DE2130323A1 - Basische 17-Azasteroide und Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents
Basische 17-Azasteroide und Verfahren zur Herstellung derselbenInfo
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- C07J73/001—Steroids in which the cyclopenta[a]hydrophenanthrene skeleton has been modified by substitution of one or two carbon atoms by hetero atoms by one hetero atom
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Description
DR. STEPHAN G. BESZEDES
PATENTANWALT
PATENTANWALT
DACHAU bei MÜNCHEN
POSTFACH 1163
AM HEIDEWEG 2
Postacheckkonto München 1363 Bankkonto Nr. 90 637 bei der Kreis- und Stadt
sparkasse Dachau-Indersdorf
P 333
zur Patentanmeldung
RICHTER GEDEON VEGYESZETI GYAR R.T.
Budapest, Ungarn
betreffend
Basische 17-Azasteroide und Verfahren zur Herstellung
derselben'
Gegenstand der Erfindung sind basische 17-Azasteroide der allgemeinen Formeln
109852/1959
beziehungsweise
Ia
R für eine freie oder, insbesondere in Form von Ketalderivaten, maskierte Oxogruppe beziehungsweise
Wasserstoff und eine freie oder, insbesondere durch Ester- oder Ätherreste, maskierte
Hydroxygruppe steht,
109852/1959
Rx. Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 "bis 4, vorzugsweise
1 oder 2, Kohlenstoffatomen beziehungsweise eine Hydroxyäthylgruppe bedeutet und
Rp einen Alkoxyrest darstellt,
sowie ihre Salze.
Die neuen erfiniungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen
Formeln I und Ia sind Schlüsselverbindungen zur Herstellung von therapeutisch wertvollen baktericiden und bakteriostatisch wirkenden
Verbindungen, beispielsweise von 3ß-Hy<lroxy-17-aza-20-
-oxo-21-chlor-5c(-Pregnan beziehungsweise 3»21— Dihydroxy-17-aza-
~20-oxo-5o(-pregnan-21-acetat, die durch Umsetzen mit Chloracetylchlorid
und gegebenenfalls darauffolgendes Verestern in der 21- -Stellung erfolgen kann, sowie zur Herstellung von den Cholesterinspiegel
senkenden Verbindungen, beispielsweise von 21-N-(N1- -Methylpiperazinyl)-20-oxo-17-azapregna-1,3,5(1O)-trien-3-nethyläther,
die durch Umsetzen mit Chloracetylchlorid und darauffolgendes Aminieren in der 21-Stellung erfolgen kann.
Aus den Veröffentlichungen von S. Rakhit und M. Gut sind einige in der 17-Stellung basisch substituierte Azasteroidderivate
bekannt [Steroids 4, 291 (1964); J. Org. Chem. 29, 859 (1969)]·
Von diesen Verfassern wurden 17-Azaandrost-5-en-3ß-ol, N-Methyl-
-^-azaandrost-ip-en^-onäthylenketal, N-Äthyl-17-azaandrost-4~
-en-3-on und N-Benzyl-17-aza-5<x.-androstan-3-ol synthetisiert. Diese
Verbindungen wurden durch Reduktion von 17-Aza-16-ketoandrostanderivaten mit komplexen Metallhydriden sowie durch einen mit
Thionylchlorid durchgeführten Ringschluß bei Stickstoff enthaltenden 13,16-Secoverbindungen, beispielsweise bei 13^-Benzylamino-13,16-seco-5^-androstan-3ß,16-diol,
hergestellt.
Gegenstand der Erfindung ist auch die Herstellung der
erfindungsgeiaäßen basischen 17-Azasteroide der allgemeinen
Formeln I und Ia.
