DE211643C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B04B—CENTRIFUGES
- B04B7/00—Elements of centrifuges
- B04B7/02—Casings; Lids
- B04B7/06—Safety devices ; Regulating
Landscapes
- Pinball Game Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE ^BW-
Die vorliegende Erfindung bezweckt, das Aufklappen des Gehäusedeckels von Schleudern
und ähnlichen Maschinen unmöglich zu machen, solange die Trommel überhaupt in Bewegung
ist. Es ist bekannt, zu diesem Zweck Schleifkörper zu benutzen, die mit den umlaufenden
Teilen der betreffenden Maschine in Berührung gebracht werden können und infolge der dabei
auftretenden Reibung eine Sperrvorrichtung für
ίο den Gehäusedeckel bewegen können. Die bisher
für diesen Zweck benutzten Reibkörper zeigen jedoch den Übelstand, daß sie mit der Schleudertrommel
erst in Berührung gebracht werden können, nachdem die Umdrehungszahl der letzteren erheblich abgenommen hat, da im
andern Falle wegen des unvermeidlichen Schiagens sowie auch der Unebenheiten der Trommel
ein außerordentlich schneller Verschleiß oder sogar, bei unvorsichtiger Handhabung eine plötzliehe
Zerstörung des Schleifkörpers eintritt. Nach vorliegender Erfindung werden diese
Übelstände dadurch vermieden, daß der für die Sperrung des Deckels benutzte Schleifkörper
aus nachgiebigen Stoffen, z. B. Leder, Gummi, besteht. Dieser Schleifkörper, der
zweckmäßig die Form eines durch Schlitze in einzelne Streifen zerlegten Lappens hat, befindet
sich ständig im wirksamen Bereich des Trommelumfanges oder eines entsprechenden umlaufenden Teiles der Maschine, derart, daß
er bei langsamem Laufen der Maschine durch Federkraft oder die eigene Gewichtsbelastung
gegen den betreffenden umlaufenden Teil gedrückt wird, während bei höherer Umdrehungszahl
infolge des dann auftretenden Luftzuges ein Abheben des Schleifkörpers stattfindet, so
daß dann jede Berührung und jeder Verschleiß ausgeschlossen ist. Nimmt die Umdrehungszahl
ab, so legt sich der Schleifkörper wieder an die Trommel an und kann durch die dann auftretende
Reibung seine sperrende Wirkung ausüben. Die Sperrung selbst kann auf beliebige Art und Weise geschehen. Zweckmäßig erfolgt
sie dadurch, daß der Schleifkörper in an sich bekannter Weise an einem Pendel aufgehängt
ist, dessen Drehachse mit einer Sperrklinke in Verbindung steht, die beispielsweise in eine
mit dem Gehäusedeckel verbundene Zahnstange eingreift und dadurch das Anheben des Deckels
so lange verhindert, wie das Pendel mit dem Schleifkörper durch die Reibung an der Trommel
zum Ausschlagen gebracht wird. Infolge der ständigen Beeinflussung der Schleifvorrichtung
durch die Trommeloberfläche findet die Einwirkung auf die Sperrvorrichtung auch noch
bei der geringsten Umdrehungsbewegung der Trommel statt. Die Auslösung der Sperrvorrichtung
kann durch eine geringfügige Zurückdrehung der Trommel oder aber dadurch erfolgen,
daß man die Sperrvorrichtung so ausbildet, daß sie bei stillstehender Trommel sich
selbsttätig auslöst. -
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in Verbindung mit
einer Schleuder mit Riemenantrieb dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 die Schleuder in Aufsicht,
Fig. 2 in Seitenansicht, während' Fig. 3 und 4 Einzelheiten der Schleifvorrichtung im Schnitt
durch das Schleudergehäuse darstellen.
Die Schleuder 1 wird mittels des Treibriemens 2 angetrieben, der das Vorgelege mit der Riemenscheibe
3 der senkrechten Schleuderwelle verbindet. Der Antrieb kann in bekannter Weise mittels des Ausrückhebels 4, der durch Vermittlung
der Stange 5 auf eine den Riemen verschiebende Gabel wirkt, ausgeschaltet werden.
