DE216828C - - Google Patents

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DE216828C
DE216828C DE1908216828D DE216828DA DE216828C DE 216828 C DE216828 C DE 216828C DE 1908216828 D DE1908216828 D DE 1908216828D DE 216828D A DE216828D A DE 216828DA DE 216828 C DE216828 C DE 216828C
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DE
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soap
soaps
mercury
carboxylic acids
hand
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DE1908216828D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/48Medical, disinfecting agents, disinfecting, antibacterial, germicidal or antimicrobial compositions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/50Perfumes

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zu Desinfektionszwecken werden auch heute noch vielfach Sublimatseifen hergestellt, obwohl es erwiesen ist, daß die hervorragend desinfizierenden Wirkungen des Sublimats in ; 5 Verbindung mit dem Seifenkörper verloren gehen, da infolge der Ionisation des Sublimats in Lösungen die Bildung der nicht desinfizierenden, unlöslichen, fettsauren Quecksilbersalze veranlaßt wird. Von mannigfachen Versuchen, bei der
ίο Bereitung medizinischer Seifen einen Sublimatersatz zu schaffen, kommen infolgedessen lediglich solche in Frage, die nicht ionisierte Quecksilberverbindungen dem Seifenkörper beigeben. Diese lassen sich jedoch ihrem chemischen
ig Charakter entsprechend wieder in drei Gruppen, teilen: in saure, neutrale und alkalische Quecksilberverbindungen.
Es ist bis heute mit Recht unterlassen worden, saure komplexe Quecksilberverbindungen.
ao dem Seifenkörper beizumischen, da einerseits wie bei den Karbolseifen die Desinfektionskraft des Medikaments unter dem Alkali der Seife leiden könnte (Zeitschrift für Hygiene und Infektionskrankheiten Bd. 53, S. 117), andererseits aber die Hydrolyse der Seife selbst (die Grundbedingung des ganzen Seifprozesses) und damit ihre eigene .Desinfektionskraft auf das schwerste beeinträchtigt werden müßte. Wenn somit Seifen mit Beimischung saurer Agenzien einen Widerspruch in sich selbst bedeuten, so hatten Seifen mit der Beimengung neutraler Quecksilberverbindungen mehr Aussicht auf Erfolg, da sie wenigstens die Hydrolyse der Seife nicht störend beeinflussen. Eine derartige Seife ist von den Gebr. L u m i e r e dargestellt worden, welche die neutral reagierenden, quecksilbersubstituierten, phenoldisulfosauren Salze dem.Seifenkörper beigaben. Diese Seifen besitzen zwar in vitro bei längeren Einwirkungszeiten pathogenen Bakterien gegenüber Des- infektionskraft, hingegen kann eine ausreichende · Entfettung der Haut, die ja bekanntlich die Grundlage für die Tiefenwirkung der Handoder Hautdesinfektion ist, mit diesen Seifen nicht erreicht werden.
Die vorliegende Erfindung ist einen Schritt weiter gegangen, indem sie alkalisch reagie- . ' rende Alkalisalze komplexer Quecksilberkarbonsäuren der aliphatischen . und aromatischen Reihe dem Seifenkörper beimischte. Wenn man im Anschluß an die oben erwähnten Erfahrungen eine Theorie der Seifenbeimischungen aufstellen wollte, so müßte man annehmen, daß alkalisch reagierende Desinfektionsmittel nicht nur nicht stören, sondern sogar die spezifischen Eigenschäften der Seife im hohen Grade unterstützen würden, indem durch ihre Anwesenheit eine vermehrte Hydrolyse des Seifenkörpers veranlaßt wird. Infolgedessen werden alle Faktoren, die den Desinfektionswert einer Seife darstellen, in idealster Weise zum Ausdruck gebracht, indem durch die vermehrte Hydrolyse einerseits die Seife selbst stärker desinfiziert und andererseits ihre spezifischen Funktionen (Entfettung und Reinigung) in verstärktem Maße entwickeln kann. Die Rückwirkung dieser verbesserten Seifwirkung auf das Medikament ist demzufolge eine ausgezeichnete Tiefenwirkung, da
durch eine hervorragende Reinigung und außerordentlich starke Entfettung der Haut dem Eindringen des Medikaments in die Epidermis nun erst der Weg gebahnt ist.