So ist nach einer vorteilhaften Ausführungsform der
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Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgeinäßen
Verbindungen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß eine
Verbindung der allgemeinen Formeln
beziehungsweise
worin R und R2 wie oben festgelegt sind und R,. Wasserstoff oder
einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, in
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einem Lösungsmittel in inerter Gasatmosphäre, zweckmäßigerweise
unter Einleiten von Stickstoff, mit einem komplexen Metallhydrid reduziert und gegebenenfalls die so erhaltene Verbindung
der allgemeinen Formeln I beziehungsweise Ia alkyliert und/oder in ein Salz überführt.wird, vorgesehen. Vorzugsweise wird als
Lösungsmittel ein ätherartiges Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran beziehungsweise Dioxan, oder ein aromatisches Lösungsmittel,
wie Benzol beziehungsweise Toluol, verwendet und als komplexes JUetallhydrid Lithiumaluminiumhydrid beziehungsweise
Natrium-bis-(2-methoxyäthoxy)-aluminiumhydrid, zweckmäßigerweise in Lösung in Benzol, eingesetzt. Dabei wird zweckmäßigerweise
wie folgt verfahren. Das Reaktionsgemisch wird einige Stunden lang in einer Stickstoffatmosphäre, vorzugsweise auf
die Siedetemperatur, erhitzt. Anschließend wird das im Überschuß angewandte Reduktionsmittel in bekannter Weise zersetzt
und der ausgeschiedene gallertartige Lithiumhydroxyd-
und Aluminiumhydroxydniederschlag abfiltriert und gut gewaschen. Das FiItrat wird eingedampft und das gewonnene Produkt umkristallisiert oder in ein beliebiges organisches beziehungsweise
anorganisches Salz überführt und auf diesem Wege gereinigt.
Verbindungen der allgemeinen Formeln I beziehungsweise Ia, bei welchen R^ für Wasserstoff steht;, können gegebenenfalls in
folgender V/eise methyliert werden: Nach dem Lösen derselben in Ameisensäure wird zur Lösung Formaldehyd zugegeben. Das
Reaktionsgemisch wird je nach der Verbindung mehrere Stunden
lang auf der Siedetemperatur gehalten und danach auf etwa τ- eingeengt. Zum Rückstand wird verdünnte methanolische Kaliumhydroxydlösung
zugegeben, anschließend wird einige Minuten unter Rüqkfluß zum Sieden erhitzt und schließlich wird nach dem
Abdestillieren des Methanoles der Rückstand mit Wasser verrieben, abfiltriert, getrocknet und umkristallisiert. Bei dieser
Methylierung können in Form von Ketalderivaten maskierte Oxogruppen
in die freien Oxogruppen überführt werden. J
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist ein Verfahren zur Herateilung der erfindungsgemäßen
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Verbindungen, welches dadurch, gekennzeichnet ist, daß eine Verbindung
der allgemeinen Formeln
III
"beziehungsweise
IHa
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worin R und Rp wie oben festgelegt sind und R, eine Gruppe der
Il
Formel - C - C - Z, in welchletoterer Z Wasserstoff oder eine
H2
Hydroxy- beziehungsweise Acetoxygruppe darstellt, bedeutet, in
einem Lösungsmittel in inerter Gasatmosphäre, zweckmäßigerweise unter Einleiten von Stickstoff, mit einem komplexen Metallhydrid
reduziert und gegebenenfalls die so erhaltene Verbindung der allgemeinen Formeln I beziehungsweise Ia alkyliert
und/oder in ein Salz überführt wird, vorgesehen« Es wird zweckmäßigerweise der erstgenannten Ausführungsform entsprechend
und unta: ähnlichen Reaktionsbedingungen gearbeitet.
