DE216628C - - Google Patents
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- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B6/00—Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
- H05B6/02—Induction heating
- H05B6/16—Furnaces having endless cores
- H05B6/18—Furnaces having endless cores having melting basin
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Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■KLASSE'21 Α/ GRUPPE
Bei den bisher bekannten elektrischen Transformatoröfen für metallurgische Zwecke, bei
denen in bekannter Weise die Transformatorschenkel in den Ofen selbst eingesetzt sind und
von den das Schmelzgut enthaltenden, in sich geschlossenen Schmelzrinnen umschlossen werden,
tritt infolge der verhältnismäßig großen Entfernung der sekundären Windung, des
Schmelzguts, vom Eisenkern eine hohe Kraft linienstreuung auf; die Streuung zieht, wie
bekannt, eine hohe Phasenverschiebung nach sich, die die Anwendung niedriger Periodenzahlen
und damit kostspieliger Stromerzeugeranlagen erforderlich macht und das Anschließen
des Ofentransformators an ein Stromerzeugernetz, das auch andere Stromverbraucher zu
speisen hat, untunlich erscheinen läßt.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Streuung dadurch herabzumindern, daß man
eine sekundäre Draht- oder Stabwicklung auf dem Transformatorschenkel selbst anordnet,
wobei vorzugsweise der in dieser Wicklung induzierte Strom dem Schmelzgut durch; die
Vermittlung in die Ofenwand eingesetzter Elektroden zugeführt und so für die Beheizung
nutzbar gemacht wird. Doch wurden hierbei ganz befriedigende Ergebnisse nicht erzielt,
da durch die Anordnung der sekundären Bewicklung
in der besagten Art dem Übel nicht in einem im Verhältnis zu der Umständlichkeit
der Anordnung stehenden Maße gesteuert wird, und da andererseits, wenn eine Anordnung
für die Nutzbarmachung des Stromes der Sekundärwicklung nicht vorgesehen, diese Wicklung
also in sich kurzgeschlossen ist, sehr viel elektrische Energie durch Erzeugung von
Stromwärme in der Wicklung verloren geht.
Gemäß vorliegender Erfindung soll die Streuung in sehr einfacher und dabei immerhin
recht wirksamer Weise herabgemindert werden durch eine besondere Gestaltung des Querschnitts
der Schenkel und Anordnung der die Schenkel zusammensetzenden Bleche, welch letztere Anordnung ihrerseits wiederum eine
neuartige Ausbildung der Transformator] oche bedingt. Die neue Anordnung baut sich auf
der bekannten Tatsache auf, daß bei weitem mehr Streukraftlinien aus. denjenigen Flächen
des Schenkels austreten, die durch die Kanten der zusammengepreßten Blechlamellen gebildet
sind, als aus den beiden je von der äußeren Breitseite der beiden äußersten Blechlamellen
gebildeten Flächen. Diese Tatsache erklärt sich, wie bekannt, dadurch, daß die in
den Blechen kreisenden Wirbelströme dem Heraustreten der Kraftlinien aus dem Eisenkern
. in Richtung quer zu den Blechen entgegenwirken.
Es sollen nach der Erfindung zwecks Verringerung der Streuung die durch die äußersten
Blechlamellen gebildeten Flächen des Schenkels beträchtlich breiter gehalten werden als die
durch die Kanten der zusammengepreßten Bleche gebildeten Flächen, mit anderen Worten:
es soll die Breite der Bleche wesentlich größer gemacht werden als die Schichtstärke des.
zusammengepreßten Blechpakets. Hierdurch werden Schenkel von länglich-rechtwinkliger
Querschnittsform erhalten.
Die Längenausdehnung der Schmelzrinnen,
die die in dieser Weise ausgebildeten Schenkel umschließen, ist naturgemäß größer als bei
quadratischem oder kreisähnlich gestaltetem Schenkelquerschnitt unter sonst gleichen Verhältnissen;
hierdurch erhöht sich . auch der Widerstand, den das in den Rinnen enthaltene Schmelzgut dem Hindurchgang des in ihm
induzierten Stromes entgegensetzt; durch die Erhöhung des Widerstandes des Sekundärstrornkreises
wird, wie bekannt, die Phasenverschiebung herabgemindert, also eine günstige Wirkung erzielt.
Bei der gewöhnlichen Anordnung der die Schenkelenden verbindenden Joche des Transformators
als gerade, zur Richtung der Schenkel senkrecht gerichtete, lamellierte Stäbe
müßten, wenn die Anforderung, daß die zusammenstoßenden Kanten der Bleche von Schenkel und Joch an der Stoßstelle sich nicht
kreuzen sollen, erfüllt sein soll, bei Wechselstromtransformatoren mit zwei gemäß der Erfindung
ausgebildeten Schenkeln diese im Grundriß derart aufgestellt sein, daß ihre
schmalen Stirnseiten gegenein andergekehrt sind bzw. die langen Achsen der Querschnitte beider
Schenkel in eine Linie fallen. Hierbei würde aber, wie leicht einzusehen ist, eine sehr unzweckmäßige
Ofenform erhalten werden. Der Ofen würde im Grundriß unverhältnismäßig lang und schmal sein, und der als Arbeitsherd
dienende erweiterte Schmelzraum zwischen den Schenkeln, in welchen die beiden die Schenkel
umschließenden Schmelzrinnen einmünden, würde sehr klein ausfallen.
