dann weiter über Führung 6f und nimmt dann ihren Weg über Führungen 6° und 6h zu den sich gemeinsam mit dem Zylinder 2C hin- und herbewegenden Führungen 6' und 6J, welche oberhalb der Schriftform 2a vorgesehen sind. Hierauf bewegt sich die Papierbahn weiter über Führung 6k, über Schleifenbilder 6l und gelangt zur Abliefervorrichtung 6m, um an der Führung 6" in zwei Hälften zerlegt zu werden. Die eine Papierbahnhälfte bewegt sich über die Wendevorrichtung 6° und gelangt nach Durchlaufen der Führung 6? zur Falzvorrichtung F, während die andere Hälfte direkt über Führung 6r der Falzvorrichtung übermittelt wird. In der letzteren werden beide Hälften der Papierbahn wx und 22 zu einer Zeitung vereinigt.
Die Zuführungsvorrichtungen 6b (Fig. 3 und 4) werden übereinstimmend und gleichzeitig mit den Zuführungsvorrichtungen 4* unter Vermittlung einer Anzahl Zahnräder 6S angetrieben, welche ihrerseits von einem Kegelrade 6* unter Vermittlung eines Kegelrades Ja ihren Antrieb erhalten. Das letztere sitzt auf einer in Längsrichtung zur Presse verlaufenden Welle 7, welche unter Vermittlung der Kegelräder 5e und "jb in Drehung versetzt wird.
Auf derselben Welle mit dem Kegelrade 5e sitzt ein Zahrad 5·^, welches mit einem Zahnrade 5s' der Welle 5d kämmt. Der Antrieb findet demzufolge von dieser Wrelle aus statt.
Eine Kupplung Jc ermöglicht, die eine Hälfte der Welle 7 derart auszuschalten, daß nur noch die eine Pressenhälfte angetrieben wird. Zu diesem Zwecke ist es natürlich auch noch erforderlich, die Gelenkstangen 3*, welche die Kreuzköpfe 3 mit den Kreuzköpfen 3" verbinden, auszuschalten.
Auch die Abliefervorrichtung 6m' wird von den Triebrädern 6" aus unter Vermittlung besonderer Zahnräder 6? angetrieben.
Die Schleifenbilder 6C und 6' (Fig. 3 und 4) sitzen auf einer Stange 8, welche dieselben Bewegungen wie die Stange 5 ausführt und von derselben aus auch ihren Antrieb erhält. Zu diesem Zwecke ist die Stange S mit einem Winkelhebel 5fc versehen, welcher durch eine Gelenkstange 8* mit dem Winkelhebel 8a verbunden ist, dessen oberes freies Ende sich der Stange 8 anschließt. Von der Kurvenbahn 5C aus werden daher beide Gruppen Schleifenbilder gleichzeitig und in Überein-Stimmung angetrieben. Wird nur mit der einen Maschinenhälfte gearbeitet, dann schaltet man einfach die Verbindungsstange 8* aus, demzufolge der Antrieb der Schleifenbilder 6C und 6! unterbleibt.
Werden die Papierbahnen in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise durch die Presse geleitet, dann kann eine Zeitung von mehr als acht bis höchstens sechszehn Seiten auf der Presse bedruckt werden, indem man eine Papierbahn wx von voller Breite und eine Papierbahn »>2 für zwei, vier, sechs oder acht Seiten verwendet. Die in Fig. 3 und 4 dargestellte Presse kann auch zum Bedrucken einer Papierbahn in mehreren Farben Verwendung finden.
Die Arbeit könnte dabei in der Weise vor sich gehen, daß unter Fortlassung der Papierbahn jj>2 die Papierbahn wx, nachdem sie auf der einen Seite zwischen der Form 1 und dem Zylinder 1* bedruckt ist, direkt zur Form 2 und dem Zylinder 2* hingeführt wird. Über diese Form kann sich die Bahn wx dann in derselben Weise wie bei der Darstellung in Fig. 4 die Bahn vv1 bewegen, bis sie die Führung 6k erreicht. Sie kann dann direkt der Abliefervorrichtung 6m oder der Form ia und dem Zylinder ic übermittelt werden, um zur Abliefervorrichtung 4"1 zu gelangen.