Die für die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formeln I und Ia verwendeten Ausgangssubstanzen
der allgemeinen Formeln II und Ha können in folgender Weise hergestellt werden:
Es werden in der 3-Stellung substituierte 16,1?~Dioxo~16-
-oximino-5o(-androstan-?· beziehungsweise 16,17-Bioxo-16-oximino~
östra-1,3,5(1O)-trienderivate (US-Patentschrift 3 155 772%
deutsche Patentschrift 875 650) in Eisessig bei unter dem Siedepunkt
liegenden Temperaturen gelöst und anschließend wird zur homogenen Lösung eine Mineralsäure, zweckmäßigerweise Schwefelsäure,
zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird einige Stunden auf einer von der Temperaturempfindlichkeit des entsprechenden
Oximderivates abhängigen, zwischen 20 und 1000G liegenden
Temperatur gehalten und danach wird die Eisessiglösung der gebildeten 16,17-Seco-16,17-dicarbonsäure-5o(-*androstanimid- beziehungsweise
16,17-Seco-16,17-dicarbonsäureöstra-1,3*5(10)-
-trienimidderivate Wasser zugetropft. Las ausgeschiedene Produkt wird abfiltriert, gewaschen und getrocknet.
Diese Verbindungen können ajuch aus 13,15-Seco-13-carbamoyl-
--^-earbalkoxy^tf-androstan- beziehungsweise 13,15-Seco-13-
-carbamoyl-15-carbalkoxyöstra-i,3»5(1C)-trienderivaten oder
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un- beziehungsweise 15,15-oeco-13-carbalkoxy-15-carb&no3rlÖ0tra-1,3,5(1O)-
-trienderivaten durch in alkalischem Medium" erfolgenden Kin^Gciiluß
erhalten werden.
Die erhaltenen "16}17~öeco-16,^-dicarbonsäureimide" kömien in
folgender Weise in die entsprechenden 16-Oxo-i 7-aza-5*-6ir,drosi-ar>beziehungsweise
16~Oxo-17~azaöstra-1,3,5(1O)~trienderivate überführt
v/erden: Die Verbindungen werden in polaren Lösungsmitteln
gelöst und anschließend werden dieser Lösung gleichzeitig; eine methanol!sehe BromlÖsung oder eine Natriumhypocnloritiösurig und
eine Alkalimetallalkoholatlösung, zweckmäßigerweise eine Ifatriummethylatlösung, zugssstzt* Nach ^>O Minuten longer üeaktionsdauer
"wird.-das-.Lösungsmittel abdestilliert und der Hückstand
wird mit Viasser verrieben, abfiltriert und nech dem trocknen
umkristallisiert. 2ur Herstellung dieser Verbindungen des
Lactamtyps sind auch 13»i5-^ecD~13-carbamoyl-15-carbalko>:,y-5«(-
-androstan- beziehungsweise 13»i5*->(jeco-13-carbamoyl~'l5-carb<'3lkox'yöstra-1,3,5(1O)-trienderivate
oder 13,15-^eco-13-carbalko
xy-15-carbamoyl-5i<-androstan- beziehvm^sweise 13,15-^eco-13-
-carbalkoxy-IJ-carbamoylostra-i,3,5(^ü)-trienQerivate verwendbar,
die zweckmäßigerweise in Methanol gelöst bei der Siedetemperatur
mit Bleitetraacetat zur Umsetzung gebracht und n&.eh
der Entfernung der Bleisalze durch alkalische Hydrolyse in
le-Gxo-iy-asa-Jprt-androstan- beziehungs-.veise 16-Qxo-17-azö.ÖGtra~
-1»3i5(1tJ)-trienderivate überführt v/erden.
Die genannten 13)15-»^sco-5*-&ndrostan- beziehun^sv/eise
13,15-GeCOUStPa-I,3,5(10)-trienderivate können durch don
Hofnann1sehen übbau ebenfalls in die oben erwähnten Lactanderivate
überführt v/erden.
Die für die Herstellung der erfindunf:;;-3gemäJ.i'.;n Verbindungen
der allgemeinen Porneln I und Ia verwendeten Ausgan^saubstnnsen
der allgoisGinon Formeln III und lila kormon in folr;cnder weice
hergestellt v.'erden:
- 9 -109852/1959
BAD ORIGINAL
Die in der 3-Stellung substituierten 17-Azaandrostan- beziehungsweise
17-Azaöstra-1,3i5(1O)-trienderivate werden in
alkalischer Lösung unter den Bedingungen der Schotten-Baumann-
-Reaktion mit Chloracetylchlorid oder AcetylchloncL umgesetzt.