Beide Übelstände werden vermieden, und es. werden sehr günstige Verhältnisse erhalten,
wenn man die Schenkel derart aufstellt, daß die breiten Seitenflächen beider Schenkel gegeneinandergekehrt
sind und ihre kurzen Querschnittsachsen in eine Linie fallen; bei dieser
Anordnung läßt sich der Grundriß des Ofens so gestalten, daß seine Form nicht allzusehr
von der Quadratform abweicht, und der erweiterte Arbeitsherd kann eine reichliche
Flächenausdehnung· erhalten.
Da aber bei dieser Stellung der Schenkel gegeneinander die Bleche der beiden Schenkel
nicht in gleichen, der Verbindungsachse beider Schenkel parallelen Ebenen, liegen, sondern in
auf dieser Achse senkrecht stehenden, voneinander getrennten, vertikalen Ebenen, so kann
in diesem Falle, wenn die oben ausgesprochene Anforderung, daß die Bleche von Schenkeln
und Joch an den Stoßstellen sich nicht kreuzen sollen, erfüllt sein soll, nicht jedes der beiden
die Enden der Schenkel verbindenden Joche •als ein gerader Stab ausgebildet sein, das Joch
muß vielmehr derart gekrümmt gestaltet sein, daß seine beiden an die Schenkelenden anzusetzenden
Enden einander parallel gerichtet sind. Die Joche werden daher vorzugsweise nach einem Halbkreis gebogen, dessen innerer
Durchmesser dem lichten,. wagerechten Abstand beider Schenkel gleich ist. Die Ebene
des Kreises, nach welchem das Joch gebogen ist, muß senkrecht stehen auf der den Blechen
der Schenkel parallel gerichteten, senkrechten Mittelebene des Ofens; sie soll vorzugsweise
entweder in die Richtung der durch die Längsachsen beider Schenkel gelegten Mittelebene
des Ofens fallen oder auf dieser senkrecht stehen", d. h. wagerecht liegen. Die letztgenannte
Anordnung hat im besonderen noch die Vorzüge,- daß bei derselben fürs erste die
zur Abdeckung des Schmelzraumes dienenden Gewölbe oder Platten bzw. eine in der Ofendecke
etwa angeordnete Arbeitstür bequem zugänglich sind und zur Vornahme von Reparaturen
an der Zustellung des Ofens 0. dgl. leicht abgehoben werden können, und daß ferner
das obere Joch des Transformators, das bei der neuen Anordnung, zumal da es sich sehr schmal
baut, nur einen sehr geringen Teil der Ofenzustellung verdeckt, nicht jedesmal bei der
Neuzustellung des Ofens abgehoben werden muß.
Auch Drehstromtransformatoren lassen sich nach dem geschilderten, den Gegenstand der
Erfindung darstellenden Konstruktionsprinzip ohne jede konstruktive Komplikation leicht
derart ausbilden, daß die im vorstehenden aufgezählten Vorteile erreicht, speziell auch
eine günstige Verteilung der Schmelzräume erzielt wird.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des neuen Ofens dargestellt, und zwar
zeigen: · ■
Fig. ι und 3. zwei senkrechte Schnitte durch
einen gemäß der Erfindung ausgebildeten Ofen, in den ein Transformator mit zwei Schenkeln
eingebaut ist,
Fig. 2 eine Oberansicht des Ofens bei teilweise weggeschnittener Ofendecke.
Fig. 4 zeigt einen Ofen, in den ein gemäß der Erfindung ausgebildeter Drehstromtransformator
eingebaut ist.
Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel baut sich der Ofen im
Grundriß etwa 1,5 mal so lang als breit; die Breite der Bleche, aus denen sich jeder Sehenkel
c zusammensetzt, ist etwa 3,5 mal so groß wie die Schichtstärke der Bleche. Das obere
der beiden Joche b, welche, nach einem HaIbkreis gebogen, die Enden der Schenkel in der
oben angegebenen Weise miteinander verbinden, ist so gelegt, daß seine Mittelebene wagerecht
liegt, derart, daß eine in der Mitte der Ofendecke angeordnete Arbeitstür e, die zum Einbringen
von Zuschlägen usw. in den erweiterten Schmelzherd a; in den die beiden Schmelzrinnen
d ausmünden, dient, frei zugänglich ist. Das untere der beiden Joche ist so angeordnet;
daß seine Mittelebene mit der durch die beiden Längsachsen der Transformatorschenkel gelegten
Mittelebene des Ofens zusammenfällt. Bei dieser Anordnung kann, wie auf der Zeichnung
dargestellt, das untere Joch zusammen mit den beiden Schenkeln aus einem Stück bestehen.