Im ersten Falle könnte die Papierbahn auf der Form 1 einen schwarzen Druck und auf der Form 2 auf derselben Seite einen farbigen Druck erhalten, während die zweite Seite auf der Form 2a schwarz bedruckt werden könnte. Im zweiten Falle kann die Papierbahn wx auf der Form 1 einen einseitigen schwarzen Aufdruck, und auf der Form 2 auf derselben Seite einen farbigen Aufdruck erhalten, um dann auf der Form 2.a auf der zweiten Seite mit einem farbigen, und schließlieh auf der Form ia auf derselben zweiten Seite mit einem schwarzen Aufdruck versehen zu werden.
Es ist klar, daß eine Papierbahn durch die Presse so geführt werden kann, daß sie auf verschiedene Weise mehrfarbig bedruckt wird, wobei man auf Wunsch aber auch die
Papierbahn nur auf einer Seite zu bedrucken braucht.
Die Ausführungsform der Fig. 5
- und 6.
Bei der Presse gemäß der in Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform sind sowohl sämtliche Schleifenbilder als auch beide Sätze Einführungs- und Abliefervorrichtungen an dem einen Pressenende vorgesehen. Das Verständnis für die Einrichtung der Presse läßt sich am besten bei Betrachtung des Papierlaufes verfolgen.
Eine Papierbahn W (Fig. 5) wird von der Papierrolle W1 abgezogen, bewegt sich unterhalb der Führung 3" zu den Einführungswalzen 4, gelangt hierauf über den Schleifenbilder ζα, dann unter die Führung 3*, zwischen den Zylinder i* und die Form 1, wobei sie von den sich gemeinsan mit dem Zylinder 1* hin- und herbewegenden Führungen 3C und 3rf gehalten wird. Hierauf nimmt die Bahn weiter ihren Weg über Führungen 3e, 3/, $s und 3ft und kommt dann zwisehen den Zylinder 2C und die Form 2a, wobei sie von den Führungen 3·/ und 31' gehalten wird. Die Papierbahn bewegt sich hierauf weiter über Führungen 3fe, 3' und 3'" zum Schleifenbilder 5d und zur Abliefervorrichtung 6, wo sie in zwei Hälften zerschnitten wird. Die Hälfte η>Λ geht direkt über Führung 3 ° zur Falzvorrichtung F, welche sich am Ende der Maschine befindet, während die andere Hälfte w1 nach Durchlaufen der Wendevorrichtung 3? und der Führungen 3? und 3'" der Falzvorrichtung F zugeführt wird. In der letzteren findet eine Vereinigung beider Hälften statt.
Eine zweite Papierbahn W2 (Fig. 5) kommt von der Papierwalze W3, bewegt sich unterhalb der Walze Ja zur Einführungsvorrichtung 4a, welche in derselben Weise wie die Einführungsvorrichtung 4 angetrieben wird und die Papierbahn dem Schleifenbilder 5* zuführt. Die Papierbahn W'1 nimmt dann weiter ihren Weg zur Führung Jb und zu den an beiden Seiten des Zylinders ic vorgesehenen Führungen 7C und yd. Hierauf bewegt sich die Bahn weiter über Führungen 7e, jf, 78 und jh zu den dem Zylinder 2* angehörigen Führungen 7' und 7Λ Die Papierbahn bewegt sich dann weiter zu den Führungen 7ft, 7' und 7m, um nach Durchlaufen des Schleifenbilders 5C und einer Führung 7" die Abliefervorrichtung 6a zu erreichen. An dieser Stelle wird die Papierbahn in zwei Hälften zerlegt, von denen die eine w* direkt über Führung 70 zur Falzvorrichtung Fgelangt, während die andere #>* nach Durchlaufen der Wendevorrichtung 7P und der Führungen 7? und 7r der Falzvorrichtung zugeführt wird, in welcher sämtliche vier aus den Papierbahnen W und W2 erzielten Hälften vereinigt werden.
