DE214636C - - Google Patents

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DE214636C
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spinning machine
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/04Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously flyer type

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 214636-KLASSE 76 c. GRUPPE
OSCAR DINGLINGER in .CHARLOTTENBURG.
Spinnmaschine mit aktivem Flügel und aktiver Spule.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Dezember 1907 ab.
Die Erfindung betrifft eine Spinnmaschine mit aktivem Flügel und aktiver Spule, die sich dadurch kennzeichnet, daß der Wirtel, dessen Hohlzapfen die für sich drehbare Spindel aufnimmt und welcher selbst in einer Lagerbüchse der Spindelbank lagert, als sogenannte Laufhülse unmittelbar die nach oben gerichteten Flügelstäbe trägt, an denen die Führung des auf- und abschiebbaren Fadenauges erfolgt. Die Flügelarme umkreisen somit die Spule und bewirken hierdurch die Verdrehung des Fadens. Die Erfindung besteht in einer Vorrichtung, die ermöglicht, ohne Anwendung eines Differentialgetriebes zwischen jeder Laufhülse und Spindel mit Spule diejenige bestimmte relative Rückwärts- bzw. Vorwärtsschaltung selbsttätig eintreten zu lassen, welche für das Aufwinden erforderlich ist. Auf den Zeichnungen ist in Fig. 1 der Schnitt durch die Spindeleinrichtung, insbesondere durch das Spindelfußlager dargestellt. Durch Fig. 2, 3 und 4 ist die eigentümliche Vorrichtung für Eigendrehungsschaltung der Spindel veranschaulicht, wobei Fig. 5 das Schwingglied zur Aufnahme und Übertragung der Schaltbewegung in Stirnansicht (gemäß Pfeilrichtung von Fig. 4 gesehen) zeigt. Der von der Spindel α unabhängig gelagerte Wirtel b erhält in üblicher Weise seinen Antrieb mit hoher Umlaufszahl und bildet mit dem Hohlschaft s im ganzen die eigentliche Laufhülse. In der Hülse b ist die Spindel a, auf der der Wickelkörper gebildet wird, gelagert. Sie wird durch die Drehung der Hülse von dieser mitgenommen. Die Laufhülse besitzt einen stabförmigen Flügelarm g (oder mehrere solche) als Führungen für das Fadenleitauge h. Es erhält somit der Faden von dieser Ableitungsstelle h aus, die in einiger Entfernung von der Spindelmitte längs des Flügelarmstabes dem Aufwindungsgesetze entsprechend auf und ab geführt wird, seine Heranziehung zur Spule und vermöge der Drehung der Laufhülse seinen erforderlichen Draht. Zum Zwecke einer gleichmäßigen Aufwindung muß die Spindel ihrerseits eine bestimmte relative Drehung zur Laufhülse erhalten, wie es dem Aufwindungsgesetze entspricht, die in gleicher Weise entweder relativ nach rückwärts oder vorwärts vorgenommen werden kann. Um die hierzu dienende Vorrichtung (Fig. 2 bis 5) in Höhe der Zwischenbank B anbringen zu können, bildet die Laufhülse b in ihrem oberen Teile eine scheibenförmige Plattform. Die Laufhülse ist mit ihrem Schaft s in einer Lagerbüchse c unter Anwendung von Umlaufschmierung gelagert. Unten ist eine ölkammer / angeordnet, in die die Lagerbüchse so eintaucht, daß durch radial gebohrte Löcher das öl zur Lauffläche der Laufhülse gelangen kann. Die Lagerbüchse ruht wieder durch eine Schraube gegen Verdrehen gesichert in einem Lagerkörper d, . der durch eine Gegenmutter e auf der Spindelbank A befestigt wird. Diese beschriebene Vorrichtung mit aktiver Spindel und Fadenführung eignet sich sowohl zum Zwirnen wie zum Fein- und Vorspinnen.
