<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Don Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Schnelldruckpresse derjenigen Art, welche unter der Bezeichnung #Duplexpresse" in verschiedenn Ausführungformen bereits bekannt ist.
Bei diesen Pressen werden zwei feststehende Schriftformen verwendet, über welchen sich je ein Druckzylinder hin und her bewegt, um auf diese Weise den Abdruck auf der zwischen dem Druckzylinder und der feststehenden Schriftform bewegten Papierbahn hervorzurufen. Die Arbeitsweise gestaltet sich dabei gewöhnlich so, dass die endlose Papierbahn zunächst zwischen der einen Form und dem einen Zylinder auf einer Seite einen Aufdruck erhält. um dann zwischen der zweiten Form und dem zweiten Zylinder auf der anderen Seite bedruckt zu worden. Die einfachen Duplexprossen können Zeitungen einfarbig bis höchstens acht Seiten in einem Arbeitsgange bedrucken.
Der Zweck vorliegender Erfindung besteht darin, die Leistungsfäigkeit derartiger Pressen zu verdoppeln und soweit zu steigern, dass jede Presse in einem Arbeitsgange bis sechzehn einfarbige Seiten zu bedrucken vermag. Natürlich können auch von derselben Presse zwischen zwei und acht Seiten in zweifarbigem Druck bei jedem Arbeitsgange bedruckt werden. Bei der einfachen bekannten Achtseitenduplexpresse war es überhaupt nicht möglich, einen zweifarbigen Druck zu bewirken.
Die neue Maschine kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, dass vier feststehende Schriftformen mit vier darüber hin- und herbewegten Druckzylindern und zwei Satz Schleifenbilder und Papierbahntransportvorrichtungen verwendet werden, falls mehr als acht Seiten einfarbig bedruckt werden sollen, wogegen zum zweifarbigen Druck von acht oder weniger Seiten nur ein Schieifenbilder und eine Papiertransportvorrichtung arbeiten, während der andere Schliefenbilder und die andere Papiertransportvorrichtung ausser Wirksamkeit ge- setzt werden können.
Seiten dagegen acht Seiten oder weniger einfarbig bedruckt werden. dann kommt auch nur ein Satz Schleifenbilder und eine Transportvorrichtung in Wirksamkeit. während wiederum die andere fransportvorrichtung und die über der Schriftform gewöhnlich hin und her bewegten Zylinder ausser Wirksamkeit gesetzt werden.
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
Die Zylinder lb und le werden von Kreuzköpfen 3 getragen, welche in den Seitenwänden des Maschinengestells in der für die Duplexprosso bekannten Weise hin- und her- gloiten können, während die Zylinder 2b und 2 in ähnlicher Weise von Kreuzköpfen 3a
EMI2.1
zu diesem Zwecke mit denselben durch Gelenkstangen 3b verbunden sind, so dass sämtliche Zylinder gleichzeitig über ihren Sehriftformen hin und her bewegt werden können. Die Kreuzköpfe 3 stehen ihrerseits durch Pleuelstangen 3C mit den Kurbelrädern 3 in Verbindung, welche die für die bekannte Duplexpresse übliche Bauart aufweisen und bei ihrer prehung die Kreuzköpfe 3 und 3* mit den Druckzylindern hin und her führen.
Auf zwei der Schriftformen kann eine Papierbahn und auf den beiden anderen eine zweite Papierbahn beiderseitig bedruckt werden, wenn eine sechzehnseitige Zeitung in einer Farbe hergestellt werden soll.
Es sei nunmehr zunächst die Ausführungsform der Fig. 1, 2 und 7 beschrieben.
Bei dieser Ausführungsform ist an jedem Ende der Presse eine Papierbahnzuführungsvorrichtung vorgesehen, während die Abliefereinrichtungen sämtlich an einem Ende der Presse angebracht sind. Sämtliche Arbeitsteile werden von einer Hauptwelle gleichzeitig angetrieben, jedoch können zwei Druckzylinder und die damit zusammenhängenden Vorrichtungen ausser Wirksamkeit gesetzt werden, falls nur eine achtseitige Zeitung einfarbig bedruckt werden soll.
