DE217343C - - Google Patents

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DE217343C
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DENDAT217343D
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B65/00Locks or fastenings for special use
    • E05B65/0075Locks or fastenings for special use for safes, strongrooms, vaults, fire-resisting cabinets or the like
    • E05B65/0082Locks or fastenings for special use for safes, strongrooms, vaults, fire-resisting cabinets or the like with additional locking responsive to attack, e.g. to heat, explosion

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  • Special Wing (AREA)

Description

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Ψ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 217343 -■ KLASSE 68 β. GRUPPE
CARL KÄSTNER, ACT-GES. in LEIPZIG.
Sicherung für Geldschränke u. dgl. Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. April 1908 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Sicherung für Geldschränke, Tresortüren u. dgl., welche dann in Tätigkeit tritt, wenn es versucht wird, die Türwandungen durch Ausschneiden, Anbohren, Schmelzen u. dgl. gewaltsam zu zerstören. In der letzten Zeit sind die Geldschränke in jeder Hinsicht verstärkt und verbessert worden, z. B. sind Verschlußvorrichtungen in übersetzter Form
ίο (sogenannte Fernschlösser) angeordnet, oder es . werden die Sicherheitsschloßteile tief nach innen zu gelagert; aber auch das Verbrechertum ist neuerdings mit den besten Werkzeugen und mit Schmelzapparaten u. dgl. ausgerüstet, so
daß eine absolute Sicherung gegen das öffnen und Berauben der Geldschränke trotz aller Verbesserungen nicht erreicht ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf eine Sicherung bzw. einen Verschluß, weleher bei ordnungsmäßigem öffnen der Türen nicht in Wirksamkeit ist oder tritt, sondern erst dann, und zwar vollständig selbsttätig, wirkt, wenn eine gewaltsame Beschädigung der Türwandungen durch Anbohren, Ausschneiden, Schmelzung usw. vorgenommen wird. Bei derartigen Beschädigungen wird eine Riegelung in Tätigkeit versetzt, die entweder einen besonderen Verschluß der Tür, der bisher nicht wirkte, veranlaßt, oder es werden die Schloßriegel gegen jede Bewegung gesichert, so daß die Schlösser nicht mehr, auch nicht mit passenden Schlüsseln, aufgeschlossen werden können, und dabei wird diese Verriegelung an sich auch noch gesichert, so daß sie nicht wieder gelöst werden kann. Es ist. also nach einem etwa gemachten gewaltsamen Öffnungsversuche selbst dem Besitzer des Schrankes die öffnung nicht mehr möglich, und es kann der Inhalt des Schrankes nur nach Entfernung der Tür durch Sachverständige, zu welcher langwierigen und umständlichen Arbeit der Einbrecher aber keine Zeit hat, zugänglich gemacht werden.
In den Zeichnungen sind hierzu beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt Fig. 1 in Ansicht einen Riegelschaft f mit Verschlußanordnung e, der Druckfeder c und der Festhaltungsvorrichtung g, welche in der Schlußlage in die Nase h der Verschlußanordnung e eingreift.
Fig. 2 zeigt im Querschnitt eine Geldschrankbzw. Tresortür mit dem aus einem Flacheisen und einem Stift gebildeten Winkel a, wobei der Stift durch die Füllungsschicht der Tür bis in den Riegelraum hineinreicht, die Verschlußanordnung e, den Riegelschaft f und die Befestigungsschraube d. . Fig. 3 zeigt im Querschnitt einen an Stelle des Flacheisenschenkels des Winkels a anwendbaren Hebelstift a1, der mit Gewinde versehen und direkt in die Türwandung i eingeschraubt ist.
Fig. 4 zeigt im Querschnitt einen U-förmigen Doppelwinkel an mit zwei Stiftansätzen, mit Befestigungsschraube d und zwei Verschlußanordnungen e, e mit Riegelschaft f.
Fig. 5 zeigt in Ansicht einen Riegel b mit Druckfeder c, auf der inneren Deckplatte einer Tür angeordnet.
Fig. 6 zeigt im Querschnitt eine Geldschrankoder Tresortür mit dem durch die Füllungs-
Schicht und den Riegelraum hindurchgehenden Stift des Winkels a, dem Riegel b und der Befestigungsschraube d.
Fig. 7 zeigt eine andere Ausführung eines Riegels k mit Druckfeder c und Festhaltungsvorrichtung g.
Die Form und die Art der Verbindungswinkel bzw. der Stifte, die durch die Füllungsschichten in den Riegelraum hineingehen,