Da es sich bei diesem Prozeß jedoch nicht um freies Alkali, das ebenfalls eine Vermehrung der Hydrolyse und somit der Desinfektionskraft einer Seife veranlaßt (s. Reichenbachj die desinfizierenden Bestandteile der Seifen, Zeitschrift
ίο für Hygiene und Infektionskrankheiten Bd. 59, S. 296), vielmehr nur um eine hervorragend gesteigerte alkalische Reaktion handelt, so ist naturgemäß jede Reizwirkung, wie sie durch freies Alkali hervorgebracht wird, gänzlich ausgeschlossen.
Daß sich diese theoretischen Anschauungen
dem Sachverhalt aufs engste anschließen, zeigt ■sich nur in der größeren desinfektorischen Wir-• kung der nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Seifen den Lumieresehen Produkten gegenüber. Was ihnen jedoch besonderen Wert verleiht und sie von diesen Unterscheidet, ist die durch die hervorragende Tiefenwirkung bedingte Desinfektions- und Heilkraft bakteriellen Krankheiten (auch der Haare) gegenüber, so daß dem Chirurgen und Dermatologen ein ausgezeichnetes Desinfektions- und Heilmittel in die Hand gegeben ist, das einem lange gefühlten Mangel abhilft.
Unter den für die Bereitung dieser Seifen in Betracht kommenden Salzen haben sich als besonders, geeignet erwiesen die Alkalisalze der Oxyquecksilberkarbonsäuren, die in der ali-
' phatischen Reihe der Konstitution nach m t den Seifen sogar nahezu identisch sind.
Allgemein kommen dann die Alkalisalze derjenigen Karbonsäuren in Betracht, deren Säurecharakter durch die Quecksilbersubstitution derart geschwächt ist, daß sie in wäßriger Lösung hydrolytisch gespalten werden, gleichgültig ob die Oxyquecksilbergruppe erhalten geblieben ist oder mit anderen Substituenten, z. B: der Phenol- oder Amidogruppe usw., unter Anhydridbildung weiter in Reaktion getreten ist. Ein solches Salz wäre z. B. das Mono-Natriumsalz einer quecksilbersubstituierten Dioxybenzoesäure, der die Formel
COONa
OH
zukommen würde.
Ausführungsbeispiele.
a. Quecksilbersubstituierte . aliphatische Karbonsäuren.
i. 200 g oxyquecksilberessigsaures Natrium (HOHg-CH2-COONa)
(vgl. Ber. d. Deutsch, ehem. Ges. 41, 2, S. 2091) werden mit Hilfe der Broyeuse mit 10 kg Grundseife (neutrale Kali- oder Natronseife) innig vermischt. Nach der Bearbeitung des Produktes durch die Peloteuse besitzt dasselbe rein weißes Aussehen und die Struktur einer . gut pilierten Seife.
.2. In analoger Weise können für die in Frage stehenden Seifenpräparate auch die Alkalisalze · anderer merkurierter Fettsäuren verwandt werden, z. B. die oxyquecksilberpropionsauren
CH3CH (HgOH)COOMe
(vgl. Ber. d. Deutsch, ehem. Ges. 42, 1, S. 783) oder oxyquecksilberbuttersauren
C2H5-CH (HgOH) COOMe
(vgl. die Patentschrift 208634) Alkalisalze. Die Desinfektionskraft der mit Hilfe dieser und analoger Präparate hergestellten Seifen wächst naturgemäß mit dem Prozentgehalt des Medikaments, der dem Belieben des Einzelnen überlassen bleibt.
b. Quecksilbersubstituierte aromatische Karbonsäuren.
3. 200 g sekundäres oxyquecksilbersalicylsaures Natrium
(H O Hg C6 H3 (O Na) C O O Na),
die man leicht erhält, wenn man 170 g Öxyquecksilbersalicylsäureanhydrid in einer wäßrigen Lösung von ■ 40,5 g Natriumhydrat (2 Mol.) löst und die erhaltene Lösung im Vakuum zur Trockne dampft, werden analog zu Beispiel 1 mit 10 kg Grundseife vermischt. Nach der Weiterverarbeitung des Produktes auf der Peloteuse besitzt dasselbe ebenfalls ein rein weißes Aussehen und die Struktur einer gut pilierten Seife.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung desinfizierender Seifen, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Seifenkörper alkalisch reagierende Alkalisalze komplexer Quecksilberkarbonsäuren der aliphatischen und aromatischen Reihe beimischt.
DE1908216828D 1908-05-19 1908-05-19 Expired - Lifetime DE216828C (de)

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FR402740A (fr) 1909-10-15
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