Die Vorrichtung, welche die relative Verdrehung der Spindel bewirkt, erhält ihren Antrieb von der Lauf hülse b; sie ist in ihren Einzelheiten durch Fig. 2 bis 5 dargestellt.
Auf der scheibenförmigen Fläche der Lauf-
' hülse b befindet sich in einiger Entfernung von der Spindelmitte ein Drehzapfen o, um den ein Hebelchen p schwingt; dasselbe wird durch seine Fliehkraft beim Drehen der Laufhülse oder durch eine andere zusätzliche Kraft, wie z.B. Federkraft (mittels Feder v), nach außen gedrückt. Mit einer Gleitbacke q gleitet es an der Innenseite einer kreisförmigen Ringbahn r, welche in die Zwischenbank B (Fig. i) eingelassen ist. Diese Zwischenbank kann quer zur Spindel, also wagerecht, verschoben werden, so daß ihre Ringe B eine veränderlich exzentrische Stellung zur Spindelmitte einnehmen. Dadurch wird bewirkt, daß das Hebelchen f in der Richtung der Exzentrizität ausschlägt, in der anderen Richtung zurückgedrängt wird, also einen Ausschlag a (Fig. 3) bzw. eine Schwingung ausführt. Dieser Ausschlag α kann mit der Exzentrizität geändert werden. Ist die Exzentrizität gleich Null, so wird das Hebelchen keinen Ausschlag machen, d. h. es wird keine Verdrehung der Spindel bewirkt und nichts aufgewunden. Bei irgendeiner beliebigen Exzentrizität wird unbedingt ein Ausschlag stattfinden und daher etwas aufgewunden werden. Die Exzentrizität kann dem Aufwindungsgesetze gemäß geändert werden, indem man der Bank B mit sämtliehen Ringbahnen r durch eine geeignete Vorrichtung eine gesetzmäßige Querbewegung erteilt. Es wird nun die Bewegung des Hebelchens j> durch eine Verbindung (z. B. Lenker m) auf die Hebelchen n, die auf die Spindel aufgeschoben sind, übertragen, welche den Bewegungsantrieb durch Schaltvorrichtung, Klemmgesperre o. dgl., beispielsweise mittels Klinke k. und Sperrad i, an die Spindel a mit Spule mitteilen.
Durch Einstellung der Exzentrizität der Ringe r kann man erreichen, daß der Faden entweder spannungslos oder mit geringer Spannung, die konstant oder veränderlich sein kann, aufgewunden wird. Diese geringe Beanspruchung des Fadens beim Aufwinden, gestattet somit das Verspinnen von feinerem und losem Garn.
Bei der beschriebenen Vorrichtung (Fig. 3 und 4) ist eine Regelung der Wirkung in bezug auf Ausgleich von Zentrifugalkraft und Schwingbestreben des Hebels φ in der Weise möglich, daß man das Schwunggewicht des Hebels entsprechend bemißt oder änderbar macht. Unter Umständen kann der Regelungszweck durch verstellbare Schrauben oder Gegengewichte erreicht werden.
Was die Anordnung der an den Führungsstäben g gleitenden Fadenleitaugen h (Fig. 1) anbetrifft, so kann die Auf- und Abwärtsbewegung der letzteren durch die bei Flügelspinnmaschinen bekannten Hilfsmittel bewerkstelligt werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Spinnmaschine mit aktivem Flügel und aktiver Spule, dadurch gekennzeichnet, daß die relative Verdrehung von Flügel und Spule gegeneinander durch einen besonderen Antrieb des einen Teiles von dem anderen aus erfolgt.
2. Spinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Relativdrehung der Spule gegen den Flügel aus schwingbaren, mit der Laufhülse des Flügels verbundenen Gliedern besteht, welche im Zusammenwirken mit einer Ringführung eine zum Flügel relative Fortschaltung der Spule veranlassen.
3. Spinnmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringführung des Schaltwerkes exzentrisch verstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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