DE213890C - - Google Patents

Info

Publication number
DE213890C
DE213890C DENDAT213890D DE213890DA DE213890C DE 213890 C DE213890 C DE 213890C DE NDAT213890 D DENDAT213890 D DE NDAT213890D DE 213890D A DE213890D A DE 213890DA DE 213890 C DE213890 C DE 213890C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bellows
pedals
levers
view
mechanical
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT213890D
Other languages
English (en)
Publication of DE213890C publication Critical patent/DE213890C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)
  • Special Chairs (AREA)

Description

_ «iHfiJ-nltiJii
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 213890 KLASSE 51 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1908 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft mechanische Musikspielinstrumente, insbesondere Flügel.
Bei Flügeln mit eingebauter mechanischer Spielvorrichtung sind bis jetzt die gewöhnlichen, beim Handspiel anzuwendenden Pedale und deren Verbindungsteile von den Pedalen und Verbindungsteilen für die Schöpfbälge getrennt angeordnet. Im Gegensatze zu den entsprechenden Pianinos, bei denen sämtliche Verbinxo düngen mit den gewöhnlichen Pedalen im Innern des Instrumentes verdeckt gehalten und auch die Gebläsepedale nach Gebrauch in das Instrument hineingefaltet. werden können, hat dort jene Anordnung einen Übelstand; denn die Zusatzteile der mechanischen Spielvorrichtung beeinträchtigen das gefällige Aussehen des Flügels.
Die Erfindung besteht nun darin, daß nur zwei Pedale benutzt, werden, um die gewöhnliehen Dämpfungseinrichtungen beim Handspielen zu beeinflussen, und um die Saug- oder die Druckbälge, je nachdem das Instrument durch Saug- oder durch Druckwirkung gespielt wird, beim mechanischen Spielen zu betätigen.
In den Zeichnungen, die eine beispielsweise Ausführung eines Flügels nach der Erfindung darstellen, zeigen:
Fig. ι eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 2,
Fig. 2" eine Unteransicht, in der Richtung des Pfeiles II (Fig. 1) gesehen,
Fig. 3 eine Draufsicht der unterhalb des Tastenrahmens liegenden Teile, in der Richtung des Pfeiles III (Fig. 1) gesehen,
Fig. 4 eine Vorderansicht in teilweisem Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3, wobei die Regelungshebel fortgelassen worden sind,
Fig. 5 eine Draufsicht des Tastenbrettes, wobei die oberen Fach wände abgenommen worden sind, Fig. 6 eine Draufsicht dieser Fachwände.
Der Hauptwindkasten 2 (Fig. 1) liegt quer zur Längsrichtung des Klaviers zwischen den Querstreben 3 und 4 und wird durch Wände 5 (Fig. 2) derart in zwei Räume 6 und 7 eingeteilt, daß der Raum 6 zum Teil rechts und zum Teil links des Raumes 7 liegt und daß diese beiden Teile des Raumes 6 durch den Kanal 8 (Fig. 1 und 2) verbunden sind.
Die Spielbälge 9 (Fig. 1) mit ihren Ventilgehäusen 10 sind an der unteren Seite des Windkastens 2 befestigt und derart angeordnet, daß eine möglichst große Anzahl von ihnen mittels der Stangen 11 (Fig. 1) direkt mit allen zugehörigen, die Noten spielenden, doppelarmigen Hebeln 12 verbunden werden kann.
Da aber nicht genügend Raum vorhanden ist, um jeden Spielbalg 9 in einer geraden Linie mit der von ihm zu spielenden Note verbinden zu können, so werden einige Spielbälge durch ihre Stangen 11 mit Hebeln 13 (Fig. 1) verbunden, welche an drehbaren Querstangen 14 angreifen, deren jede ihrerseits mit einem in einer Flucht mit der zu spielenden Note liegenden Hebel verbunden ist.
Im Ausführungsbeispiel werden 65 Noten mechanisch wiedergegeben (Fig. .2). Der Baßteil (ungefähr die Hälfte) wird durch die unterhalb des Raumes 7 (Fig. 2) liegenden und der Diskantteil durch die unterhalb des Raumes 6 liegenden Spielbälge gespielt. Der Grund, weshalb ein Teil des Raumes 6 an der Baßseite des
Klaviers angeordnet wird, ist der, daß wegen der Gestaltung des Gehäuses 15 (Fig. 2) auf der Diskantseite kein genügender Raum vorhanden ist. Die unterhalb dieses Teiles des Raumes 6 liegenden Spielbälge müssen also die Noten durch die Vermittlung der ebenerwähnten drehbaren Querstangen spielen.
Das Tastenbrett 16 (Fig. 2) besitzt in seiner unteren Fläche Aussparungen, welche die Rah-. 10 men der Saugbälge 17 aufnehmen. Es sind zwei solche Bälge vorhanden, die rechts und links der Mittellinie des Klaviers angeordnet sind und je sechs Luftauslaßlöcher haben. Diese Bälge werden durch Pedale 18 (Fig. 1) betätigt, von denen jeder durch eine Stange 19 mit einer Platte 20 (Fig. 1 und 2) des beweglichen Balgteiles verbunden ist, wobei ein Universalgelenk 21 (Fig. i, 2 und 4) die den Enden der Stange 19 erteilten Radialbewegungen überträgt.
