DE119552C - - Google Patents
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- DE119552C DE119552C DENDAT119552D DE119552DA DE119552C DE 119552 C DE119552 C DE 119552C DE NDAT119552 D DENDAT119552 D DE NDAT119552D DE 119552D A DE119552D A DE 119552DA DE 119552 C DE119552 C DE 119552C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F21/00—Devices for conveying sheets through printing apparatus or machines
- B41F21/02—Pins
Landscapes
- Replacement Of Web Rolls (AREA)
- Rotary Presses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Herstellung einer Zeichnung in 2, 3 ... η Farben auf lithographischem Wege ist es
bekannt, das zu bedruckende Papier bezw. Gewebe entsprechend 2, 3 ... η Mal derart durch
die Maschine gehen zu lassen, dafs die verschiedenen Farben genau auf einander fallen, und
dafs man vor jeder folgenden Einführung abwarten mufs, bis die vorher gedruckte Farbe
vollkommen getrocknet ist.
Es ist also hier zwischen je zwei auf einander
folgenden Drucken ein zur Einstellung der Farben auf einander durch Hand genügender
Zeitraum vorhanden.
So wird bei bekannten Buntdruckmaschinen die zu bedruckende Papierbahn bei wiederholtem
Durchgang durch die Presse dadurch in die gleiche Lage zum Druckcylinder gebracht,
dafs der letztere an beiden Seiten federnd gelagerte Stifte trägt, die in entsprechende
Löcher der zu bedruckenden Papierbahn eingreifen, aber nachgeben, sobald auf sie. ein Druck ausgeübt wird, und hierbei in
den Druckcylinder hineingedrückt werden.
Diese Maschine ist eine mit Unterbrechungen arbeitende und besitzt eine wagerechte Druckform,
bei deren Vorwärtsbewegung der Druckcylinder zum Zwecke des Drückens in Umdrehung
gesetzt wird, während er bei der Rückwärtsbewegung der Druckform von dieser durch eine besondere Vorrichtung abgehoben
wird und mithin stillsteht.
Während dieses Druckcylinderstillstandes nun wird vom Punktirer durch Hand die Papier-'
bezw. Gewebebahn auf die beiden an jedem Cylinderende genau gegenüberstehenden Punkturen
des Cylinders eingestellt. Zu diesem Zwecke werden die Ränder der Papierbahn
vorher durch Hand mittelst Locheisen mit Löchern in dem halben Cylinderumfang genau
entsprechenden Abständen, versehen bezw. die Gewebebahn, welche solche Löcher nicht erhalten
darf, auf eine breitere, in der beschriebenen Weise mit Löchern versehene Papierbahn aufgeklebt.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, diese mühsamen und zeitraubenden
Vorbereitungen der zu bedruckenden Papierbezw. Gewebebahn mittelst Hand, sowie auch
die Einstellung derselben auf die Cylinderpunkturen mittelst Hand durch Anwendung
vom Druckcylinder unabhängiger, sich beständig und mit der Druckcylinderumfangsgeschwindigkeit
entsprechender Geschwindigkeit fortbewegender Punkturen zu beseitigen und
diese Vorrichtung für die Verwendung an Mehrfarbendruck - Rotationsmaschinen geeignet
zu machen, bei welchen die zu bedruckende Papier- bezw. Gewebebahn in ununterbrochenem
Lauf an dem beständig sich drehenden, den Druck erzeugenden Plattencylinder vorübergeführt
wird, mithin keine die Einstellung durch Hand gestattenden Zeiträume vorhanden
sind.
Um nun auch bei diesen Druckmaschinen die genaue Einstellung der Farben auf ein-.
ander zu ermöglichen, sind nach vorliegender Erfindung die Punkturen, den Rändern der
Bahn entsprechend, paarweise auf Querstege
aufgesetzt, welche in gleichen gegenseitigen Abständen auf zwei Ketten, Seilen oder endlosen
Stahlbändern befestigt sind, die sich über einer bestimmten Länge der Papier- bezw. Gewebebahn
mit einer der Lineargeschwindigkeit der Bahn genau gleichen Geschwindigkeit zu bewegen
vermögen, und zwar erzeugen diese Punkturen selbst in den Rändern der Bahn beim ersten Durchgang durch die Maschine
gleich weit von einander entfernte Durchlochungen, in welche bei den nachfolgenden
Durchgängen die Punkturen stets wieder eintreten, wodurch das genaue Aufeinanderfallen der
verschiedenen Farben auch bei diesen Rotationsmaschinen gesichert ist, ohne dafs es besonderer Vorbereitungen und Führung der Papierbezw.
Gewebebahn mittelst Hand bedürfte.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht,
und zwar zeigt:
1 Fig. ι eine schematische Seitenansicht der
Gesammtanordnung.
Fig. 2 ist die Vorderansicht der Gesammtheit der Punkturen vorrichtung.
Fig. 3 ist eine Einzelansicht, welche einen der die Punkturen tragenden Stege gesondert
im Längsschnitt nach Linie 3-3 (Fig. 4) wiedergiebt.
Fig. 4 ,ist eine entsprechende Oberansicht.
Fig. 5 zeigt einen in der Längsaussparung der Führungswalze für die Punkturenkette gelagerten
Punkturensteg im Querschnitt.
Fig. 6 ist ein Querschnitt eines Punkturensteges in gröfserem Mafsstabe, und zwar nach
Linie 6-6 (Fig. 3) und
Fig. 7 schliefslich ist. der Querschnitt des Punkturensteges nach Linie 7-7 (Fig. 3).