Die Papierbahn wl, welche von der Walze W1 abgezogen wird (Fig. 2) erhält einen zweiseitigen Aufdruck auf den Schriftformen 1 und 10. unter Vermittlung der Druckzylinder 1b und 10. Die Papierbahn bewegt sich in Pfeilrichtung unter Führungen 4 und 4a
EMI2.2
Die Papierbahn nimmt dann weiter ihren Weg über Führung 41, unter den Schleifenbilder 4m zu den Ablieferwalzen 4n, woselbst die Papierbahn in zwei Hälften zerschnitten wird. Die eine Hälfte bewegt sich direkt zur Führung 4 in die Falzvorrichtung F, während die andere Hälfte durch die Wendevorrichtung 4p in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise ihre Richtung ändert, um nach Durchlaufen der Führungen 4q und 4' (Fig. 2) ebenfalls der Falzvorrichtung F übermittelt und mit der ersten Hälfte vereinigt zu werden.
Die Zuführungswalzen 4b und 4e werden durch eine Zahnradübersetzung von der Welle 5 aus (Fig. 1) angetrieben, welche einen Hebel 5a (Fig. 2) auf und ab bewegt,
EMI2.3
Oeichzeitig werden die Walzen n von der Hauptwelle aus in bekannter Weise angetrieben.
Die zweite Papierbahn wiz welche von der Papierwalze W2 abläuft, bewegt sich
EMI2.4
dem Schleifenbilder dz um dann unter die Führung asz in Pfeilrichtung über die Führung (jb zu gelangen und zwischen dem Zylinder 2b und der Form 2 einen Aufdruck zu erhalten. Hierauf bewegt sich dann die Papierbahn weiter über Führung 6's und gelangt dann über
EMI2.5
dem Zylinder 2c und der Form 2a zu erhalten.
Die Bahn bewegt sich dann weiter über Führung ( ; k, welche mit der Führung 6j eine gemeinsame Hin-und Herbewegung mit dem Zylinder 2e ausführt, während die Führungen 6f und 6g mit dem Zylinder 2b hin und her bewegt werden. Nach Verlassen
EMI2.6
um dann nach Durchlaufen der Führungen 6x, 6y und 6z zur Ablieferwalze 6n zu gelangen, weiche sich oberhalb der Ablieferwalze 4n befindet.
An dieser Stelle wird die Papierbahn in zwei Hälften zerschnitten, von denen die eine direkt über Walze 6 zur Falzvorrichtung gelangt, während die andere Hälfte durch die Wendestangen dz welche ähnlich wie die Wendestangen 4p angebracht sind, eine Richtungsänderung erfährt, um dann nach Verlassen der Führungen 6q und 6r ebenfalls in die Falzvorrichtung F zu gelangen, in welcher die geteilte Papierbahn If2 mit der Papierbahn w1 vereinigt wird.
EMI2.7
Weile 5 synchron umläuft und mit Hilfe einer Kurvennutscheibe einen Hebel 7a auf und ab bewegt, der mit dem die Schleifenbilder 6d und 6m tragenden Gestell 7b in Verbindung steht. Die Schliefenbildung erfolgt daher an beiden Enden der Presse in gleicher Weise.
Der Antrieb der Welle 7 wird von der Welle 5 unter Vermittlung von Kegelrädern und einer in Längsrichtung der Maschine verlaufenden Welle abgeleitet, wie dies in Fig. 1
EMI2.8
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
Eingriff steht. Von diesem Kegelrade aus wird unter Vermittlung eines Zahnrades 7Z die Welle 7 (Fig. 2) angetrieben.
Die Welle 5"besteht aus zwei Teilen, welche durch eine Kupplung U (Fig. 1) verbunden sind. Durch Ausrücken dieser Kupplung kann der rechtsseitige Antrieb für die Papierbahn w2 und die Schleifenbilder ausgeschaltet werden.
