DE224910C - - Google Patents

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DE224910C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F5/00Rotary letterpress machines
    • B41F5/04Rotary letterpress machines for printing on webs
    • B41F5/08Rotary letterpress machines for printing on webs with several printing units in both superimposed and sequential arrangement

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15if. GRUPPE
(Mich., V. St. Α.).
von Zeitungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. September 1907 ab.
Die in erster Linie für Zeitungsdruck bestimmten Rotationsdruckpressen besitzen als wesentlichste. Bestandteile die sogenannten Form- und Druckzylinder, von denen die ersteren bisher einen so großen Durchmesser aufweisen, daß sie in Richtung ihres Umfanges zwei.Stereotypplatten, von denen jede der Flöhe einer Zeitungsseite entspricht, aufnehmen können. Die Papierbahn, welche sich
to während der Arbeit der Maschine derart kontinuierlich zwischen den Form- und Druckzylindern bewegt, daß sie von dem einen Formzylinder ihren Schöndruck und von einem zweiten Formzylinder ihren Widerdruck erhält, kommt somit nacheinander mit den beiden in Richtung des Umfanges angeordneten Stereotypplatten des Formzylinders in Berührung;
Gemäß vorliegender Erfindung besitzt nun jeder Formzylinder einen Umfang, der der Länge nur einer Druckseitenhöhe entspricht. Sie wird demzufolge auch nur mit einer Druckplatte bespännt, welche nicht mehr wie bisher eine halbzylindrische Form aufweist, sondern den Formzylinder rohrförmig umgibt. Hierdurch soll erreicht werden, daß gegenüber den bekannten Platten, bei denen jeder Formzylinder in Richtung seines Umfanges zwei halbzylindrische Stereotypplatten trägt, mit der halben Druckplattenzahl die gleiche Leistung wie bisher, oder mit der gleichen Druckplattenzahl die doppelte Leistung, also z. B. der Druck einer iöseitigen Zeitung in doppelter Auflage erzielt wird.
Um diese oder andere sich hieraus ergebende Vorteile klar erläutern zu können, sei auf beiliegende Zeichnungen verwiesen.
Es bedeutet:
. Fig. ι eine Gesamtansicht der neuen Presse, Fig. 2 eine Oberansicht derselben,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Presse bei Führung der Papierbahn für einfarbigen Druck,
Fig. 4 einen gleichen Schnitt durch die Presse bei Führung der Papierbahn für mehrfarbigen Druck,
Fig. 5 einen Schnitt durch einen Formzylinder mit der darauf sitzenden rohrförmigen Stereotypplatte, während
Fig. 6 bis 10 schematische Darstellungen veranschaulichen, mit deren Hilfe zunächst die Vorteile der Maschine dargelegt werden sollen.
Betrachtet man zunächst die Fig. 6 und 7, so ergibt sich folgendes:
War jeder Formzylinder
dies bisher allgemein üblich,
nes Umfanges mit zwei
P1, P2 bedeckt, dann wurde
welche bei der Arbeit der Presse kontinuierlich an dem Formzylinder 1 entlang bewegt wurde, bei jeder Formzylinderumdrehung von den Stereotypplatten P1 und P2 bedruckt. Die beiden Stereotypplatten konnten entweder den Text zweier verschiedener Zeitungsseiten aufweisen oder eine Wiederholung derselben Seite bilden. In jedem Falle' erfolgt der Druck der beiden Stereotypplatten auf die Pa-
i. (Fig. 6), wie in Richtung sei-Stereotypplatten die Papierbahn,
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pierbahn abwechselnd, indem bald die eine, bald die andere Platte mit der Papierbahn in Berührung trat. Besitzt dagegen, wie dies in Fig. 7 schematisch angedeutet, der Formzylinder ι nur einen solchen Umfang, daß er der Länge einer Druckseitenhöhe entspricht, und bedeckt man diesen Formzylinder mit einer Stereotypplatte P, die den Formzylinder rohrförmig umgibt und welche ihrerseits in Richtung ihres Umfanges der Höhe einer Zeitungsseite entspricht, dann wird diese Zeitungsseite nur mit der erforderlichen Randunterbrechung· fortlaufend auf der Papierbahn w abgedruckt. Setzt man für beide Fälle, nämlich der Fig. 6 und 7, die gleiche Umfangsgeschwindigkeit der Formzylinder 1 voraus, dann wird der Formzylinder der Fig. 7 nur die doppelte Umdrehungszahl des Formzylinders gemäß Fig. 6 ausführen müssen, wenn man die Papierbahnen w in beiden Fällen mit derselben Seitenzahl in der gleichen Zeit bedrucken will, trotzdem gemäß Fig. 7 nur eine Stereotypplatte P verwendet wird, während gemäß Fig. 6 zwei halbzylindrische Stereotypplatten erforderlich sind.
