DE44538C - Zwirnmaschine für gemusterte Gezwirne - Google Patents
Zwirnmaschine für gemusterte GezwirneInfo
- Publication number
- DE44538C DE44538C DENDAT44538D DE44538DA DE44538C DE 44538 C DE44538 C DE 44538C DE NDAT44538 D DENDAT44538 D DE NDAT44538D DE 44538D A DE44538D A DE 44538DA DE 44538 C DE44538 C DE 44538C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- threads
- thread
- twisting machine
- rollers
- roller
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000009987 spinning Methods 0.000 description 3
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H5/00—Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
- D01H5/18—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
- D01H5/32—Regulating or varying draft
- D01H5/36—Regulating or varying draft according to a pre-arranged pattern, e.g. to produce slubs
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. März 1888 ab.
Die Erfindung bezweckt, auf eine vervollkommnete und vereinfachte Weise chinirte (geflammte)
oder Phantasiefäden herzustellen, d. h. Fäden, bei welchen das Verspinnen des Vorgarns
oder das Zwirnen mehrerer Garnfäden, statt, wie bei gewöhnlichen Fäden, von einem
Ende zum anderen gleichförmig zu sein, in gewissen Zeiträumen variirt, so dafs die Dicke
des Fadens oder der Grad der Drehung wechselt, oder aber so, dafs, wenn zwei oder mehrere
Fäden zusammengezwirnt werden, einer oder jeder von ihnen an der Oberfläche des zusammengedrehten
Fadens an gewissen Stellen mehr hervortritt als an anderen. Die aus mehreren doublirten Garnfäden zusammengedrehten
Fäden unterscheiden sich sehr oft hinsichtlich der Farbe oder sonstwie von einander,
oft können aber bei gezwirnten oder einfachen einander ähnlichen Fäden dieselben
Mittel angewendet werden, um dem Faden in gewissen Abständen von einander eine verschiedene
Dicke zu geben.
Um die Erfindung zur Ausführung zu bringen, kann man sich irgend einer für Spinnereizwecke
gebauten Maschine oder einer combinirten Doublir- und Zwirnmaschine bedienen. Der
beabsichtigte Zweck wird dadurch erreicht, dafs in der Oberfläche der einen oder beider Speisewalzen
eines jeden Paares ein oder mehrere Ausschnitte angebracht sind. W7enn zwei oder
mehrere gezwirnte oder einfache Fäden vorhanden sind, so werden dieselben so geleitet,
dafs sie, verschiedene Theile der Zuführungswalzen berührend, zwischen diesen durchpassiren;
die Ausschnitte befinden sich in denjenigen Theilen der Walzenoberflächen, welche
den bezw. gezwirnten oder einfachen Fäden angehören. Wenn man z. B. zwei gezwirnte verschiedenfarbige
Fäden zusammendreht, denen in abwechselnden Zwischenräumen die Wirkung der neuen Anordnung zu Theil werden soll, so
werden für jeden Faden die Ausschnitte in der Wralzenoberfläche sich neben den vollen Stellen
für den anderen Faden befinden. Wenn in diesem Falle einer der Fäden von einem vollen
Theile der Walze vorgezogen wird, so wird der andere Faden sich in einem Ausschnitte
der Walze befinden und nicht vorgezogen werden; es folgt daraus, dafs der vorgezogene
Faden um den nicht vorgezogenen Faden gedreht wird und an der Oberfläche mehr hervortritt.
In dem Mafse, wie das Zwirnen und Aufwickeln nun fortschreitet, wird infolge der
continuirlichen Umdrehung der Zuführungswalzen das Vorziehen und Nichtvorziehen der
Fäden abwechseln, und derjenige Faden, welcher am meisten an der Oberfläche hervortritt,
wird mehr umwickelt, so dafs man ihn als inneren Faden bezeichnen kann, während der
bisher innen gelegene Faden mehr an die Oberfläche tritt.
Die auf der oder den Zuführungswalzen angebrachten Ausschnitte können in verschiedenster
Weise angeordnet sein, und kann man so eine grofse Mannigfaltigkeit in der Wirkung
hervorbringen.
Die Walzen können jede aus einem Stücke bestehen, oder sie können jede aus zwei oder
mehreren Theilen zusammengesetzt sein, oder es können auch für die verschiedenen zusammengedrehten
Fäden desselben Sortiments verschiedene Walzen vorhanden sein.
Auf beiliegender Zeichnung sind Formen von Walzen veranschaulicht, die zur Ausführung
der Erfindung dienen können.
Fig. ι ist eine Seitenansicht und Fig. 2 ein Schnitt durch die Achse einer Walze, die bei
drei gezwirnten oder einfachen Fäden zur Anwendung kommt und aus drei verschiedenen
zur Wirkung kommenden Theilen besteht. Diese in den Fig. 3, 4 und 5 einzeln dargestellten
Theile werden auf ein an dem einen Ende mit einem Rande E versehenes Mittelstück
D gebracht und mittelst einer auf dem anderen Ende von D aufgeschraubten Scheibe
oder eines flachen Ringes F auf demselben befestigt. Jeder Theil ABC ist in der Zeichnung
mit zwei Ausschnitten G versehen dargestellt, und sind die einzelnen Theile mit
ihren verschiedenen Ausschnitten in verschiedenen Lagen auf dem Mittelstück D befestigt.
Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen in Seitenansicht und Schnitt durch die Achse eine
Walze, die aus einem einzigen Stück besteht und mit Ausschnitten G für zwei einfache und
gezwirnte Fäden versehen ist. Die Ausschnitte für den einen Faden befinden sich neben den
nicht vertieften Lagerstellen für den anderen Faden.
Die Fig. 8 zeigt in Ansicht von oben und Fig. 9 im Verticalschnitt einen kleinen Theil
einer Doublir- und Zwirnmaschine, welche mit einer solchen Walze versehen ist, deren Oberfläche
Ausschnitte besitzt, um chinirte (geflammte) oder Phantasiefäden nach dieser Erfindung
herzustellen. Die Walze H wird von einem gabelförmig ausgebildeten Träger J ge
halten und ruht auf einer Zuführungswalze K auf; die Fäden L laufen zwischen beiden
Walzen hindurch. Unmittelbar vor ihrem Eintritt zwischen die beiden Walzen sind die
Fäden durch besondere Fadenführer M geleitet und ebenso werden sie nach ihrem Austritt
aus den Walzen durch andere Fadenführer N hindurch zum Zwirnmechanismus geführt. Die
Fadenführer M und N hinter und vor den Walzen sichern den richtigen Durchgang der
Fäden zwischen den Walzen H und K. Die Walze H in den Fig. 8, 9 und 10 ist von
derselben Art wie die in den Fig. 6 und 7 dargestellte Walze, wo sie in gröfserem Mafsstabe
veranschaulicht ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Zwirnmaschine, auf welcher die Herstellung gemusterter Gezwirne dadurch zu Stande kommt, dafs die Einlaufgeschwindigkeit der Einzelfäden mit Hülfe von Zuführwalzen periodisch verändert wird, welche an der Umfläche stellenweise ausgeschnitten sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44538C true DE44538C (de) |
Family
ID=319768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44538D Active DE44538C (de) | Zwirnmaschine für gemusterte Gezwirne |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44538C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2317261A1 (de) * | 1972-04-12 | 1973-10-31 | Commw Scient Ind Res Org | Verfahren zur garnerzeugung |
| FR2179995A1 (en) * | 1972-04-12 | 1973-11-23 | Commw Scient Ind Res Org | Bi-component twisted yarn - with each component having twist formed by intermittently blocking ply twist |
-
0
- DE DENDAT44538D patent/DE44538C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2317261A1 (de) * | 1972-04-12 | 1973-10-31 | Commw Scient Ind Res Org | Verfahren zur garnerzeugung |
| FR2179995A1 (en) * | 1972-04-12 | 1973-11-23 | Commw Scient Ind Res Org | Bi-component twisted yarn - with each component having twist formed by intermittently blocking ply twist |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1685645C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von selbstverzwirnendem Garn | |
| DE3603952C2 (de) | ||
| DE2114006C3 (de) | Verstärkungseinlage für Bänder oder Riemen, insbesondere Förderbänder | |
| DE1760528B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines mehrfaedigen,mittels Falschdrall in sich verfestigten Zwirns | |
| DE2310803A1 (de) | Falschdrallverfahren und falschdrallvorrichtung, insbesondere zum kraeuseln thermoplastischer kunststoffaeden | |
| DE44538C (de) | Zwirnmaschine für gemusterte Gezwirne | |
| DE33238C (de) | Einrichtung zur Herstellung von Noppengarnen auf Zwirnmaschinen | |
| CH648874A5 (de) | Vorrichtung zur herstellung von effektgarn. | |
| DE2855606C2 (de) | Fadenführung an einem Spulengatter für Schär- und Zettelanlagen o.dgl. | |
| DE2412199C2 (de) | Verfahren zur abschnittsweise mit wechselnder Drallrichtung bzw. Drallänge erfolgenden Verseilung von elektrischen Kabeln oder Leitungen | |
| DE1510121C3 (de) | Flügelzwirnmaschine zur Herstellung eines aus Stahldrähten bestehenden Drahtseils kleinen Querschnitts | |
| DE2917218A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum verflechten eines mehrfadengarns | |
| DE2317094A1 (de) | Maschine zur herstellung von wulstkernen fuer luftreifenwuelste | |
| DE1535628B1 (de) | Rundwebmaschine | |
| EP0345378A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flammeffektgarnen | |
| DE137422C (de) | ||
| DE230203C (de) | ||
| DE509512C (de) | Vorrichtung zum Schusfadenrichten in Geweben | |
| DE629728C (de) | Kreuzspulmaschine mit Nutentrommel und vorgeschaltetem Fadenleitorgan | |
| DE212863C (de) | ||
| DE1038958B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Fachen mehrerer Faeden | |
| DE19604297C2 (de) | Vorrichtung zum Teilen einer Fadenschar | |
| DE174278C (de) | ||
| DE396086C (de) | Zwirnvorrichtung | |
| DE21383C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Vliefstheilung an Vorspinnkrempeln |