Die Ablieferwalze 6n kann unter Vermittlung eines Zahnrades 6w (Fig. 1) mit derselben Geschwindigkeit angetrieben werden wie die Ablieferwalze 4n. Wichtig ist natürlich nur, dass die beiden Papierbahnen so transportiert werden müssen, dass sie in der Falzvorrichtung zur rechten Zeit und in der richtigen Lage eintreffen.
Jede Maschinenhälfte, zu denen einerseits die Schriftformen 1 und a und andererseits die Schriftformen 2 und 2/1. gehören, kann eine achtseitige Zeitung einfarbig bedrucken. Sollen weniger als secllzehn Seiten in einem Arbeitsgange hergestellt werden, dann ist es möglich, eine schmale Papierbahn auf der einen Maschinenhälfte und eine breite Papierbahn auf der anderen Hälfte herzustellen. Auf diese Weise kann man mit der Presse eine zehn-, zwölf- oder vierzehnseitige Zeitung bedrucken. Sollen acht Seiten oder weniger einfarbig bedruckt werden, dann wird die rechte Maschinenhälfte durch Ausrückung der Kupplung f5 und Abschaltung der Gelenkstange 3b vom Kreuzkopf ausser Wirksamkeit gesetzt.
Mit der Presse kann man auch einen mehrfarbigen Druck herstellen, indem man die Papierbahn zunäcst einfarbig bedruckt und sie hierauf mit einem zweiten, andersfarbigen Druck versieht. Beispielsweise kann die Papierhahn w@, nachdem sie auf der einen Seite von der Form 1 einfarbig bedruckt ist, direkt der Form 2 und dem Zylinder 2b zugeführt worden, um auf derselben Seite andersfarbig bedruckt zu werden. Man kann darauf die Papierbahn über Führungen 6e und 61 1 so zurückführen, dass sie auf der anderen Seite zwischen dem Zylinder 2C und der Form 21t. einen Aufdruck mit einer Farbe erhalten, um zwischen dem Zylinder 11 ! und der Form 111. auch auf der zweiten Seite den zweifarbigen Aufdruck zu erhalten.
Hierauf kann die Papierbahn über Führung 4l der Abliefervorrichtung in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise zugeführt werden.
In ähnlicher Weise kann man auch die Papierbahn 1l'2 durch beide Pressenhätften bewegen und mit dem zweifarbigen Aufdruck versehen.
Die Papierbahn wl kann man, wenn sie zweifarbig bedruckt werden soll, durch beide Schleifenbildervorrichtungen bewegen. Es ist dies aber nicht unbedingt erforderlich : vielmehr genügt es auch, nur eine Sebleifenbldervorrichtnng in Wirksamkeit zu setzen.
Man könnte auch eine Papierbahn einfarbig auf beiden Seiten bedrucken und bierauf nur die eine Seite derselben mit einem zweiten farbigen Druck versehen, indem man die Papierbahn nur über drei Schriftformen bewegt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass man eine Papierbahn zunächst auf einer unteren Schriftform, beispielsweise der Schriftform 1, bedruckt und hierauf auf einer der oberen chriftformen, beispielsweise der-
EMI3.2
Druck anzuwenden.
Die Presse ist so eingerichtet, dass die Papierbahn auf Wunsch über einen der Druckzylinder frei fortbewegt werden kann, wenn die Hahn durch die betreffende Schriftform einen Aufdruck nicht erhalten soll.
Dadurch dass die Papierzuführungsvorrichtungen an den beiden Presscnenden an- gebracht sind, können die beiden Schriftformen sehr dicht aneinander gerückt und die ganze Maschine verhältnismä@ig kurz gehalten werden. Ausserdem gestaltet sich die Papier- führung für den Mehrfarbndruck sehr günstig.
EMI3.3
bewegt sich die Papierbahn nach Durchlaufen der Führungen 4g und 4b zu der oberen Schriftform 1a, indem sie über Führung 4@ zwischen Zylinder 1c und Form 1a und dann weiter über Führung 4j geleitet wird.
