DE216784C - - Google Patents

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DE216784C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M9/00Arrangements for interconnection not involving centralised switching

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Lighting Device Outwards From Vehicle And Optical Signal (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 216784 KLASSE 21 a. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT.-GES. in BERLIN.
kompensiertem Anrufkontrollstromkreise.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Februar 1908 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltung für Fernsprechämter, bei der während des Gespräches der Strom im Anrufkontrollstromkreise durch eine zweite Batterie kompensiert wird. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf nach dem dreiadrigen System eingerichtete Ämter.
Die Anruflampe wird während des Gespräches dadurch zum Erlöschen gebracht,
ίο daß sie durch einen Nebenschluß überbrückt wird. Bei der üblichen Überbrückung der Anruflampe mittels einfachen Nebenschlusses über eine Schlußlampe, ein Relais o. dgl. bei Verwendung nur einer Batterie wird der Strom in der Anruflampe nicht Null. Das Verbleiben eines wenn auch schwachen Reststromes kann beim Bestehen mehrerer Gespräche unter Umständen ein falsches Ansprechen des Kontrollrelais für die Anruflampen herbeiführen.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Kompensation des Stromes im Anrufkontrollstromkreise durch eine zweite Batterie vorzunehmen, wobei die Anruflampe über einen Widerstand von der einen Batterie, die Schlußlampe ebenfalls über einen Widerstand von der anderen Batterie gespeist wurde. Diese Schaltung bietet aber verschiedene Nachteile, z. B. großen Stromverbrauch während des Gespräches; ferner war es erforderlich, die zweite Batterie so groß zu machen, daß sie allein die Schlußlampe zum Brennen bringt.
Erfmdungsgemäß unterbricht der abfallende Anker des Anrufrelais den Stromkreis des während des Gespräches von der Kompensationsbatterie aus und über die Hauptbatterie erregt gehaltenen Schlußzeichenrelais und bewirkt durch den abfallenden Anker des letztgenannten die Einschaltung des Schlußzeichens in den Stromkreis der Hauptbatterie. Die Bemessung der Hilfsbatterie hat lediglich nach ihrer Hauptaufgabe, der Kompensation des Anrufkontrollstromkreises, zu erfolgen.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen durch mehrere Ausführungsformen dargestellt.
In bekannter Weise wird beim Abheben des Fernhörers seitens eines Teilnehmers das entsprechende Anrufrelais A R erregt, das durch Anziehen seines Ankers c den Strom der Amtsbatterie B1 über einen Widerstand W1, die Anruflampe A L und das parallel oder in Reihe zu dieser geschaltete Kontroll relais C R schließt; worauf die Einführung des Stöpsels St in die Klinke zum Zwecke des Abfragens erfolgt.
Bei der in Fig. 1 gegebenen Schaltung ist die Schlußlampe 5 L mit besonderer Leitung an die Batterie B1 gelegt. Wird der Stöpsel St gehoben, so erhält die Schlußlampe infolge.60 Schließung des Zugumschalters Z U Strom. Die Einführung des Stöpsels in die Teilnehmerklinke bewirkt von Batterie B2 aus, deren Strom in entgegengesetzter Richtung durch die Anruflampe A L und das Kontrollrelais C R fließt als der Strom der Batterie B1, Kom-
(2. Auflage, ausgegeben am g. Mai igiij
pensierung des Stromes von Anker c aus über die Lampe A L, die dadurch erlischt. Der Strom von B2 erregt aber gleichzeitig das Relais 5 R, das durch Anziehen seines Ankers d die Schlußlampe 5" L zum Erlöschen bringt. Wenn nun nach beendetem Gespräch der anrufende Teilnehmer den Hörer anhängt, läßt das Relais A R seinen Anker c fallen, wodurch auch das Relais 5" R stromlos wird und
ίο seinen Anker d fallen läßt; die Schlußlampe leuchtet auf.
Bei Anordnung gemäß Fig. 2 erübrigt sich die Verwendung der Zugumschalter. Wenn bei dieser Schaltung durch Einführung des Abfragestöpsels die Kompensationsbatterie B2 für die Anruflampe A L an den Relaisanker c gelegt ist, so fließt ein kräftiger Strom von + Batterie B2 über Relais Si?, Anker c, Widerstand W1, ■— Batterie B1. Das Schlußzeichenrelais 6" R wird dabei kräftig erregt und zieht seinen Anker aus der durch Fig. 3 a gegebenen Ruhestellung in die Lage gemäß Fig. 3 c. Dabei hat der Anker für einen Augenblick die Lage eingenommen, die Fig. 3 b zeigt, in der er den Stromkreis der Schlußlampe S L schließt, die infolgedessen kurz aufleuchtet. Das Aufleuchten bildet eine Kontrolle dafür, daß die Verbindungsleitung in Ordnung ist. Fällt nach Gesprächsschluß der Anker c ab, so durchfließt jetzt der Erregungsstrom für Relais S i? noch einen Widerstand W2, der vorher durch Anker c kurzgeschlossen war. Das Relais 6" R zieht dann seinen Anker nur noch schwach an; dieser nimmt die Stellung gemäß Fig. 3 b an, in der er den Stromkreis der Schlußlampe 5" L schließt.
