DE212261C - - Google Patents
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- DE212261C DE212261C DENDAT212261D DE212261DA DE212261C DE 212261 C DE212261 C DE 212261C DE NDAT212261 D DENDAT212261 D DE NDAT212261D DE 212261D A DE212261D A DE 212261DA DE 212261 C DE212261 C DE 212261C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B5/00—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
- D06B5/12—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length
- D06B5/26—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length using centrifugal force
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8«. GRUPPE
GEBR. HEINE in VIERSEN, Rhld.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Oktober 1907 ab.
Bei den bisher ausgeführten Schleudermaschinen zum Färben, Bleichen, Waschen, Nitrieren
usw., insbesondere von Textilgut, mit wechselndem Flüssigkeitsuml auf wird die Flüssig-
.5 keit mittels einer getrennt von der Schleudermaschine angeordneten Pumpe in der wechselnden
Richtung durch das Schleudergut hindurchgetrieben, während die Schleudertrommel still steht. Erst nach Beendigung der Behandlung
des Fasergutes wird die Schleudermaschine in Bewegung versetzt. Sie hat hierbei
nur die Aufgabe, das Gut trocken zu schleudern.
Bei denjenigen Schleudermaschinen, bei denen die Bewegung der Schleuder selbst, gegebenenfalls
unter Unterstützung durch am Trommelboden angeordneter Förderschaufeln dazu benutzt wird, die Flüssigkeit durch das
Schleudergut hindurch zu treiben, erfolgt die Bewegung der Flüssigkeit durch das Schleudergut
hindurch nur in einer Richtung, und zwar in der Richtung der Fliehkraft, oder in
der dieser entgegengesetzten Richtung, oder gleichzeitig in beiden Richtungen.
Hierbei bleibt die Lage der einzelnen Teile des Schleudergutes zu einander unverändert.
Da aber das Einbringen des Schleudergutes nicht derart vorgenommen werden kann, daß
es überall gleichmäßig fest geschichtet ist, so ist seine Durchlässigkeit überall verschieden.
Infolgedessen wird die Flüssigkeit dort, wo ihr der geringste Widerstand entgegengesetzt
wird, in größerer Menge durchdringen und den größeren Teil der beigemischten wirksamen
Stoffe abgeben. Ebenfalls werden beim Waschen oder Auslaugen eines Schleudergutes
dem letzteren die zu entfernenden Stoffe in ungleichmäßiger Weise entzogen.
Durch die vorliegende Erfindung wird eine Schleudermaschine geschaffen, in der die gegenseitige
Lage der einzelnen Teile des Schleudergutes während des Schleuderns verändert, und
ein abwechselndes Schließen von vorhandenen und ein Bilden von neuen Kanälen erreicht
wird, so daß jeder Teil der Flüssigkeit nach und nach sämtlichen Oberflächen aller Teile
des Schleudergutes zugeführt wird. Die Folge davon ist eine gleichmäßige Ausnutzung der
der Flüssigkeit beigemischten wirksamen Stoffe und die Herstellung eines Schleudergutes von
vollkommen gleichmäßiger Beschaffenheit. Zu diesem Zwecke wird die Flüssigkeit während
des Betriebes gezwungen, das Schleudergut abwechselnd in der Richtung der Fliehkraft
und in entgegengesetzter Richtung zu durchdringen und den Kreislauf in geteilten Strömen
auszuführen.
Um dies zu erreichen, wird die bei älteren Maschinen mittels besonderer Punipe bei
ruhender Schleudermaschine herbeigeführte Wirkung des wechselnden Flüssigkeitsumlaufs
nach der vorliegenden Erfindung von der Schleudermaschine selbst herbeigeführt.
