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Seifenfreie Mittel zur Mund-und Zahnpflege
Es sind bereits eine Reihe von Mitteln zur
Mund-und Zahnpflege beschrieben, welche ge- kennzeichnet sind durch einen Gehalt von Salzen,
Estern oder Amiden sulfurierter Fettsäuren in
Gegenwart der üblichen Mund-und Zahnpflegemittelgrundlagen. Es ist ferner auch bekannt, dass
Salze von Sulfonsäuren, die sich von am Stickstoff alkylierten Cl-substituierten Benzimidazolen ableiten, zur Herstellung von Zahnpasten verwendet werden können. Es hat sich nun gezeigt, dass mit Hilfe von Salzen, Estern oder Amiden sulfurierter Fettsäuren nur bei gleichzeitiger Gegenwart von Seife in den Zahnpflegemittelgrundlagen gut netzende, gut schäumende und geschmacklich einwandfreie Mittel erhalten werden können. Fehlt die Seife, so befriedigt trotz guter Netzfähigkeit die Schaumwirkung nicht.
Mit Salzen von Sulfonsäuren, die sich von am Stickstoff alkylierten 1±-substituierten Benzimidazolen ableiten, können andererseits zwar mit seifenfreien Zahnpastengrundlagen gut netzende und gut schäumende Zahnpasten erhalten werden, hingegen sind dieselben geschmacklich nicht einwandfrei.
Es wurde nun gefunden, dass man seifenfreie Mittel zur Mund-und Zahnpflege erhält, die gleichzeitig eine gut netzende Wirkung besitzen, gut schäumen und geschmacklich einwandfrei sind, wenn man seifenfreien üblichen Mund-und Zahnpflegemitteln Salze der sich von am Stickstoff nicht alkylierten, jedoch 11-substituierten Benzimidazolen ableitenden Sulfonsäuren beimischt, deren Substituent 8-16 Kohlenstoffatome enthält. Insbesondere geeignet sind solche Verbindungen, deren Substituent 12-14 Kohlenstoffatome enthält.
Die neuen Mittel weisen neben ihren bereits erwähnten Eigenschaften noch den Vorteil auf, dass ihr PH auf den Neutralpunkt eingestellt oder dem mittleren Speichel-PH angeglichen werden kann. Sie sind gleichzeitig völlig indifferent gegenüber den Mundschleimhäuten. Dadurch, dass solche Mittel seifenfrei sind, kommen auch die Geschmackstoffe besser zur Geltung und können gegebenenfalls in relativ niederer Kon- zentration verwendet werden. Solche Mund-und
Zahnpflegemittel sind gegenüber den entsprechen- den seifenhaltigen überdies durch ihre grosse
Stabilität in der Wärme ausgezeichnet.
Beispiel l : Man erhält z. B. eine als Zahn- pflegemittel geeignete Mischung durch Vereini- gung von 2 Teilen des Natriumsalzes des sul- fonierten l j-Undecyl-Benzimidazols mit 98 Teilen einer seifenfreien mit oder ohne Zusatz von
Salzen sulfurierter Fettsäuren hergestellten Zahnpastamischung von einer üblichen Zusammensetzung.
Beispiel 2 : Man erhält z. B. ein flüssiges Mundpflegemittel in konzentrierter Form, wenn man 25-50 Teile einer Lösung von 10 Gew.Teilen des Natriumsalzes des sulfonierten jj-Undecyl-Benzimidazols in Wasser mit 0-10 Teilen eines Salzes sulfurierter Fettsäuren, 30-45 Teilen Alkohol, 0-40 Teilen Glyzerin und 5 Teilen Mundwasser-Aromaöl mischt.
An Stelle des oben erwähnten Zusatzes kann man auch ein Alkalisalz eines sulfonierten Benzimidazols verwenden, das mit Kokosfettsäuren hergestellt wurde.
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