Will man nun beispiels\veise eine vierseitige Zeitung drucken, so geschieht dies bei der alten Maschine mit Hilfe zweier Formzylinder, deren jeder vier Platten trägt, und einer Papierbahn. Dabei waren zwei in der Umfangsrichtung des Fprmzylinders einander folgende Platten gleich und stellten eine gegenseitige Wiederholung voneinander dar, druckten also bei einem Zylinderumlauf zweimal dieselbe Seite.
Bei Benutzung der Erfindung sind nicht acht Platten auf zwei Formzylindern, sondern nur vier Platten auf zwei Formzylindern nötig, und es arbeitet jede Druckplatte ununterbrochen bei Verdoppelung der Tourenzahl des Formzylinders, während bei der alten Maschine die Druckplatten nur abwechselnd zum Abdruck gelangten.
Um eine achtseitige Zeitung auf einer Maschine nach alter Bauart drucken zu können, sind auf jedem Formzylinder, wie dies aus Fig. 8 ersichtlich ist, auch zwei Stereotypplatten nebeneinander angeordnet, so daß jeder Formzylinder nach der alten Bauart der Maschine vier halbzylindrische Stereotypplatten P1, P2 ; Pz, Pi aufnimmt. Mit zwei solcher Formzylinder läßt sich auf einer Papierbahn eine achtseitige Zeitung in Schön- und Widerdruck erzeugen. Der eine Zylinder würde in diesem Falle die Papierbahn w auf der einen Oberfläche mit den Seiten I, II, III und IV bedrucken, während die Seiten V bis VIII von dem zweiten Formzylinder im Widerdruck hervorgerufen werden. ■ Zwei Formzylinder mit den beiden zugehörigen Druckzylindern seien im weiteren Verlauf der Beschreibung der besseren Übersicht wegen ein Druckzylindersatz genannt. Zur Herstellung einer ioseitigen Zeitung würde man, wie leicht ersichtlich, zwei Druckzylindersätze zum Bedrucken von zwei Papierbahnen benötigen, von denen jeder zwei Form- und zwei Druckzylinder aufweist, und wobei ferner jeder Druckzylindersatz auf einer Papierbahn acht Seiten in Schön- und Widerdruck erzeugen kann.
Nimmt man ferner an, daß eine Presse für ioseitigen Zeitungsdruck zwei Druckzylindersätze mit im ganzen vier Formzylindern aufweist, von denen jeder vier Stereotypplatten aufnehmen kann, so geht hieraus hervor, daß die vier Formzylinder im Höchstfalle 16 Stereotypplatten aufzunehmen vermögen und daß zur Herstellung einer ioseitigen Zeitung die vier Stereotypplatten jedes Formzylinders vier verschiedenen Seiten entsprechen müssen.
Von dieser Voraussetzung ausgehend, trägt der Formzylinder 1 der Fig. 8 vier Stereotypplatten P1, P2, P3, Pi, von denen jeder einer Druckseite I, II, III, IV entspricht.