Der Hebel 4 steht bei 6 mit einer Schiene 7 in Verbindung, die in dem Querträger 8 eines
seitlich neben dem Schleudergehäuse angeordneten Tragbockes 9 geführt ist. Die Schiene 7
besitzt einen Ausschnitt 10, in den das untere gekröpfte Ende 16 einer am Gehäues 1 senkrecht
verschiebbar angebrachten Stange 11 eingreifen kann, wenn die Maschine ausgerückt
ist (Fig. 2). Die Stange 11 steht durch einen Lenker 12 mit einem Arm 15 in Verbindung,
der auf der mit dem Verschlußdeckel 14 des Gehäuses verbundenen Drehachse 13 angebracht
ist, so daß, wenn man den Deckel 14 hochklappt, die Stange 11 nach unten verschoben
wird. Ein Hochklappen des Deckels ist nur möglich, wenn.der Ausschnitt 10 der
Schiene 7 sich in der Bahn des unteren Endes 16 der Stange 11 befindet, d. h. wenn die Maschine
ausgerückt ist. Gleichzeitig wird durch den Eingriff des Stangenendes 16 in den Ausschnitt
der Schiene diese bei Offenstellung des Deckels 14 derart verriegelt, daß ein Einrücken
des Antriebriemens unmöglich ist.
Die Schiene 11 ist oben mit Sperrzähnen 17
versehen, in die eine um den Zapfen 18 drehbare Klinke 19 eingreifen kann, wodurch ebenfalls
ein Anheben des Deckels 14 unmöglich gemacht wird. Der Zapfen 18 dieser Klinke
ist in einem an der Gehäusewand befestigten Bügel '20 gelagert und ragt bis in das Innere
des Gehäuses. Hier steht er mit einem Pendel 21. in Verbindung, das längs der Wandung der
Schleudertrommel 22 herabhängt und unten mit einem nachgieb;gen Schleifkörper 23 versehen
ist. Dieser besteht bei der dargestellten Ausführungsform aus einem Lappen aus nachgiebigem
Stoff, z. B. Leder, Segeltuch, Gummi, der an das Untere Ende des Pendels 21 angenietet
st, und zwar in der Weise, daß er im wesentlichen radial nach dem Trommelmittelpunkt
zu gerichtet ist. Dieser Lappen, der zweckmäßig in der dargestellten Weise mit Schlitzen versehen ist, ist etwas breiter als der
Zwischenraum zwischen dem Pendel und der Trommelwandung, so daß er für gewöhnlich
die in Fig. 4 dargestellte Lage einnimmt, wo-. bei er unter leichtem Druck auf dem Trommelumfange
schleift. Dabei wird er von der Trommel mitgenommen und die Sperrklinke in eine solche Lage gebracht, daß sie in die Zähne 17
der Schiene' 11 eingreift und auf diese Weise
ein Anheben des Deckels 14 verhindert. Dies Einrücken der Sperrklinke erfolgt bereits bei
der geringsten Bewegung der Trommel, da der Schleifkörper 23 stets an der letzteren anliegt.
Infolgedessen ist es unmöglich, den Gehäusedeckel 14 zu öffnen, bevor die Trommel vollkommen
zum Stillstand gekommen ist.
Die Bewegung der Sperrklinke 19 kann durch Anschläge 24 und 25, die auch mit dem Bügel 20
aus einem Stück bestehen können, begrenzt werden. Infolge der Nachgiebigkeit des Schleifkörpers,
die auch in anderer als der beschriebenen Weise erzielt werden kann, beispielsweise
durch Benutzung einer aus Borsten oder Draht hergestellten Bürste oder durch federnd am
Pendel angebrachte Zungen oder Plättchen, ist es möglich, die Vorrichtung bei Schleudern
mit den höchsten Umdrehungszahlen sowie bei solchen zu benutzen, die genietete oder sonst
mit Vorsprüngen versehene Trommelwandungen besitzen.