Nach dem Aufarbeiten des Reaktionsgemisches werden die erhaltenen 17-Aza-20-oxo-2t~chlor-5c/-pregnan- beziehungsweise 17-Aza-
-20-oxo-21-chlorpregna-1,3,5(1O)-trienderivate in Aceton gelöst
und bei der Siedetemperatur mit Kaliumacetat in die 17-Aza- -2ö-oxo-21-acetoxy-5«(-pregnan- beziehungsweise 17-Aza-20-oxo-
-21-acetoxypregna-1,3,5(1O)-trienderivate überführt. Die alkalische
Hydrolyse dieser Verbindungen ergibt die entsprechenden 21-Hydroxyderivate.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird an Hand der folgenden nicht als Beschränkung aufzufassenden Beispiele näher erläutert.
- 10 -
109852/1959 BAD ORIGINAL
Beispiel 1
3B-Hydroxy-17-asa~5o{-androstan
3B-Hydroxy-17-asa~5o{-androstan
Es wurden 7?5 g Lithiumaluminiiimhydrid in 4-00 cm wasserfreiem
Dioxan gelöst und anschließend wurde eine Lösung von 7,5 g 3ß-Hydroxy-/l6-oxo-17-a3a-5c?i-androstan ebenfalls in
400 cnr wasserfreiem Dioxan zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 25 Stunden lang unter kräftigem Rühren in einer Stickstoff atmosphäre zum Sieden erhitzt und danach auf 10 bis 15°G abgekühlt und anschließend wurde ebenfalls unter Einleiten von Stickstoff das überschüssige Lithiumaluminiumhydrid vorsichtig mit Wasser zersetzt. Der Niederschlag (Lithiumhydroxyd und Aluminiumhydroxyd) wurde abfiltriert und mit warmem
Dioxan gewaschen. Die vereinigten Filtrate wurden unter Vakuum eingedampft und der Rückstand wurde in Aceton suspendiert und filtriert. So wurden 6,4-5 g (90% der Theorie) 3ß-Hydroxy-17- -aza~5i^-androstan mit einem Schmelzpunkt von 227 bis 228°C erhalten.
400 cnr wasserfreiem Dioxan zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 25 Stunden lang unter kräftigem Rühren in einer Stickstoff atmosphäre zum Sieden erhitzt und danach auf 10 bis 15°G abgekühlt und anschließend wurde ebenfalls unter Einleiten von Stickstoff das überschüssige Lithiumaluminiumhydrid vorsichtig mit Wasser zersetzt. Der Niederschlag (Lithiumhydroxyd und Aluminiumhydroxyd) wurde abfiltriert und mit warmem
Dioxan gewaschen. Die vereinigten Filtrate wurden unter Vakuum eingedampft und der Rückstand wurde in Aceton suspendiert und filtriert. So wurden 6,4-5 g (90% der Theorie) 3ß-Hydroxy-17- -aza~5i^-androstan mit einem Schmelzpunkt von 227 bis 228°C erhalten.
Der Scliaelijpunkt des Hydrochlorides dieser Base lag bei
324 bis 325°G.
Element;aranalyse (Base):
berechnet; C = 77,92%, H = 11,26%, N = 5,05%;
gefunden: C = 77,70%, H = 11,40%, N » 5,22%.
gefunden: C = 77,70%, H = 11,40%, N » 5,22%.
Beispiel 2
3-A'thylendioxy-17-aza~5£<-androstan.
3-A'thylendioxy-17-aza~5£<-androstan.
a) Es wurden 20 g Lithiumaluminiumhydrid in 1 000 cm
wasserfreiem Dioxan gelöst und anschließend wurde eine Lösung von 20 g J-Äthylendioxy-16-oxo-17-aza
-5<*-androstan ebenfalls in 1 000 cm* Dioxan zugesetzt.