Bei jeder Umdrehung des Formzylinders 1 werden die vier Seiten einmal auf die Papierbahn w gedruckt, und zwar werden bei einer halben Drehung des Formzylinders die beiden Seiten I und II und bei der nächsten halben Drehung die Seiten III und IV erzeugt. Jedesmal, wenn die StereotypplattenP1 und P" ihren Aufdruck auf die Papierbahn bewirken, sind die Platten P3 und P* untätig und umgekehrt, wenn die letzteren ihren Aufdruck vornehmen, sind die Platten P1 und P2 untätig.
Nachdem die Papierbahn durch die Schneidzylinder K an den Trennungsstellen der Seiten zerschnitten ist, muß dafür gesorgt wer- 1Oo den, daß die Seiten I, II und III, IV aufeinander zu liegen kommen. Dies wird durch die bekannten Sammelvorrichtungen bewirkt, welche die Bauart der Presse komplizieren und die Geschwindigkeit der Presse beeinträchtigen.
Betrachtet man demgegenüber die Fig. 9, gemäß welcher die Formzylinder nur einen der Höhe einer Zeitungsseite entsprechenden Umfang besitzen, so ergibt sich folgendes :
Statt die vier Stereotypplätten P1, P"1, P3, P1 auf einem Formzylinder, wie dies in Fig. 8 dargestellt ist, anzuordnen, werden die vier rohrförmigen Stereotypplatten p1, p2, ps, pl auf zwei Formzylinder 1 verteilt, von denen jeder eine Papierbahn w fortlaufend bedruckt. Die eine Papierbahn erhält dabei den Aufdruck der Seiten Ia und Ha, während die zweite Papierbahn mit dem Aufdruck; der Seiten IHa und IVa versehen wird.
Man ersieht hieraus, daß durch die neue Presse mit derselben Anzahl der Platten
gegenüber der alten Bauart der Presse die doppelte Leistung erzielt werden kann. Es wird allerdings die doppelte Anzahl der Formzylinder und Papierbahnen wie bisher notwendig, und die Formzylinder laufen auch mit der doppelten Tourenzahl. Dies fällt aber nicht ins Gewicht, wenn man bedenkt, daß jeder der Formzylinder nur den halben Durchmesser der bisher üblichen Formzylinder aufweist und
ίο das Gewicht zweier Formzylinder der neuen Bauart noch bedeutend geringer ist als das Gewicht eines Formzylinders der alten Bauart.
Außerdem werden die erwähnten Nachteile
durch die bedeutenden Vorteile mehr als aufgewogen. Da nämlich die Formzylinder einen wesentlich kleineren Durchmesser als bisher aufweisen, so wird bei Übereinanderordnung mehrerer Druckstellen der Aufbau der Maschine in der Höhenrichtung verringert, was eine Bedienung der Maschine erleichtert.
Ferner ist noch in Betracht zu ziehen, daß ein Formzylinder mit einer in ihrer Höhe seinem Umfang entsprechenden Druckplatte eine bessere (doppelte) Ausnutzung ergibt als ein Formzylinder mit zwei seinen Umfang ausmachenden Druckplatten, weil beim Arbeiten mit diesem jeweils eine Platte nicht arbeitet, während die andere sich abwälzt. Hierzu kommt noch, daß der Übergang von einer Seitenzahl zu einer anderen einfacher und ohne Verlust an Leistung möglich ist, weil jeder Formzylinder eine Einheit darstellt und ohne \veiteres ausgeschaltet werden kann, während bei der bekannten Maschine der Formzylinder weiterlaufen muß und die Geschwindigkeitsyerhäitnisse geändert werden müssen. Dieser Vorteil sei an Hand der Fig. 8 bis 10 noch näher erläutert.