Die in diesen Figuren dargestellte Punkturenvorrichtung wird von zwei endlosen Ketten c c
gebildet, welche über Räder m m und n n geführt sind, die zu zwei und zwei durch die
Wellen ρ q verbunden sind. Die Ketten werden durch die unteren Zahnräder m m derart
angetrieben, dafs die Kettengeschwindigkeit . gleich der des Gewebes bezw. Papiers ist, d. h.
gleich der Umfangsgeschwindigkeit des Plattencylinders A1. Zu diesem Zwecke sind auf der
die Kettenräder m m tragenden Welle ρ zwei weitere Zahnräder von gleichem Durchmesser r
befestigt, welche mittelst Zahnräder 5 t und mit dem Plattencylinder A1 fest verbundenen.
Zahnkränzen u von gleichem Theilkreisdurchmesser wie der Cylinder in Umdrehung versetzt
werden.
Zwischen den Kettenrädern m m befindet sich zur Führung der Papierbahn auf der
Welle ρ eine Walze /, welche eine oder mehrere Längsaussparungen d zur Aufnahme
der Punkturenstege enthält. Damit die Stege sich genau in diese Aussparungen einlegen
können, mufs die Walze einen Umfang besitzen, welcher gleich oder einem Untervielfachen
der Entfernung zweier auf einander folgender Punkturen ist.
Die oben fest auf der Welle q sitzenden Kettenräder n n dienen einfach ,zur Führung
und Spannung der Kette, welche sie bei ihrer Bewegung mitnimmt. Die endlosen Ketten c c
tragen in bestimmten Abständen die Punkturenstege, von denen jeder in folgender .Weise gebildet
ist.
Jeder Steg besteht aus zwei Stangen b und/, von denen die erstere b an ihren Enden in
geeigneter Weise mit den Ketten fest verbunden ist, und zwar vortheilhaft, indem man
jedes ihrer Enden in einen längs der Stange gerichteten Zapfen ν von quadratischem Querschnitt
auslaufen läfst, welcher in der in Fig. 3 und 4 gezeigten W7eise als Verbindungsbolzen
für zwei aufeinander folgende Glieder der Kette c benutzt wird.
Die die Punkturen α tragende Stange f ist mit der Stange b mittelst Zugfedern h verbunden,
welche die beiden Stangen einander zu nähern suchen.
Die Punkturnadeln α sitzen in Schiebern e, welche, wie aus dem Querschnitt (Fig. 6) ersichtlich,
in einer Längsaussparung der Stange b auf der Stange/ gleitend gelagert sind und
durch einen in einer Längsaussparung der Stange/ verschiebbaren Gewindebolzen g durch
Lösen oder Anziehen der Mutter desselben der jeweiligen Breite der Papier- bezw. Gewebebahn
entsprechend zu einander eingestellt werden können.
Schliefslich trägt die Stange f frei durch die Stange b hindurchgeführte Bolzen i zur Sicherung
der Parallelführung der beiden Stangen. Die beiden äufsersten Bolzen i dienen aufserdem
zur Abbewegung der Stange f von der Stange b und zur Verbergung der Punkturen a,
sobald sich das Ende der Bolzen gegen den Cylinder R anlegt.
Angenommen, man läfst eine vollständig unbedruckte Papierbahn X in die Rotationsmaschine
einlaufen und sie den in Fig. 1 bezeichneten Weg verfolgen, d. h. vor den
Punkturenketten c nach abwärts gehen, dann über die Walze / und die Walze jR und
schliefslich über den Druckcylinder A laufen, dann wird diese Bahn bei y bedruckt und
wickelt sich schliefslich auf eine beliebige Papierballenhülse J?1. auf.
Nach Ingangsetzung der Maschine werden zunächst die beiden Punkturspitzen a des ersten
Steges je ein kleines Loch an beiden Rändern der Papierbahn erzeugen, dann die beiden
Punkturspitzen des folgenden Steges je ein zweites Loch u. s. f., und zwar besitzen diese '
Löcher auf jedem Gewebe- bezw. Papierbahnrande gleichen gegenseitigen Abstand, entsprechend
der Länge des Plattencylinderumfangs.
Claims (2)
1. Punkturvorrichtung mit beweglichen Punkturen für Rotationsmaschinen zum Bedrucken
von Papier- oder Gewebebahnen in mehreren Farben, dadurch gekennzeichnet,
dafs mit Punkturen versehene Stege, auf denen die Punkturen in veränderlichem Abstand
befestigt werden können, mit einer der Papier- bezw. Gewebegeschwindigkeit genau gleichen Geschwindigkeit bewegt
werden.
2. Eine Ausführungsform der in Anspruch 1 gekennzeichneten Punkturvorrichtung, bei
welcher die die Punkturen tragenden Stege je aus zwei mit Längsaussparungen versehenen
und durch Zugfedern (h) mit einander verbundenen Stangen (b f) bestehen,
von denen die eine (f) die mittelst Schieber (e) der Papierbahnbreite entsprechend
einstellbaren Punkturspitzen (a) trägt, die Stege aber in gleichem gegenseitigen Abstande
auf Ketten, Drahtseilen oder Stahlbändern aufgesetzt sind und in Längsaussparungen
(d) einer Führungswalze (I) für das Papier bezw. Gewebe einzutreten vermögen,
wobei eine zweite Walze (R) zur Zeit, wo das Papier bezw. Gewebe die Punkturspitzen verlassen soll, die letzteren
in die Stange (b) zurückdrängt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE119552C true DE119552C (de) |
Family
ID=388679
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT119552D Active DE119552C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE119552C (de) |
-
0
- DE DENDAT119552D patent/DE119552C/de active Active
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