Das Reaktionsgemisch wurde 24 Stunden lang
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BAD ORiGfNAL
unter kräftigem Rühren in einer Stickstoffatmosphäre
zum Sieden erhitzt und danach auf 10 ois 15°C abgekühlt und anschließend wurde
unter Einleiten von Stickstoff das überschüssige LithiumaluiEiniumhydrid vorsichtig mit Wag>«
ser zersetzt. Der Niederschlag wurde abf iljjriert und mit warmem Dioxan gewaschen. Die vereinigten
Filtrate wurden unter Vakuum eingedampft und der Rückstand wurde in Äther suspendiert und
filtriert. So wurden 17t5 S (90% der Theorie)
5-ithylendioxy-1?-aza~!^-androstan erhalten;
Schmelzpunkt: 158 bis 140°C.
Elementaranalyse:
berechn e | t: | C | = 75 | »19** | H « | 10 | ,41%, | H « |
gefunden: | C | * 75 | ,10%, | H * | 10 | »55%, | N « |
b) Es wurde 1 g
8tan in 100 cur absolutem Toluol suspendiert und anschließend wurden 10 car einer benzolischen Natrium-
-bis-(2-methoxyäthoxy)-aluminiurahydrid lösung zugesetzt.
Das Reaktionsgemisch wurde unter gutem Rühren und Einleiten von Stickstoff 2 Stunden lang auf
einer Temperatur von 1100C gehalten und anschließend
auf 10°C abgekühlt und das überschüssige Reduktionsmittel wurde mit Wasser zersetzt. Der abgeschiedene
Niederschlag wurde abfiltriert und mit Dioxan gewaschen. Die vereinigten Lösungen wurden
unter Vakuum zur Trockene eingedampft und der Rückstand wurde in Äther suspendiert und das abgeschiedene
3-£thylendioxjT-i7-aza~5«K-smdrostan wurde abfiltriert.
Die Ausbeute betrug 0,87 g (90;* der Theorie); Schmelzpunkt: 1J8 bis 140°C.
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- 12 Beispiel 3
17-Azaöstra-1,3,5(1O)-trien-3-methylätiier
17-Azaöstra-1,3,5(1O)-trien-3-methylätiier
Es wurde von 10 g 16-0xo-17-azaöstra-1,3,5(iO)-trien-3-
-methyläther ausgehend die Umsetzung nach den Beispielen 1 und 2 durchgeführt. Ausbeute: 8,9 g (94% der Theorie);
Schmelzpunkt: 128 bis 13O0C.
Elementaranalyse:
berechnet: | σ | = 79,66%, | H = | 9 | ,29%, | N = | 5 | ,16%; |
gefunden: | C | = 79,80%, | H = | 9 | ,39%, | N = | 5 | ,29%. |
Beispiel | 4 |
21-Hydroxy-17-azapregna-1,3,5(1O)-trien-3-
-methylather
Es'wurden 5 g 21-Hydroxy-20-oxo-17-azapregna-1,3,5(1O)-
-trien^-methyläther^i-acetat in 300 cnr wasserfreiem Dioxan
gelöst und zu einer Lösung von 7,5 g Lithiumaluminiumhydrid in 300 cnr Dioxan zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 5
Stunden lang unter Einleiten von Stickstoff zum Sieden erhitzt und danach auf 10 bis 15°C abgekühlt und anschließend wurde
unter Einleiten von Stickstoff das überschüssige Lithiumaluminiumhydrid vorsichtig mit Wasser zersetzt. Der abgeschiedene
gallertartige Niederschlag wurde abfiltriert und mit warmem Dioxan gewaschen. Das gewonnene Produkt wurde aus
einem Gemisch von Äther und Hexan umkristallisiert. So wurden 3,6 g (85% der Theorie) 21-Hydroxy-17-azapregna-1,3,5(10)-
-trien-3-methyläther erhalten; Schmelzpunkt: 85 bis 900C.
Elementaranalyse:
berechnet: C = 76,15%, H = 9,27%, N = 4,44%;
gefunden: C = 76,29%, H = 9,35%, N = 4,61%.
