DE211848C - - Google Patents

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DE211848C
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fan
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24DDOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
    • F24D5/00Hot-air central heating systems; Exhaust gas central heating systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36 c. GRUPPE
CURT GRUHL in LOSCHWITZ b. DRESDEN und KARL URBAHN in DRESDEN-A.
angetrieben wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. November 1907 ab.
Den Gegenstand ' der Erfindung bildet. ein Heizungssystem, bei welchem das von der Wärmequelle kommende Heizmittel auf der einen Seite einer Luftförderungsvorrichtung, beispielsweise einem Ventilator mit Turbinenantrieb, zugeführt wird. Auf der entgegengesetzten Seite des Ventilators bzw. der Turbine wird eine als Kondensator ausgebildete Rohrleitung vorgeschaltet, in der eine Druckverminderung und schließlich auch ein völliges Vakuum durch eine Pumpvorrichtung geschaffen wird, so daß der aus einem Niederdruckdampfkessel entnommene Frischdampf von verhältnismäßig geringer Spannung seine Kraft auf die im Ventilator befindliche Turbine überträgt und so die zu verteilende Luft ansaugt und voraustreibt. Sobald die Turbine durch Schaffung eines angenäherten Vakuums in dem Kondensator von dem nachströmenden Frischdampf in Tätigkeit gesetzt wird, ist der Luftbeförderungsbetrieb ein ununterbrochener, solange überhaupt nur Dampf im Kessel vorhanden ist.
Gemäß der Erfindung ist das eine von zwei kommunizierenden Gefäßen durch ein Umschaltventil mit dem Dampfkessel unmittelbar verbunden, das andere trägt einen Schwimmer, an dessen entgegengesetztem Ende der Kolben einer Saug- und Druckpumpe befestigt ist.
Das Umschaltventil wird durch Katarakt gesteuert, und zwar derart, daß beim Abheben des Ventils der Frischdampf so lange auf den Wasserspiegel des einen kommunizierenden Gefäßes drückt, bis der Schwimmer so weit in die Höhe gehoben ist, daß durch den daran befestigten Kolben die im Pumpenzylinder befindliche Luft ausgeblasen ist. In diesem Augenblick wird die Steuerung selbsttätig umgeschaltet und der Dampf eintritt in das kommunizierende Gefäß abgesperrt. Der KoI-ben sowie der Schwimmer sinken durch ihr Eigengewicht und reißen dadurch das im Kondensator befindliche Gemisch von Luft, Dampf und Wasser mit sich, so daß eine Druckverminderung entsteht und der Frischdampf aus dem Kessel nachströmt und so die Turbine und durch diese den Ventilator in Tätigkeit setzt.
Auf der Zeichnung ist dieses Heizungssystem schematisch dargestellt, und zwar be- deutet α den Niederdruckdampfkessel, b ein Umschaltventil, c und d kommunizierende Gefäße, β einen Schwimmer, f eine Saug- und Druckpumpe, g einen mit Luftkühlung versehenen Kondensator, h den Luftsauger oder Verteiler, im vorliegenden Falle den Ventilator mit Turbinenantrieb und i den Auslaß für den aus dem kommunizierenden Gefäß c austretenden überschüssigen Dampf.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Durch Umlegen des Steuerhebels wird das Umschaltventil abgehoben, bis es den Auslaß i abschließt. In diesem Augenblick tritt der Frischdampf auf die Wasserfläche des einen kommunizierenden Gefäßes c und drückt den im anderen kommunizierenden Gefäß d befind-
lichen Schwimmer in die Höhe. Demzufolge preßt der Kolben die im Pumpenzylinder/ befindliche Luft zusammen, die durch ein Ventil in eine mit dem Dampfkessel und der atmosphärischen Luft in Verbindung stehende Leitung gedrückt wird. In dem Augenblick, wo der Schwimmer bzw. der Kolben seine höchste Stellung erlangt hat, wird die Steuerung selbsttätig umgeschaltet und so der
ίο Dampf zutritt zum kommunizierenden Gefäß c abgesperrt. Nachdem dies erfolgt ist, tritt der überschüssige Dampf aus Gefäß c in die Leitung i, von wo er in einen Kondensator weitergeführt wird. Das überschüssige Wasser
aus c tritt beim nochmaligen öffnen des Ventils in den Dampfkessel zurück. Durch das Eigengewicht des Schwimmers und des Kolbens gehen beide abwärts und saugen dabei das in dem Kondensator g befindliche Dampf-Wasser-Luftgemisch an, wodurch in dem Kondensator ein Vakuum erzielt wird. Es kann also der aus dem Dampfkessel kommende, mit der Turbine in Verbindung zu bringende Dampf nachströmen und so die Turbine bzw. den Ventilator in Tätigkeit setzen. Der Betrieb ist nunmehr ein ununterbrochener, da der Dampf aus der Turbine wieder unbehindert und ohne daß Schmieröl mitgerissen wird, als Kondenswasser ohne erheblichen Widerstand in den Kessel gelangt. Die an dem Kondensator erwärmte Luft wird nach den zu beheizenden Räumen geleitet. Erfordert die Heizanlage mehr Wärme, als der Abdampf der Turbine des Ventilators enthält, so wird entweder noch Heizdampf in den Kondensator oder einen anderen vom Ventilator bestrichenen Heizkörper bzw. Lufterhitzer geleitet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Dampfluft - Heizanlage mit Pulsionsbetrieb, bei der ein Ventilator durch eine Turbine angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die den Ventilator treibende Turbine zwischen einem unter Luftkühlung stehenden Kondensator (g) und dem Dampfkessel (a) angeordnet ist, derart, daß durch den Frischdampf in dem Kondensator (g) ein Vakuum geschaffen wird.
2. Dampfluft-Heizanlage nach Anspruch 1, bei der die Bildung des Vakuums in dem Kondensator mittels einer Saug- und Druckpumpe (J) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpenkolben in Verbindung mit einem Schwimmer (β) auf der Wasserfläche (d) eines von zwei kommunizierenden Gefäßen (c, d) ruht und durch auf den anderen Wasserspiegel (c) wirkenden Dampfdruck bewegt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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