DE213890C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10F—AUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
- G10F1/00—Automatic musical instruments
- G10F1/02—Pianofortes with keyboard
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- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
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- Electrophonic Musical Instruments (AREA)
- Special Chairs (AREA)
Description
_ «iHfiJ-nltiJii
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 213890 KLASSE 51 d. GRUPPE
Vorliegende Erfindung betrifft mechanische Musikspielinstrumente, insbesondere Flügel.
Bei Flügeln mit eingebauter mechanischer Spielvorrichtung sind bis jetzt die gewöhnlichen,
beim Handspiel anzuwendenden Pedale und deren Verbindungsteile von den Pedalen und
Verbindungsteilen für die Schöpfbälge getrennt angeordnet. Im Gegensatze zu den entsprechenden
Pianinos, bei denen sämtliche Verbinxo düngen mit den gewöhnlichen Pedalen im
Innern des Instrumentes verdeckt gehalten und auch die Gebläsepedale nach Gebrauch in das
Instrument hineingefaltet. werden können, hat dort jene Anordnung einen Übelstand; denn
die Zusatzteile der mechanischen Spielvorrichtung beeinträchtigen das gefällige Aussehen
des Flügels.
Die Erfindung besteht nun darin, daß nur zwei Pedale benutzt, werden, um die gewöhnliehen
Dämpfungseinrichtungen beim Handspielen zu beeinflussen, und um die Saug- oder die Druckbälge, je nachdem das Instrument
durch Saug- oder durch Druckwirkung gespielt wird, beim mechanischen Spielen zu betätigen.
In den Zeichnungen, die eine beispielsweise Ausführung eines Flügels nach der Erfindung
darstellen, zeigen:
Fig. ι eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 2,
Fig. 2" eine Unteransicht, in der Richtung des Pfeiles II (Fig. 1) gesehen,
Fig. 3 eine Draufsicht der unterhalb des Tastenrahmens liegenden Teile, in der Richtung
des Pfeiles III (Fig. 1) gesehen,
Fig. 4 eine Vorderansicht in teilweisem Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3, wobei die
Regelungshebel fortgelassen worden sind,
Fig. 5 eine Draufsicht des Tastenbrettes, wobei die oberen Fach wände abgenommen worden sind,
Fig. 6 eine Draufsicht dieser Fachwände.
Der Hauptwindkasten 2 (Fig. 1) liegt quer zur Längsrichtung des Klaviers zwischen den
Querstreben 3 und 4 und wird durch Wände 5 (Fig. 2) derart in zwei Räume 6 und 7 eingeteilt,
daß der Raum 6 zum Teil rechts und zum Teil links des Raumes 7 liegt und daß diese beiden
Teile des Raumes 6 durch den Kanal 8 (Fig. 1 und 2) verbunden sind.
Die Spielbälge 9 (Fig. 1) mit ihren Ventilgehäusen
10 sind an der unteren Seite des Windkastens 2 befestigt und derart angeordnet, daß
eine möglichst große Anzahl von ihnen mittels der Stangen 11 (Fig. 1) direkt mit allen zugehörigen,
die Noten spielenden, doppelarmigen Hebeln 12 verbunden werden kann.
Da aber nicht genügend Raum vorhanden ist, um jeden Spielbalg 9 in einer geraden Linie
mit der von ihm zu spielenden Note verbinden zu können, so werden einige Spielbälge durch
ihre Stangen 11 mit Hebeln 13 (Fig. 1) verbunden,
welche an drehbaren Querstangen 14 angreifen, deren jede ihrerseits mit einem in einer
Flucht mit der zu spielenden Note liegenden Hebel verbunden ist.
Im Ausführungsbeispiel werden 65 Noten mechanisch wiedergegeben (Fig. .2). Der Baßteil (ungefähr die Hälfte) wird durch die unterhalb
des Raumes 7 (Fig. 2) liegenden und der Diskantteil durch die unterhalb des Raumes 6
liegenden Spielbälge gespielt. Der Grund, weshalb ein Teil des Raumes 6 an der Baßseite des
Klaviers angeordnet wird, ist der, daß wegen der Gestaltung des Gehäuses 15 (Fig. 2) auf
der Diskantseite kein genügender Raum vorhanden ist. Die unterhalb dieses Teiles des
Raumes 6 liegenden Spielbälge müssen also die Noten durch die Vermittlung der ebenerwähnten drehbaren Querstangen spielen.
Das Tastenbrett 16 (Fig. 2) besitzt in seiner unteren Fläche Aussparungen, welche die Rah-.
10 men der Saugbälge 17 aufnehmen. Es sind zwei solche Bälge vorhanden, die rechts und
links der Mittellinie des Klaviers angeordnet sind und je sechs Luftauslaßlöcher haben. Diese
Bälge werden durch Pedale 18 (Fig. 1) betätigt,
von denen jeder durch eine Stange 19 mit einer Platte 20 (Fig. 1 und 2) des beweglichen Balgteiles
verbunden ist, wobei ein Universalgelenk 21 (Fig. i, 2 und 4) die den Enden der Stange
19 erteilten Radialbewegungen überträgt.
Das obere Ende einer jeden Stange 19 wird mit dem Universalgelenk durch ein Zwischenglied
22 verbunden, welches einen Bund besitzt, der zusammen mit dem erweiternden Ende der Stange 19 einen Raum 23 (Fig. 1
und 4) zur Aufnahme eines gegabelten Hebels bildet. Die gegabelten Hebel 24 und 25 (Fig. 2)
sind auf Wellen 26 und 27 befestigt, welche auf Hebeln 28 und 29 gelagert sind. Diese Hebel
sind bei 30 an dem Tastenbrett 16 drehbar
gelagert und werden mittels nach unten vorspringender Griffe 31 (Fig. 1 und 2) bewegt.