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Der Schmelzpunkt des Hydrochlorides dieser Base lag bei
2$6 bis 2380C.
Beispiel 5
17-Azapregna-1,3,5(10)-trien-3-raethyläther
17-Azapregna-1,3,5(10)-trien-3-raethyläther
Es wurden 4 g 16-0xo^^apregra-1£,5(10)-trien-3-methyläther
in 700 cnr wasserfreiem Dioxan gelöst und danach wurden zur Lösung 4 g Lithiumaluminiumhydrid zugegeben. Das. Reaktionsgemisch wurde 20 Stunden lang unter Einleiten von Stickstoff
zum Sieden erhitzt und danach auf 10 bis 15°C abgekühlt und anschließend wurde ebenfalls unter Einleiten von Stickstoff
das überschüssige Lithiumaluminiumhydrid vorsichtig mit Wasser zersetzt. Der abgeschiedene Niederschlag wurde abfiltriert
und mit warmem Dioxan gewaschen. Die Dioxanlösung wurde unter Vakuum eingedampft und es wurde mit salzsaurem
Ither in bekannter V/eise das Hydrochlorid des Rückstandes abgeschieden.
So wurden 3,8 g (88,5% der Theorie) 17-Azapregna-.
-1,3>5(10)-trien-3-methylätherhydrochlörid erhalten; Schmelzpunkt:
242 bis 245°G.
Elementaranalyse:
berechnet: C = 71,51%, H = 8,63%, N = 4,17%, Gl = 10,5%;
gefunden: G = 71,45%, H = 8,78%, N = 4,30%, Gl = 10,67%·
Beispiel 6
3-Äthylendioxy-17-azapregnan
3-Äthylendioxy-17-azapregnan
Es wurde von 3,5 g 3-Ä"thylendioxy~16-oxo-17-aza-5o<-pregnan
ausgehend die Umsetzung nach Beispiel 5 durchgeführt. So wurden 2,6 g (82% der Theorie) 3-Äthylendioxy-17-azapregnan
erhaltenj Schmelzpunkt: 117 bis 119°C.
- 14 -
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Elementaranalyse:
berechnet: C = 76,03%,* H = 10,73%, N = 4,03%;
gefunden: C = 76,10%, H = 10,85%, N = 4
3-Äthylendioxy-17-methyl-17-aza-5£/-androstan
Es wurde von 2,5 g 3-Ä'thylendioxy-16-oxo-17-methy1-17-
-aza~5^-androstan ausgehend die Umsetzung nach Beispiel 5
durchgeführt. So wurden 2 g (91% der Theorie) 3-Äthylendioxy-17-niethyl-17-aza-5o(-androstan
erhalten; Schmelzpunkt: 97 Ms 99°C.
Es wurden 1,9 g 3-Ä*thylendioxy-17-aza-5<^-androstan in
20 cnr 99%-iger Ameisensäure gelöst und danach wurden 15
einer 36%-igen Formaldehydlösung zugesetzt. Das Heaktionsprodukt
wurde unter Einleiten von Stickstoff 2,5 Stunden lang auf die Siedetemperatur erhitzt und nach Zugabe von weiteren
15 cnr Formaldehydlösung weitere 2,5 Stunden zum Sieden erhitzt. Danach wurde die Ameisensäure abdestilliert, der Rückstand
wurde mit 85 cm einer 10%-igen methanolischen Kaliumhydroxydlösung
20 Minuten lang zum Sieden erhitzt, das Methanol wurde abdestilliert, dem Rückstand wurde V/asser zugesetzt und
das Produkt wurde mit Äther extrahiert. Die ätherische Lösung wurde mit Wasser gut gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet,
der Äther wurde abdestilliert und der Rückstand wurde aus einem Gemisch von Äther und Hexan umkristallisiert. So
wurden 1,3 g (75% der Theorie) 3-Oxo-17-methyl-17-aza-5t7<-
- 15 1098 52/1959
•androstan erhalten; Schmelzpunkt: 95 bis 97°C·
Elementaranalyse:
berechnet: C » 78,84$, H = 10,80%, N = 4,84%;
gefunden: C = 78,80%, H « 10,85%, N « 4,91%.