Hierauf nimmt die Papierbahn weiter ihren Weg
EMI3.4
<Desc/Clms Page number 4>
Von der an der rechten Maschinenseite vorgesehenen Papierwalze W2 wird eine zweite Papierbahn w2 (Fig. 4) abgezogen, welche die Führung 6a von unten umgreift, um der Zuführungsvorrichtung 6b und dem Schleifenbilder 6c zugeführt zu werden. Diese Teile entsprechen den Organen 4b und 40 der Fig. 1 und 2. Die Papierbahn bewegt sich dann weiter über Führung 60 zwischen Zylinder 2b und Form 2, dann weiter über Führung 6e und nimmt dann ihren Weg über Führungen 6g und 6h zu den sich gemeinsam mit dem Zylinder hin und her bewegenden Führungen 6i und 6J, welche oberhalb der Schriftform 2a vorgesehen sind.
Hierauf bewegt sich die Papierbahn weiter über Führung 6k,
EMI4.1
zwei Hälften zerlegt zu werden. Die eine Papierbahnhälfte bewegt sich über die Wendevorrichtung 6 und gelangt nach Durchlaufen der Führung 6q zur Falzvorrichtung F, während die andere Hälfte direkt über Führung 6r der Falzvorrichtung übermittelt wird. In der letzteren werden beide Hälften der Papierbahn w1 und w2 zu einer Zeitung vereinigt.
Die Zuführungsvorrichtungen 6b (Fig. 3 und 4) werden übereinstimmend und gleichzeitig mit den Zuführungsvorrichtungen 4b unter Vermittlung einer Anzahl Zahnräder 69 angetrieben, welche ihrerseits von einem Kegelrade 6t unter Vermittlung eines Kegelrades 70. ihren Antrieb erhalten. Das letztere sitzt auf einer in Längsrichtung zur Presse verlaufenden Welle 7, welche unter Vermittlung der Kegelräder 5e und 7b in Drehung versetzt wird.
Auf derselben Well mit dem Kegelrade 5e sitzt ein Zahnrad 5f, welches mit einem Zahnrade 5q der Welle 5'1 kämmt Der Antrieb findet demzufolge von dieser Welle aus statt. Eine Kupplung 71 ermöglicht, die eine Hälfte der Welle 7 derart auszuschalten, dass nur noch die eine Pressenhälfte angetrieben wird. Zu diesem Zwecke ist es natürlich auch noch erforderlich, die Gelenkstangen 3b, welche die Kreuzköpfe 3 mit den Kreuzköpfen verbinden, auszuschalten.
Auch die Abliefervorrichtung 6m wird von den Triebrädern 6s aus unter Vermittlung besonderer Zahnräder 6p angetriben.
Die Schleifenbilder 60 und 61 (Fig. 3 und 4) sitzen auf einer Stange S, welche dieselben Bewegungen wie die Stange 5 ausführt und von derselben aus auch ihren Antrieb erhält. Zu diesem Zwecke ist die Stange 5 mit einem Winkelhebel 5k versehen, welcher
EMI4.2
Ende sich der Stange 8 anschliesst. Von der Kurvenbahn ab aus werden daher beide Serien Schleifenbiider gleichzeitig und in Übereinstimmung angetrieben. Wird nur mit der einen Maschinenhälfte gearbeitet, dann schaltet man einfach die Verbindungsstange 8b aus, demzufolge der Antrieb der Schleifenbilder 6c und 6l unterbleibt.
Werden die Papierbahnen in der aus Fig 4 ersichtlichen Weise durch die Presse geleitet, dann kann eine Zeitung von mehr als acht bis höchstens sechzehn Seiten auf der Presse bedruckt werden, indem man eine Papierbahn w1 von voller Breite, und eine
EMI4.3
gestellte Presse kann auch zum Bedrucken einer Papierbahn in mehreren Farben Ver- wendungfinden.