ίο können auch in anderen zweckentsprechenden Ausführungen angeordnet werden und können diese Teile auch aus Kupfer oder aus einer bei einem bestimmten Wärmegrad schmelzbaren Metallegierung bestehen. Die Winkel bzw. die Stifte können auch gekröpft hergestellt werden oder können ferner auch durch Übersetzungsmittel, z. B. Zahnräder oder Winkelhebel, beeinflußt oder bewegt werden. Die Tätigkeit dieser Einrichtungen beruht darauf, daß die Sperrung e (Fig. 1 und 2) durch ihren Stift α festgehalten wird. Solange der Stift α mit dem Winkelteil a, welches z. B. an der Türwandung angeschraubt ist, in unbeweglicher Verbindung ist, kann der Sperrteil e keine Bewegung um seine Drehungsachse, die eben durch das betreffende Ende des Stiftes α gebildet wird, ausführen und auch dem Druck der Feder c nicht folgen. Sobald aber der Stift α von seiner Verbindung mit dem Winkelteil α gelöst wird, kann der Sperrteil e dem Drucke der Feder c nachgeben, da er sich jetzt drehen kann; alsdann greift der Sperrteil in eine entsprechende Aussparung des Riegelschaftes f, und eine in dieser Aussparung angeordnete Feder g faßt über die Nase h des Sperrteiles, so daß dieser auch nicht durch eine versuchte Rückdrehung wieder aus dem Riegelschaft herausgebracht werden kann. Anstatt der Feder c kann auch eine geeignete Hebelvorrichtung, welche durch Gewichte oder wieder durch Federn beeinflußt wird, angewendet werden, und ebenso kann anstatt der Nasen feder g ein Hebel mit einer Nase angebracht sein, der durch eine Feder oder durch eine Hebelvorrichtung mit Gewicht oder Hebel beeinflußt werden kann. Solche Sperrungen können in einem Geldschranke in beliebiger Anzahl und an den verschiedensten Stellen angeordnet werden, welche Stellen natürlich äußerlich nicht sichtbar sein dürfen. Wird nun ein Anbohren, Herausschneiden oder Schmelzen der Türwandung versucht, so wird die in der Höhe der Versuchsstelle liegende Sperrung beeinflußt entweder durch eine Verschiebung oder Verdrückung des Winkelstücks a, wobei der · Stift α aus seiner Lage gebracht oder abgebrochen bzw. abgeschmolzen wird. Dann aber kann sich der Sperrteil e unter Einfluß der Feder c drehen, und die Sperrung tritt ein. Wie gezeichnet und bei den einzelnen Figuren der Zeichnungen bereits beschrieben, können diese Sperrungen in mannigfachen Ausführungsformen hergestellt werden, und die Sperrteile können auch in entsprechende' Aussparungen der Wand bzw. Türplatten greifen, so daß sie gewissermaßen besondere, von außen ganz unbeeinflußbare Schlösser oder Riegel bilden, die nur im Notfalle in Wirksamkeit treten.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Sicherung für Geldschränke u. dgl., gekennzeichnet durch die Anordnung besonderer Sperrungen, die mittelbar oder unmittelbar mit Türwandungen oder Wandteilen in einer derartigen Verbindung stehen, daß die Verbindungsteile die Sperrung ausgerückt halten, solange sie im unverletzten Zustand sind, aber unter dem Einfluß einer Feder oder eines Gewichtes in Verbindung mit einer Hebelanordnung sperren, und ihrerseits in der Sperrlage festgehalten werden, sobald das Verbindungsstück verletzt ist.
2. Sicherung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Riegel, deren Drehungsachse nach der betreffenden Türwandung
. verlängert ist und an dieser mit einem Zwischenstück oder unmittelbar befestigt ist, derart, daß eine Drehung des Riegels nur dann stattfinden kann, wenn seine Drehungsachse freigegeben bzw. zerstört ist.
3. Sicherung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine an dem Sperriegel angeordnete Nase und eine in der Aussparung für diesen Sperriegel angebrachte Nasenfeder, oder eine für diesen Zweck geeignete Hebelvorrichtung, welche durch Federn oder Gewichte beeinflußt wird, wobei beim Einschlagen der Sperrung die Nasenfeder bzw. die Hebelvorrichtung den Riegel festhält, so daß er auch durch den Versuch einer Rückdrehung seiner Drehachse nicht frei gemacht werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2500521A1 (fr) * 1981-02-26 1982-08-27 Fichet Bauche Dispositif de blocage des penes d'une serrure et serrure comportant ce dispositif
DE3241846A1 (de) * 1982-11-12 1984-05-17 Theodor Kromer GmbH & Co KG Spezialfabrik für Sicherheitsschlösser, 7801 Umkirch Schutzvorrichtung gegen durchbrueche beispielsweise zu einem schloss
DE10057715C1 (de) * 2000-11-15 2002-07-25 Ikon Ag Schloss

Cited By (3)

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FR2500521A1 (fr) * 1981-02-26 1982-08-27 Fichet Bauche Dispositif de blocage des penes d'une serrure et serrure comportant ce dispositif
DE3241846A1 (de) * 1982-11-12 1984-05-17 Theodor Kromer GmbH & Co KG Spezialfabrik für Sicherheitsschlösser, 7801 Umkirch Schutzvorrichtung gegen durchbrueche beispielsweise zu einem schloss
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