DE217255C - - Google Patents

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DE217255C
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turbine
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B15/00Fluid-actuated devices for displacing a member from one position to another; Gearing associated therewith
    • F15B15/08Characterised by the construction of the motor unit
    • F15B15/12Characterised by the construction of the motor unit of the oscillating-vane or curved-cylinder type
    • F15B15/125Characterised by the construction of the motor unit of the oscillating-vane or curved-cylinder type of the curved-cylinder type

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 217255 -KLASSE 47h. GRUPPE
CLEMENS MÜLLER in HAMBURG.
Fernstellwerk. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. September 1907 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein durch Druckluft oder Druckflüssigkeit oder gespanntes Gas angetriebenes Fernstellwerk, bei welchem als Mittel zum Umsetzen des Druckes in die gewünschte Einstellbewegung ein Turbinenschaufelkranz ein- oder mehrfach zur Anwendung kommt.
Die Erfindung selbst besteht in der Hauptsache darin, daß eine oder mehrere Schaufelkammern des Turbinenkranzes nach der Druckmittelableitung hin abgeschlossen sind. Dadurch wird erreicht, daß der Turbinenkranz die ihm vom Druckmittel erteilte Bewegung und damit auch die Bewegung etwa mit ihm verbundener Teile selbsttätig abmißt, indem der Antrieb des ■Druckmittels auf die Turbine in dem Augenblicke aufhört, in welchem besagte Kammer vor der Druckmittelzuleitung ankommt und dadurch dem Druckmittel den gewöhnlichen Ausweg versperrt. Gleichzeitig kann diese Kammer die Druckmittelzuleitung mit einer anderen Ableitung verbinden und dadurch das Druckmittel auf einen anderen Weg ablenken, auf dem es noch weitere Arbeit verrichten kann. Es ist aber auch der Fall denkbar, daß sich das Druckmittel in dieser toten Schaufelkammer staut und dadurch ein in die Zuleitung eingebautes Ventil schließt.
Das vorliegende Fernstellwerk eignet sich daher vornehmlich bei Anlagen oder Vorrichtungen, bei denen durch zeitweiliges Öffnen bestimmter Druckleitungen bestimmte Teile (Zahlen, Typen, Prägestempel, Zeichen, Signale usw.) oder bestimmte Gruppen solcher Teile in eine bestimmte Schau-, Druck-, Präge-, Alarmoder Verbindungsstellung gebracht werden, z. B. für Schreib-, Rechen-, Kontroll-, Setz- oder Prägemaschinen, Linien- oder Anschlußwähler, Signale, Musikwerke usw.
Wie sich aus nachfolgender Beschreibung verschiedener Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes und deren Wirkungsweise ergibt, ist es durchaus nicht nötig, daß der Turbinenschaufelkranz gerade als ein in sich geschlossener Kreis zur Anwendung kommt. Es werden vielmehr die beabsichtigten Wirkungen unter gewissen Bedingungen auch dann erreicht, wenn ein Teil eines kreisförmigen Schaufelkranzes oder auch ein gestreckter Schaufelkranz zu besagtem Zwecke benutzt wird.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Reihe von Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung in ihrer logischen Entwicklung, ohne die Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung zu erschöpfen.