In den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen wird die doppelte Drehungsrichtung
der Flüssigkeit durch schräge Schöpfschaufeln bewirkt, die auf der Schleudertrommel
angeordnet sind. Diese Schaufeln sind
so angeordnet, daß sie' zunächst entsprechend ihrer Relativbewegung gegenüber der Flüssigkeit
diese in der der Fliehkraft entgegengesetzten Richtung, also von außen nach innen,
durch das Fasergut hindurchtreiben. Soll der Durchtritt der Flüssigkeit in der Richtung
der Fliehkraft erfolgen, so wird die Relativ-. bewegung der Schaufeln. gegenüber der Flüssigkeit
entweder durch eine Änderung der
ίο Drehungsrichtung der Schleudertrommel, oder
durch Umstellen der Schaufeln geändert, worauf die Fliehkraft in Wirksamkeit treten kann.
Die Zeichnung zeigt einige Beispiele von Vorrichtungen zur Ausführung des Vorganges.
Fig. ι ist ein senkrechter Querschnitt durch eine Schleudermaschine mit feststehendem Gehäuse,
. Fig. 2 ein Grundriß derselben, durch den
eine Ausführungsform dargestellt wird, bei der , der Wechsel der Strömungsrichtung durch Veränderung
der Drehrichtung erreicht wird.
Fig. 3 ein Grundriß einer Trommel, bei der
die Umkehr der Strömungsrichtung durch Ver-. änderung der Schaufelstellung erreicht wird,
und
Fig. 4 ein senkrechter Querschnitt durch eine Schleudermaschine mit umlaufendem Ge-.
häuse. ·
Die Lauftrommel (Fig. 1 und*2) besteht aus
3°- den zwei ringförmig angeordneten Siebmänteln α und b, dem Boden c und dem Deckel e.
Von den Teilen a, b, c und e wird der Füllraum d gebildet; c und e können mit öffnungen
versehen sein.
Die Trommel ist in bekannter Weise auf einer senkrechten Antriebswelle gelagert und
dreht sich in einem Gehäuse h. Der Antrieb kann oberhalb oder unterhalb der Trommel
erfolgen.
Die Siebmäntel α und b sind außen und
innen mit schrägen Schaufeln f und g besetzt. Wird nun der Füllraum d mit dem Schleudergut,
und das Gehäuse h mit der Flüssigkeit gefüllt, und die Trommel a, b in der Pfeil-
.45 richtung i [gedreht, so wird die Flüssigkeit von den Schaufeln / erfaßt und in der der
Fliehkraft entgegengesetzten Richtung, also • von außen nach innen, durch den Füllraum d
in den Raum I gedrängt. Die im Raum I vorhandene Flüssigkeit wird hierdurch zum
Teil über den Deckel β hinweg und zum Teil unter dem Boden c hindurch verdrängt und
den Schaufeln f wieder zugeführt.
Zur Beschleunigung des Kreislaufes werden vorteilhaft unter dem Boden c und auf dem
Deckel e schräge Schaufeln k angebracht.
Wird die Drehrichtung der Trommel umgekehrt,
d. h. in die Richtung m übergeführt, so erfassen die Schaufeln g die in Z vorhandene
Flüssigkeit und drängen sie, unterstützt durch die Fliehkraft, in der Richtung der
Fliehkraft durch den Füllraum d. Beim Austritt aus d wird die Flüssigkeit dann von den
Schaufeln k erfaßt und den Schaufeln g wieder zugeführt. .
•Mit jedem Wechsel der Drehrichtung der Trommel wird somit ein Wechsel des Flüssigkeitsstromes
hervorgebracht. Bei Fortlassung der inneren Schaufeln g tritt ebenfalls eine
Bewegung der Flüssigkeit in Richtung der Fliehkraft ein. Diese Strömung ist jedoch
geringer, als bei Anwendung der Schaufeln g. Das Wesen der Erfindung wird jedoch durch
eine solche Änderung nicht berührt.