Das obere Ende einer jeden Stange 19 wird mit dem Universalgelenk durch ein Zwischenglied 22 verbunden, welches einen Bund besitzt, der zusammen mit dem erweiternden Ende der Stange 19 einen Raum 23 (Fig. 1 und 4) zur Aufnahme eines gegabelten Hebels bildet. Die gegabelten Hebel 24 und 25 (Fig. 2) sind auf Wellen 26 und 27 befestigt, welche auf Hebeln 28 und 29 gelagert sind. Diese Hebel sind bei 30 an dem Tastenbrett 16 drehbar gelagert und werden mittels nach unten vorspringender Griffe 31 (Fig. 1 und 2) bewegt. Werden die Hebel 28 und 29 aus der in Fig. 2 gezeichneten Lage gegeneinander bewegt, so werden die gegabelten Enden der Hebel 24 und 25 in Eingriff mit den Gliedern 22 gebracht, wodurch beim Betätigen des rechten Pedals die Welle 27 und beim Betätigen des linken Pedals die Welle 26 schwingt.
Die Welle 26 trägt ein Glied 32, durch welches das bei den gewöhnlichen Flügeln links angebrachte Dämpferpedal in bekannter Weise beeinflußt wird.
An der Welle 27 sitzt ein Glied 33, das auf das entsprechende rechte Pedal des Flügels wirkt. Es besteht aus einer Stange, welche an die die Dämpferstangen 35 beeinflussende Stange 34 (Fig. 1) angreift.
Sind die Hebel 28 und 29 in der in Fig. 2 gezeichneten Lage, so betätigen die Pedale nur.
die Bälge 17. Diese Stellung wird also beim mechanischen Spielen eingenommen. Beim Handspielen aber werden die Hebel gegeneinander bewegt, und die beiden Pedale wirken wie gewöhnlich.
In diesem Falle bewegen sich außer den Hebeln 24 und 25 auch die Bälge 17, und deshalb "muß eine Vorrichtung vorgesehen sein, welche die Saugwirkung der Bälge außer Kraft setzt. Diese Vorrichtung besteht aus Löchern 36 (Fig. 2), die bloßgelegt werden, wenn sich die Hebel 28 und 29 gegeneinander bewegen und der Luft freien Einlaß in das Balginnere 17, wie folgt, gestatten.
Das Tastenbrett 16 (Fig. 1 und 6) besitzt Abteilungen oder Räume, welche durch Fachwände 37 abgedeckt sind, oberhalb deren ein mit weiteren Räumen versehener Rahmen 38 (Fig. 1) mit einem Deckel 39 angeordnet ist. Dieser Deckel 39 und ein Block 40 tragen den Tastenrahmen 41.
Beim Handspielen wird der im Raum 43 (Fig. 1) untergebrachte Klaviermechanismus durch die Tasten 42 mittels der losen Stifte 44 und der bei 46 drehbar gelagerten Hilfshebel 45 gespielt. Beim mechanischen Spielen wird der Klaviermechanismus durch die doppelarmigen Hebel 12 (Fig. 1), die losen Stifte 47 und die Hilfshebel 45 betätigt, wobei die Tasten 42 in Ruhe bleiben. Der Eisenrahmen 48 (Fig. 1) für die Saiten und das Schallbrett 49 sind in ihren bekannten Lagen angeordnet.
Die Fig. .3 zeigt eine Draufsicht des Tastenbretts 16 mit den Fachwänden 37 und dem Rahmen 38, wobei der Deckel 39 abgenommen worden ist.
Fig. 5 zeigt eine Draufsicht des Tastenbretts 16 mit abgenommenen Fachwänden 37, welche in Fig. 6 in Draufsicht dargestellt werden.
Aus den Fig. 3, 4, 5 und 6 ersieht man, daß Löcher 50 durch den Tastenbrettboden hindurchgehen und die Bälge 17 mit den Kammern 51 und 52 verbinden. Diese Kammern werden mit der im Rahmen 38 befindlichen Kammer 54. (Fig. 1) durch die Durchgänge 53 der Wände 37 verbunden.
Der Raum 54 kommuniziert durch Löcher 56 (Fig. 3) in der mittleren Wand 37 mit den im Tastenbrett befindlichen, nach den Öffnungen 36 führenden Kanälen 57. Hierdurch können die Bälge 17, welche miteinander kommunizieren, in Verbindung mit der Außenluft gesetzt werden.
Die Bälge 17 sind mit dem Hauptbehälter folgendermaßen verbunden:
Der hinten am Flügel angeordnete Hauptbehälter 58 hat die Form eines Balges (Fig. 1 und 2) und kommuniziert mit einer Kammer 59, welche durch eine Verlängerung des Gehäuses des Hauptwindkastens 2 gebildet und von ihm durch eine Wand 60 getrennt wird. Die Kammer 59 kommuniziert durch Löcher 61 mit der Kammer 62, welche an ihrem äußeren Ende mit einem Durchgang 63 (Fig. 1 und 2) in Verbindung steht. Dieser Durchgang kommuniziert mittels eines nicht eingezeichneten Schlauches mit dem in der Seitenwand 37 befindlichen Loch 64 (Fig. 3 und 6), welches in den Raum 65 im Tastenbrett 16 mündet.
In dieser Wand 37 befindliche Löcher 66 führen in die Kammer 67 des Rahmens 38, welche nach unten durch die Löcher 68 der nächsten Wand 37 mit der Kammer 52 in Ver-
bindung ist, welche ihrerseits mit den Bälgen 17 kommuniziert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Von Hand spielbarer Flügel mit eingebauter mechanischer Spielvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß nur zwei Pedale angeordnet sind, mit denen entweder die Wirkung der gewöhnlichen Pedale beim Handspielen oder die der zum Betriebe der Hauptbälge beim mechanischen Spielen erforderlichen Pedale erreicht wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT213890D Active DE213890C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE213890C true DE213890C (de)