Das den Schlußzeichenstromkreis beeinflussende Relais kann auch, wie Fig. 4 zeigt, als Differentialrelais ausgebildet werden, dessen beide Wicklungen in ihrer Wirkung so abgestimmt sind, daß bei starkem Strom über Widerstand W1 und Anrufrelaisanker c der Anker d angezogen, bei schwachem Strom wieder losgelassen \vird. Hier leuchtet beim Heben des Stöpsels infolge Schließens des Schalters Z U die Lampe S L auf; sie erlischt während des Gespräches und leuchtet wieder auf, wenn der Relaisanker c des Anrufrelais abfällt (Schlußruf).
Bei den bisher gegebenen Schaltungen wird beim Abfallen des Anrufrelaisankers der Strom in einem das Schlußzeichen beeinflussenden Relais geschwächt oder unterbrochen. Doch kann erfindungsgemäß auch dadurch ein Erscheinen des Schlußzeichens herbeigeführt werden, daß der Anker des Anrufrelais beim Abfallen durch einen Ruhekontakt einen Teil des Vorschaltwiderstandes kurzschließt. Für diese Schaltungsweise geben die Fig. 5 und 6 Beispiele.
Bei der Schaltung nach Fig. 5 fließt nach Stöpselung der Strom der Batterie B2 durch die Lampe SL zum Leitungspunkte 2 und bewirkt Stromlosigkeit der Anruflampe A L. Er ist jedoch zu schwach, um die Schlußlampe 5 L zum Aufleuchten zu bringen. Fällt bei Gesprächsschluß der Anker c des Anrufrelais A R ab, so wird der Widerstand W2 kurzgeschlossen, so daß die Schlußlampe zum Aufleuchten genügenden Strom erhält, und zwar in diesem Falle von beiden Amtsbatterien. Hier werden die Lampen A L und 5" L ungleich sein. Um an beiden Stellen gleiche Lampen zu erhalten, kann man im Nebenschluß zur Lampe S L einen Widerstand ws anbringen, wie dies in Fig. 5 durch punktierte Linien angedeutet ist.
Bei der Schaltung gemäß Fig. 6 erhält die Schlußlampe 5" L beim Heben des Stöpsels St von der kleinen Batterie B2 über Widerstand w3 Strom, der aber nicht genügt, die Lampe zum Leuchten zu bringen. Beim Abfallen des Relaisankers fließt der Strom der großen Batterie B1 über Lampe 5" L und Widerstand W1, ebenso wie beim Anruf über Widerstand W1 und Lampe A L. Beide Lampen sind hier gleich.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Schaltung für Fernsprechämter mit während des Gespräches durch eine zweite Batterie kompensiertem Anrufkontrollstromkreise, dadurch gekennzeichnet, daß der abfallende Anker (c) des Anrufrelais (A R) den Stromkreis eines während des Gespräches von der Kompensationsbatterie (B2) aus und über die Hauptbatterie (B1) erregt gehaltenen Schlußzeichenrelais (S R) unterbricht und hierdurch die Einschaltung des Schlußzeichens (S L) in den Stromkreis der Hauptbatterie durch den abfallenden Relaisanker (d) bewirkt.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das im Stöpselstrom- , kreis angeordnete Schlußzeichenrelais (S R) zwei Arbeitsstellungen mit derart mit der Schlußlampe (S L) verbundenen Kontakten besitzt, daß der Relaisanker die Schlußlampe während des Gespräches durch einen starken Kompensationsstrom ausschaltet, beim Schlußruf durch einen geschwächten Kompensationsstrom einschaltet.
3. Schaltimg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden eines in der dritten Stöpselader liegenden, mit Differentialwicklungen versehenen Schlußzeichenrelais (S R) an die Haupt- und Kompensationsbatterie (B1 und B2) gelegt und die Wicklungen derart abgestimmt sind, daß das Relais, welches während des Gespräches durch Anzug seines Ankers
(d) den Schlußlampenstromkreis unterbricht, bei Gesprächsschluß infolge der Stromschwächung, die durch die Widerstandseinschaltung (1W2) infolge abfallenden Anrufrelaisankers (c) entsteht, den Anker (d) fallen läßt und die Schlußlampe (S L) einschaltet.
4. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Überbrückungsleitung für den Anrufkontrollstromkreis angeordnete, gegebenenfalls einem Widerstand (1W3) parallel geschaltete Schlußzeichenlampe (S L) nach Einführung des Abfragestöpsels (St) ■ zunächst nur Strom von der Kompensationsbatterie (B.,) erhält, der nicht genügt, sie zum Aufleuchten zu bringen, während sie. nach Abfallen des Anrufrelaisankers (c) von beiden Batterien (B1 B2) Strom erhält.
5. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in einem Parallelzweige zu der über einen Widerstand (1W3) geführten Überbrückungsleitung des Anruflampenstromkreises liegende Schlußlampe (S L) durch vom abfallenden Anrufrelaisanker in bekannter Weise bewirkte teihveise Kurzschließung (1W2) eines in ihrem Stromkreise liegenden Widerstandes (W1 w.J zum Aufleuchten gebracht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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