DE21602C - Apparat zur Absatzstellung und zum Vorzeichnen für das Abschneiden des Absatzes - Google Patents

Apparat zur Absatzstellung und zum Vorzeichnen für das Abschneiden des Absatzes

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Publication number
DE21602C
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DE
Germany
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ruler
heel
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tracing
cutting
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Active
Application number
DENDAT21602D
Other languages
English (en)
Original Assignee
C. CH. ZULEGER, Sergeant und Regiments-Schuhmachermeister im Brandenburgischen Fufs-Artillerie-Regiment Nr. 3 in Mainz
Publication of DE21602C publication Critical patent/DE21602C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D1/00Foot or last measuring devices; Measuring devices for shoe parts
    • A43D1/06Measuring devices for the inside measure of shoes, for the height of heels, or for the arrangement of heels

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Juli 1882 ab.
i. Zweck des Apparates.
Jeder zu fertigenden rationellen Fufsbekleidung nach Verhältnifs der Höhe der Absätze auch die richtige Absatzstellung zu geben und ebenso nach Lage der Fufssohlendurchschnittslinie auch die Länge der Absätze richtig abzuschneiden, war bisher für die Schuhmacher eine der Hauptschwierigkeiten und beruhte gröfstentheils auf dem für Viele unbestimmten Begriff des Augenmafses. Dieser Unbestimmtheit abzuhelfen und dem Arbeiter ein sicheres Werkzeug in die Hand zu geben, womit für Absätze jeder beliebigen Höhe auch die richtige Stellung und zugleich der richtige Längenabschnitt angegeben wird, ist Zweck des Apparates.
2. Beschreibung.
Der Apparat besteht aus:
α einem auf hoher Kante stehenden langen Lineal mit rechtwinklig kurzem Ansatz;
b dem Absatzlineal mit Gradbogen;
c den beiden feststehenden Mikrometerschrauben mit Spiralfedern, Muttern und Haltelappen;
d dem Ballenschieber mit Stellschraube.
Das Lineal a, der Länge des gröfsten menschlichen Fufses entsprechend, hat 3 cm von der inneren Seite des rechtwinkligen kurzen Ansatzes einen 10mm hohen und ca. 320mm langen Ausschnitt zur Führung. des Ballenschiebers und Absatzlineals.
Auf der unteren Hälfte des langen Lineals befindet sich, von der inneren Seite des Ansatzes anfangend, eine in halben Centimetern gegebene Mafseintheilung für die Länge der Absätze.
Der rechtwinklige Ansatz, welcher auf der nach dem Lineal zeigenden Seite mit einem Radius von 90 mm als für den Fufs günstigste Absatzstellung abgerundet ist, hat auf dieser Seite eine von Null in halben Centimetern bis 7 cm gehende Eintheilung, um für Absätze bis zu dieser Höhe den Apparat gebrauchen zu körinen.
Senkrecht zu dem beschriebenen Lineal a, nach, dem kurzen Ansatz hin, befindet sich, Führung in dem erwähnten Ausschnitt erhaltend, das Absatzlineal b zum Vorzeichnen behufs Abschneidens des Absatzes mit Gradbogen.
Dasselbe, 87 mm lang und 32 mm hoch, hat auf der dem Absatz abgewendeten Seite, von der Mitte beginnend, nach links und rechts Millimetereintheilung. Dieselbe hat den Zweck, den Mittelpunkt des Absatzes und damit den Auflagepunkt für den Apparat auf den Absatz zu bestimmen.
16 mm von unten und 24 mm vom Ende befindet sich in dem Absatzlineal eine runde Durchlochung, die nach aufsen abgeflacht ist, um dem Lineal die gröfstmöglichste Drehung um die in diesen Durchlochungen durch zwei senkrechte Stifte festgehaltenen Mikrometerschrauben zu gestatten.
Auf dem Absatzlineal befindet sich, durch vier Schrauben mit demselben verbunden, ein halbkreisförmiger Gradbogen mit Millimetereintheilung.
Die Eintheilung beginnt in der Mitte mit Null und geht von hier nach links und rechts, bis zu 2 cm.
Die beiden feststehenden Mikrometerschrauben mit Spiralfedern, Muttern und Haltelappen c vermitteln die Drehung des Absatzlineals.
Erstere liegen hinten in den Haltelappen, vorn sind sie durch je einen Stift, der im Absatzlineal von oben eingesetzt und durch die Mikrometerschraube geht, befestigt.
Zwischen Absatzlineal und Haltelappeh befinden sich auf den Mikrometerschrauben die Spiralfedern, welche ersterem eine feste Stellung geben sollen.