Wie bereits erwähnt, besitzt eine Presse der
4P bekannten Bauart zur Herstellung einer 16-seitigen Zeitung vier Formzylinder, von denen jeder vier Stereotypplatten tragen kann. Zwei dieser Formzylinder sind in Fig. 10 dargestellt, mit deren Hilfe die beiden Papierbahnen w ihren Schöndruck erhalten, während sie durch die beiden nicht dargestellten Formzylinder mit Widerdruck versehen werden.
Soll auf einer derartigen Presse eine vier-, sechs- oder achtseitige Zeitung erzeugt werden, dann können die beiden in Richtung des Umfanges auf jedem Zylinder vorgesehenen Stereotypplatten eine gegenseitige A^erdoppelung darstellen, d. h. zu dem Abdruck derselben Seite benutzt werden. Der obere Formzylinder der Fig. 10 trägt z\vei genau miteinander übereinstimmende Stereotypplatten P1 und P2. Die Platten P1 drucken auf der oberen Papierbahn fortlaufend die Seiten I b und die • Platten P2 drucken fortlaufend die Seiten Hb.
Ähnlich gestaltet sich die Sache für den unteren Formzylinder. Es sind hier zwei miteinander genau übereinstimmende Platten P3 zum Aufdruck der Seiten III b und zwei miteinander übereinstimmende Platten P4 zum Drucken der Seiten IVb vorgesehen. Solange es möglich ist, die Platten in der aus Fig. 10 ersichtlichen Weise zu verdoppeln, weist die Presse ihre Höchstleistung auf, d. h. man kann etwa 20 000 Zeitungen in der Stunde auf einer Presse drucken. Zur Herstellung einer achtseitigen Zeitung benötigt man aber 16 Stereotypplatten, während mit der neuen Presse dieselbe Leistung mit nur acht Stereotypplatten erzielt werden kann.
Bedenkt man, daß jede Platte ungefähr 15 bis 20 kg schwer ist, so ersieht man, daß ein ganz erhebliches Quantum an Plattenmaterial unter Verwendung der kleinen Formzylinder erspart werden kann.
Wollte man auf einer alten Presse, deren vier Formzylinder 16 Platten aufzunehmen vermögen, eine zehnseitige Zeitung drucken, so erfolgt dies auf zwei Papierbahnen, von denen die eine Papierbahn eine volle Breite aufwies und durch zwei Formzylinder bzw. einen Drückzylindersatz mit acht Seiten in Schön- und Widerdruck bedruckt wurden. Die neunte und zehnte Seite der Zeitung wurde dabei auf dem zweiten Druckzylindersatz mit Hilfe einer Papierbahn von halber Breite hergestellt. Da die Seiten 9 und 10 auch im Schön- und Widerdruck erzeugt werden mußten, ist es erforderlich, für die Seiten 9 und 10 auf jedem Formzylinder je zwei miteinander übereinstimmende Stereotypplatten zu verwenden. Der Formzylinder für den Schöndruck erhält in Richtung seines Umfanges die beiden Platten für die Seite 9 und der Formzylinder für den Widerdruck die beiden Platten für die Seite 10.
Der erste Druckzylindersatz trägt also acht Platten und der zweite Druckzylindersatz vier Platten, dabei müssen die Druckplatten für die Seiten 9 und 10 unbedingt in doppelter Ausführung vorhanden sein, weil jeder Formzylinder in Richtung seines Umfanges zwei Platten tragen muß. Würden nun die Formzylinder für die Seiten 9 und 10 mit derselben Umdrehungsgeschwindigkeit umlaufen wie die Formzylinder des ersten Druckzylindersatzes für die Seiten 1 bis 8, dann würden doppelt so viel Seiten 9 und 10 fertig werden als Seiten 1 bis 8.
Es ist daraus ersichtlich, daß der Antrieb des zweiten Druckzylindersatzes auf die halbe Geschwindigkeit reduziert werden muß. Beim Drucken , einer zehnseitigen Zeitung waren also bisher 12 Platten erforderlich und man konnte nur etwa 10 000 Zeitungen in der Stunde erzeugen.