Die beiden Einführungsvorrichtungen 4 und 4a, welche dieselbe Bauart wie bei der üblichen Duplexpresse aufweisen, werden zweckmäßig synchron angetrieben, um ein übereinstimmendes Durchlaufen der Presse durch beide Papierbahnen zu ermöglichen. ■. Das gleiche gilt für die Abliefervorrichtungen 6 und 6a.
Den übereinstimmenden Antrieb kann man leicht dadurch erzielen, das sämtliche Teile von einer Welle aus unter Verwendung geeigneter Zwischenräder ihren Antrieb erhalten.
Die Schleifenbilder ζα, 5έ, 5C und $d sorgen wie die bekannten Schleifenbilder an der Duplexpresse für stetes Gespannthalten der Papierbahn. Während jedoch bei der übliehen Bauart der Presse nur ein Satz Schleifenbilder vorhanden ist, werden bei der vorliegenden Presse zwei Sätze solcher Schleifenbilder für die zwei Papierbahnen verwendet. Sämtliche Schleifenbilder 5a, 5*, 5C, 5rf (Fig. 5) sitzen bei der dargestellten Ausführungsform auf denselben Trägern 5, welche durch Hebel 5/ (Fig. 6) von einer Kurvennutscheibe 5# aus abwechselnd gehoben und gesenkt werden und dadurch gleichzeitig sämtliche Schleifenbilder antreiben.
Jede der Papierbahnen W und W2 wird der Presse ununterbrochen zugeführt und entnommen. Der Teil zwischen den Ein- und Auslaufstellen erfährt aber durch die Hin- und Herbewegung der Schleifenbilder eine zeitweilige Unterbrechung, und während dieser Zeit rollen die Zylinder über die feststehenden Schriftformen und bewirken den Aufdruck. Gleich darauf ziehen die Schleifenbilder die Papierbahn um das gewünschte Stück vorwärts. Diese Arbeit geschieht in derselben Weise wie bei der bekannten Duplexpresse.
Wie Fig. 5 erkennen läßt, wird die Papierbahn W nicht von zwei direkt übereinanderliegenden Schriftformen auf beiden Seiten bedruckt, sondern der Druck der einen Seite erfolgt von einer Schriftform der einen Pressenhälfte in einer anderen Ebene als der Druck der anderen Seite, und zwar wird die eine Papierbahn von den Schriftformen 1 und 2,a, und die zweite Papierbahn von den Schriftformen ia und 2 bedruckt. Die Papierbahnen W und W'2 werden zu diesem Zweck unterhalb der Schriftform 2 entlang geführt.
Die Führungen 3/, 7/, 3«, 7s, 3*, 7'1, sk, 7k und 3e, 7e werden zwangläufig in Drehung versetzt, um den Papiertransport zu unterstützen.
Weisen die beiden Papierbahnen ihre volle Breite auf, dann kann bei der Ausführungsform der Fig. 5 in jedem Arbeitsgange eine
sechzehnseitige Zeitung bedruckt werden. Ist nur die eine Papierbahn von voller Breite, während die andere Bahn von halber Breite ist, dann kann eine zehn-, zwölf- oder vierzehnseitige Zeitung mit der Presse erzeugt werden. Soll die Zeitung acht oder weniger Seiten aufweisen, dann ist nur eine Papierbahn notwendig, welche auf der einen Maschinenseite fertig bedruckt wird, während
ίο die andere Maschinenseite ausgeschaltet werden kann.
Soll zweifarbig gedruckt werden, dann kann man in der aus Fig. 6 ersichtlichen Weise eine einzige Papierbahn W verwenden, welche sich durch die Maschine folgendermaßen führen läßt:
Über Führung 3fl, Schleifenbilder 5a, Führungen 3έ, 3C, 3«*, 3e, 7J, γ, 7h, 3'1, 3', 3Λ T, 7d, 7°, 7b, 7m, Schleifenbilder Sc und zur Abliefervorrichtung 6a, wo eine Zerlegung der Papierbahn in zwei Hälften stattfindet. Die eine Hälfte ;^2 bewegt sich über die Wendevorrichtung 7P und gelangt über Führungen 3? und 7r zur Falzvorrichtung F, während die andere Bahn wx über Führung 70 direkt der Falzvorrichtung F zugeführt wird. Auf diese Weise kann die Papierbahn auf den Schriftformen ι und 2a schwarz und auf den Formen 2 und ia farbig bedruckt werden. Die Papierbahn ließe sich aber auch noch in anderer mannigfacher Weise durch die Presse leiten.