Fig. ι zeigt im Querschnitt und Fig. 2 im Achsialschnitt eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, bei welcher der Turbinenschaufelkranz vom tangential eingeführten Druckmittel nach einer Drehrichtung (Pfeilrichtung) bewegt, jedoch nach jedesmaligem Arbeitsvorgang in seine ursprüngliche Stellung von einer Uhrfeder u zurückgedreht wird, welche mit ihrem einen Ende an der Turbinenwelle, mit dem anderen Ende an einem feststehend angeordneten Federgehäuse s befestigt ist. Diese Uhrfeder kann selbstverständlich auch . durch eine auf Drehung beanspruchte Feder oder durch ein mit einem Ende an einer Gewichts- oder Federbelastung befestigtes
Wickelseil oder -band ersetzt werden. Das Druckmittel tritt, nachdem es die Turbinenschaufeln durchströmt hat, durch die feststehenden Leitschaufeln t in den mittleren Hohlraum η über und wird aus diesem durch ein seitliches Rohr p entweder ins Freie oder zu einer anderen Vorrichtung geführt. Mit dem Laufrad e der Turbine ist durch die Turbinenschaufeln ein mitlaufender Ring ν verbunden,
ίο der an einer Stelle mit einer Bohrung w (Fig. 2) versehen ist, die in jeder Lage der Turbine mit dem in die feststehende Gehäusescheibe b eingefrästen Ringkanal χ in Verbindung steht. Aus dem Ringkanal χ führt an beliebiger Stelle ein Rohr x1 entweder ins Freie oder zu irgendeiner anderen Vorrichtung. Diejenige Schaufelkammer der Turbine, innerhalb welcher der Laufring υ seitlich die Bohrung w besitzt, ist gegen den feststehenden Leitschaufelkranz t hin gänzlich durch einen mitlaufenden Boden ζ abgeschlossen, der gleichzeitig zur Verbindung der beiden umlaufenden Teile e und ν benutzt werden kann. Gelangt also das Druckmittel in diese mit 1 bezeichnete Schaufelkammer, so geht es nicht durch die feststehenden Leitschaufeln t, sondern durch Bohrung w, Kanal χ und Rohr x1 ab.
Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform, ist folgende:
Im Ruhezustande steht die Kammer 1 stets so, daß sie mit dem Druckmittelzuleitungsrohr 1 in Verbindung steht. Wird nun dieses Rohr 1 geöffnet, so bewegt sich die Turbine überhaupt nicht, sondern das Druckmittel fließt sogleich durch die Wege w, x, x1 seitlich ab. Denkt man sich nun beispielsweise eine solche Turbine auf der Achse eines Zahlen- oder Typenträgers angeordnet und die Schauöffnung, Druckstelle oder den einzustellenden Punkt zusammenfallend mit der Stellung, welche die Schaufelkammer ι in der Ruhelage einnimmt, so befindet sich beispielsweise die mit Kammer 1 wandernde Type, Zahl oder Reihe der Schauöffnung, Druckstelle oder dem Einstellpunkt gegenüber, und es kann der Abdruck, die Prägung oder das Ablesen ohne weiteres erfolgen. Öffnet man nun statt dessen beispielsweise das Zuleitungsrohr 12, so dreht sich die Turbine so lange unter Beanspruchung der Feder u, bis die Kammer 1 vor der Einmündung des Rohres 12 angelangt ist. In diesem Augenblicke hört sofort der Antrieb auf die Turbine auf, da das Druckmittel nun nicht mehr durch die feststehenden Leitschaufeln t, sondern nur noch durch den seitlichen Weg w, x, x1 abfließen kann. Mithin ist auch der zur Schaufelkammer 12 gehörige einzustellende Teil vor der Druckstelle usw. angelangt, da die Schaufelkammern in umgekehrter Reihenfolge als die Zuleitüngsrohre numeriert gedacht sind. Sehr zweckmäßig ist es, eine Sperr- oder Bremsvorrichtung anzuwenden, die stets das Bestreben hat, das Laufrad e der Turbine festzuhalten und nur dann dasselbe freigibt, wenn das durch Rohr f abfließende Druckmittel diese Vorrichtung auslöst. Vergegenwärtigt man sich nun, daß in demselben Augenblicke, in welchem die Schaufelkammer ι vor dem geöffneten Zuleitungsrohr anlangt, sofort der Druck im Rohr p, das zu dieser Sperr- oder Bremsvorrichtung führt, aufhört, ' so wird das Laufrad & auch zum gleichen Zeitpunkt abgebremst und festgehalten. Das nunmehr durch Rohr x1 abfließende Druckmittel kann nun zunächst dazu benutzt werden, eine Vorrichtung in Bewegung zu setzen, die die Verrichtung erfüllt, zu deren Zweck die Einstellung überhaupt bewirkt wurde (z. B. das Anschlagen eines Abdruckhammers oder einer Type, das Sichtbar- bzw. Hörbarmachen eines Signales 0. dgl.). Nachdem das Druckmittel diese Verrichtung erfüllt hat, kann es noch dazu benutzt werden, eine weitere Vorrichtung in Tätigkeit zu setzen, welche die Aufgabe hat, die Sperr- und Bremsvorrichtung für so lange auszulösen, bis die Feder « die Turbine und somit sämtliche einzustellenden Teile wieder in die Ruhelage zurückbewegt hat. Selbstverständlich muß bei dieser Ausführungsform ein fester Anschlag vorgesehen sein, der die Zurückbewegung der Turbine genau begrenzt.