Mit der neuen Presse läßt sich dagegen eine zehnseitige Zeitung unter Verwendung von
nur ίο Platten erzeugen, und dabei werden in einer bestimmten Zeit doppelt so viel Zeitungen wie mit der alten Presse fertiggestellt.
Soll auf der alten Maschine eine I2seitige Zeitung hergestellt werden, dann tragen die beiden Formzylinder des ersten Druckzylindersatzes auch wieder, wie bei der Herstellung einer zehnseitigen Zeitung, acht Stereotypplatten für die Seiten ι bis 8, während die beiden
to Formzylinder des zweiten Druckzylindersatzes die Seiten g bis 12 in doppelter Wiederholung aufweisen, d. h. die Platten für die Seiten 9, 10, 11 und 12 sind in doppelter Ausfertigung vorhanden, so daß die Formzylinder des zweiten Druckzylindersatzes mit acht Platten bedeckt sind. Aus dem bereits erwähnten Grunde muß der Antrieb dieses z\veiten Druckzylindersatzes auf die halbe Geschwindigkeit des ersten Druckzjdindersatzes reduziert werden. Beim Drucken einer I2seitigen Zeitung werden unter Benutzung der neuen Presse bei doppelter Leistung vier Stereotypplatten erspart.
Würde man versuchen, mit der alten Maschine eine I4seitige Zeitung herzustellen, so würde man finden, daß dies überhaupt unmöglich ist. Der erste Druckzylindersatz würde wieder acht Platten tragen, und für den z\veiten Druckzylindersatz würden die Platten für sechs Seiten übrig" bleiben, d. h. jeder Form-. zylinder müßte mit drei Platten ausgerüstet werden, was praktisch unmöglich ist, denn man kann nicht auf demselben Druckzylindersatz einige Platten einfach und andere Platten doppelt verwenden, da jeder Druckzylindersatz nur eine bestimmte Papierbahn bedruckt.
Zur Herstellung einer iöseitigen Zeitung werden unter Benutzung der alten Maschine auch nur 16 Platten benötigt, da aber immer nur acht Platten gleichzeitig zum Abdruck kommen, während die übrigen acht Platten untätig sind, ist dann die Maschine gegenüber der neuen Presse nur auf die halbe Leistungsfähigkeit, beschränkt.
Es sei nunmehr die Bauart der neuen Presse an Hand der Fig. 1 bis 4 näher beschrieben.
Die vier Druckzylindersätze A, B, C, D (Fig. 3 und 4) sind übereinstimmend ausgebildet. Zu jedem dieser Sätze gehören zwei Formzylinder 1, i° und zwei damit gemeinsam arbeitende Druckzylinder 2, 2a, welche zweckmäßig sämtlich quer zur Maschinenlänge angeordnet.sind.
Bei der dargestellten Ausführungsform besitzen die Formzylinder 1, ia nur den halben Durchmesser der Druckzylinder 2, 2a, \velche in ihrer üblichen Größe beibehalten sind. Man könnte aber auch die Druckzylinder in ihrem Durchmesser reduzieren. Es ist angenommen, daß jeder Formzylinder zwei rohrförmige Stereotypplatten P nebeneinander trägt. Werden die Formzylinder verlängert, dann könnten auch e\r. drei oder vier solcher. Platten nebeneinander angeordnet werden.
Der einfarbige Druck läßt sich folgendermaßen erzielen:
Wie Fig. 3 erkennen läßt, wird zu jedem Druckzylindersatz eine besondere Papierbahn zugeführt, so daß 16 Seiten - einfarbig bei einem Arbeitsgange bedruckt werden können, falls jeder Formzylinder zwei Platten nebeneinander trägt. Die vier Papierbahnen werden in der üblichen Weise in einer Falzvorrichtung F vereinigt.