Es ist nicht nötig, daß die Übertragung der Bewegung vom Schleifkörper auf die Klinke
mittels des beschriebenen Pendels erfolgt, es kann vielmehr auch eine beliebige andere Übertragungsart
gewählt werden. Beispielsweise kann der Schleifkörper auf der oberen oder
'unteren Trommelfläche aufliegen und mit der entsprechend verlängerten Drehachse der Klinke
unmittelbar verbunden sein (Fig. 6). Auch kann, falls ein Pendel zur Anwendung kommt,
die . Lagerung desselben unterhalb der Berührungsstelle des . Schleifkörpers mit dem
Trommelumfange liegen, wobei seine Lage durch entsprechende Anschläge durch Federn
oder in anderer Weise gesichert werden kann
(Fig. 5)· ·
Die Auslösung der Sperrklinke kann entweder dadurch erfolgen, daß man sie von Hand
aushebt oder der Schleudertrommel mit Hilfe des Riemens eine kleine Rückwärtsbewegung
erteilt. Die Auslösung kann aber auch dadurch selbsttätig bewirkt werden, daß man die Klinke
mit einer Feder versieht, die sie, sobald die Schleudertrommel zum Stillstand gekommen
ist, aus den Sperrzähnen aushebt, deren Wirkung aber beim Umlaufen der Trommel durch
die Reibung des Schleifkörpers an der letzteren überwunden werden kann. An Stelle der Feder
kann auch das Gewicht, beispielsweise des Pendels 21, zur Auslösung benutzt werden,
indem man dem letzteren eine solche Stellung zur Klinke 19 gibt, daß es in der Sperrstellung
der Klinke, d. h. wenn die Trommel umläuft, aus seiner senkrechten Ruhelage abgelenkt ist,
in die das Pendel dann .bei Stillstand der Maschine infolge seiner Schwere selbständig zurückkehrt
und dadurch die Klinke aushebt.
Die Bauweise der Vorrichtung kann natürlieh verschiedene Abänderungen erfahren; so
kann beispielsweise die Zahnstange 11 von der
in den Ausschnitt io der Schiene 7 eingreifenden Riegelvprrichtung 16 unabhängig sein, indem
die letztere durch einen dem Arm 15 entsprechenden Arm für sich bewegt wird. Auch
kann die Bewegung der Zahnstange 11 sowie der Riegelvorrichtung in anderer Weise und an
anderen Punkten der Schleuder von der Bewegung des Gehäusedeckels abgeleitet werden,
doch empfiehlt sich die in der 1 Zeichnung dargestellte Ausführungsform besonders dadurch,
daß sie sich an jeder vorhandenen Schleuder leicht anbringen läßt.
Die Vorrichtung kann auch bei anderen Antriebsarten als solchen durch Riementrieb be-
nutzt werden.
Claims (9)
1. Schutzvorrichtung für Maschinen mit
in einem geschlossenen Gehäuse umlaufendenTriebwerksteilen, insbesondere, für Schleudern,
bei welcher die Bewegung des Gehäusedeckels, solange die Trommel umläuft, unter Benutzung eines durch die Drehung der
letzteren beeinflußten Schleifkörpers ge- · sperrt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schleifkörper (23) aus nachgiebigem Stoffe besteht. · .
2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifkörper
(23) dauernd im Bereich der umlaufenden Trommel (22) liegt und unter
leichtem Druck gegen den Trommelmantel gedrückt wird, derart, daß bei höherer Umdrehungszahl
ein Abheben des Schleifkörpers durch den Luftzug stattfinden kann.
3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schleuderkörper (23) mit einer Sperrklinke (19) in Verbindung steht, die bei Verschiebung
des Schleifkörpers durch die am Trommelumfange \ auftretende Reibung in eine
mit dem Deckel verbundene Zahnstange (17) eingreift.
4. Ausführungsform der Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, bei welcher der
Schleifkörper an einem im Trommelgehäuse herabhängenden Pendel -befestigt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der Drehachse des- Pendels (21) die Sperrklinke (19)
für die mit dem Deckel (14) verbundene Zahnstange (17) sitzt.
5. Ausführungsform der Vorrichtung nach
Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifkörper auf der oberen oder unteren
Trommelfläche aufliegt und unmittelbar mit dem Drehzapfen (18) für die Sperrklinke
(19) verbunden ist.
6. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schleifkörper aus einem seitlich an der Trommelfläche anliegenden, in Streifen
geschnittenen Lappen aus Leder, Gummi oder anderem nachgiebigen Stoff besteht.
7. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schleifkörper aus einer Bürste besteht.
8. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrklinke bei Stillstand der Schleudertrommel kraftschlüssig, z. B. durch eine
Feder, in ihre Lösestellung zurückgebracht wird.
9. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellung der Sperrklinke zum Schleifkörper eine solche ist, daß die Klinke bei
Stillstand der Trommel infolge des Gewichtes der Schleifvorrichtung die Sperrzähne freigibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE211643C true DE211643C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT211643D Active DE211643C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE211643C (de) |
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- DE DENDAT211643D patent/DE211643C/de active Active
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