DE219243C - - Google Patents

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DE219243C
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hydrogen halide
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benzene
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C35/00Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring
    • C07C35/22Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring polycyclic, at least one hydroxy group bound to a condensed ring system
    • C07C35/23Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring polycyclic, at least one hydroxy group bound to a condensed ring system with hydroxy on a condensed ring system having two rings
    • C07C35/28Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring polycyclic, at least one hydroxy group bound to a condensed ring system with hydroxy on a condensed ring system having two rings the condensed ring system containing seven carbon atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAiSERLICHES
- jyj 219243 _ KLASSE 12o.'GRUPPE
additionsprodukten des Pinens.
Bekanntlich gehören die Halogenwasserstoffadditionsprodukte des Pinens (Pinenhydrochlorid, -bromid und -jodid) zu den beständigsten organischen Halogenverbindungen. Das HaIogenatom wird nur schwer durch Basen abgespalten, und zwar erst bei Temperaturen, die im allgemeinen oberhalb i6o bis i8o° liegen. Dabei wird das Halogen nicht durch Hydroxyl ersetzt unter Bildung eines Alkohols, sondern
ίο es werden Halogen Wasserstoff und Camphen gebildet.
Eine Reihe von Versuchen hat nun gezeigt, daß man gegen alle Erfahrung zu einem Alkohol C10 H17 O H gelangt, wenn man mild wirkende basische Agenzien bei nicht zu hohen Temperaturen — zweckmäßig i6o° nicht übersteigend — in Gegenwart von Wasser auf die Halogenwasserstoffadditionsprodukte des Pinens einwirken läßt, vorteilhaft unter Druck und kräftigem Rühren, wobei die Camphenbildung erheblich zurücktritt. Das erhaltene Rohprodukt wird alsdann in einer geringen Menge eines geeigneten Kohlenwasserstoffes, z. B. Benzol, gelöst und die in geeigneter Weise getrocknete Lösung einer fraktionierten Destillation, die eventuell im Vakuum vorgenommen werden kann, unterworfen. Die unter gewöhnlichem Druck bei etwa 200 bis 2100 oder unter 20 mm bei etwa 90 bis ioo° siedenden Anteile werden gesondert aufgefangen.
Der neue Alkohol ist fest, schmilzt nach mehrmaligem Sublimieren bei 149 bis 1500 und siedet unter gewöhnlichem Druck bei 204 bis 2o6°. Er spaltet ziemlich leicht, schon beim Erwärmen mit verdünnten Säuren, Wasser, ab und geht dabei in Camphen über. Die neue Verbindung soll für therapeutische und technische Zwecke Verwendung finden.
Als basische Agenzien kommen alle Körper in Betracht, die den bei der Reaktion sich bildenden Halogenwasserstoff binden können. Solche Stoffe sind die Alkalien in verdünnter Lösung, die Hydroxyde der alkalischen Erden, ferner die Hydroxyde und Oxyde von Metallen, wie z. B. Blei und Zink, gewisse basische Salze, wie Alkali- und Erdalkalikarbonäte usw. Als besonders wirksam hat sich frisch dargestellte Kalkmilch bei einer Temperatur von etwa 135 bis 1500 erwiesen.
Beispiele:
i. 100 Teile Pinenhydrochlorid werden unter Zusatz von 15 Teilen Benzol, wodurch das Aufsublimieren in den kälteren. Teilen des Apparats vermieden werden soll, mit einer aus 100 Teilen gebranntem Kalk und 2000 Teilen Wasser frisch dargestellten Kalkmilch bei 135 bis 1500 im Autoklaven unter kräftigem Rühren 2 bis 3 Tage erhitzt. Das mit Dampf abgeblasene und eventuell unter Zusatz von mehr Benzol oder eines anderen Lösungsmittel verflüssigte· Reaktionsprodukt wird abgehoben, mit wasserfreiem Chlorcalcium getrocknet und destilliert. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels steigt die Temperatur rasch auf etwa 1850, dann langsamer auf 200". Bei dieser Temperatur bis 2060 geht der neue Alkohol als weiße, gleich erstarrende Masse über. Die Reinigung erfolgt durch Umdestillieren oder durch Sublimieren. Ausbeute über 80 Prozent.
40
45
55
60
65
70

Claims (1)

  1. 2. ioo Teile Pinenhydrobroniid und 15 Teile Benzol werden mit einer Lösung von 60 Teilen Kaliumhydroxyd in 2500 Teilen Wasser bei 130 bis 1550 2 Tage lang im Autoklaven kräftig gerührt. Das Reaktionsprödukt wird wie im Beispiel 1 abgeschieden und gereinigt. Ausbeute über 60 Prozent.
    Patent-Α nsprxjch :
    Verfahren zur Darstellung eines Terpenalkohols aus den Halogenwasserstoffadditionsprodukten des Pinens, dadurch gekennzeichnet, daß man das Ausgangsmaterial mit verdünnten Lösungen basisch wirkender Stoffe, die den entstehenden Halogenwasserstoff binden können, z. B. mit Kalkmilch, bei nicht zu hohen Temperaturen behandelt, das Reaktionsprodukt in einem geeigneten Lösungsmittel löst, die getrocknete Lösung der fraktionierten Destillation unterwirft und die unter gewöhnlichem Druck bei etwa 200 bis 2100 siedenden Anteile isoliert.
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