DE211679C - - Google Patents

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DE211679C
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alkylthiosalicylic
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alkyl esters
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C323/00Thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides substituted by halogen, oxygen or nitrogen atoms, or by sulfur atoms not being part of thio groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 211679 KLASSE Mq. GRUPPE
: Zusatz zum Patente 203882 vom 23. August 1906.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. August 1906 ab. Längste Dauer: 22. August 1921.
Gemäß Patent 203882 erhält man bei der Einwirkung von Alkylestern der Schwefelsäure auf Thiosalicylsäure in alkalischer Lösung Alkylthiosalicylsäuren der allgemeinen Formel:
/COOE
S-A
(worin A = Alkyl) bzw. deren Alkylester.
Neuere Versuche haben nun ergeben, daß es zum Zwecke der Darstellung der Alkylthiosalicylsäuren und deren Ester nicht notwendig ist, von fertiger Thiosalicylsäure auszugehen; man kann sich vielmehr hierzu eines esterartigen Derivates der Thiosalicylsäure bedienen, nämlich des leicht zugänglichen ο - Xanthogensäureesters der Benzoe- säure (Xanthogenphenylester - ο - carbonsäure) CeH41-(SCSOC2HJ-COOH. Behandelt man diesen unter geeigneten Bedingungen mit alkylierenden Mitteln, z. B. mit Halogenalkylen oder mit den Alkylestern der Schwefelsäure, so erhält man — je nach den obwaltenden Arbeitsbedingungen — entweder die Alkylthiosalicylsäuren oder deren Alkylester. Dabei ist es ferner nicht notwendig, die Xanthogenverbindung zu isolieren, man kann vielmehr von der Lösung derselben ausgehen, welche man erhält, wenn man unter geeigneten Bedingungen ein Xanthogenat auf eine Lösung von o-Diazobenzoesäure einwirken läßt. Auf diese Weise gelangt man in einer Operation von der Anthranilsäure zu der Alkylthiosalicylsäure bzw. deren Ester.
Das Verfahren stellt gegenüber demjenigen des Hauptpatents insofern eine wertvolle Verbesserung dar, als es die Isolierung der äußerst luftempfindlichen Thiosalicylsäure vermeidet.
Aus folgenden Beispielen möge ersehen werden, wie ungefähr das Verfahren ausgeführt werden kann.
Beispiel I.
45
242 Teile o-Xanthogensäureester der Benzoesäure und 125 Teile Ätzkali (cpprozentig) werden in etwa 800 Teilen yoprozentigem Alkohol in der Kälte gelöst; man fügt nun 300 Teile Jodmethyl (oder die äquivaiente Menge eines anderen Halogenmethyls) hinzu und erhitzt einige Stunden auf 90 bis ioo°. Nunmehr destilliert man die flüchtigen Produkte ab und treibt hierauf den entstandenen Methylthiosalicylsäuremethylester (Schmelzpunkt 66 bis 67 °) mit Wasserdampf über.
Beispiel II.
Die aus 139 Teilen 98,3prozentiger Anthranilsäure in üblicher Weise bereitete Lösung von o-Diazobenzoesäure läßt man in eine sodaalkalische Lösung von 180 Teilen xanthogensaurem · Kali bei 70 bis 8o° einfließen;
sobald die Stickstoffentwicklung beendet ist, läßt man erkalten, fügt dann die berechnete Menge Ätzkali und methylschwefelsaures Natron hinzu und erhitzt auf ioo bis 120 °. In diesem Fall entsteht in geringer Menge Methyl thiosalicylsäuremethylester, welchen man aus dem Reaktionsprodukt mit Wasserdampf abtreibt; als Hauptprodukt entsteht die Methylthiosalicylsäure (Schmelzpunkt 168 bis 169 °), welche man aus dem Destillationsrückstand mittels einer verdünnten Mineralsäure ausfällt.
Beispiel III.
ο - Xanthogensäureester des Benzoesäuremethylesters C6H4-(SCSOC2H5J-COOCh3:
151 Teile Anthranilsäuremethylester Werden
mit der berechneten Menge Salzsäure und Nitrit diazotiert; diese Diazolösung läßt man unter Umrühren in eine Lösung von 180 Teilen xanthogensaurem Kali und 120 Teilen Soda einlaufen. Unter Stickstoffentwicklung scheidet sich der o-Xanthogensäureester des Benzoesäuremethylesters als hellbraunes öl ab. Er wird in Äther aufgenommen und j nach dem Verjagen des Äthers als ein bräunlich1 gefärbtes öl gewonnen.
Dasselbe ist nicht unzersetzt destillierbar und liefert beim Erhitzen mit Alkali und alkylschwefelsaurem Natron Alkylthiosalicylsäureester und die Alkylthiosalicylsäure.
Die Alkylthiosalicylsäuren und deren Alkylester sollen Verwendung finden zur Darstellung von Schwefelfarbstoffen und für pharmazeutische Zwecke. Sie wirken nämlich, ahnlieh der Salicylsäure, als Antipyretika, ihre Wirkung ist jedoch bedeutend anhaltender und ihre subkutane Anwendung nicht schmerzhaft.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Abänderung des durch Patent 203882 geschützten Verfahrens zur Darstellung von Alkylthiosalicylsäuren und deren Alkylestern, dadurch gekennzeichnet, daß man alkylierende Mittel in Gegenwart von Alkalien anstatt auf Thiosalicylsäure auf den ο - Xanthogensäureester der Benzoesäure (Phenylxanthogensäureester-o-carbonsäure) oder deren Allylester einwirken läßt.
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