Vermittelst der Mutter wird die Mikrometerschraube und mit dieser das Absatzlineal angezogen bezw. durch die Spiralfedern abgedrückt.
Der Ballenschieber d besteht aus Schieberkasten und zwei flachen, bogenförmigen, senkrecht zum langen Lineal stehenden Armen, auf welchen sich vom Schieberkasten aus Millimetereintheüung bis zu 5 cm befindet.
Verbunden ist derselbe mit dem langen Lineal durch einen Schraubenstift, der durch den Kasten und Ausschnitt des Lineals greift Und so das Abheben, des Ballenschiebers vom Lineal verhindert.
Zur Feststellung des Ballenschiebers dient eine Stellschraube.
Um den Apparat während des Gebrauches an dem Stiefel festzuhalten, befinden sich auf der unteren Seite des Absatzlineals und Ballenschiebers nahe der Mitte (1 bis 1Y2 cm) je zwei spitze Stifte, die sich durch Druck auf den Apparat in das Leder einstechen.
Die beiden Mikrometerschrauben, die Stellschraube, der Schraubenstift, die Spiralfedern und die spitzen Stifte sind aus Stahl, die Muttern aus Messing, alle übrigen Theile des Apparates aus Eisen gefertigt.
3. Mechanismus und Gebrauch.
Zum Gebrauch wird der Apparat, den Gradbogen auf Null, das Absatzlineal auf die gewünschte Absatzlänge eingestellt, so auf den Boden der Fufsbekleidung gebracht, dafs der kurze Ansatz des langen Lineals an der Kappe der Fufsbekleidung unter Berücksichtigung der Höhe des zukünftigen Absatzes, über der Mitte der Ferse und das Lineal α vorn auf der Mitte der Sohle liegt.
Letzteres ist sehr leicht und genau unter Benutzung der Millimetereintheilung an dem Ballenschieber zu bewirken.
Sollte, durch andere Bauart der Fufsbekleidung bedingt, die Mitte des Ballenschiebers nicht mit der Mitte der Sohlen zusammenfallen, so wird der Auflagepunkt des Lineals auf der Sohle wie folgt gefunden:
Man trägt die halbe Absatzbreite, an der Sohle gemessen, auf der gröfsten Ballenbreite (3/5 der Sohlenlänge von der Spitze an) von der äufseren Kante der Sohle ab und macht eine Marke. Hierauf trägt man die gemessene gröfste halbe Ballenbreite ab, markirt diesen Punkt ebenfalls, halbirt alsdann die Auseinanderstellung der beiden gefundenen Punkte; auf diesen dritten, den Halbirungspunkt, mufs das lange Lineal aufgesetzt werden,
(Der neue Mittelpunkt ist gleich dem arithmetischen Mittel aus gröfster und kleinster Sohlenbreite.)
Der Auflagepunkt für den Apparat an der Ferse ist stets Mitte der Ferse.
Der Arbeiter bringt hierauf den Köder und die übrigen Flecke so auf den Absatz, dafs die hinteren Kanten der Flecke an der abgerundeten Seite des Ansatzes anliegen.
Ist die gewünschte Höhe erreicht und hat der Oberfleck parallele Lage zu der unteren Kante des längen Lineals, so ist der Absatz richtig aufgebaut und wird nun mittelst Ahle oder Messers an der vorderen Kante des vorher auf Null eingestellten Absatzlineals entlang eine Linie gerissen und an dieser der Absatz abgeschnitten.
Für die allerneuesten Militairstiefelabsätze, bei welchen der äufsere Arm 8 mm länger als der innere ist, wird das Absatzlmeal auf der inneren Seite durch Drehen an der Mutter der Mikrometerschraube um ca. 4 mm zurückgezogen.
• Das Mafs der Zurückhaltung liest sich auf dem Gradbogen ab. Hierauf wird an dem Absatzlineal entlang die Linie für das Abschneiden des Absatzes eingerissen.
Um der inneren Absatzseite des anderen Stiefels die gleiche, aber entgegengesetzte Zurückhaltung zu geben, bringt man durch Schrauben an der Mutter das Lineal auf die entgegengesetzte Seite, bis hier derselbe Strich des Gradbogens von der anderen Seite wieder einspielt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Der dargestellte Apparat, bestehend aus dem Lineal α mit dem senkrecht dazu stehenden, auf der inneren Seite nach einem Kreisbogen abgerundeten und mit Mafstheilung versehenen Ansatz a' in Verbindung mit dem Querlineal l·, welches mit Gradbogen versehen ist und sich auf dem Lineal verschieben sowie mittelst der mit Federn versehenen Stellschrauben c gegen das letztere verstellen läfst, und in Verbindung. mit dem gleichfalls auf dem Lineal verschiebbaren und in Grade eingetheilten Ballenschieber d.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT21602D Apparat zur Absatzstellung und zum Vorzeichnen für das Abschneiden des Absatzes Active DE21602C (de)

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