Fig. 3 veranschaulicht eine Vereinfachung dieser Ausführungsform im Querschnitt, Fig. 4 im teil weisen Achsialschnitt. Diese Turbine ist mit achsialer Beaufschlagung gedacht, im übrigen aber gleich der Turbine nach Fig. 1 und 2 mit ebensoviel Zuleitungsrohren versehen, als einzustellende Teile oder Gruppen verhanden sind. Des leichteren Verständnisses wegen ist auch hier angenommen, daß die Zahl der Turbinenschaufeln ebenfalls die gleiche ist. Aus dem gleichen Grunde ist diese Ausführungsform der Turbine zum Antrieb eines Zahlenrades oder eines Zahlenzylinders einer Rechenmaschine gedacht, und es sind mit Bezug hierauf zehn Zuleitungsrohre und zehn Schaufelkammern angenommen. Diese Turbine wird zwar auch vom Druckmittel immer in derselben Drehrichtung bewegt, sie bedarf aber .keiner Feder zum Zurückführen in eine normale Ruhelage, sondern kann in jeder beliebigen Stellung stehenbleiben und ist in jeder Stellung betriebsbereit für eine neue Einstellung. Die das Druckmittel vom normalen Wege beim Anlangen vor dem geöffneten Zuleitungsrohr ableitende Schaufelkammer ist hier mit 0 bezeichnet und stimmt mit der einzustellenden Zahl öder Zahlenreihe des Null- oder Zehnerwertes überein. Öffnet man nun das Rohr 0, wenn die Nullkammer zufällig vor diesem Rohr-120
steht, so bewegt sich die Turbine nicht, und es gelangt die Zahl ο zum Abdruck oder zur Kenntnis. Steht sie zufällig etwa vor Rohr 8 und man wünscht die ο oder Nullgruppe eingestellt, so hat man wieder nur nötig, das Rohr ο zu öffnen, denn die Turbine wird unfehlbar zum Stillstand kommen, sobald die Nullkammer vor dem Rohre ο angelangt ist. Hieraus ergibt sich, daß immer die betreffende Zahl oder
ίο Zahlengruppe zur Einstellung gelangt, welche ihrer Bezeichnung nach mit dem jeweils geöffneten Rohr übereinstimmt, wenn die Schaufeln so gerichtet sind, daß die Turbine sich in der gezeichneten Pfeilrichtung dreht, in welcher die Bezeichnungen der Rohre fortlaufend angeordnet sind, und wenn die Bezeichnungen der Schaufelkammern bzw. der einzustellenden Teile in der umgekehrten Reihenfolge angeordnet sind. Ein Beispiel: Kammer 0 steht zufällig vor Rohr 6, mithin steht Kammer 6 vor Rohr 0. Will man nun, daß Kammer 4 in die Abdruckoder Schaustellung gelangt, so hat man nur Rohr 4 zu öffnen, und die Turbine bewegt sich so lange, bis die Nullkammer vor Rohr 4 angelangt, ist. Da aber hierbei in der Pfeilrichtung Kammer 0 zwei Teilstrecken zurücklegen mußte, so kommt dadurch Kammer 4 in die gewünschte Stellung.
Selbstverständlich kann die gleiche Wirkung auch bei tangentialer Beaufschlagung erzielt werden, wie auch die Ausführungsform nach Fig. ι und 2 mit achsialer Beaufschlagung eingerichtet werden kann.