Die dargestellten Ausführungsformen zeigen
keinerlei Farbvorrichtungen; es ist aber leicht ersichtlich, daß diese in der für Duplexpressen üblichen Bauart für jede Maschinenhälfte gesondert vorgesehen werden können.

Claims (6)

Patent-An Sprüche:
1. Schnelldruckpresse mit über feststehenden Formen hin- und herbewegten Druckzylindern, dadurch gekennzeichnet, daß in zwei übereinander angeordneten Ebenen je zwei feststehende Schriftformen mit den dazugehörigen Druckzylindern vorgesehen sind, und daß die Papierbahnführungsvorrichtungen derart angeordnet sind, daß sie es ermöglichen, zwei Papierbahnen auf je zwei der Schriftformen beiderseitig einfarbig zu bedrucken, oder eine Papierbahn über sämtliche vier Schriftformen zu bewegen und sie dabei mit mehrfarbigem Druck zu versehen.
2. Schnelldruckpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei der übereinander vorgesehenen Druckzylinder (2* und 2C) durch Verbindungsstangen von den der anderen Maschinenhälfte angehörigen Druckzylindern (i* und Ic) bei
deren Hin- und Herbewegen derart mitgenommen werden, daß nach Lösung der Verbindung die zweite Maschinenhälfte vollständig ohne Beeinträchtigung des Ganges für die andere Hälfte ausgeschaltet werden kann.
3. Schnelldruckpresse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifenbilder und Transportwalzen für die zweite Maschinenhälfte von den der ersten Maschinenhälfte angehörigen Getrieben unter Verwendung einer mit lösbarer Kupplung versehenen Welle aus in Bewegung gesetzt werden, um auch die Schleifenbilder und Papierbahntriebwalzen für die zweite Maschinenhälfte außer Gang zu setzen, falls nur mit der einen Maschinenhälfte gearbeitet werden soll.
4. Schnelldruckpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Stirnseiten der die vier feststehenden Schriftformen mit darüber hin- und herbewegten vier Zylindern aufweisenden Presse je ein Satz Schleifenbilder und je eine Paplerbahnzuführungsvorrichtung vorgesehen sind, zum Zwecke, die Schriftformen der beiden Maschinenhälften und die dazugehörigen Teile möglichst nahe aneinanderrücken zu können und die Möglichkeit zu schaffen, auf jeder der beiden übereinander vorgesehenen Schriftformen (1, xa und 2, 2,a, Fig. 2) eine Papierbahn beiderseitig zu bedrucken.
5. Schnelldruckpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifenbilder (4C, 4l, 6C, 6l, Fig. 4) der beiden Maschinenhälften unter Vermittlung von an sich bekannten Winkelhebeln (S/c und 8") und lösbaren Verbindungsstangen (8*) gemeinsam auf- und abbewegt werden, wobei nach Lösen dieser Verbindungsstangen der Antrieb der Schleifenbilder der zweiten Maschinenhälfte unterbrochen werden kann.
6. Schnelldruckpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vier Schleifenbilder (5", 5*, 5C und 5"*, Fig. 5) für beide Maschinenhälften in derselben senkrechten Ebene übereinander liegen und von einer gemeinsamen Stange (5) auf- und abbewegt werden, während die Presse mit Führungen versehen ist, die es er-, möglichen, die Papierbahnen so durch die Presse zu leiten, daß jede dieser Bahnen von in beiden Maschinenhälften in verschiedenen Ebenen angebrachten Schriftformen (1, 2a, 2, ia) beiderseitig bedruckt werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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