Die Arbeit könnte dabei in der Weise vor sich gehen, dass unter Fortlas. sung der Papierbahn w2 die Papierbahn M l, nachdem sie auf der einen Seite zwischen der Form 1
EMI4.4
Im ersten Falle könnte die Papierhahn auf der Form- ! einen schwarzen Druck und auf der Form 2 auf derselben Seite einen farbigen Druck erhalten, während die zweite Seite auf der Form 2a schwarz bedruckt werden könnte. Im zweiten Falle die Papierbahn w1
EMI4.5
Seite einen farbigen Aufdruck erhalten, um dann auf der Form 2a auf der zweiten Seite n) it einem farbigen und schliesslich auf der Form 1a auf derselben zweiten Seite mit einem schwarzenAufdruckversehenzuwerden.
Es ist klar, dass ein Papirbahn durch die Presse so geführt werden kann, dass sie auf verschiedene Weise mehrfarbig bedruckt wird, wobei man auf Wunsch aber auch die Papierbahn nur auf einer Seite zu bedrucken braucht.
Die Ausführungsform der Fig. F) und d.
EMI4.6
<Desc/Clms Page number 5>
Eine Papierbahn W (Fig. 5) wird von der Papierrolle W1 abgezogen, bewegt sich unterhalb der Führung 3* zu den Einführungswalzen 4, gelangt hierauf über den Schleifenbilder 5a, dann unter die Führung 3b, zwischen den Zylinder lb und die Form 1, wobei sie von den sich gemeinsam mit dem Zylinder lb hin und her bewegenden Führungen 3c und 3d gehalten wird. Hierauf nimmt die Bahn weiter ihren Weg über Führungen 3e, 3g und 3h und kommt dann zwischen den Zylinder 2c und die Form jazz wobei sie von den Führungen 3i und Si gehalten wird. Die Papierbahn bewegt sich hierauf weiter über Führungen 3k, 31 und 3m zum Schleifenbilder 5d und zur Abliefervorrichtung 6, wo sie in zwei Hälften zerschnitten wird.
Die Hälfte wl geht direkt über Führung 3 zur Falzvorrichtung F, welche sich am Ende der Maschine befindet, während die andere Hälfte w2 nach Durchlaufen der Wendevorrichtung 3P und der Führungen 3q und der Falzvorrichtung F zugeführt wird. In der letzteren findet eine Vereinigung beider Hälften statt.
Eine zweite Papierbahn W2 (Fig. 5) kommt von der Papierwalze W3, bewegt sich unterhalb der Walze 7a zur Einführungsvorrichtung 4''', welche in derselben Weise wie die Einführungsvorrichtung 4 angetrieben wird und die Papierbahn dem Schleifenbilder 5b
EMI5.1
vorrichtung 6a zu erreichen. An dieser Stelle wird die Papierbahn in zwei Hälften zerlegt, von denen die eine ! c3 direkt über Führung 70 zur Falzvorrichtung F gelangt, während die andere tp nach Durchlaufen der Wendevorrichtung 7P und der Führungen 7q und je der Falzvorrichtung zugeführt wird, in welcher sämtliche vier aus den Papierbahnen W und W2 erzielten Hälften vereinigt werden.
Die beiden Einführungsvorrichtungen 4 und dz welche dieselbe Bauart wie bei der üblichen Duplexpresse aufweisen, werden zweckmässig synchron angetrieben, um ein übereinstimmendes Durchlaufen der Presse durch beide Papierbahnen zu ermöglichen. Das gleiche gilt für die Abliefervorrichtungen 6 und 6.
Den übereinstimmenden Antrieb kann man leicht dadurch erzielen, dass sämtliche Teile von einer Welle aus unter Verwendung geeigneter Zwischenräder ihren Antrieb erhalten.
Die Schleifenbilder 5', 5a, 5b und 5"sorgen wie die bekannten Schleifenbilder an der Duplexpresse für stetes Gespannthalten der Papierbahn. Während jedoch bei der üblichen Bauart der Presse nur ein Satz Schleifenbilder vorhanden ist, werden bei der vorliegenden Presse zwei Sätze solcher Schicifenbitder für die zwei Papierbahnen, verwendet.