Fig. 5 zeigt im Querschnitt und Fig. 6 im Achsialschnitt eine weitere Ausführungsform der Turbine, die so eingerichtet ist, daß sich die Turbine in jeder Stellung, wenn erforderlich, selbsttätig umsteuert, ohne daß es nötig ist, das Druckmittel in entgegengesetzter Richtung einzuführen. Diese Ausführungsform bedarf also keinerlei Umsteuervorrichtungen außerhalb des Turbinengehäuses, sondern bei derselben sind die Turbinenschaufeln derart angeordnet, daß die Turbine, gleichviel in welcher Stellung sie sich zufällig befindet, beim Öffnen eines beliebigen Zuleitungsrohres sich selbst diejenige Drehrichtung wählt, in welcher sie auf dem kürzesten Wege zur gewünschten Neueinstellung gelangt. Zu diesem Behufe sind beispielsweise die Schaufeln in zwei Gruppen angeordnet; die Schaufeln der einen Gruppe sind so gerichtet, daß bei ihrer Beaufschlagung die Turbine von links nach rechts läuft, die der anderen Gruppe so, daß bei deren Beaufschlagung die Turbine von rechts nach links läuft. Beide Schaufelgruppen enden in einer gemeinsamen Schaufelkammer y. Sobald diese Kammer vor dem geöffneten Rohre ankommt, versperrt sie gleichfalls, wie bei den vorher
60. beschriebenen Ausführungsformen, dem Druckmittel den Ausweg durch die feststehenden Leitschaufeln t, so daß das Druckmittel gleichfalls durch die seitliche Bohrung w in einen Ringkanal χ und aus diesem durch Rohr χ1 zu irgendeiner Vorrichtung abgeleitet wird. Öffnet man nun beispielsweise die Rohrleitung / in der in Fig. 5 veranschaulichten Stellung der Turbine, so bleibt dieselbe gleichfalls stehen und das Druckmittel nimmt sofort seinen Ausweg durch Rohr χ1. Ist nun diese Stelle des von der Turbine zu bewegenden Typen- oder Zahlenträgers usw. zufällig in der Druck-, Präge- oder Schaustellung usw., so muß die Bezeichnung des Rohres / mit der bei dieser Stellung der Turbine eingestellten Gruppe übereinstimmen. Des besseren Verständnisses wegen sei beispielsweise angenommen, mit der Achse dieser Turbine sei ein Typenrad fest verbunden, das an einem Umfange gleichfalls nur die neun Typen A bis / trägt (Fig. 5). Es befindet sich also nach vorstehendem bei der in Fig. 5 veranschaulichten Turbinenstellung die Type / in der Druckstellung. Nimmt man nun ferner an, daß die Druckstellung über der Turbine sich befindet, so ist also die Stelle des Typenrades mit der Type / versehen, die der Kammer y gegenüberliegt (Fig. 5). Wird nun beispielsweise Rohr B geöffnet, so dreht sich die Turbine so lange, bis Kammer y vor Rohr B steht, mithin hat sich die Turbine um zwei Teilungen von links nach rechts bewegt. Dadurch ist auch die Type B auf dem Umfange des Typenrades in die Druckstellung B gelangt. Wurde bei der in Fig. 5 gezeichneten Stellung der Turbine statt des Rohres B das Rohr F geöffnet, so mußte die Kammer y um drei Teilungen von rechts nach links wandern. Dadurch gelangte die Type F am Umfange des Typenrades in die höchste, d. h. die Druckstellung.
Aus vorstehendem ergibt sich auch, daß das wiederholte Öffnen eines Rohres nach zwischenliegendem Öffnen eines anderen Rohres je nach der zufälligen Stellung der Turbine letztere auch in einer anderen Drehrichtung zu drehen vermag wie das erstmalige Öffnen desselben Rohres. Ein Beispiel: Wird bei der Stellung Fig. 5 Rohr C geöffnet, so gelangt Type C in die Druckstellung und Kammer y vor Rohr C. In dieser Stellung steht nun vor Rohr G die Schaufelkammer, welche in Fig. 5 vor dem Rohr D steht, und Type G des Typenrades steht in der Stellung, in welcher in Fig. 5 Type D steht. Wird nun Rohr G geöffnet, so bewegt sich die Turbine in derselben Drehrichtung wie vorher um vier Teilungen, so daß alsdann Kammer y Vor Rohr G und vor dem Rohre C die Schaufelkammer steht, welche sich in Fig. 5 vor dem Rohre E befindet. Öffnet man nun nochmals Rohr C, so läuft die Turbine um vier Teilungen zurück, also in entgegen- 12a
gesetzter Richtung wie beim erstmaligen Öffnen des Rohres C.