Family

ID=475502

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT213890D Active DE213890C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE213890C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3216123C2 (de) Böhm-Flöte
DE213890C (de)
DE527063C (de) Chromatische Ziehharmonika
DE19546312C2 (de) Quaderförmiger allseits geschlossener Klangkörper für Orgeln
DE590528C (de) Bassmechanik fuer chromatische Handharmoniken
DE118982C (de)
DE2735334A1 (de) Als waldhorn ausgebildetes blechblasinstrument
DE78957C (de) Vorrichtung zum Bewegen der Klappen an Holzblasinstrumenten
DE211013C (de)
DE247658C (de)
DE243012C (de)
DE2340955C3 (de) Harmonikaartiges Tasteninstrument
AT164784B (de) Harmonika mit Mundstück
AT98215B (de) Klaviator für Tasteninstrumente.
DE213089C (de)
AT146581B (de) Tasteninstrument.
DE425679C (de) Register fuer Harmonien
DE546246C (de) Mechanische Spielvorrichtung fuer Klaviere
AT88618B (de) Spielvorrichtung für Orgeln.
DE297485C (de)
AT216318B (de) Chromatische polyphonische Mundharmonika
DE360196C (de) Musikinstrument mit Tasten, insbesondere Ziehharmonika
DE129880C (de)
AT47132B (de) Pneumatische Spielvorrichtung für Flügel.
DE352395C (de) Tasteninstrument (Klavier, Fluegel o. dgl.) mit zwei Tastenreihen