Sämtliche Schleifenbilder 5d, 5a, 5b, 5c (Fig. 5) sitzen bei der dargestellten Ausführungs-
EMI5.2
aus abwechselnd gehoben und gesenkt werden und dadurch gleichzeitig sämtlich Schlieifenbilder antreiben.
Jede der Papierbahnen W und W2 wird der Presse ununterbrochen zugeführt und entnommen. Der Teil zwischen den Ein-und Auslaufsstellen erfährt aber durch die Hinund Herbewegung der Schleifenbilder eine zeitweilige Unterbrechung und während dieser Zeit roHen die Zylinder über die festestehenden Schriftformen und bewirken den Aufdruck.
Gleich darauf ziehen die Schleifenbilder die Papierbahn um das gewünschte Stück vorwärts.
Diese Arbeit geschieht in derselben Weise wie bei der bekannten Duplexpresse.
Wie Fig. 5 erkennen lässt, wird die Papierbahn W nicht von zwei direkt über-
EMI5.3
versetzt, um den Papiertransport zu unterstützen.
Weisen die beiden Papierbahnen ihre volle Breite auf, dann kann bei der Ausführung- form der Fig. 5 in jedem Arbeitsgange eine sehczehnseitige Zeitung bedruckt werden. Ist nur die eine Papierbahn von voller Breite, während die andere Bahn schmaler gehalten wird, dann kann eine zehn-, zwölf- oder vierzehnseitige Zeitung mit der Presse erzeugt werden. Soll die Zeitung acht oder weniger Seiten aufweisen, dann ist nur eine Papierbahn notwendig, welche auf der einen Maschinenseite fertig bedruckt wird, während die andere @ maschinenseite ausgeschaltet werden kann.
Soll zweifarbig gedruckt werden, dann kann man in der aus Fig. 6 ersichtlichen Weise eine einzige Papierbahn W verwenden, welche sich durch die Maschine folgender- massen führen lässt :
<Desc/Clms Page number 6>
Über Führung 3', Schleifenbilder 5110 Führungen 3b, 3c, 3d, 3e, 7j, 7i, 7h, 3h, 3i, 3j, 7e, 7d, 70, 7b, 7m, Schleifenbilder 5c und zur Abliefervorrichtung 6a, wo eine Zerlegung der Papierbahn in zwei Hälften stattfindet. Die eine Hälfte w2 bewegt sich über die Wendevorrichtung 7P und gelangt über Führungen 3q und 7r zur Falzvorrichtung F, während die
EMI6.1
Weise kann die Papierbahn auf den Schriftformen 1 und 2a schwarz und auf deu Formen 2 und la farbig bedruckt werden.
Die Papierbahn liesse sich aber auch noch in anderer mannigfacher Weise durch die Presse leiten.
Die dargestellten Ausführungsformen zeigen keinerlei Farbvorrichtungen ; es ist aber leicht ersichtlich, dass diese in der für Duplexpressen üblichen Bauart für jede Maschinenhälfte gesondert vorgesehen werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE-
1. Schnelldruckpresse mit über feststehenden Formen hin und her bewegten Druckzylindern, dadurch gekennzeichnet, dass in zwei übereinander angeordnetem Ebenen je zwei feststehende Schriftformen mit den dazugehörigen, miteinander gekuppelten und gemeinsam angetriebenen Druckzylindern vorgesehen sind und dass die Papierbahnzuführungsvorrichtungen derart angeordnet sind, dass sie es ermöglichen, zwei Papierbahnen über je zwei der Schriftformen beiderseitig einfarbig zu bedrucken oder eine Papierbahn über sämtliche vier Schriftformen zu bewegen und die Papierbahn mit mehrfarbigem Druck zu versehen, wobei zwei der übereinander vorgesehenen Druckzylinder (2b, 2c) durch verbindungsstangen von den der anderen Maschinenhälfte angehörigen Druckzylindern (1b und 1c)
bei deren Hinund Herbewegung derart mitgenommen, werden, dass nach Lösung der Verbindung die zweite Maschinenhälfte vollständig ohne Beeinträchtigung des Ganges für die andere Hälfte einund ausgeschaltet werden kann.