Selbstverständlich darf bei dieser Anordnung der Schaufeln die Beaufschlagung nicht in tangential er Richtung, sondern sie muß in genau radialer Richtung erfolgen, weil ja die Drehrichtung der Turbine fortwährend wechselt. Aus dem gleichen Grunde müssen die feststehenden Ableitschaufeln t ebenfalls radial gerichtet
ίο sein. Doch läßt sich auch diese Ausführungsform der Turbine für achsiale Beaufschlagung einrichten; es müssen eben dann die Schaufeln der einen Gruppe zu denen der anderen Gruppe entgegengesetzt gerichtet sein. Die Kammer y hat auch in diesem Falle trapezförmigen Querschnitt, nur liegt dieser Querschnitt statt in der senkrechten Radebene in einer dazu quer gerichteten Ebene. Die feststehenden Leitschaufeln t können in diesem Falle entbehrt werden.
Wie schon eingangs erwähnt, muß der Turbinenschaufelkranz durchaus nicht immer ein geschlossener Kreis sein, sondern er kann auch nur als Teil eines kreisförmigen Kranzes (als Bogenstück) oder aber geradlinig ausgeführt werden. Fig. 7 der Zeichnung zeigt im Längsschnitt schematisch die letztgenannte Ausführungsform für Hin- und Herbewegung. Der geradlinige Schaufelkranz I ist zwischen den beiden Leitschienen a1, b1 geführt. Das Ganze ist von einem auf der Zeichnung nicht dargestellten Gehäuse eingeschlossen. Wird das Druckmittel durch das Rohr i eingeführt, so bewegt sich der Schaufelkranz I von rechts nach links, wird es durch Rohr h eingeführt, von links nach rechts. Fig. 8 veranschaulicht von oben gesehen im wagerechten Längsschnitt, Fig. 9 im senkrechten Längsschnitt eine Ausführungsform des geradlinigen Schaufelkranzes, bei welcher für jede Bewegungsrichtung ein besonderer Schaufelkranz vorgesehen ist. Zur Übertragung der Hin- und Herbewegung auf einen schwingend zu drehenden Teil sind beide Kränze seitlich als Zahnstangen auszubilden, die in ein gemeinsames, auf der zu drehenden Welle angeordnetes Zahnrädchen z1 eingreifen. Zwecks Übertragung dieser Bewegung auf noch zwei oder mehrere andere Wellen kann man auch noch, wie Fig. 8 punktiert veranschaulicht, die beiden Schaufelkränze I in eine endlose, über Rollen geführte Schnur s1 o. dgl. einschalten. In diesem Falle hat man noch den Vorteil, durch Wahl des Durchmessers der Leitrollen und durch Führung des Seiles oder Bandes s1 sowohl die Umdrehungsgeschwindigkeiten als auch die Drehrichtung dieser anderen Wellen beliebig ändern zu können.
Wählt man ein gelochtes Stahlband s1 und ordnet man über oder unter demselben im Gehäusedeckel einen Schlitz an, durch den ein Mitnehmer hindurchgreifen kann, der an einem einzustellenden Teile, z. B. einem Papierträger, befestigt ist, so kann man diesen mit dem Band s1 an verschiedenen Stellen des letzteren verbinden, wenn der Mitnehmer so eingerichtet ist, daß er jederzeit ausgelöst werden kann und durch Federdruck usw. in ein anderes Loch des Bandes s1 wieder einfällt.
Selbstverständlich steht es im Belieben des Ausführenden, bei Anwendung des Seiles oder Bandes s1 auf das Zahnrädchen z1 zu verzichten oder dasselbe beizubehalten. Es wird in jedem Falle von dem besonderen Verwendungszwecke des Schaufelkranzes abhängen, ob man einen oder gleichzeitig mehrere Teile damit einstellt bzw. bewegt.
