DE216205C - - Google Patents

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DE216205C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F11/00Processes for making continuous lengths of paper, or of cardboard, or of wet web for fibre board production, on paper-making machines
    • D21F11/02Processes for making continuous lengths of paper, or of cardboard, or of wet web for fibre board production, on paper-making machines of the Fourdrinier type
    • D21F11/04Processes for making continuous lengths of paper, or of cardboard, or of wet web for fibre board production, on paper-making machines of the Fourdrinier type paper or board consisting on two or more layers

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  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung eines Stoffes aus Papier in Verbindung mit Textilfasern aller Art, wie Baumwolle, Wolle, Leinen, Jute usw., welcher in der Weise erzeugt wird, daß auf die auf der Papiermaschine sich bildende Papierbahn eine Schicht von Textilfasern, wie Baumwolle,. Wolle usw., z. B. in Form eines Vließes oder.. Flors, wie solche beispielsweise durch Spinnereikrempeln
ίο erhalten werden, aufgebracht wird.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Fig. ι zeigt denjenigen Teil der Papiermaschine zwischen Sieb und Bütte, welchem die Krempel angefügt ist. Fig. 2 ist eine Einzelheit dieser Anordnung.
Gemäß der Erfindung ist der Papiermaschine eine Krempel bekannter Art angegliedert, und zwar zweckmäßig so, daß das von ihr erzeugte Vließ dem Papiermaschinensieb, also dem entstehenden Papier, zugeführt werden kann. Das Vließ könnte auch an einer anderen Stelle der Papiermaschine, jedenfalls aber vor dem Trockenzylinder, dem Papier zugeführt werden, doch ist die erste Anordnung die weit zweckmäßigere, da aiii diese Weise eine durchaus innige Verbindung des Vließes mit der entstehenden Papierbahn möglich ist. Die Verbindung zwischen Papierbahn und Vließ wird naturgemäß eine utn so losere, je weiter der Trocknungsprozeß der Papierbahn vorgeschritten ist. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, wird die Krempel α bekannter Art so zwischen Bütte und Papiermaschinensieb aufgesteckt, daß das von ihr erzeugte Vließ über ein Leitwerk b dem Sieb c zugeführt werden kann. Die Krempel wird unabhängig von der Papiermaschine angetrieben.
Die zu verarbeitende Baumwolle, Wolle usw wird in bekannter Weise der Krempel bei d zugeführt und von den Krempelbürsten α1, α% zu einem Vließ verarbeitet. Das Vließ wird durch einen Abnehmer f auf das Leitwerk b übergeführt und von diesem dem Sieb c zugeleitet. .
Da die Papiermasse auf dem Sieb noch eine breiige Beschaffenheit hat, so nimmt sie das Vließ auf und verbindet sich mit diesem. Je näher der Auflaufstelle g für den Papierstoff auf das Maschinensieb die Vereinigung zwischen Papier und Vließ vor sich geht, desto inniger wird die Verbindung von Papier und Vließ. Man kann natürlich nach Belieben die Vereinigungsstelle von Papiermasse und Vließ je nach Bedarf verändern.
Wollte man das von der Krempel über das Leitwerk b kommende Vließ unmittelbar dem Papiermaschinensieb zuführen, so würden sich erhebliche Mißstände ergeben, da eine Krempel nur mit weit geringerer Geschwindigkeit arbeiten kann als eine moderne Papiermaschine. Es könnte also das Vl eß nicht mit derselben Geschwindigkeit von der Krempel geliefert werden, mit welcher das Papier von der Papiermaschine erzeugt wird. Man müßte daher die Lief ergeschwindigkeit der Papiermaschine ganz erheblich herabmindern, um sie mit derjenigen der Krempel in Einklang zu bringen; dies würde aber einen erheblichen Verlust bedeuten.
Um diesen Mißstand zu beseit:gen und sozusagen die Herstellung des Stoffes aus Papier und Textilfasern nach der Erfindung erst praktisch
mit Vorteil durchführbar zu machen, wird zwischen Krempel und Papiermaschine ein Streckwerk eingeschaltet, welches ermöglicht, die Verschiedenheit η der Geschwindigkeit von Krempel und Papiermaschine vollkommen und auf das genaueste auszugleichen. Ein solches Streckwerk bietet die Möglichkeit, der Papierbahn je nach Wunsch und Bedarf und in jedem Augenblick mehr oder weniger Baumwolle,
ίο- Wolle usw. beizugeben, d. h. die zuzuführende Menge genau und in den weitesten Grenzen zu regeln. Eine derart feine und genaue Regelung wäre mit der Krempel allein, selbst wenn die Schwierigkeit bezüglich der verschiedenen Geschwindigkeiten von Krempel und Papiermaschine nicht vorhanden wäre, vollkommen unmöglich.
Bei der auf der Zeichnung dargestellten Anordnung (Fig. 1) ist das Streckwerk s, das in Fig. 2 in größerem Maßstab dargestellt ist, am Ende des Leitwerkes b einzuschalten. Dasselbe besteht aus drei oder mehreren Walzenpaären, die zweckmäßig von dem Triebwerk der Krempel angetrieben werden und zwischen denen das Vließ, durchgeführt und gestreckt wird.
Natürlich könnte man statt des Streck Werkes unter Umständen auch eine andere zweckentsprechende Einrichtung, die dieses ersetzt, verwenden; doch hat sich das Streckwerk als am vorteilhaftesten-erwiesen.
Sowie das Vließ auf dem Sieb angelangt ist, verbindet sich die wäßrige Masse des' Papierbreies mit den Fasern 'des Vließes zu einem unzertrennbaren Ganzen. Die Fertigstellung des Stoffes, bestehend aus einem Gemisch von gewöhnlicher Papiermasse, wie Holzstoff, Zellulose mit Baumwolle, Wolle usw. geht dann in bekannter Weise in der Papiermaschine vor sich.
Das durch die Vorrichtung nach der Erfindung hergestellte Papier ist zu Spinnereizwecken äußerst geeignet, aber auch für alle anderen Zwecke mit Vort6il verwendbar, bei denen es sich darum handelt, ein weiches und zähes Papier zu haben.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Herstellung eines Stoffes aus Papier in Verbindung mit Textilfasern, dadurch gekennzeichnet, daß der Papiermaschine eine Krempel bekannter Art angegliedert, am besten dem Papiermaschinensieb vorgeschaltet ist, welche ein Vließ oder einen Flor aus Baumwolle oder ähnlichem Stoffe über ein Leitwerk dem Papiermaschinensieb zuführt, in dessen Bereich Papierbahn und Vließ eine innige Verbindung eingehen.
2. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Krempel und Papiermaschinensieb ein Streckwerk eingeschaltet ist, durch das eine genaue Regelung der Vließdicke und der Liefergeschwindigkeit und damit eine genaue Regelung der dem Papier zuzuführenden Textilfasermenge möglich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedrückt in ,der reichsdruckerei.
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DE (1) DE216205C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE929890C (de) * 1949-09-10 1955-07-04 Walther Pickhardt Verfahren zum Herstellen von Verstaerkungs-Ein- oder -Auflagen fuer Papier, Folien u. dgl.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE929890C (de) * 1949-09-10 1955-07-04 Walther Pickhardt Verfahren zum Herstellen von Verstaerkungs-Ein- oder -Auflagen fuer Papier, Folien u. dgl.

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