Patentansprüche
109852/195 9
Claims (1)
- PatentansprücheBasische 17-Azastesoide der allgemeinen FormelnbeziehungsweiseIa ,109852/1959BAD ORIGINALworinR für eine freie oder, insbesondere in Form von'Ketalderivaten, maskierte Oxogruppe beziehungsweise Wasserstoff und eine freie oderj insbesondere durch Ester- oder Ätherreste, maskierte Hydroxygruppe steht»H^. Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 2, Kohlenstoffatomen beziehungsweise eine Hydroxyäthylgruppe bedeutet undRp einen Alkoxyrest darstellt, sowie ihre Salze.2.) 17-Azasteroide nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die maskierte Oxogruppe, für die R stehen kann, \ durch Alkoxyreste mit 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 21 Kohlenstoffatomen maskiert ist.3.) 17-Azasteroide nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die maskierte Hydroxygruppe, die R aufweisen kann, durch Ester- oder Ätherreste mit 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 2, Kohlenstoffatomen maskiert ist.4.) 17-Azasteroide nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Alkoxyrest, für den R2 stehen kann, 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 2, Kohlenstoffatome aufweist.Verfahren zur Herstellung d^r Verbindungen nach Anspruch1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mana) eine Verbindung d^r allgemeinen Formeln .- 18 -109852/1959IIbeziehungsweiseHa ,109852/1959worin R und R~ w^e ^n den Ansprüchen 1 bis 4 festgelegt sind und R^ Wasserstoff oder ejjien Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, oderb) eine Verbindung der allgemeinen FormelnIIIbeziehungsweiseIHa- 20 -109852/1959worin R und R~ w^e ^n ^en Ansprüchen 1 bis 4· festgelegt sind und R, eine Gruppe der Formel O ' 'Ii-G-G-Z, in weichletzterer Z Wasser-H2stoff oder eine Hydroxy- beziehungsweise • Acetoxygruppe darstellt, bedeutet,in einem Lösungsmittel in inerter Gasatmosphäre, zvveckmäßigerweise unter Einleiten von Stickstoff, mit einem komplexen Metallhydrid reduziert und gegebenenfalls die so erhaltene Verbindung der allgemeinen Formeln I beziehungsweise Ia alkyliert und/oder in ein Salz überführt.6.) Verfahren nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß man als komplexes Metallhydrid Lithiumaluminiumhydrid oder Natrium-bis-(2-methoxyäthoxy)-aluminiumhydrid ver- >■ wendet.7·) Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reduktion in einem ätherartigen oder aromatischen Lösungsmittel, zweckmäßigerweise in Dioxan oder Benzol, durchführt.8.) Verfahren nach Anspruch 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reduktion bei über Raumtemperatur liegenden Temperaturen, zweckmäßigerweise beim Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittels, durchführt.9.) Verfahren nach Anspruch 5a» dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsstoff 3ß-Hydroxy-16-oxo-i7-aza- -5e<-androstan, 3-iH-hylendioxy-16-oxo-17-aza-5^- -androstan oder 16-0xo-17-azaöstra-1,3,5(1O)-trien- -3-methyläther beziehungsweise dessen N-Alkylderivate und als komplexes Metallhydrid Lithiumaluminiumhydrid verwendet.- 21 109 85 2/195910.) Verfahren nach. Anspruch 5a, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsstoff J-lthylendioxy-ie-oxo-i?- -aza-5tf(-androstan und als komplexes Metallhydrid Natrium-"bis-(2-methoxyäthoxy)-aluminiumhydrid verwendet .11.) Verfahren nach Anspruch 5b, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsstoff 21-Hydroxy-20-oxo-17~ -azapregna-1,3,5(1O)-trien-3-methyläther-21~acetat und als komplexes Metallhydrid Lithiumaluminiumhydrid verwendet.109 8 52/1959
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