Fig. 10 veranschaulicht im Längsschnitt C-C der Fig. 11 und Fig. 11 im Querschnitt D-D der Fig. 10 eine bogenförmige Ausführungsform des Schaufelkranzes, die in ihrer Wirkung mit der Ausführungsform nach Fig. 8 und 9 übereinstimmt. In gleicher Weise ist natürlich auch der geradlinige Schaufelkranz ausführbar, wie auch der bogenförmige in ähnlicher Weise, wie Fig. 8 und 9 zeigen, ausgebildet werden kann.
Fig. 12 zeigt schematisch im Schnitt einen bogenförmigen, in einer Kreisbahn ständig nach einer Richtung oder auch abwechselnd nach beiden Richtungen sich fortbewegenden Schaufelkranz, da er gleichfalls in derselben Weise doppelseitig gemacht werden kann, wie in Fig. 10 und 11 gezeigt ist. In die Kreisbahn der einen Seite münden alsdann eine Anzahl Rohre h, in die der anderen Seite Rohre i (vgl. Fig. 11).
Statt dessen kann ein einziger derartiger Schaufelkranz ebenso wirken, wenn er achsial beaufschlagt wird. Das Ableitungsrohr fi kann auch, wie in Fig. 12 angedeutet, vielfach angeordnet sein. Wird es so. oft angeordnet, als Zuleitungsrohre vorhanden sind, und werden die Endwände des Bogenstückes so gestaltet, daß sie auch den Ringkanal n, aus dem die Rohre p das Druckmittel weiterleiten, ausfüllen, so ergeben sich noch weitere Möglichkeiten in der Benutzung und Wirkungsweise dieses umlaufenden Bogenstückes. Man hat es dann beispielsweise in der Hand, das Druckmittel eines jeden Zuleitungsrohres auf eine besondere Vorrichtung einwirken zu lassen, deren Verrichtung von der Öffnung des zugehörigen Zuleitungsrohres abhängig ist, z. B. bestimmtfarbige Beleuchtung eines vom Schaufelkranz kurz vorher eingestellten Signales. Diese Ausführungsformen werden sich namentlich da eignen, wo bei besonders großen Abmessungen ohne große Belastung der tragenden Teile weithin sichtbar Signale oder umlaufende oder schwingende Reklametexte oder -bilder eingestellt werden sollen.
Selbstverständlich wird man bei allen diesen
Ausführungsformen auch die das Druckmittel auf einen anderen Weg ablenkende Schaufelkammer anwenden, die in den Fig. ι bis 4 gezeigt ist, und in gleicher Weise eine größere Anzahl fortlaufend bezeichneter Zuleitungsrohre in gleicher Weise benutzen. Die Rasten d werden bei allen Ausführungsformen entweder unmittelbar am Schaufelkranze (vgl. z. B. Fig. 9) oder aber an dem zu bewegenden oder einzustellenden Teile, oder endlich auf besonderen Bremsflächen r (vgl. Fig. 4) angeordnet.
Die Fig. 13 und 14 zeigen in zwei verschiedenen Längsschnitten die hinsichtlich ihrer Wirkungsweise mit der Turbine nach Fig. 5 und 6 übereinstimmende Ausführungsform des geradlinigen Schaufelkranzes. Hier ergibt sich die Übereinstimmung der einzelnen Teile ohne weiteres aus den übereinstimmenden Bezugszeichen.
Diese Ausführungsform des Schaufelkranzes kann ebenso, wie jede andere, auch in verschiedenen Richtungen beaufschlagt und, in bereits beschriebener Weise mehrfach angeordnet bzw. mit anderen Ausführungsformen vereinigt werden, wie die dargestellten Ausführungsformen überhaupt nur Beispiele der zahlreichen Ausführungsmöglichkeiten vorliegender Erfindung sein sollen.