Beim Drehstromtransformatorofen der Fig. 4 sind zwei der Transformatorschenkel c in derselben
Stellung gegeneinander aufgestellt wie die beiden Transformatorschenkel beim Ofen
der Fig. 1 bis 3. Der dritte Schenkel ist in einer um 90 ° gedrehten Stellung derart symmetrisch
angeordnet,· daß die Spur punkte der Längs achsen der drei Schenkel im Grundriß etwa in'
den Ecken eines gleichschenkligen Dreiecks liegen. Beide Enden jedes der beiden erstgenannten
Schenkel sind mit den Enden des dritten durch Joche b verbunden, die etwa
nach einem Quadranten gekrümmt sind, derart, daß die Richtung des einen Endes jedes
Joches senkrecht auf der Richtung des anderen Endes steht, und daß so die Bleche von Jochen
und Schenkeln an den Stoßstellen gleichgerichtet sind. Die Mittelebenen der Joche müssen
hier in einer wagerechten und können nicht, wie beim zweischenkligen Transformator, in einer
senkrechten Ebene liegen. Der als Arbeitsherd ausgebildete, zwischen den drei Schenkeln
liegende Teil α des Schmelzraumes, in welchen die die drei Schenkel umschließenden Schmelzrinnen
d ausmünden, weist bei der Anordnung der Figur ähnlich wie im Falle des Ofens mit
zweischenldigem Transformator gemäß Fig. 1
bis 3 etwa rechteckige Grundrißform auf. Die zur Abdeckung des Arbeitsherdes α dienenden,
in der Zeichnung nicht dargestellten Abdeckplatten oder -gewölbe sind leicht zugänglich.
Bei dem auf der Zeichnung dargestellten .Ausführungsbeispiel (Fig. 4) ist in jeden der
zwischen je zwei Schenkeln gelegenen, an den Arbeitsherd α selbst angrenzenden Teile der
äußeren Wand des Ofens je eine aus einer feuerfesten Platte und einer Metallscheibe
bestehende Elektrode f eingelassen; es soll bei dieser Anordnung auf den Schenkeln eine
sekundäre Draht- bzw. Stabwicklung angeordnet sein, und der in dieser Wicklung induzierte Strom soll den Elektroden f zugeführt
werden, derart, daß die auf diese Weise durch den Arbeitsherd α hindurchgeleiteten Wechselströme
das Schmelzgut jeweils in demselben Richtungssinne durchfließen wie die durch direkte
Induktion. in den Schmelzrinnen erzeugten Ströme. Durch die Anordnung, die nicht
Gegenstand der Erfindung ist, wird erreicht, daß auch das im geräumigen Arbeitsherd selbst
enthaltene Schmelzgut entsprechend seinem großen Durchgangsquerschnitt und dem demgemäß
geringen Widerstand, den es den Strömen entgegensetzt, von derart starken Wechselströmen
durchflossen wird, daß die im Arbeitsherd erzeugte Hitze nicht wesentlich geringer
ist als die in den Schmelzrinnen erzeugte.
Der Verwendung eines Drehstromtransformators mit im Grundriß in Dreieckanordnung
aufgestellten Schenkeln kommt, gleichgültig, welches die Querschnittsform der Schenkel und
welcher Art die Anordnung der die Schenkelenden verbindenden Joche sein mag, die Bedeutung
zu, daß bei derselben in dem im Raum zwischen den drei Schenkeln c angeordneten
Arbeitsherd α eine lebhafte Zirkulationsbewegung des Schmelzguts erhalten wird, die, wie
bekannt, in vorteilhafter Weise auf den im Ofen sich vollziehenden metallurgischen Prozeß
einwirkt. Die eigenartige, von den Erfindern beim Betriebe des Ofens beobachtete Wirkung
wird, wie es scheint, hervorgebracht durch das Drehfeld, welches im Betriebe durch das im
Arbeitsherd enthaltene ■ Schmelzgut hindurch pulsiert.
Claims (4)
1. Transformator mit lamellierten Schenkeln und Jochen für elektrometallurgische
öfen, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Zwecke, das Austreten von Streukraftlinien
zu verringern, die Schichthöhe der Bleche beträchtlich geringer ist als die
Breite der Bleche.
2. Ausführungsform des Transformators nach Anspruch 1 für einphasigen Wechselstrom,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel einander die Flächen der Bleche zukehren.
3. Ausführungsform des Transformators nach Anspruch 1. für Drehstrom, dadurch
gekennzeichnet, daß die Blechebenen von zweien der in an sich bekannter Weise in
■ Dreiecksform angeordneten Schenkel einander parallel und zu den Blechebenen des
dritten Schenkels senkrecht gerichtet sind.
4. Ausführungsform des Transformators nach Anspruch 1 bis 3 für einphasigen oder,
mehrphasigen Wechselstrom, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Zwecke, den zwischen den Schenkeln gelegenen Herd
bequem zugängig zu machen, die oberen Transformat or joche nicht über dem Herde
liegen, sondern zur Seite gebogen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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