Die Trennung der Flüssigkeit von dem Schleudergut und die Trocknung des letzteren
findet in bekannter Weise statt, indem man den Hahn η öffnet und die Trommel mit
hoher Umlaufzahl in der Richtung des Pfeiles m umlaufen läßt. Diese Drehrichtung ist
wegen des geringeren Luftwiderstandes der Schaufeln f vorzuziehen.
Ist die Umkehr der Trommeldrehrichtung nicht erwünscht, so kann der Wechsel des
Flüssigkeitsstromes bei gleichbleibender Trommeldrehrichtung durch Umstellen der Schaufeln
erfolgen. Zu diesem Zwecke werden die Schaufeln, wie in Fig. 3 angedeutet, um senk-.
rechte Achsen 0 drehbar angeordnet und während des Umlaufens der Trommel abwechselnd
in die durch ausgezogene und punktierte Linien angedeuteten Stellungen gebracht.
Um zu verhindern, daß die die Trommel umgebende Flüssigkeit die gleiche Geschwindigkeit
annimmt wie die Trommel selbst, können die Innenflächen des feststehenden
Gehäuses mit Rippen oder anderen Widerständen besetzt werden..
Verbindet man das Gehäuse h mit der Lauftrommel a, b, ähnlich wie nach Fig. 4, so daß
beide zusammen umlaufen, dann findet ein Kreislauf der Flüssigkeit in . gleicher Weise
statt. Der Grundriß von Fig. 4 ist dem in Fig. 2 dargestellten gleich. Bei dieser Anordnung
kann die Verbindung zwischen Lauftrommel und Gehäuse eine feste oder lösbare sein. Die lösbare Verbindung hat den Vorteil,
daß während des Flüssigkeitskreislaufes, welcher bei geringerer Umlaufzahl vor sich
geht, das Gehäuse mit umlaufen und beim Abschleudern der Flüssigkeit bei höherer Tourenzahl
zwecks Kraftersparnis stillstehen kann, so daß die Trommel allein umläuft.
Der Füllraum d kann durch Anordnung von Wänden oder Rippen je nach Bedarf in
mehrere Kammern beliebiger Form eingeteilt werden.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Schleudermaschine zum Färben, Bleichen, Waschen, Nitrieren usw., insbesondere von Textilgut, dadurch gekennzeich-net, daß auf der Lauftrommel (a, b) Schöpfschaufeln (f, g) angeordnet sind, die entsprechend der Relativbewegung ihrer Leitflächen gegenüber der Flotte diese entweder entgegen der Richtung der Fliehkraft, also von außen nach innen, oder nach Änderung der Relativbewegung unter gleichzeitiger Einwirkung der Fliehkraft in deren Richtung, also von innen nach außen, durch das in dem Füllraum (d) befindliche Schleudergut hindurch treiben.
- 2. Schleudermaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderungen der Relativbewegung der Schaufelleitflächen gegenüber der Flüssigkeit entweder durch Veränderung der Drehungsrichtung der Trommel (a, b) oder bei gleicher Umdrehungsrichtung der Trommel durch Verstellen der Schaufeln herbeigeführt wird.
- 3. Schleudermaschine nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nicht allein auf dem äußeren Mantel (a), sondern auch auf dem inneren (b) einer Schleudertrommel mit innerem. und äußerem Siebmantel feste oder bewegliche Schöpfschaufeln (f, g) angeordnet' sind, durch deren entgegengesetzt gerichtete Schrägstellung bei der Bewegung der Flüssigkeit in Richtung der Fliehkraft, also von innen nach außen, durch den Füllraum (d) die Wirkung der Fliehkraft unterstützt wird.
- 4. Schleudermaschine nach den Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Boden (c) und der Deckel (e) der Siebtrommel (a, b) mit Schaufeln .^) versehen sind, durch die die Bewegung 'der Flüssigkeit durch den Füllraum (d) in beiden Richtungen unterstützt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE212261C true DE212261C (de) |
Family
ID=474002
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT212261D Active DE212261C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE212261C (de) |
-
0
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