Werden die Hebel 28 und 29 aus der in Fig. 2 gezeichneten Lage gegeneinander bewegt, so
werden die gegabelten Enden der Hebel 24 und 25 in Eingriff mit den Gliedern 22 gebracht,
wodurch beim Betätigen des rechten Pedals die Welle 27 und beim Betätigen des linken
Pedals die Welle 26 schwingt.
Die Welle 26 trägt ein Glied 32, durch welches
das bei den gewöhnlichen Flügeln links angebrachte Dämpferpedal in bekannter Weise
beeinflußt wird.
An der Welle 27 sitzt ein Glied 33, das auf das entsprechende rechte Pedal des Flügels
wirkt. Es besteht aus einer Stange, welche an die die Dämpferstangen 35 beeinflussende
Stange 34 (Fig. 1) angreift.
Sind die Hebel 28 und 29 in der in Fig. 2 gezeichneten Lage, so betätigen die Pedale nur.
die Bälge 17. Diese Stellung wird also beim mechanischen Spielen eingenommen. Beim
Handspielen aber werden die Hebel gegeneinander bewegt, und die beiden Pedale wirken
wie gewöhnlich.
In diesem Falle bewegen sich außer den Hebeln 24 und 25 auch die Bälge 17, und deshalb
"muß eine Vorrichtung vorgesehen sein, welche die Saugwirkung der Bälge außer Kraft setzt.
Diese Vorrichtung besteht aus Löchern 36 (Fig. 2), die bloßgelegt werden, wenn sich die
Hebel 28 und 29 gegeneinander bewegen und der Luft freien Einlaß in das Balginnere 17, wie
folgt, gestatten.
Das Tastenbrett 16 (Fig. 1 und 6) besitzt
Abteilungen oder Räume, welche durch Fachwände 37 abgedeckt sind, oberhalb deren ein
mit weiteren Räumen versehener Rahmen 38 (Fig. 1) mit einem Deckel 39 angeordnet ist.
Dieser Deckel 39 und ein Block 40 tragen den Tastenrahmen 41.
Beim Handspielen wird der im Raum 43 (Fig. 1) untergebrachte Klaviermechanismus
durch die Tasten 42 mittels der losen Stifte 44 und der bei 46 drehbar gelagerten Hilfshebel
45 gespielt. Beim mechanischen Spielen wird der Klaviermechanismus durch die doppelarmigen
Hebel 12 (Fig. 1), die losen Stifte 47 und die Hilfshebel 45 betätigt, wobei die Tasten
42 in Ruhe bleiben. Der Eisenrahmen 48 (Fig. 1) für die Saiten und das Schallbrett 49 sind in
ihren bekannten Lagen angeordnet.
Die Fig. .3 zeigt eine Draufsicht des Tastenbretts 16 mit den Fachwänden 37 und dem
Rahmen 38, wobei der Deckel 39 abgenommen worden ist.
Fig. 5 zeigt eine Draufsicht des Tastenbretts 16 mit abgenommenen Fachwänden 37, welche
in Fig. 6 in Draufsicht dargestellt werden.
Aus den Fig. 3, 4, 5 und 6 ersieht man, daß Löcher 50 durch den Tastenbrettboden hindurchgehen
und die Bälge 17 mit den Kammern 51 und 52 verbinden. Diese Kammern
werden mit der im Rahmen 38 befindlichen Kammer 54. (Fig. 1) durch die Durchgänge 53
der Wände 37 verbunden.
Der Raum 54 kommuniziert durch Löcher 56 (Fig. 3) in der mittleren Wand 37 mit den im
Tastenbrett befindlichen, nach den Öffnungen 36 führenden Kanälen 57. Hierdurch können
die Bälge 17, welche miteinander kommunizieren, in Verbindung mit der Außenluft gesetzt
werden.
Die Bälge 17 sind mit dem Hauptbehälter
folgendermaßen verbunden:
Der hinten am Flügel angeordnete Hauptbehälter 58 hat die Form eines Balges (Fig. 1
und 2) und kommuniziert mit einer Kammer 59, welche durch eine Verlängerung des Gehäuses
des Hauptwindkastens 2 gebildet und von ihm durch eine Wand 60 getrennt wird. Die Kammer
59 kommuniziert durch Löcher 61 mit der Kammer 62, welche an ihrem äußeren Ende
mit einem Durchgang 63 (Fig. 1 und 2) in Verbindung steht. Dieser Durchgang kommuniziert
mittels eines nicht eingezeichneten Schlauches mit dem in der Seitenwand 37 befindlichen Loch
64 (Fig. 3 und 6), welches in den Raum 65 im Tastenbrett 16 mündet.
In dieser Wand 37 befindliche Löcher 66 führen in die Kammer 67 des Rahmens 38,
welche nach unten durch die Löcher 68 der nächsten Wand 37 mit der Kammer 52 in Ver-
bindung ist, welche ihrerseits mit den Bälgen 17
kommuniziert.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Von Hand spielbarer Flügel mit eingebauter mechanischer Spielvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß nur zwei Pedale angeordnet sind, mit denen entweder die Wirkung der gewöhnlichen Pedale beim Handspielen oder die der zum Betriebe der Hauptbälge beim mechanischen Spielen erforderlichen Pedale erreicht wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE213890C true DE213890C (de) |
Family
ID=475502
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT213890D Active DE213890C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE213890C (de) |
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0
- DE DENDAT213890D patent/DE213890C/de active Active
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