Claims (15)

Patent-Ansprüche:
1. Durch Druckluft oder Druckflüssigkeit oder gespanntes Gas mittels eines Turbinenschaufelkranzes angetriebenes Fernstellwerk,
.35 dadurch gekennzeichnet, daß im Turbinenschaufelkranze eine nach dem eigentlichen Druckmittelaustritt hin abgeschlossene Schaufelkammer angebracht ist, die das Druckmittel, sobald sie vor dessen Zuleitung ankommt, auf einen anderen Weg ablenkt und entweder schon dadurch allein oder erforderlichenfalls durch Überleitung des Druckmittels in besondere Vorrichtungen den sofortigen Stillstand des Schaufelkranzes und aller etwa damit verbundenen Teile bewirkt.
2. Fernstellwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß so viele Zuleitungsrohre in den Schaufelkranz einmünden, als mit demselben Einstellungen. bewirkt werden sollen, derart, daß die Schaufeln immer nur von derjenigen Zuleitung teilweise beaufschlagt werden, die der gewünschten Einstellung entspricht.
3. Fernstellwerk nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckmittel nach seinem Durchtritt durch die Turbinenschaufeln Bremsvorrichtungen in Tätigkeit setzt, die vor dem Stillstande und während des Stillstandes der Turbinenschaufeln zur Wirkung kommen und von dem durch die Schaufeln gegangenen Druckmittel ausgelöst werden.
4. Fernstellwerk nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaufelkranz nach jedesmaliger Einstellung von einer Feder- oder Gewichtsbelastung wieder in die durch Anschlag begrenzte Anfangsstellung zurückbewegt wird.
5. Fernstellwerk nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln in zur Reihenfolge der Zuleitungsrohre entgegengesetzter Reihenfolge angeordnet sind, damit der Schaufelkranz in sich stets gleichbleibender Richtung aus jeder beliebigen Stellung durch öffnen des entsprechenden Zuleitungsrohres in die gewünschte neue Stellung bewegt wird.
6. Fernstellwerk nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Gruppen von Schaufeln zueinander entgegengesetzt gerichtet so angeordnet sind, daß sie die im Hauptanspruche gekennzeichnete Schaufelkammer zwischen sich einschließen, zum Zwecke, den Schaufelkranz aus jeder beliebigen Einstellung auf dem kürzesten Wege, d. h, in der Bewegungsrichtung, die am frühesten zur neuen Einstellung führt, durch Öffnen eines beliebigen Zuleitungsrohres in die neue Einstellung zu bewegen.
7. Fernstellwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß ein Schaufelkranzbogen ein- oder mehrfach angeordnet, in einer Kreisbahn umlaufend oder pendelnd zur Anwendung kommt.
8. Fernstellwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein geradlinig gestreckter Schaufelkränz ein- oder mehrfach angeordnet, in geradliniger Bahn pendelnd zur Anwendung kommt.
9. Fernstellwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beaufschlagung der Turbinenschaufeln in tangentialer Richtung stattfindet.
10. Fernstellwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beaufschla-
' gung der Turbinenschaufeln in radialer Richtung stattfindet.
11. Fernstellwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beaufschlagung der Turbinenschaufeln in achsialer Richtung stattfindet.
12. Fernstellwerk nach Anspruch 1, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwei nebeneinander angeorndete Schaufelkränze mit entgegengesetzt gerichteten Schaufeln zwangläufig untereinander verbunden sind, so daß durch abwechselnde Zuführung des Druckmittels zu dem einen oder anderen Kranze die Bewegungsrichtung umgekehrt wird.
13. Fernstellwerk nach Anspruch ι und 12, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schaufelkränze durch ein Zahngetriebe miteinander zwangläufig verbunden sind.
14. Fernstellwerk nach Anspruch 1 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schaufelkränze durch über Rollen 0. dgl. geleitete Zugmittel (Schnüre, Seile, Bänder usw.) miteinander zwangläufig verbunden sind.
15. Fernstellwerk nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Zuleitungsrohre oder einzelne Gruppen von solchen besondere Ableitungsrohre besitzen, von denen jedes zu einer besonderen Vorrichtung führt, die durch Öffnen des oder der jeweils zugehörigen Zuleitungsrohre nebst der dadurch bewirkten Einstellung zur Wirkung gebracht werden soll.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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