Die Papierbahn w1 bewegt sich über Führangen a1; α2, dann zwischen den Zylindern 1 und 2 des Druckzylindersatzes A1 dann hierauf weiter zwischen den Zylindern 2 und 2a und zwischen 2a und i°. Nachdem die Papierbahn auf diese AVeise mit Schön- und Widerdruck versehen ist, gelangt sie weiter unter die Führungen as, a* und über Führungen a5 zur Falzvorrichtung F.
Die Papierbahn w2 wird über Führungen b1, b2 geleitet und gelangt zwischen die Form- und Druckzylinder des Zylindersatzes B, wo sie mit Schön- und Widerdruck versehen wird. Hierauf bewegt sich die Papierbahn unter die Führung" b3, um die Führung £>*, dann über die Führung b5 und gelangt hierauf zur Falzvorrichtung F.
Die Papierbahn ws wird über Führungen c1, c2 geleitet, gelangt dann zu dem Zylindersatz C und bewegt sich, nachdem sie mit Schön- und Widerdruck versehen ist, unter die Führung c3, um die Führung c4, über die Führung cs, um der Falzvorrichtung F zugeführt zu werden.
Die vierte Papierbahn w4 gelangt über Führungen d1, d2 zu dem Zylindersatz D und bewegt sich weiter nach erfolgtem Aufdruck unter Führung d", um die Führung c?4 und gelangt nach Passieren der Führung da zur Falzvorrichtung F. In dieser Falzvorrichtung werden die Papierbahnen in üblicher Weise vereinigt und gefalzt. Da jede Papierbahn direkt durch die Presse läuft, ohne seitlich abgelenkt zu werden, kann die Presse mit großer Schnelligkeit kufen.
Die Wirkungsweise bei der Herstellung einer mehrfarbigen Zeitung gestaltet sich folgendermaßen :
Die Papierbahn zu1 (Fig. 4) gelangt zunächst nach Passieren der Führungen α1 und a2 zu dem Zylindersatz A, um zwischen den 11S Form- und Druckzylindern 1 und 2 und ΐα, 2α auf beiden Seiten einfarbig bedruckt zu werden. Hierauf wird die Papierbahn direkt vom Druckzylinder 2a zwischen die Form- und Druckzylinder I und 2 des Zylindersatzes C hingeführt, um von diesem Zylindersatz auf beiden Seiten mit andersfarbigem Druck ver-
sehen zu werden. Sodann gelangt die Papierbahn unter Führung c3, um die Führung c4 und wird nach Passieren der Führung c5 der Falzvorrichtung F zugeführt.
Die Papierbahn w2 nimmt ihren Weg . über Führungen b1, b2 zu dem Zylindersatz B, wo sie beiderseitig einfarbig bedruckt wird. Hierauf gelangt sie direkt von dem Druckzylinder 2a zu dem Zylindersatz D, um zwischen
ίο den Form- und Druckzylindern i, 2 und 10V 20 auf beiden Seiten mit einem andersfarbigen Aufdruck versehen zu werden. Die Papierbahn bewegt sich dann weiter unter der Führung ds, um die Führung d4= und gelangt nach aufwärts zur Führung d5, von der sie der Falzvorrichtung" F zugeführt wird.
Die Papierbahnen können natürlich auch in anderer als der dargestellten Weise durch die Presse geleitet werden.
Auch für Mehrfarbendruck gelten dieselben ao Vorteile der Presse, indem auch hier mit der gleichen Anzahl Platten die doppelte Leistung wie bisher und mit der halben Anzahl Platten die gleiche Leistung erreicht wird, sofern nur die Umdrehungszahl der Formzylinder eine Verdoppelung erfährt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Rotationsdruckpresse für Schön- und Widerdruck zum Drucken von Zeitungen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Formzylinder einen Umfang, besitzt, der der Länge einer Druckseitenhöhe entspricht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT224910D Active DE224910C (de)

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